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Behandlungsbereich Ekzem & Neurodermitis

Juckende Ekzeme gezielt behandeln

Bei Ekzemen und Neurodermitis kommen verschreibungspflichtige Kortisonpräparate oder kortisonfreie Calcineurinhemmer zum Auftragen infrage. Unsere Ärzte prüfen anhand Ihres Fragebogens, ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist.

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  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Präparate bei Ekzemen

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig und werden auf die Haut aufgetragen. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welches Präparat kann passen?

  1. 1 Wenn Ihre Haut stark entzündet, verdickt oder schuppig ist Kortison zum Auftragen dämpft Entzündung und Juckreiz und wird kurzzeitig auf begrenzten Flächen angewendet. Betamethason (Diprosone) ist stark wirksam, Clobetasol (Dermovate) sehr stark wirksam und kommt vor allem infrage, wenn schwächere Präparate nicht ausgereicht haben. Welche Stärke geeignet ist, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Wenn eine Neurodermitis im Gesicht oder am Hals behandelt werden soll Pimecrolimus (Elidel) und Tacrolimus (Protopic) enthalten kein Kortison und können auch an diesen empfindlichen Stellen aufgetragen werden. Ob eines davon für Sie infrage kommt, entscheidet der Arzt.
  3. 3 Wenn Kortisoncremes bei Neurodermitis nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden Elidel ist für leichte bis mittelschwere, Protopic für mittelschwere bis schwere Neurodermitis vorgesehen. Bei häufigen Schüben kann mit Protopic eine Erhaltungstherapie an 2 Tagen pro Woche infrage kommen. Der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine geschwächte Immunabwehr haben oder die Haut infiziert ist Dann ist eine sorgfältige Prüfung besonders wichtig, denn nicht jedes Präparat ist in diesen Situationen geeignet. Geben Sie alles vollständig im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Kortison zum Auftragen

Stark und sehr stark wirksame Kortisonpräparate als Creme, Salbe oder Kopfhautlösung für die kurzzeitige Behandlung.

Betamethasondipropionat Rezeptpflichtig

Diprosone (Betamethason)

Stark wirksames Kortison, kurzzeitig bei Schuppenflechte und zu Beginn der Behandlung schwerer atopischer Ekzeme.

Form
Creme, Salbe und Lösung zur Anwendung auf der Haut

So wirkt es: Betamethasondipropionat wirkt in der Haut entzündungshemmend und juckreizlindernd und verengt die kleinen Blutgefäße. Rötung, Schwellung und Juckreiz gehen zurück. Die Wirkung hält lange an, sodass meist eine ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag ausreicht.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine Hauterkrankung wie Schuppenflechte oder ein schweres atopisches Ekzem ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn nur begrenzte Hautstellen oder die Kopfhaut behandelt werden sollen
  • Wenn keine Hautinfektion, Akne oder Rosacea an der Stelle besteht
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Creme, Salbe oder Kopfhautlösung, ein- bis zweimal täglich dünn auftragen. Nur kurzzeitig, in der Regel höchstens 3 Wochen und auf begrenzten Flächen.

Verfügbare Stärken: 0,05 %

Nicht auf infizierter Haut, bei Akne, Rosacea, offenen Wunden, auf den Augenlidern und in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft anwenden. Nur kurzzeitig und auf begrenzten Flächen anwenden.

ab CHF 35,15 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Clobetasolpropionat Rezeptpflichtig

Dermovate (Clobetasol)

Sehr stark wirksames Kortison zur kurzzeitigen Behandlung hartnäckiger Schuppenflechte und verdickter Ekzeme.

Wirkeintritt
Besserung oft nach wenigen Tagen
Form
Creme, Salbe und Lösung zur Anwendung auf der Haut

So wirkt es: Clobetasolpropionat hemmt in der Haut entzündungsfördernde Botenstoffe. Rötung, Schwellung und Juckreiz gehen zurück, und Immunzellen in der Haut werden gedämpft. Es gehört zur stärksten Wirkklasse der Kortisonpräparate zum Auftragen.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine Hauterkrankung ärztlich festgestellt wurde und schwächere Kortisonpräparate nicht ausreichend geholfen haben
  • Wenn nur einzelne, begrenzte Hautstellen oder die Kopfhaut behandelt werden sollen
  • Wenn keine Hautinfektion, Akne oder Rosacea an der Stelle besteht
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Creme, Salbe oder Kopfhautlösung, ein- bis zweimal täglich dünn auftragen. Nur kurzzeitig, ohne ärztliche Kontrolle höchstens 4 Wochen und höchstens 50 g pro Woche.

