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Behandlungsbereich Bakterielle Vaginose

Bakterielle Vaginose und Trichomonaden behandeln

Ein dünnflüssiger, fischig riechender Ausfluss kann auf eine bakterielle Vaginose hinweisen, gelblich-grünlicher Ausfluss mit Brennen auf eine Infektion mit Trichomonaden. Beide Infektionen können mit dem verschreibungspflichtigen Antibiotikum Metronidazol behandelt werden, und ein zugelassener Arzt prüft anhand Ihres Fragebogens, ob das für Sie infrage kommt.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Behandlung mit Metronidazol

Metronidazol ist verschreibungspflichtig. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen vollständig aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob die Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Ist die Behandlung für Sie geeignet?

  1. 1 Wenn eine bakterielle Vaginose oder Trichomonaden bereits festgestellt wurden Die Behandlung kann passen, wenn die Diagnose durch eine Untersuchung oder einen Test gesichert ist und keine Warnzeichen wie Fieber oder Unterbauchschmerzen bestehen. Geben Sie frühere Behandlungen und alle Medikamente im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.
  2. 2 Wenn Sie diese Beschwerden zum ersten Mal haben oder unsicher sind Vorher persönlich ärztlich abklären: Ähnlicher Ausfluss kann auch durch Scheidenpilz, Chlamydien oder Gonorrhö entstehen, die anders behandelt werden. Ob eine Behandlung mit Metronidazol infrage kommt, entscheidet der Arzt.
  3. 3 Wenn Sie schwanger sind, schwanger sein könnten oder stillen Vorher mit Ihrer Frauenarztpraxis sprechen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel soll Metronidazol laut Fachinformation nur bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden, wenn keine sicherere Alternative verfügbar ist, danach nur, wenn der Nutzen die Risiken eindeutig überwiegt. In der Stillzeit wird während der Einnahme und 2 bis 3 Tage danach nicht gestillt. Die Entscheidung trifft der Arzt.
  4. 4 Bei Fieber, Unterbauchschmerzen oder Beschwerden, die immer wiederkommen Bei Fieber oder Unterbauchschmerzen zeitnah persönlich ärztlich abklären, bei Fieber mit Unterbauchschmerzen möglichst noch am selben Tag, denn dann kann eine aufsteigende Infektion dahinterstecken. Kommen die Beschwerden immer wieder, vorher die Ursachen in der Frauenarztpraxis abklären, denn Behandlungen mit Metronidazol sollen möglichst selten wiederholt werden. Über das weitere Vorgehen entscheidet der Arzt.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Metronidazol Rezeptpflichtig

Metronidazol

Nitroimidazol-Antibiotikum als Tablette, unter anderem bei bakterieller Vaginose und Trichomonaden.

Form
Tabletten

So wirkt es: Metronidazol wird in Bakterien und Einzellern, die ohne Sauerstoff leben, in reaktive Stoffe umgewandelt. Diese schädigen das Erbgut der Erreger, die daraufhin absterben. Auf die meisten Bakterien, die Sauerstoff benötigen, wirkt es nicht.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen eine bakterielle Vaginose oder eine Infektion mit Trichomonaden festgestellt wurde
  • Wenn Sie während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden nach der letzten Tablette auf Alkohol verzichten können
  • Wenn Sie kein Disulfiram (Antabus) einnehmen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tabletten zum Einnehmen während oder nach einer Mahlzeit, als einmalige Dosis oder zweimal täglich über mehrere Tage nach ärztlicher Festlegung.

Verfügbare Stärken: 400 mg · 500 mg

Kein Alkohol während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden danach. Nicht geeignet bei einer Allergie gegen Nitroimidazole und zusammen mit Disulfiram; in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Abwägung.

ab CHF 37,54 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Vaginose und Trichomonaden wissen sollten

Die bakterielle Vaginose gehört zu den häufigsten Ursachen für veränderten Ausfluss, Trichomonaden zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Beide lassen sich behandeln, wenn die Ursache sicher geklärt ist, die bakterielle Vaginose kommt aber häufig wieder.

Bakterielle Vaginose: Ursachen und Anzeichen

Bei einer bakteriellen Vaginose ist das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört. Die schützenden Milchsäurebakterien (Laktobazillen) nehmen ab, andere Bakterien wie Gardnerella vaginalis vermehren sich stark. Begünstigt wird das zum Beispiel durch neue oder wechselnde Sexualpartner, Scheidenspülungen oder Rauchen.

Typische Anzeichen sind:

  • dünnflüssiger, grauweißer Ausfluss
  • fischartiger Geruch, oft stärker nach dem Sex oder während der Periode
  • meist wenig Juckreiz, Brennen oder Rötung

Viele Betroffene haben gar keine Beschwerden. Die bakterielle Vaginose gilt nicht als klassische Geschlechtskrankheit, wird aber durch Sexualkontakte begünstigt.

Trichomonaden: Übertragung und Anzeichen

Trichomonaden (Trichomonas vaginalis) sind Einzeller, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Infektion (Trichomoniasis) zählt weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Bei vielen Frauen und den meisten Männern verläuft sie ohne Beschwerden.

Mögliche Anzeichen bei Frauen sind:

  • gelblich-grünlicher, manchmal schaumiger und unangenehm riechender Ausfluss
  • Juckreiz, Brennen und Rötung im Intimbereich
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex

Männer bemerken gelegentlich Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre. Ohne Behandlung kann die Infektion lange bestehen und unbemerkt weitergegeben werden.

