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Behandlungsbereich Reizblase

Überaktive Blase ärztlich geprüft behandeln

Bei einer Reizblase meldet sich die Blase plötzlich und stark, oft auch nachts, und manchmal geht dabei Urin verloren. Hier finden Sie verschreibungspflichtige Tabletten gegen die Beschwerden einer überaktiven Blase, und ein Arzt prüft anhand Ihres Fragebogens, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Tabletten bei Reizblase

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig und für Erwachsene mit überaktiver Blase gedacht. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welches Präparat kann passen?

  1. 1 Wenn Sie eine Einnahme nur einmal am Tag bevorzugen Mirabegron (Betmiga) als Retardtablette und Solifenacin (Vesicare) als Filmtablette werden einmal täglich eingenommen, Oxybutynin meist mehrmals am Tag. Welches Präparat geeignet ist, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Wenn Sie Bluthochdruck haben oder Ihren aktuellen Blutdruck nicht kennen Mirabegron kann den Blutdruck erhöhen und ist bei sehr hohem, nicht eingestelltem Blutdruck nicht geeignet. Ein aktueller Messwert im Fragebogen erleichtert die Prüfung. Der Arzt entscheidet.
  3. 3 Bei höherem Alter, Gedächtnisproblemen, Engwinkelglaukom oder Myasthenia gravis Anticholinergika können Verwirrtheit und Schläfrigkeit auslösen und sind bei Engwinkelglaukom und Myasthenia gravis nicht geeignet. Mirabegron wirkt über einen anderen Mechanismus. Geben Sie alles im Fragebogen an, der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie schon ein Mittel gegen Reizblase eingenommen haben Geben Sie im Fragebogen an, welches Mittel es war und wie Wirkung und Verträglichkeit waren. Mehrere Blasenmittel gleichzeitig erhöhen das Risiko eines Harnverhalts, und ein Wechsel erfolgt nach ärztlicher Vorgabe. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Anticholinergika

Oxybutynin und Solifenacin hemmen Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel und unterscheiden sich unter anderem darin, wie oft sie am Tag eingenommen werden.

Oxybutynin Rezeptpflichtig

Oxybutynin

Anticholinergikum als Tablette gegen häufigen Harndrang und Dranginkontinenz bei überaktiver Blase.

Wirkeintritt
Höchster Blutspiegel nach ca. 0,5 bis 1 Stunde
Form
Tabletten

So wirkt es: Oxybutynin blockiert Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel und wirkt zusätzlich krampflösend. Der Blasenmuskel zieht sich seltener unwillkürlich zusammen, die Blase speichert mehr Urin und der Harndrang nimmt ab.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine überaktive Blase mit häufigem oder starkem Harndrang ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn ein Harnwegsinfekt und Probleme beim Entleeren der Blase ausgeschlossen sind
  • Wenn kein Engwinkelglaukom und keine Myasthenia gravis bestehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tabletten zu 5 mg, meist zwei- bis dreimal täglich mit reichlich Flüssigkeit, höchstens 20 mg pro Tag. Ältere Menschen beginnen meist mit einer niedrigeren Dosis.

Verfügbare Stärken: 5 mg

Nicht geeignet bei Engwinkelglaukom, Harnverhalt, Myasthenia gravis, Engstellen oder Verschluss im Magen-Darm-Trakt, schwerer Colitis ulcerosa oder Tachyarrhythmie. Ältere Menschen sind besonders empfindlich für Verwirrtheit und Schläfrigkeit.

ab CHF 35,95 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Solifenacin Rezeptpflichtig

Vesicare (Solifenacin)

Antimuskarinikum als Filmtablette einmal täglich gegen Harndrang und Dranginkontinenz bei überaktiver Blase.

Wirkeintritt
Erste Wirkung oft innerhalb von 1 Woche
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Solifenacin blockiert Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel. Der Blasenmuskel zieht sich seltener unwillkürlich zusammen, die Blase speichert mehr Urin, und Harndrang sowie Toilettengänge nehmen ab.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine überaktive Blase mit Harndrang oder Dranginkontinenz ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn ein Harnwegsinfekt und ein Harnverhalt ausgeschlossen sind
  • Wenn kein Engwinkelglaukom, keine Myasthenia gravis und keine schwere Lebererkrankung bestehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Filmtablette einmal täglich, Beginn meist mit 5 mg, bei Bedarf 10 mg. Die Wirkung wird frühestens nach 4 Wochen beurteilt.