Verfügbare Stärken: 0,05 %

Nicht auf infizierter Haut, bei Akne, Rosacea, offenen Wunden und nicht auf den Augenlidern anwenden. Nur kurzzeitig anwenden und nach längerer Anwendung nicht abrupt absetzen.

ab CHF 35,95 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Calcineurinhemmer für die Haut

Kortisonfreie Wirkstoffe, die bei Neurodermitis die überschießende Immunreaktion der Haut dämpfen.

Pimecrolimus Rezeptpflichtig

Elidel (Pimecrolimus)

Kortisonfreie Creme mit Pimecrolimus bei leichter bis mittelschwerer Neurodermitis, wenn Kortison nicht geeignet ist.

Form
Creme

So wirkt es: Pimecrolimus ist ein Calcineurinhemmer. Er bremst Immunzellen in der Haut, die Entzündungsbotenstoffe freisetzen, und kann so Rötung und Juckreiz lindern. Nur sehr wenig Wirkstoff gelangt ins Blut.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie eine ärztlich festgestellte leichte bis mittelschwere Neurodermitis haben
  • Wenn Kortisoncremes nicht geholfen haben, nicht vertragen wurden oder nicht geeignet sind
  • Wenn das Ekzem zum Beispiel im Gesicht oder am Hals behandelt werden soll
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Creme zum Auftragen, zweimal täglich dünn auf die betroffenen Stellen. Nur während eines Schubs, bis die Haut abgeheilt ist.

Verfügbare Stärken: 1 %

Nicht anwenden bei Allergie gegen Pimecrolimus, bei geschwächter Immunabwehr und auf Stellen mit Lippenherpes, Windpocken oder anderen Hautinfektionen. Während der Behandlung starke Sonne, Solarium und UV-Therapie meiden.

ab CHF 55,92 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Tacrolimus Rezeptpflichtig

Protopic (Tacrolimus)

Kortisonfreie Salbe mit Tacrolimus bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis, auch zur Erhaltungstherapie.

Wirkeintritt
meist innerhalb einer Woche
Form
Salbe

So wirkt es: Tacrolimus ist ein Calcineurinhemmer. Er dämpft die überschießende Immunreaktion der Haut, sodass Entzündung und Juckreiz zurückgehen können. Nur wenig Wirkstoff gelangt ins Blut.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie eine ärztlich festgestellte mittelschwere bis schwere Neurodermitis haben
  • Wenn Kortisoncremes nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden
  • Wenn Sie häufige Schübe haben und eine Erhaltungstherapie infrage kommt
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Salbe zum Auftragen. Bei einem Schub zweimal täglich dünn bis zur Abheilung, zur Erhaltung nach ärztlicher Anweisung an 2 Tagen pro Woche.

Verfügbare Stärken: 0,03 % · 0,1 %

Nicht anwenden bei Allergie gegen Tacrolimus oder Makrolid-Antibiotika, bei geschwächter Immunabwehr und auf infizierter Haut. Während der Behandlung Sonne, Solarium und UV-Therapie meiden.

ab CHF 54,32 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Ekzeme wissen sollten

Ekzeme sind häufige, nicht ansteckende Entzündungen der Haut. Präparate mit Wirkstoff können Schübe lindern, ersetzen aber weder die tägliche Hautpflege noch die Abklärung unklarer Hautveränderungen.

Was sind Ekzeme und Neurodermitis?

Ein Ekzem ist eine nicht ansteckende Entzündung der Haut. Die Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine häufige Form, die oft in der Kindheit beginnt und in Schüben verläuft. Typisch sind:

  • starker Juckreiz, besonders abends und nachts
  • gerötete, trockene oder schuppige Haut, bei akuten Schüben auch nässend
  • bei Erwachsenen häufig Ellenbeugen, Kniekehlen, Hände, Hals und Gesicht

Dahinter stehen eine gestörte Hautbarriere und eine überempfindliche Immunreaktion. Schübe können durch trockene Luft, Schwitzen, Stress, reizende Stoffe oder Allergene ausgelöst werden. Andere Ekzeme entstehen zum Beispiel durch Kontakt mit Allergenen oder Reizstoffen.

Wie wird ein Ekzem behandelt?

Grundlage ist eine regelmäßige, rückfettende Hautpflege. Bei einem Schub kommen Wirkstoffe zum Auftragen hinzu:

  • Kortison (Betamethason, Clobetasol): dämpft Entzündung und Juckreiz, kurzzeitig und auf begrenzten Flächen
  • Calcineurinhemmer (Pimecrolimus, Tacrolimus): kortisonfrei, speziell bei Neurodermitis, auch im Gesicht und am Hals

Die Stärke richtet sich nach Schwere und Lage des Ekzems. Nach einer Besserung wird Kortison meist schrittweise seltener aufgetragen oder durch ein schwächeres Mittel ersetzt. Bei sehr ausgedehnter oder schwerer Neurodermitis gehört die Behandlung in eine Hautarztpraxis vor Ort, zum Beispiel für eine Lichttherapie oder innerlich wirkende Arzneimittel.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Kortison kann bei längerer oder großflächiger Anwendung die Haut dünner machen und Dehnungsstreifen oder sichtbare Äderchen verursachen. Auf Augenlider, infizierte Haut, offene Wunden, Akne und Rosacea wird es nicht aufgetragen. Nach längerer Anwendung wird es nicht abrupt abgesetzt, weil die Erkrankung sonst stark aufflammen kann.

