Metronidazol ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Nitroimidazole in Form von Tabletten zu 400 mg oder 500 mg. Es wird unter anderem bei bakterieller Vaginose und bei einer Infektion mit Trichomonaden angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Metronidazol wird in Bakterien und Einzellern, die ohne Sauerstoff leben, in reaktive Stoffe umgewandelt. Diese schädigen das Erbgut der Erreger, die daraufhin absterben. Auf die meisten Bakterien, die Sauerstoff benötigen, wirkt es nicht.
Tabletten zum Einnehmen während oder nach einer Mahlzeit, als einmalige Dosis oder zweimal täglich über mehrere Tage nach ärztlicher Festlegung.
Wichtig: Kein Alkohol während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden danach. Nicht geeignet bei einer Allergie gegen Nitroimidazole und zusammen mit Disulfiram; in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Abwägung.
Metronidazol ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Nitroimidazole in Form von Tabletten zu 400 mg oder 500 mg. Es wird unter anderem bei bakterieller Vaginose und bei einer Infektion mit Trichomonaden angewendet.
Metronidazol ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Nitroimidazole. Es wird in Bakterien und Einzellern, die ohne Sauerstoff leben, zu reaktiven Verbindungen umgewandelt, die deren Erbgut schädigen; dadurch wirkt es gegen anaerobe Bakterien, gegen die Erreger der bakteriellen Vaginose und gegen Einzeller wie Trichomonaden, Giardien und Amöben. Laut Fachinformation ist Metronidazol zugelassen bei der bakteriellen Vaginose, bei Trichomonaden-Infektionen der Scheide und Harnröhre (mit Mitbehandlung des Partners), bei Infektionen durch anaerobe Bakterien im Bauchraum, im Beckenbereich, im Mund- und Kieferbereich und bei Wundinfektionen, bei Amöbenruhr und Giardiasis sowie als Teil der Kombinationsbehandlung gegen Helicobacter pylori. Die Tabletten gibt es mit 400 mg und 500 mg.
Die Dosis richtet sich laut Fachinformation nach der Infektion: Bei der bakteriellen Vaginose werden meist zweimal täglich 500 mg über sieben Tage oder einmalig 2 g gegeben, bei Trichomoniasis einmalig 2 g oder zweimal täglich 500 mg über sieben Tage, bei Infektionen durch anaerobe Bakterien dreimal täglich 400 bis 500 mg über meist sieben Tage. Die Tabletten werden während oder nach einer Mahlzeit unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen. Eine Behandlung über zehn Tage hinaus erfolgt nur bei zwingender Notwendigkeit und mit Kontrolle von Blutbild und Nervenfunktion. Während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden nach der letzten Einnahme darf kein Alkohol getrunken werden; sonst drohen Hitzegefühl, Hautrötung, Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen und Kopfschmerzen (Disulfiram-ähnliche Reaktion).
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten ein metallischer Geschmack, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und eine dunkle Verfärbung des Urins auf, die harmlos ist. Gelegentlich kommen Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, belegte Zunge und Pilzinfektionen von Mund oder Scheide vor. Selten, vor allem bei hoher Dosis oder längerer Anwendung, sind Missempfindungen und Taubheitsgefühle in Händen und Füßen (periphere Neuropathie), Krampfanfälle, Verwirrtheit und Sehstörungen; bei solchen Zeichen wird Metronidazol abgesetzt. Sehr selten wurden Blutbildveränderungen, Leberschäden, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und schwere Hautreaktionen beschrieben. Schwindel kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Metronidazol darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Nitroimidazole. Bei schweren Leberfunktionsstörungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Blutbildstörungen und Nierenschwäche mit Dialyse ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig. In der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, wird Metronidazol nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt; in der Stillzeit wird je nach Dosis eine Stillpause von 12 bis 24 Stunden empfohlen. Eine wiederholte oder langfristige Anwendung ist zu vermeiden.
