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Behandlungsbereich Osteoporose

Osteoporose ärztlich geprüft behandeln

Bei Osteoporose verlieren die Knochen an Dichte und Festigkeit und brechen dadurch leichter. Unsere Ärzte prüfen anhand Ihres Fragebogens, ob eine Behandlung mit Alendronsäure oder Raloxifen für Sie geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Tabletten bei Osteoporose

Beide Präparate sind verschreibungspflichtig und für eine langfristige Behandlung gedacht. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welches Präparat kann passen?

  1. 1 Wenn Sie eine Frau nach den Wechseljahren sind und eine Osteoporose festgestellt wurde Grundsätzlich kommen Alendronsäure und Raloxifen infrage. Die beiden Wirkstoffe unterscheiden sich in Einnahme, Wirkung und Risiken. Welches Präparat geeignet ist, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Wenn Sie ein Mann sind oder wegen einer langfristigen Kortisoneinnahme Osteoporose haben Raloxifen ist nur für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen. Für diese Situationen ist je nach Präparat die Tagestablette mit 10 mg Alendronsäure vorgesehen. Ob sie infrage kommt, entscheidet der Arzt.
  3. 3 Wenn Sie Schluckbeschwerden oder eine Erkrankung der Speiseröhre haben oder nach der Einnahme nicht 30 Minuten aufrecht bleiben können Alendronsäure kann dann ungeeignet sein, weil die Tablette die Speiseröhre schädigen kann. Raloxifen wird unabhängig von Mahlzeiten eingenommen, hat aber eigene Gegenanzeigen. Der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie schon einmal ein Blutgerinnsel hatten oder eine Operation geplant ist Raloxifen erhöht das Risiko für Blutgerinnsel und ist nach einer Thrombose nicht geeignet. Geben Sie Vorerkrankungen und geplante Eingriffe vollständig im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Bisphosphonate

Bisphosphonate lagern sich an der Knochenoberfläche an und bremsen den Abbau von Knochen.

Alendronsäure Rezeptpflichtig

Alendronsäure

Bisphosphonat-Tabletten gegen Osteoporose, täglich mit 10 mg oder einmal wöchentlich mit 70 mg.

Wirkeintritt
Zunahme der Knochendichte über Monate
Wirkdauer
Dauerbehandlung, regelmäßige Überprüfung
Form
Tabletten

So wirkt es: Alendronsäure lagert sich an der Knochenoberfläche an und hemmt die Zellen, die Knochen abbauen. Dadurch wird weniger Knochen abgebaut, und die Knochendichte kann über Monate zunehmen. Bei Frauen nach den Wechseljahren verringert dies laut Fachinformation das Risiko für Wirbel- und Hüftbrüche.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine Osteoporose ärztlich festgestellt wurde, zum Beispiel per Knochendichtemessung
  • Wenn nach der Einnahme 30 Minuten aufrechtes Sitzen, Stehen oder Gehen möglich ist
  • Wenn keine Erkrankung der Speiseröhre und kein zu niedriger Calciumwert bestehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Morgens nüchtern mit einem großen Glas Leitungswasser, danach mindestens 30 Minuten aufrecht bleiben. Die Tablette mit 70 mg einmal pro Woche, die Tablette mit 10 mg täglich.

Verfügbare Stärken: 10 mg · 70 mg

Nicht bei Verengung der Speiseröhre, zu niedrigem Calcium im Blut oder wenn 30 Minuten Aufrechtbleiben nicht möglich ist. Selten treten Schäden am Kieferknochen oder ungewöhnliche Oberschenkelbrüche auf.

ab CHF 34,35 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren

Diese Wirkstoffe (SERM) wirken am Knochen ähnlich wie Östrogen und sind nur für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen.

Raloxifen Rezeptpflichtig

Evista (Raloxifen)

Raloxifen-Tabletten zur Behandlung und Vorbeugung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren.

Wirkeintritt
Wirkung auf die Knochendichte über Monate
Wirkdauer
Halbwertszeit etwa 28 Stunden, eine Tablette täglich
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Raloxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptor-Modulator. Am Knochen wirkt es ähnlich wie Östrogen und bremst den Knochenabbau, an Gebärmutter und Brust dagegen nicht. Laut Fachinformation verringert es das Risiko für Wirbelbrüche.