Calcineurinhemmer verursachen zu Beginn häufig Brennen oder ein Wärmegefühl. Während der Behandlung werden starke Sonne, Solarium und UV-Lichttherapie gemieden. Bei geschwächter Immunabwehr sind sie nicht geeignet.

Verschwommenes Sehen während einer Kortisonbehandlung sollte augenärztlich abgeklärt werden.

Wann sofort zum Arzt?

Manche Veränderungen der Haut brauchen rasch ärztliche Hilfe. Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen anschwellen oder Atemnot auftritt
  • sich eine Rötung rasch ausbreitet und hohes Fieber, Schüttelfrost oder Verwirrtheit hinzukommen

Noch am selben Tag ärztlich abklären lassen sollten Sie schmerzhafte Bläschen oder offene Stellen, die sich schnell ausbreiten, oft mit Fieber. Das kann ein Herpesbefall der Ekzemhaut sein. Zeitnah zum Arzt vor Ort gehören auch eitrige oder honiggelb verkrustete Stellen, Rötung oder Bläschen am Auge und neue Knoten, die anders aussehen als das Ekzem.

Haut im Alltag pflegen

Die Hautbarriere stärken

Bei Neurodermitis ist die schützende Hautbarriere gestört. Die Haut verliert leichter Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf Reize von außen. Eine regelmäßige Basispflege mit rückfettenden Cremes oder Salben gehört deshalb auch in beschwerdefreien Zeiten zur Behandlung. Ein Hauttagebuch kann zeigen, welche Auslöser bei Ihnen eine Rolle spielen, etwa Stress, Schwitzen, Wolle oder bestimmte Pflegeprodukte.

  • Kurz und lauwarm duschen, die Haut sanft abtupfen und danach eincremen
  • Weiche, luftige Kleidung tragen und die Fingernägel kurz halten, damit Kratzen die Haut weniger verletzt
  • Den Abstand zwischen Pflegecreme und Wirkstoffpräparat laut Packungsbeilage einhalten, bei Protopic zum Beispiel mindestens 2 Stunden

Juckende, schuppige Stellen können auch eine Schuppenflechte sein. Mehr dazu: Schuppenflechte. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Ekzembehandlung

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für diese Cremes und Salben ein Rezept?

Ja. Alle Präparate in diesem Bereich sind verschreibungspflichtig. Anhand Ihres Fragebogens prüft ein zugelassener Arzt, ob eine Behandlung medizinisch vertretbar ist und welches Präparat infrage kommt. Ein Foto der betroffenen Hautstellen kann die Einschätzung erleichtern. Geben Sie Vorerkrankungen, weitere Medikamente sowie eine Schwangerschaft oder Stillzeit vollständig an.

Stark und sehr stark wirksames Kortison ist für die kurzzeitige Anwendung auf begrenzten Flächen gedacht. Für Clobetasol (Dermovate) nennt die Packungsbeilage ohne ärztliche Kontrolle höchstens 4 Wochen, für Betamethason (Diprosone) in der Regel höchstens 3 Wochen. Nach längerer Anwendung wird die Behandlung schrittweise verringert. Menge und Dauer legt der Arzt fest.

Beide dämpfen die Entzündung in der Haut, aber auf unterschiedliche Weise. Kortison wirkt breit entzündungshemmend und wird kurzzeitig eingesetzt. Pimecrolimus (Elidel) und Tacrolimus (Protopic) enthalten kein Kortison und sind für Neurodermitis vorgesehen, vor allem wenn Kortison nicht ausreichend wirkt, nicht vertragen wird oder nicht geeignet ist. Welches Präparat passt, entscheidet der Arzt.

Zu Beginn sind Brennen, Wärmegefühl oder Juckreiz an der behandelten Stelle häufig und klingen meist innerhalb der ersten Woche ab. Während der Behandlung sollten starke Sonne, Solarium und UV-Lichttherapie gemieden werden. Auf infizierte Haut, etwa mit Lippenherpes, wird die Creme oder Salbe nicht aufgetragen. Nach Alkohol kann sich die Haut vorübergehend röten.

Dann wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Bei unklaren, sehr ausgedehnten oder infizierten Hautveränderungen empfehlen wir, zeitnah eine Hautarztpraxis vor Ort aufzusuchen, damit die Ursache persönlich abgeklärt werden kann. Bei Warnzeichen wie Atemnot oder Schwellungen im Gesicht rufen Sie sofort den Notruf.

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