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Behandlungsbereich Scheidenpilz

Scheidenpilz erkennen und behandeln

Juckreiz, Brennen und weißlicher Ausfluss sind typische Anzeichen einer Pilzinfektion der Scheide. Sind die Beschwerden eindeutig, kann eine Behandlung mit Fluconazol zum Einnehmen oder mit Clotrimazol zur Anwendung in der Scheide infrage kommen. Ob das zutrifft, prüft ein zugelassener Arzt anhand Ihrer Angaben.

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  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Behandlung bei Scheidenpilz

Fluconazol ist verschreibungspflichtig, Canesten Gyno mit Clotrimazol ist apothekenpflichtig. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen vollständig aus. Anschließend entscheidet ein Arzt, ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Ist die Behandlung für Sie geeignet?

  1. 1 Wenn Sie schon einmal einen ärztlich bestätigten Scheidenpilz hatten Eine Behandlung kann passen, wenn Ihre jetzigen Beschwerden (Juckreiz, Brennen, weißlich-krümeliger Ausfluss) den damaligen gleichen und keine Warnzeichen wie Fieber oder Unterbauchschmerzen bestehen. Fluconazol wird in der Regel einmalig geschluckt, Clotrimazol an 3 Abenden in die Scheide eingeführt. Der Arzt entscheidet anhand Ihres Fragebogens.
  2. 2 Wenn Sie diese Beschwerden zum ersten Mal haben Sprechen Sie vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt vor Ort. Ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben, etwa eine bakterielle Vaginose oder eine sexuell übertragbare Infektion, die anders behandelt werden. Der Arzt entscheidet, ob eine Behandlung infrage kommt.
  3. 3 Wenn Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten Sprechen Sie vorher mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. In der Schwangerschaft wird meist eine örtliche Behandlung bevorzugt; Clotrimazol wird dann nur nach ärztlicher Abklärung und als Vaginaltablette ohne Applikator angewendet. Fluconazol zum Einnehmen wird nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt. Die Entscheidung trifft der Arzt.
  4. 4 Wenn Sie vier oder mehr Pilzinfektionen im Jahr haben Sprechen Sie vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt vor Ort. Wiederkehrende Infektionen sollten untersucht werden, zum Beispiel auf einen Diabetes oder andere begünstigende Faktoren. Über eine längerfristige Behandlung entscheidet der Arzt.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Behandlung zum Einnehmen

Fluconazol wird geschluckt und wirkt über den Blutkreislauf. Eine Anwendung in der Scheide ist dabei nicht nötig.

Fluconazol Rezeptpflichtig

Fluconazol

Pilzmittel zum Einnehmen mit Fluconazol 150 mg, unter anderem bei Scheidenpilzinfektion.

Wirkeintritt
Beschwerden bessern sich meist innerhalb weniger Tage
Wirkdauer
Wirkt nach einmaliger Einnahme über mehrere Tage
Form
Kapseln oder Tabletten

So wirkt es: Fluconazol gehört zu den Azol-Antimykotika. Es hemmt die Bildung von Ergosterol, einem wichtigen Baustein der Zellmembran von Pilzen, und bremst so ihr Wachstum. Der Wirkstoff gelangt über das Blut auch in das Gewebe der Scheide.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie schon einmal einen ärztlich festgestellten Scheidenpilz hatten und die Beschwerden wiedererkennen
  • Wenn Sie eine Einnahme statt Cremes oder Vaginalzäpfchen bevorzugen
  • Wenn Sie nicht schwanger sind und keine Herzrhythmus- oder Lebererkrankung haben
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Bei einer akuten Scheidenpilzinfektion wird in der Regel einmalig eine Dosis mit Wasser eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Bei wiederkehrenden Infektionen legt der Arzt ein anderes Schema fest.

Verfügbare Stärken: 150 mg

In der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Abklärung vor Ort anwenden. Fluconazol hat zahlreiche Wechselwirkungen, etwa mit Blutverdünnern oder Medikamenten, die den Herzrhythmus beeinflussen (QT-Verlängerung).

ab CHF 34,35 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Behandlung in der Scheide

Clotrimazol wird als Vaginaltablette oder Vaginalcreme in die Scheide eingeführt und wirkt direkt an der Schleimhaut.