Behandlung und Nebenwirkungen

Beide Infektionen werden häufig mit Metronidazol behandelt, einem Antibiotikum gegen Bakterien und Einzeller, die ohne Sauerstoff leben. Je nach Befund legt der Arzt eine einmalige Dosis oder eine mehrtägige Behandlung fest. Bei bakterieller Vaginose kommen auch Präparate zur Anwendung in der Scheide infrage.

Möglich sind vor allem ein metallischer Geschmack, Übelkeit, Magenbeschwerden, Durchfall und dunkel gefärbter Urin. Gelegentlich, meist bei hoher Dosis oder längerer Einnahme, treten Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen oder Krampfanfälle auf. Bei Kribbeln, Taubheit, Verwirrtheit, Gelbfärbung der Haut oder starkem, anhaltendem Durchfall die Einnahme beenden und sofort den Arzt informieren.

Während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden danach wird kein Alkohol getrunken.

Wann persönlich oder sofort zum Arzt?

Ähnlicher Ausfluss kann auch durch Scheidenpilz, Chlamydien oder Gonorrhö entstehen. Lassen Sie sich zeitnah persönlich untersuchen, wenn

  • die Beschwerden zum ersten Mal auftreten oder eine Schwangerschaft besteht
  • Fieber, Schmerzen im Unterbauch oder Blutungen außerhalb der Periode auftreten
  • Bläschen, Geschwüre oder Warzen im Intimbereich zu sehen sind

Das gilt auch, wenn die Beschwerden nach der Behandlung nicht abklingen oder rasch wiederkommen. Bei plötzlichen, sehr starken Unterbauchschmerzen mit Kreislaufproblemen wie Schwindel oder Ohnmacht oder bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht, Hautausschlag mit Blasen oder einem Krampfanfall nach der Einnahme rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144).

Rückfällen vorbeugen

Tipps für Behandlung und Vorbeugung

Eine bakterielle Vaginose kommt bei vielen Frauen nach der Behandlung wieder, oft innerhalb weniger Monate. Bei Trichomonaden hängt es vor allem von der Behandlung aller Sexualpartner ab, ob eine erneute Ansteckung ausbleibt. Einige Gewohnheiten können unterstützen:

  • Die Tabletten so lange einnehmen, wie ärztlich festgelegt, auch wenn die Beschwerden früher nachlassen, und auf versteckten Alkohol achten, etwa in Hustensäften oder Mundspülungen.
  • Bei Trichomonaden auf Sex verzichten, bis die Behandlung bei Ihnen und Ihren Sexualpartnern abgeschlossen ist und die Beschwerden abgeklungen sind, nach einer Einmalgabe mindestens eine Woche; Kondome senken das Risiko einer erneuten Ansteckung.
  • Den Intimbereich nur mit Wasser oder einer milden, parfümfreien Waschlotion reinigen und auf Scheidenspülungen und Intimsprays verzichten.

Nach einer Behandlung mit Antibiotika kann sich ein Scheidenpilz entwickeln. Mehr dazu: Scheidenpilz. Weil gleichzeitig weitere sexuell übertragbare Infektionen bestehen können, ist bei Trichomonaden oft auch ein Test darauf sinnvoll. Mehr dazu: Chlamydien. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zu Vaginose und Trichomonaden

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Woran erkenne ich eine bakterielle Vaginose?

Typisch ist ein dünnflüssiger, grauweißer Ausfluss mit fischartigem Geruch, der nach dem Sex oft stärker wird. Juckreiz und Rötung fehlen meist, anders als beim Scheidenpilz. Gelblich-grünlicher Ausfluss mit Brennen spricht eher für Trichomonaden. Sicher unterscheiden lassen sich die Ursachen nur durch eine Untersuchung, zum Beispiel mit einem Abstrich und der Messung des pH-Werts in der Scheide.

Bei Trichomonaden ja. Aktuelle Sexualpartner sollten sich untersuchen und behandeln lassen, auch ohne Beschwerden. Auf Sex wird verzichtet, bis alle behandelt sind und die Beschwerden abgeklungen sind. Bei einer bakteriellen Vaginose ist die Mitbehandlung männlicher Partner bisher keine allgemeine Empfehlung. Neuere Studien deuten darauf hin, dass sie Rückfälle verringern kann. Das Vorgehen lässt sich in der Frauenarztpraxis besprechen.

Zusammen mit Alkohol kann Metronidazol eine Unverträglichkeit auslösen, etwa mit Hautrötung, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Herzrasen. Deshalb wird ab der ersten Tablette bis mindestens 48 Stunden nach der letzten kein Alkohol getrunken. Das gilt auch für versteckten Alkohol, zum Beispiel in manchen Hustensäften, Tropfen oder Mundspülungen.

Rückfälle sind häufig, weil sich die schützenden Milchsäurebakterien nach der Behandlung nicht immer ausreichend erholen. Auch neue Sexualpartner, Scheidenspülungen oder Rauchen können eine Rolle spielen. Behandlungen mit Metronidazol sollen möglichst selten wiederholt werden. Treten die Beschwerden mehrmals im Jahr auf, lassen Sie die Ursachen bitte in Ihrer Frauenarztpraxis abklären und das weitere Vorgehen besprechen.

Die Anfrage ist kostenlos, bezahlt wird nur eine verschriebene Behandlung. Kommt der Arzt zu dem Schluss, dass Metronidazol für Sie nicht geeignet ist, wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten bereits geleistete Zahlungen vollständig zurück. Bei unklaren Beschwerden oder Warnzeichen empfehlen wir eine Untersuchung in einer Praxis vor Ort.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
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