Verfügbare Stärken: 5 mg · 10 mg

Nicht geeignet bei Harnverhalt, Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, schweren Magen-Darm-Erkrankungen, Dialyse oder schwerer Lebererkrankung. Mit starken CYP3A4-Hemmern höchstens 5 mg.

ab CHF 49,53 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Beta-3-Agonisten

Mirabegron entspannt den Blasenmuskel über Beta-3-Rezeptoren und wirkt nicht anticholinerg.

Mirabegron Rezeptpflichtig

Betmiga (Mirabegron)

Retardtablette mit Mirabegron bei überaktiver Blase mit Harndrang, häufigem Wasserlassen oder Dranginkontinenz.

Wirkeintritt
In Studien nach 4 Wochen nachweisbar
Wirkdauer
Retardtablette für die einmal tägliche Einnahme
Form
Retardtabletten

So wirkt es: Mirabegron aktiviert Beta-3-Rezeptoren im Blasenmuskel und entspannt ihn, während sich die Blase füllt. Die Blase kann dadurch mehr Urin speichern, und Harndrang sowie häufiges Wasserlassen können abnehmen.

Das kann für Sie passen
  • Wenn plötzlicher Harndrang, häufiges Wasserlassen oder Dranginkontinenz im Vordergrund stehen
  • Wenn der Blutdruck bekannt ist und regelmäßig kontrolliert werden kann
  • Wenn eine Harnwegsinfektion als Ursache ausgeschlossen wurde
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Retardtablette einmal täglich, im Ganzen mit Flüssigkeit geschluckt, mit oder ohne Mahlzeit.

Verfügbare Stärken: 25 mg · 50 mg

Nicht bei schwerem, nicht eingestelltem Bluthochdruck ab 180/110 mmHg. Mirabegron kann den Blutdruck erhöhen, daher wird er vor Beginn und regelmäßig gemessen.

ab CHF 71,10 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Reizblase wissen sollten

Eine überaktive Blase ist häufig und kein Grund zur Scham. Tabletten können Harndrang und Urinverlust lindern, ersetzen aber nicht die Abklärung anderer Ursachen.

Was ist eine Reizblase?

Bei einer Reizblase (überaktive Blase) zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammen, obwohl die Blase noch nicht voll ist. Typisch sind:

  • plötzlicher, starker Harndrang, der sich kaum aufschieben lässt
  • häufiges Wasserlassen am Tag und in der Nacht
  • Urinverlust bei Harndrang (Dranginkontinenz)

Davon zu unterscheiden ist die Belastungsinkontinenz, bei der Urin beim Husten, Niesen oder Heben verloren geht. Oft bleibt die Ursache einer Reizblase unklar, manchmal stecken Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose dahinter. Ein Harnwegsinfekt oder eine Abflussbehinderung, etwa durch eine vergrößerte Prostata, sollte vor einer Behandlung ausgeschlossen sein.

Welche Behandlungen gibt es?

Am Anfang stehen meist Blasentraining, Beckenbodentraining und eine angepasste Trinkmenge. Reicht das nicht aus, können Tabletten den Blasenmuskel entspannen:

  • Anticholinergika: Oxybutynin und Solifenacin (Vesicare) hemmen Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel
  • Beta-3-Agonist: Mirabegron (Betmiga) entspannt den Blasenmuskel über Beta-3-Rezeptoren

Die Tabletten lindern die Beschwerden, beseitigen aber nicht die Ursache. Ob eine Behandlung hilft, wird meist nach etwa 4 Wochen beurteilt. Bei reiner Belastungsinkontinenz sind diese Mittel nicht vorgesehen.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Anticholinergika wie Oxybutynin und Solifenacin verursachen häufig Mundtrockenheit, Verstopfung und verschwommenes Sehen. Ältere Menschen reagieren empfindlicher und können verwirrt oder schläfrig werden. Oxybutynin vermindert zudem das Schwitzen, bei großer Hitze kann der Körper überhitzen.

Mirabegron kann den Blutdruck erhöhen und den Herzschlag beschleunigen. Bei sehr hohem, nicht eingestelltem Blutdruck ab 180/110 mmHg ist es nicht geeignet. Tritt ein unregelmäßiger Herzschlag auf, wird die Einnahme beendet und dringend ärztlicher Rat eingeholt.