Clotrimazol Rezeptpflichtig

Canesten Gyno (Clotrimazol)

Pilzmittel mit Clotrimazol zur Anwendung in der Scheide, als 3-Tage-Behandlung bei Scheidenpilz.

Wirkdauer
Behandlung über 3 Abende
Form
Vaginaltabletten und Vaginalcreme

So wirkt es: Clotrimazol stört den Aufbau der Zellmembran von Hefepilzen, sodass sie sich nicht weiter vermehren. Der Wirkstoff wirkt direkt an der Schleimhaut der Scheide, nur ein kleiner Teil gelangt ins Blut.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie schon einmal einen ärztlich festgestellten Scheidenpilz hatten und die Beschwerden wiedererkennen
  • Wenn Sie eine örtliche Behandlung in der Scheide statt Tabletten zum Einnehmen bevorzugen
  • Wenn keine Warnzeichen wie Fieber, Unterbauchschmerzen oder übelriechender Ausfluss bestehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: An 3 aufeinanderfolgenden Abenden wird 1 Vaginaltablette oder 1 Applikatorfüllung Vaginalcreme tief in die Scheide eingeführt, nicht während der Periode.

Verfügbare Stärken: 200 mg · 2 % (20 mg/g)

Latexkondome und Diaphragmen können während der Behandlung und bis 5 Tage danach unsicher sein. In der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Abklärung und mit Vaginaltabletten ohne Applikator.

ab CHF 46,33 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Scheidenpilz wissen sollten

Scheidenpilz ist häufig und in der Regel gut behandelbar. Wichtig ist, dass die Beschwerden tatsächlich von einem Pilz stammen.

Ursachen und Symptome

Scheidenpilz (vaginale Candidose) wird meist durch Hefepilze der Art Candida albicans verursacht. Diese Hefepilze kommen bei vielen Frauen natürlicherweise vor und vermehren sich, wenn das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört ist, etwa nach einer Antibiotika-Einnahme, bei hormonellen Veränderungen, Diabetes oder geschwächter Abwehr.

Typische Beschwerden sind:

  • Juckreiz und Brennen im Intimbereich
  • weißlicher, krümeliger Ausfluss
  • Rötung und Schwellung der Schamlippen sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex

Behandlungsmöglichkeiten

Scheidenpilz kann örtlich mit Vaginaltabletten oder Vaginalcreme behandelt werden oder mit einem Pilzmittel zum Einnehmen.

Fluconazol 150 mg: Das Mittel wird bei einer akuten Infektion in der Regel einmalig eingenommen und wirkt über den Blutkreislauf. Bei wiederkehrenden Infektionen kann der Arzt eine längerfristige Behandlung festlegen.

Clotrimazol (Canesten Gyno): An 3 aufeinanderfolgenden Abenden wird eine Vaginaltablette oder eine Applikatorfüllung Vaginalcreme tief in die Scheide eingeführt, nicht während der Periode.

Eine Mitbehandlung des Partners ist meist nur nötig, wenn er selbst Beschwerden hat, etwa Rötung oder Juckreiz an der Eichel.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Fluconazol: Häufig sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag oder erhöhte Leberwerte. Selten kommt es zu schweren allergischen Reaktionen, Hautreaktionen oder Leberschäden. Fluconazol beeinflusst den Abbau vieler Arzneimittel, zum Beispiel von Blutverdünnern, bestimmten Cholesterinsenkern und Medikamenten, die den Herzrhythmus beeinflussen (QT-Verlängerung).

Clotrimazol: Möglich sind Brennen, Juckreiz, Rötung oder Reizung in der Scheide. Latexkondome und Diaphragmen können während der Behandlung und bis 5 Tage danach unsicher sein. Clotrimazol kann den Blutspiegel von Tacrolimus oder Sirolimus erhöhen.

Geben Sie deshalb alle Medikamente im Fragebogen vollständig an.

Wann zum Arzt vor Ort?

