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Behandlungsbereich Nervenschmerzen

Nervenschmerzen gezielt behandeln

Brennende, stechende oder einschießende Schmerzen können entstehen, wenn Nerven geschädigt sind, zum Beispiel durch Diabetes oder nach einer Gürtelrose. Unsere Ärzte prüfen anhand Ihres Fragebogens, ob eine verschreibungspflichtige Behandlung mit Pregabalin, Gabapentin oder Amitriptylin für Sie geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Arzneimittel bei Nervenschmerzen

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig und werden zu Beginn schrittweise dosiert. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welcher Wirkstoff kann passen?

  1. 1 Wenn Sie eine Einnahme nur einmal am Tag bevorzugen Amitriptylin wird meist einmal täglich am Abend eingenommen, gegen Schmerzen wirkt es oft erst nach 2 bis 4 Wochen. Pregabalin und Gabapentin werden über den Tag verteilt eingenommen. Was für Sie infrage kommt, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Wenn Sie eine Herzerkrankung haben, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder mit Herzrhythmusstörungen Amitriptylin ist dann nicht geeignet. Auch bei Pregabalin und Gabapentin gibt es Vorsichtsmaßnahmen, etwa bei Herzschwäche. Geben Sie alle Erkrankungen im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.
  3. 3 Wenn Sie Opioide, Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen oder früher Probleme mit Abhängigkeit hatten Pregabalin und Gabapentin können abhängig machen und zusammen mit dämpfenden Mitteln die Atmung verlangsamen. Dann ist eine besonders sorgfältige Prüfung nötig. Der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie schwanger sind, stillen oder schwanger werden könnten Für alle drei Wirkstoffe ist dann eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken nötig, bei Pregabalin gehört eine wirksame Verhütung dazu. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Gabapentinoide

Pregabalin und Gabapentin dämpfen überempfindliche Nervenzellen und werden über den Tag verteilt mehrmals eingenommen.

Pregabalin Rezeptpflichtig

Lyrica (Pregabalin)

Pregabalin-Kapseln gegen Nervenschmerzen, auch bei Epilepsie und generalisierter Angststörung zugelassen.

Wirkeintritt
in Studien Schmerzabnahme ab der ersten Woche
Wirkdauer
einige Stunden, daher 2 bis 3 Einnahmen täglich
Form
Hartkapseln

So wirkt es: Pregabalin bindet an eine Untereinheit bestimmter Calciumkanäle an Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark. Dadurch werden überaktive Nervenzellen gedämpft, die Schmerzsignale weiterleiten. Die Dosis wird zu Beginn meist schrittweise erhöht.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen Nervenschmerzen ärztlich festgestellt wurden
  • Wenn keine Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder Drogen besteht oder bestand
  • Wenn keine Schwangerschaft besteht und bei möglicher Schwangerschaft zuverlässig verhütet wird
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Die Kapseln werden 2 oder 3 Mal täglich mit oder ohne Essen eingenommen. Beendet wird die Behandlung schrittweise über mindestens 1 Woche.

Verfügbare Stärken: 25 mg · 75 mg

Pregabalin kann abhängig machen, Schwindel und Müdigkeit verursachen und zusammen mit Opioiden, Beruhigungsmitteln oder Alkohol die Atmung dämpfen. Nicht plötzlich absetzen. Frauen, die schwanger werden können, verhüten wirksam.

ab CHF 41,54 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Gabapentin Rezeptpflichtig

Gabapentin

Gabapentinoid gegen periphere Nervenschmerzen, zum Beispiel bei diabetischer Neuropathie oder nach Gürtelrose.

Wirkdauer
Halbwertszeit etwa 5 bis 7 Stunden
Form
Tabletten

So wirkt es: Gabapentin bindet an eine Untereinheit bestimmter Calciumkanäle an Nervenzellen und verringert so die Weiterleitung von Schmerzsignalen. Überempfindliche Nerven werden gedämpft. Der Wirkstoff wird unverändert über die Nieren ausgeschieden.

Das kann für Sie passen
  • Wenn periphere Nervenschmerzen ärztlich festgestellt wurden
  • Wenn keine Probleme mit Alkohol, Medikamenten oder Drogen bestehen
  • Wenn keine Opioide oder starken Beruhigungsmittel eingenommen werden
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tabletten zum Einnehmen, meist dreimal täglich über den Tag verteilt. Die Dosis wird zu Beginn schrittweise gesteigert und am Ende langsam verringert.