Mehrere Blasenmittel gleichzeitig erhöhen das Risiko, die Blase nicht mehr entleeren zu können.

Warnzeichen: Wann sofort Hilfe nötig ist

Harndrang und Urinverlust können auch andere Ursachen haben. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei:

  • Fieber, Schüttelfrost oder Schmerzen in der Flanke
  • voller, schmerzender Blase, ohne Wasser lassen zu können (Harnverhalt)
  • plötzlichen Augenschmerzen mit rotem Auge oder Sehverschlechterung

Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144) bei neuer Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich, Schwäche in den Beinen oder Verlust der Kontrolle über den Stuhlgang. Dasselbe gilt bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen mit Atemnot. Sichtbares Blut im Urin sollte zeitnah persönlich ärztlich abgeklärt werden.

Selbst aktiv werden

Die Blase trainieren

Neben Tabletten können einfache Maßnahmen im Alltag helfen, die Blase wieder an längere Abstände zu gewöhnen. Eine gute Grundlage ist ein Blasentagebuch über einige Tage. Notieren Sie darin, wann und wie viel Sie trinken, wie oft Sie zur Toilette gehen und wann Urin verloren geht. So lässt sich später auch besser beurteilen, ob eine Behandlung wirkt.

  • Blasentraining: den Gang zur Toilette bei Harndrang schrittweise um einige Minuten hinauszögern
  • Über den Tag verteilt ausreichend trinken und Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol vor allem abends reduzieren
  • Beckenbodentraining, am besten mit Anleitung durch eine Physiotherapeutin oder einen Physiotherapeuten

Wer weniger trinkt, um den Harndrang zu vermeiden, erreicht oft das Gegenteil, denn zu wenig Flüssigkeit verstärkt häufig den Harndrang und begünstigt Harnwegsinfekte. Bei Mundtrockenheit unter Anticholinergika helfen kleine Schlucke Wasser oder zuckerfreie Kaugummis. Mehr zu Harnwegsinfekten: Blasenentzündung.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Reizblase

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für Mittel gegen Reizblase ein Rezept?

Ja. Oxybutynin, Solifenacin (Vesicare) und Mirabegron (Betmiga) sind verschreibungspflichtig. Anhand Ihres Fragebogens prüft ein Arzt, ob die Beschwerden zu einer überaktiven Blase passen und ob ein Präparat für Sie geeignet ist. Geben Sie deshalb Vorerkrankungen, Ihren Blutdruck, alle Medikamente sowie eine Schwangerschaft oder Stillzeit vollständig an.

Bei Solifenacin zeigt sich eine erste Besserung oft innerhalb einer Woche, bei Mirabegron war die Wirkung in Studien nach 4 Wochen messbar. Ob eine Behandlung hilft, wird meist nach etwa 4 Wochen beurteilt. Wenn bis dahin noch keine Besserung eingetreten ist, besprechen Sie das weitere Vorgehen mit dem Arzt, statt die Tabletten eigenmächtig abzusetzen.

Dafür sind sie nicht vorgesehen. Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Heben ohne plötzlichen Harndrang heißt Belastungsinkontinenz und hängt meist mit einem geschwächten Beckenboden zusammen. Hier kommen vor allem Beckenbodentraining und eine Beratung in einer Praxis vor Ort infrage. Bei einer Mischform mit Drang- und Belastungsanteil prüft der Arzt, ob eine Behandlung des Dranganteils sinnvoll ist.

Beide entspannen den Blasenmuskel, aber über verschiedene Rezeptoren. Anticholinergika wie Oxybutynin und Solifenacin verursachen häufig Mundtrockenheit und Verstopfung und können bei älteren Menschen Verwirrtheit auslösen. Mirabegron wirkt nicht anticholinerg, kann aber den Blutdruck erhöhen, der deshalb regelmäßig gemessen wird. Welches Mittel zu Ihren Vorerkrankungen und Medikamenten passt, entscheidet der Arzt.

Dann wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Bei neuen oder unklaren Blasenbeschwerden, Blut im Urin oder Problemen beim Entleeren der Blase empfehlen wir eine Untersuchung in einer Praxis vor Ort, zum Beispiel in der Hausarztpraxis, in der Urologie oder in der Frauenarztpraxis. Bei Warnzeichen wie einem Harnverhalt suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
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Dr. Codruta Anca Pandalache
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Reizblase ärztlich geprüft behandeln

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