Lassen Sie sich persönlich untersuchen, wenn

  • die Beschwerden zum ersten Mal auftreten oder Sie schwanger sind
  • der Ausfluss unangenehm riecht, gelblich, grünlich oder blutig ist oder Bläschen und Geschwüre auftreten
  • bei Ihnen Fieber, Übelkeit, Unterbauch-, Rücken- oder Schulterschmerzen oder vier oder mehr Infektionen im Jahr auftreten

Das gilt auch, wenn sich die Beschwerden einige Tage nach der Behandlung nicht deutlich bessern. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder starkem Hautausschlag nach der Anwendung rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144).

Vorbeugen im Alltag

Die Scheidenflora im Gleichgewicht halten

Eine gesunde Scheidenflora schützt sich weitgehend selbst: Milchsäurebakterien sorgen für ein leicht saures Milieu, in dem sich Pilze schlecht vermehren. Übertriebene Intimhygiene kann dieses Gleichgewicht eher stören, ebenso eine Antibiotika-Einnahme.

  • Reinigen Sie den Intimbereich mit klarem Wasser oder einer milden, parfümfreien Waschlotion und verzichten Sie auf Intimsprays und Scheidenspülungen.
  • Tragen Sie luftdurchlässige Unterwäsche, zum Beispiel aus Baumwolle, wechseln Sie nasse Badekleidung zügig und verzichten Sie möglichst auf Slipeinlagen mit Kunststoffschicht.
  • Wischen Sie nach dem Toilettengang von vorne nach hinten ab.

Wenn Sie Diabetes haben, kann ein gut eingestellter Blutzucker das Risiko für wiederkehrende Pilzinfektionen senken. Scheidenpilz gilt nicht als klassische Geschlechtskrankheit. Sind Sie unsicher, ob eine sexuell übertragbare Infektion hinter Ihren Beschwerden steckt, lassen Sie sich untersuchen. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zum Scheidenpilz

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Woran erkenne ich, dass es ein Scheidenpilz ist?

Typisch sind Juckreiz, Brennen und ein weißlicher, krümeliger Ausfluss ohne starken Geruch. Riecht der Ausfluss fischig oder ist er grau, gelblich oder grünlich, steckt oft eine andere Ursache dahinter, etwa eine bakterielle Infektion. Bei erstmaligen oder unklaren Beschwerden ist eine Untersuchung vor Ort sinnvoll.

Fluconazol bleibt lange im Körper und wirkt nach einer Einzeldosis über mehrere Tage. Clotrimazol wird an 3 Abenden angewendet, auch wenn die Beschwerden schon früher nachlassen. Die Beschwerden bessern sich meist innerhalb weniger Tage; bis sie ganz abgeklungen sind, kann es etwas länger dauern. Bessern sie sich nach einigen Tagen, spätestens nach 7 Tagen, nicht deutlich, lassen Sie sich ärztlich untersuchen.

In der Regel nicht. Eine Mitbehandlung ist meist nur sinnvoll, wenn der Partner selbst Beschwerden hat, etwa Rötung, Juckreiz oder Brennen an der Eichel. In diesem Fall sollte er sich ärztlich beraten lassen. Solange Sie Beschwerden haben, kann Geschlechtsverkehr die gereizte Schleimhaut zusätzlich belasten.

In der Schwangerschaft sollten Sie Fluconazol nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt einnehmen; meist wird dann eine örtliche Behandlung bevorzugt. Clotrimazol kommt in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Abklärung infrage, dann als Vaginaltablette ohne Applikator. Wenn Sie stillen, geben Sie das im Fragebogen an. Der Arzt prüft, ob die Behandlung für Sie infrage kommt.

Häufige Auslöser sind Antibiotika, hormonelle Veränderungen, ein nicht gut eingestellter Diabetes oder eine geschwächte Abwehr. Treten vier oder mehr Infektionen im Jahr auf, spricht man von einem wiederkehrenden Scheidenpilz. Dann sollten die Ursachen vor Ort abgeklärt und eine längerfristige Behandlung ärztlich besprochen werden.

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