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Behandlungsbereich HIV-Prävention

HIV-Vorsorge mit der PrEP

Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist eine vorbeugende Einnahme von Medikamenten, die bei regelmäßiger Anwendung das Risiko einer sexuellen HIV-Übertragung senkt. Voraussetzung sind ein aktueller negativer HIV-Test und regelmäßige Kontrollen. Unsere Ärzte prüfen, ob die PrEP für Sie geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Präparat zur HIV-PrEP

Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist verschreibungspflichtig. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen vollständig aus. Anschließend entscheidet ein Arzt, ob die Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Kommt die PrEP für Sie infrage?

  1. 1 Wenn Sie Sex ohne Kondom mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern haben Die Behandlung kann passen, wenn ein aktueller HIV-Test negativ ist und Ihre Nierenwerte in Ordnung sind. Ob ein erhöhtes Risiko vorliegt und die PrEP geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
  2. 2 Wenn Sie in den letzten 72 Stunden einen möglichen HIV-Kontakt hatten Dafür ist die PrEP nicht gedacht. Suchen Sie so schnell wie möglich eine HIV-Schwerpunktpraxis oder eine Notaufnahme auf. Dort entscheidet ein Arzt, ob eine Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) nötig ist.
  3. 3 Wenn Sie nach einem Risikokontakt Fieber, Halsschmerzen, Hautausschlag oder geschwollene Lymphknoten haben Sprechen Sie vorher mit einem Arzt vor Ort. Das können Zeichen einer frischen HIV-Infektion sein, die vor Beginn einer PrEP sicher ausgeschlossen werden muss. Der Arzt entscheidet über das weitere Vorgehen.
  4. 4 Wenn Sie eine Nierenerkrankung, Hepatitis B oder Osteoporose haben Sprechen Sie vorher mit einem Arzt vor Ort. Diese Erkrankungen können gegen die PrEP sprechen oder engmaschigere Kontrollen erfordern. Geben Sie sie im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil Rezeptpflichtig

Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil (PrEP)

Filmtablette mit Emtricitabin 200 mg und Tenofovirdisoproxil 245 mg zur HIV-Vorsorge (PrEP).

Wirkeintritt
erst nach mehreren Tagen regelmäßiger Einnahme
Wirkdauer
solange die tägliche Einnahme regelmäßig erfolgt
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Beide Wirkstoffe gehören zu den Reverse-Transkriptase-Hemmern. Diese blockieren ein Enzym, das HIV benötigt, um sich in Körperzellen zu vermehren. Sind ausreichende Wirkstoffspiegel vorhanden, kann sich das Virus nach einem Kontakt schlechter festsetzen, und das Risiko einer Infektion sinkt.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie HIV-negativ sind und ein erhöhtes Risiko für eine sexuelle HIV-Übertragung haben
  • Wenn Sie eine tägliche Tabletteneinnahme zuverlässig in Ihren Alltag einbauen können
  • Wenn Sie bereit sind, sich alle 3 Monate testen und untersuchen zu lassen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Einmal täglich eine Filmtablette, möglichst zur gleichen Uhrzeit und ohne Einnahmelücken. Die PrEP ist zur Anwendung zusammen mit Safer-Sex-Maßnahmen gedacht und wird durch regelmäßige Tests begleitet.

Verfügbare Stärken: 200 mg/245 mg

Nur mit einem kurz vor Beginn bestätigten negativen HIV-Test anwenden, denn bei einer unerkannten HIV-Infektion können Resistenzen entstehen. Nierenfunktion und Hepatitis-B-Status müssen vorab geprüft werden; vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützt die PrEP nicht.

ab CHF 150,00 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über die PrEP wissen sollten

Die PrEP ist ein Baustein der HIV-Vorsorge und setzt regelmäßige Einnahme, Tests und ärztliche Kontrollen voraus.

Was ist die PrEP und für wen ist sie gedacht?

PrEP steht für Präexpositionsprophylaxe: HIV-negative Menschen nehmen vorbeugend ein Arzneimittel ein, um das Risiko einer sexuellen HIV-Übertragung zu senken. Gedacht ist sie für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko, zum Beispiel bei:

  • Sex ohne Kondom mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern
  • Sex mit einer Person mit HIV, deren Viruslast nicht sicher unter der Nachweisgrenze liegt
  • einer kürzlich aufgetretenen anderen sexuell übertragbaren Infektion

Die PrEP ist als Teil von Safer-Sex-Maßnahmen gedacht. Vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützen vor allem Kondome.

Tests vor und während der PrEP

Vor dem Start muss eine HIV-Infektion durch einen aktuellen Test ausgeschlossen sein. Wird die PrEP bei einer unerkannten Infektion eingenommen, kann das Virus unempfindlich (resistent) gegen die Wirkstoffe werden. Vorab nötig sind außerdem:

  • eine Kontrolle der Nierenfunktion
  • ein Test auf Hepatitis B
  • in der Regel Tests auf weitere sexuell übertragbare Infektionen

Während der Einnahme wird der HIV-Test mindestens alle 3 Monate wiederholt, die Nierenwerte werden regelmäßig kontrolliert. Die Tests erfolgen vor Ort, etwa in einer Arztpraxis, beim Gesundheitsamt oder in einer Beratungs- und Teststelle.