Verfügbare Stärken: 100 mg

Kann abhängig machen und wird nicht plötzlich abgesetzt. Zusammen mit Opioiden, Alkohol oder Beruhigungsmitteln kann die Atmung gefährlich gedämpft werden.

ab CHF 48,73 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Trizyklische Antidepressiva

Amitriptylin wird gegen Schmerzen niedrig dosiert und meist einmal täglich am Abend eingenommen.

Amitriptylin Rezeptpflichtig

Amitriptylin

Trizyklisches Antidepressivum in niedriger Dosis gegen Nervenschmerzen und zur Vorbeugung von Migräne und Spannungskopfschmerz.

Wirkeintritt
gegen Schmerzen meist nach 2 bis 4 Wochen
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Amitriptylin hemmt die Wiederaufnahme der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin und blockiert bestimmte Ionenkanäle an Nervenzellen. Dadurch wird die Weiterleitung von Schmerzsignalen gedämpft. Die Wirkung gegen Schmerzen ist unabhängig von der antidepressiven Wirkung.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Nervenschmerzen ärztlich festgestellt wurden
  • Wenn kein Herzinfarkt, keine koronare Herzkrankheit und keine Herzrhythmusstörung bekannt sind
  • Wenn keine MAO-Hemmer eingenommen werden
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Filmtabletten zum Einnehmen, meist einmal täglich am Abend. Die Behandlung beginnt niedrig dosiert, wird schrittweise angepasst und am Ende langsam beendet.

Verfügbare Stärken: 10 mg · 25 mg · 50 mg

Nicht nach Herzinfarkt, bei Herzrhythmusstörungen oder zusammen mit MAO-Hemmern. In größeren Mengen lebensgefährlich; bei Gedanken an Selbstverletzung sofort ärztliche Hilfe holen.

ab CHF 34,35 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Nervenschmerzen wissen sollten

Nervenschmerzen entstehen durch eine Schädigung oder Erkrankung der Nerven selbst. Arzneimittel können die Beschwerden lindern, ersetzen aber nicht die Abklärung und Behandlung der Ursache.

Was sind Nervenschmerzen?

Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) entstehen, wenn Nerven selbst geschädigt sind oder nicht mehr richtig arbeiten. Häufige Ursachen sind:

  • eine Nervenschädigung durch Diabetes (diabetische Polyneuropathie)
  • anhaltende Schmerzen nach einer Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie)
  • eingeklemmte Nerven sowie Verletzungen oder Erkrankungen von Rückenmark und Gehirn

Typisch sind brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen, Kribbeln, Taubheit oder eine Überempfindlichkeit schon bei leichter Berührung. Die Beschwerden betreffen oft Füße und Hände und sind nachts häufig stärker. Übliche Schmerzmittel wie Ibuprofen helfen dabei meist nur wenig.

Welche Arzneimittel kommen infrage?

Gegen Nervenschmerzen werden andere Wirkstoffe eingesetzt als gegen gewöhnliche Schmerzen. Diese Arzneimittel dämpfen die überaktive Weiterleitung von Schmerzsignalen.

  • Pregabalin (Lyrica): bei peripheren und zentralen Nervenschmerzen
  • Gabapentin: bei peripheren Nervenschmerzen, etwa bei Diabetes oder nach einer Gürtelrose
  • Amitriptylin: ein trizyklisches Antidepressivum, das gegen Schmerzen niedrig dosiert wird

Alle drei werden zu Beginn schrittweise dosiert und nicht plötzlich abgesetzt. Ziel ist meist eine spürbare Linderung, nicht völlige Schmerzfreiheit. Welcher Wirkstoff geeignet ist, hängt von Ursache, Vorerkrankungen und anderen Medikamenten ab.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Häufig sind Schwindel, Müdigkeit und Benommenheit, vor allem zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung. Pregabalin und Gabapentin können zudem Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme verursachen, Amitriptylin Mundtrockenheit und Verstopfung.

Pregabalin und Gabapentin können abhängig machen. Zusammen mit Opioiden, Beruhigungsmitteln oder Alkohol kann die Atmung gefährlich gedämpft werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine niedrigere Dosis nötig. Amitriptylin ist nach einem Herzinfarkt, bei Herzrhythmusstörungen und zusammen mit MAO-Hemmern nicht geeignet; schon wenige Tabletten zu viel können lebensgefährlich sein.