Alkohol und alkoholhaltige Arzneimittel lösen die oben beschriebene Unverträglichkeitsreaktion aus; Disulfiram darf nicht gleichzeitig eingenommen werden, weil Verwirrtheitszustände auftreten können. Metronidazol verstärkt die Wirkung von Blutgerinnungshemmern vom Cumarintyp (INR-Kontrollen) und erhöht die Spiegel von Lithium, Ciclosporin, Busulfan und 5-Fluorouracil. Phenytoin und Phenobarbital beschleunigen den Abbau von Metronidazol, Cimetidin verlangsamt ihn. In Kombination mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, steigt das Risiko von Herzrhythmusstörungen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Beschwerden bestehen, seit wann, ob ein Erregernachweis vorliegt und ob der Partner behandelt werden muss. Gefragt wird nach Allergien, Leber-, Nieren-, Nerven- und Blutbilderkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Alkoholkonsum und nach allen Arzneimitteln, besonders Gerinnungshemmern und Lithium. Eine Online-Verordnung passt bei typischen, wiederkehrenden Beschwerden wie einer bakteriellen Vaginose mit bekannter Diagnose. Fieber, starke Unterbauchschmerzen, Beschwerden in der Schwangerschaft und unklare Infektionen, bei denen ein Abstrich oder eine Untersuchung nötig ist, gehören in die Frauenarzt- oder Hausarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Bakterielle Vaginose.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 400 mg, 500 mg |
|---|---|
| Menge | 14 Tabletten, 20 Tabletten |
Metronidazol wird in Bakterien und Einzellern, die ohne Sauerstoff leben, in eine aktive Form umgewandelt. Diese schädigt das Erbgut der Erreger, die daraufhin absterben.
Hinweis: Während der Behandlung und bis mindestens 48 Stunden nach der letzten Tablette wird kein Alkohol getrunken. Bei Kribbeln in Händen oder Füßen, Krampfanfällen oder Verwirrtheit wird die Einnahme beendet und der Arzt informiert.
Wofür wird Metronidazol angewendet?
Metronidazol ist unter anderem zur Behandlung der bakteriellen Vaginose und der Trichomoniasis zugelassen. Bei der bakteriellen Vaginose ist das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört, typisch ist ein dünnflüssiger, fischig riechender Ausfluss. Trichomonaden sind Einzeller, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Weitere Anwendungsgebiete sind Infektionen mit Anaerobiern, Amöben oder Lamblien.
Wie wirkt Metronidazol?
Metronidazol wird in Bakterien und Einzellern, die ohne Sauerstoff leben, in reaktive Stoffe umgewandelt. Diese greifen das Erbgut der Erreger an, sodass sie absterben. Auf die meisten Bakterien, die Sauerstoff benötigen, wirkt Metronidazol nicht. Deshalb wird es bei Infektionen eingesetzt, an denen solche Erreger oder Einzeller wie Trichomonaden beteiligt sind.
Ist Metronidazol verschreibungspflichtig?
Ja, Metronidazol-Tabletten sind verschreibungspflichtig. Für eine Verordnung wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, unter anderem zu Beschwerden, früheren Behandlungen, Erkrankungen und anderen Medikamenten. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung über eine Verordnung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Nicht geeignet ist Metronidazol bei einer Allergie gegen den Wirkstoff oder verwandte Nitroimidazole und bei gleichzeitiger Einnahme von Disulfiram. Wichtig sind außerdem die Einnahme von Lithium oder Blutverdünnern sowie Erkrankungen des Nervensystems, der Leber oder der Blutbildung. In der Schwangerschaft wird Metronidazol nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung angewendet. In der Stillzeit wird während der Einnahme und 2 bis 3 Tage danach nicht gestillt.
Warum wird während der Behandlung auf Alkohol verzichtet?
Zusammen mit Alkohol kann Metronidazol eine Unverträglichkeit auslösen. Möglich sind Hautrötung an Kopf und Hals, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel. Deshalb wird ab der ersten Tablette bis mindestens 48 Stunden nach der letzten kein Alkohol getrunken. Das gilt auch für Alkohol in Arzneimitteln, etwa in manchen Hustensäften oder Tropfen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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