Mögliche Nebenwirkungen

Besonders zu Beginn können Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten. Tenofovirdisoproxil kann außerdem die Nieren belasten und die Knochendichte verringern. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig.

Bei einer Hepatitis-B-Infektion kann sich die Lebererkrankung nach dem Absetzen deutlich verschlechtern. Vorsicht gilt auch bei Arzneimitteln, die die Nieren belasten, etwa hoch dosierten oder mehreren Schmerzmitteln aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac.

Geben Sie im Fragebogen alle Erkrankungen und Medikamente vollständig an.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Hatten Sie in den letzten 72 Stunden einen Kontakt mit möglichem HIV-Risiko und nehmen noch keine wirksame PrEP ein, ist Eile geboten: Suchen Sie umgehend eine HIV-Schwerpunktpraxis oder die Notaufnahme eines Krankenhauses auf, um eine Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) prüfen zu lassen. Das sollte möglichst innerhalb von 24 Stunden geschehen.

Melden Sie sich außerdem rasch bei einem Arzt vor Ort, wenn unter der PrEP grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Hautausschlag oder geschwollenen Lymphknoten auftreten oder Knochenschmerzen und Muskelschwäche neu hinzukommen. Rufen Sie den Notruf 112 (Schweiz: 144) bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht.

Safer Sex

Die PrEP ist ein Baustein der Vorsorge

Die PrEP kann das HIV-Risiko nur senken, wenn die Tabletten regelmäßig eingenommen werden. Vor Syphilis, Tripper, Chlamydien, Herpes oder Hepatitis schützt sie nicht. Regelmäßige Tests und je nach Situation auch Kondome gehören deshalb weiterhin zur Vorsorge. Offene Absprachen mit Partnerinnen und Partnern erleichtern es, gemeinsam die passenden Schutzmaßnahmen zu finden.

  • Verknüpfen Sie die Einnahme mit einer festen Routine, etwa dem Zähneputzen, oder nutzen Sie eine Erinnerung auf dem Smartphone
  • Planen Sie die Kontrolltermine alle 3 Monate frühzeitig ein und bewahren Sie Ihre Befunde auf
  • Beenden Sie die PrEP nicht eigenmächtig: Wie lange nach dem letzten Risikokontakt weiter eingenommen wird, sollte ärztlich geklärt werden. Bei Hepatitis B ist das besonders wichtig

Gut zu wissen: Nach aktuellem Wissensstand ist HIV sexuell nicht übertragbar, wenn die Viruslast einer Person mit HIV durch eine Therapie dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegt. Informationen zu anderen Infektionen finden Sie im Bereich: Chlamydien. Ebenfalls hilfreich ist der Bereich: Herpes. Mehr erfahren Sie außerdem im Bereich: Feigwarzen. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur HIV-PrEP

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Ab wann wirkt die PrEP?

Die Wirkstoffe müssen sich erst im Gewebe anreichern. Wie lange das dauert, hängt unter anderem von der Art des Kontakts ab; in der Regel sind mehrere Tage regelmäßiger Einnahme nötig. Ab wann die PrEP wirksam sein kann und welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen bis dahin sinnvoll sind, sollte ärztlich geklärt werden.

Nein. Die PrEP wirkt ausschließlich gegen HIV. Syphilis, Tripper, Chlamydien, Herpes, Feigwarzen oder Hepatitis können trotzdem übertragen werden. Kondome senken das Risiko für viele dieser Infektionen. Lassen Sie sich während der PrEP regelmäßig testen, auch ohne Beschwerden, denn viele Infektionen verlaufen zunächst unbemerkt.

Vor Beginn sind ein aktueller negativer HIV-Test, eine Bestimmung der Nierenwerte und ein Test auf Hepatitis B erforderlich, meist ergänzt durch Tests auf weitere sexuell übertragbare Infektionen. Diese Untersuchungen lassen Sie vor Ort durchführen, etwa in einer Arztpraxis, beim Gesundheitsamt oder in einer Teststelle. Halten Sie die Befunde für den Fragebogen bereit.

Laut Packungsbeilage gilt: Liegt die gewohnte Einnahmezeit weniger als 12 Stunden zurück, nehmen Sie die Tablette so bald wie möglich ein und fahren dann wie gewohnt fort. Sind mehr als 12 Stunden vergangen und steht die nächste Einnahme kurz bevor, lassen Sie die vergessene Tablette aus. Häufige Lücken können die Schutzwirkung verringern.

Ja, die PrEP ist verschreibungspflichtig. Ein zugelassener Arzt prüft Ihren Fragebogen; die Anfrage ist kostenlos. Nach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke das Präparat kostenlos mit DHL Express in neutraler Verpackung, meist innerhalb eines Werktages. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie alle Zahlungen vollständig zurück.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
Dr. Codruta Anca Pandalache
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