Solange unklar ist, wie Sie die Behandlung vertragen, fahren Sie besser kein Auto.

Wann sofort ärztliche Hilfe?

Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • die Atmung langsam oder flach wird oder jemand kaum noch wach zu halten ist
  • Gesicht, Lippen oder Zunge anschwellen oder Atemnot auftritt
  • deutlich mehr Tabletten oder Kapseln als verordnet eingenommen wurden
  • plötzlich Lähmungen auftreten oder Blase und Darm nicht mehr kontrolliert werden können

Holen Sie ebenfalls sofort ärztliche Hilfe bei Gedanken, sich das Leben zu nehmen, und bei Hautausschlag mit Fieber oder Blasen. Suchen Sie zeitnah einen Arzt vor Ort auf, wenn Taubheit oder Schwäche zunehmen, Wunden an den Füßen schlecht heilen oder Nervenschmerzen ohne bekannte Ursache neu auftreten.

Im Alltag

Mit Nervenschmerzen gut umgehen

Die Behandlung von Nervenschmerzen braucht oft Geduld. Die Dosis wird langsam angepasst, und bis sich die Wirkung beurteilen lässt, vergehen häufig einige Wochen. Ein Schmerztagebuch hilft, den Verlauf festzuhalten: Notieren Sie Stärke und Art der Schmerzen, Schlaf, Nebenwirkungen und die eingenommene Dosis. So entsteht eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt.

  • Bei Diabetes gut eingestellte Blutzuckerwerte anstreben und die Füße täglich auf Verletzungen ansehen
  • Auf Alkohol möglichst verzichten, weil er Nerven schädigen und Müdigkeit und Schwindel verstärken kann
  • Regelmäßige Bewegung und Physiotherapie einplanen und besonders zu Beginn langsam aufstehen, um Stürze zu vermeiden

Setzen Sie die Arzneimittel nicht eigenmächtig ab, auch wenn es Ihnen besser geht, sondern besprechen Sie das schrittweise Beenden mit dem Arzt. Mehr zum Thema Blutzucker: Diabetes Typ 2. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Behandlung von Nervenschmerzen

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für diese Arzneimittel ein Rezept?

Ja. Pregabalin, Gabapentin und Amitriptylin sind verschreibungspflichtig. Anhand Ihres Fragebogens prüft ein zugelassener Arzt, ob eine Verordnung medizinisch vertretbar ist. Geben Sie deshalb Vorerkrankungen, andere Medikamente, Alkoholkonsum und frühere Probleme mit Abhängigkeit vollständig an. Wenn Sie bereits behandelt werden, helfen Angaben zur bisherigen Dosis und ein Arztbrief.

Das ist unterschiedlich. Die Dosis wird zu Beginn schrittweise gesteigert, deshalb lässt sich die Wirkung oft erst nach einigen Wochen beurteilen. Bei Amitriptylin lassen die Schmerzen meist nach 2 bis 4 Wochen nach. Bei Pregabalin zeigte sich in Studien teilweise schon in der ersten Woche eine Besserung. Brechen Sie die Einnahme nicht vorzeitig ab, sondern sprechen Sie mit dem Arzt.

Amitriptylin gehört zu den Antidepressiva, wird gegen Nervenschmerzen aber deutlich niedriger dosiert. Die schmerzlindernde Wirkung ist unabhängig von der Wirkung auf die Stimmung. Eine Verordnung bedeutet also nicht, dass eine Depression vermutet wird. Weil Amitriptylin müde macht, wird es meist am Abend eingenommen. Die Behandlung einer Depression gehört in eine bestehende haus- oder fachärztliche Betreuung.

Ja, beide Wirkstoffe können auch in der verordneten Dosis abhängig machen. Nehmen Sie deshalb nie mehr oder länger ein als vereinbart. Beendet wird die Behandlung nur nach ärztlicher Absprache und schrittweise. Zusammen mit Opioiden, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln und Alkohol kann die Atmung gefährlich gedämpft werden. Geben Sie deshalb alle Medikamente im Fragebogen an, auch rezeptfreie.

Dann wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Sind die Nervenschmerzen noch nicht ärztlich abgeklärt, empfehlen wir, die Ursache zeitnah bei einem Arzt vor Ort untersuchen zu lassen. Bei Warnzeichen wie Atemnot, plötzlichen Lähmungen oder Gedanken, sich das Leben zu nehmen, rufen Sie sofort den Notruf 112.

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