Das kann für Sie passen
  • Wenn die Wechseljahre abgeschlossen sind und keine Schwangerschaft mehr möglich ist
  • Wenn eine Osteoporose oder verminderte Knochendichte ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn noch nie ein Blutgerinnsel in Vene, Lunge oder Auge aufgetreten ist
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Filmtablette einmal täglich, zu einer beliebigen Tageszeit und unabhängig von den Mahlzeiten. Die Behandlung ist langfristig angelegt.

Verfügbare Stärken: 60 mg

Erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel, deshalb vor längerer Bettlägerigkeit absetzen. Nicht nach einer Thrombose, bei Lebererkrankungen, schweren Nierenerkrankungen oder ungeklärten Blutungen aus der Scheide. Lindert keine Hitzewallungen.

ab CHF 58,32 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Osteoporose wissen sollten

Osteoporose entwickelt sich oft über Jahre ohne Beschwerden. Arzneimittel können das Risiko für Knochenbrüche verringern, ersetzen aber nicht Bewegung, Sturzvorbeugung und eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D.

Was ist Osteoporose?

Bei Osteoporose (Knochenschwund) nehmen Knochenmasse und Knochenqualität ab. Die Knochen werden brüchig und können schon bei geringer Belastung brechen, etwa bei einem Sturz aus dem Stand.

  • häufig betroffen sind Wirbelkörper, Hüfte und Handgelenk
  • Wirbelbrüche können Rückenschmerzen, einen Verlust an Körpergröße und einen Rundrücken verursachen
  • lange Zeit bestehen oft keine Beschwerden

Risikofaktoren sind unter anderem höheres Alter, der sinkende Östrogenspiegel nach den Wechseljahren, eine langfristige Einnahme von Kortison, Rauchen, Bewegungsmangel und Untergewicht. Festgestellt wird die Osteoporose meist mit einer Knochendichtemessung (DXA) oder nach einem Knochenbruch ohne größeren Unfall.

Wie wirken die Arzneimittel?

Im Knochen wird ständig Gewebe ab- und wieder aufgebaut. Bei Osteoporose überwiegt der Abbau. Beide Wirkstoffe in diesem Bereich bremsen den Knochenabbau auf unterschiedliche Weise.

  • Alendronsäure: Bisphosphonat, als Tablette täglich mit 10 mg oder einmal wöchentlich mit 70 mg
  • Raloxifen (Evista): selektiver Östrogenrezeptor-Modulator, eine Tablette täglich, nur für Frauen nach den Wechseljahren

Die Knochendichte verändert sich erst über Monate. Die Behandlung ist deshalb langfristig angelegt, und der Arzt prüft regelmäßig, ob sie weiter sinnvoll ist. Ergänzend werden oft Calcium und Vitamin D empfohlen, wenn die Aufnahme über die Nahrung nicht ausreicht.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Alendronsäure: Häufig sind Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden sowie Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Wird die Tablette nicht nach den Einnahmeregeln geschluckt, kann die Speiseröhre geschädigt werden. Selten treten Schäden am Kieferknochen oder ungewöhnliche Brüche des Oberschenkelknochens auf. Gute Mundhygiene und regelmäßige Zahnkontrollen sind deshalb wichtig.

Raloxifen: Häufig sind Hitzewallungen, Wadenkrämpfe und Schwellungen an Händen oder Beinen. Raloxifen erhöht das Risiko für Blutgerinnsel in Beinen, Lunge oder Auge und wird vor längerer Bettlägerigkeit abgesetzt. Nach einem Schlaganfall oder bei hohem Schlaganfallrisiko prüft der Arzt besonders sorgfältig.

Wann sofort zum Arzt?

Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • plötzlich Atemnot, Brustschmerzen oder Bluthusten auftreten
  • eine Körperseite plötzlich schwach oder taub wird oder Sprachstörungen auftreten
  • Gesicht, Lippen oder Rachen anschwellen oder Blut erbrochen wird

Holen Sie umgehend ärztlichen Rat ein bei Schmerzen beim Schlucken oder hinter dem Brustbein, schwarzem Stuhl, einem schmerzhaft geschwollenen Bein, plötzlichen Sehstörungen oder Blutungen aus der Scheide. Melden Sie auch Beschwerden in Mund oder Kiefer sowie neue Schmerzen in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste. Nach einem Sturz mit starken Schmerzen sollte ein Knochenbruch ärztlich abgeklärt werden.

Knochen schützen

Was Sie selbst tun können

Arzneimittel sind nur ein Teil der Osteoporosebehandlung. Für stabile Knochen und weniger Stürze spielen Bewegung, Ernährung und das Wohnumfeld eine wichtige Rolle. Viele Maßnahmen lassen sich gut in den Alltag einbauen.

  • Regelmäßige Bewegung mit Kraft- und Gleichgewichtsübungen, zum Beispiel Gehen, Gymnastik oder Tanzen
  • Calciumreiche Ernährung mit Milchprodukten, grünem Gemüse und Nüssen sowie Zeit im Freien für Vitamin D
  • Stolperfallen wie lose Teppiche und Kabel entfernen, für gutes Licht sorgen und festes Schuhwerk tragen

Der Verzicht auf Rauchen und ein zurückhaltender Umgang mit Alkohol schützen ebenfalls die Knochen. Ergänzungsmittel mit Calcium oder Vitamin D sollten nur nach ärztlichem Rat eingenommen werden, bei Alendronsäure frühestens 30 Minuten nach der Tablette. Lassen Sie auch Sehkraft und Medikamente, die schwindlig machen können, regelmäßig überprüfen. Wenn Sie langfristig Kortison einnehmen, finden Sie weitere Informationen in unserem Bereich: Kortison. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Osteoporosebehandlung

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für Osteoporose-Tabletten ein Rezept?

Ja. Alendronsäure und Evista sind verschreibungspflichtig. Anhand Ihres Fragebogens prüft ein zugelassener Arzt, ob eine Osteoporose oder ein erhöhtes Bruchrisiko vorliegt und ob eine Verordnung medizinisch vertretbar ist. Hilfreich ist ein Befund der Knochendichtemessung, den Sie hochladen können. Geben Sie Vorerkrankungen und Medikamente vollständig an.

Die Tablette wird morgens nüchtern direkt nach dem Aufstehen mit einem großen Glas Leitungswasser geschluckt. Danach bleiben Sie mindestens 30 Minuten aufrecht und warten so lange mit Frühstück, Getränken und anderen Medikamenten. Kaffee, Tee, Milch, Saft und Mineralwasser sind zur Einnahme nicht geeignet. Diese Regeln schützen die Speiseröhre und sorgen dafür, dass der Wirkstoff aufgenommen wird.

Evista ist nur für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen, bei denen keine Schwangerschaft mehr möglich ist. Es wird zur Behandlung und Vorbeugung der Osteoporose eingesetzt. Nicht geeignet ist es unter anderem nach einer Thrombose, bei Lebererkrankungen, schweren Nierenerkrankungen oder ungeklärten Blutungen aus der Scheide. Gegen Hitzewallungen hilft Evista nicht, es kann sie sogar verstärken.

Osteoporose wird in der Regel über Jahre behandelt, denn die Knochendichte verändert sich nur langsam. Der Arzt prüft regelmäßig, ob die Behandlung weiter sinnvoll ist. Bei Alendronsäure wird das besonders nach etwa 5 Jahren neu bewertet. Beenden Sie die Einnahme nicht eigenmächtig, sondern besprechen Sie Änderungen vorher mit dem Arzt.

Dann wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Wenn eine Osteoporose noch nicht festgestellt wurde oder Beschwerden an Speiseröhre, Kiefer oder Beinen bestehen, empfehlen wir einen Termin in Ihrer Hausarzt- oder Frauenarztpraxis. Dort kann die Ursache persönlich abgeklärt und eine passende Behandlung besprochen werden.

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
Dr. Codruta Anca Pandalache
Medizinische GutachterinDr. Codruta Anca PandalacheReproduktionsmedizin & Frauengesundheit
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