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Behandlungsbereich COPD

Inhalatoren bei COPD mit ärztlicher Prüfung

Bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) sind die Atemwege dauerhaft entzündet und verengt, was vor allem bei Belastung zu Atemnot führt. Hier finden Sie verschreibungspflichtige Inhalatoren für eine ärztlich festgestellte COPD, über deren Verordnung ein Arzt anhand Ihres Fragebogens entscheidet.

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Behandlungsoptionen

Inhalatoren bei COPD

Alle Inhalatoren sind verschreibungspflichtig und setzen eine ärztliche Diagnose voraus; von Trimbow ist bei COPD nur die Stärke 87/5/9 µg zugelassen, die Stärke 172/5/9 µg nur bei Asthma. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus, und ein Arzt entscheidet, ob die Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welcher Inhalator kann passen?

  1. 1 Wenn bei Ihnen COPD festgestellt wurde und Sie noch keine Dauerbehandlung haben Leitlinien sehen zu Beginn meist einen lang wirksamen Bronchienerweiterer oder eine Kombination aus zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern vor. Dreifachkombinationen sind laut Zulassung erst vorgesehen, wenn zwei Wirkstoffe nicht ausreichen. Eine neue Dauerbehandlung setzt eine gesicherte Diagnose voraus, am besten mit Lungenfunktionstest. Der Arzt entscheidet, was für Sie geeignet ist.
  2. 2 Wenn Sie trotz eines Inhalators mit zwei Wirkstoffen im letzten Jahr akute Verschlechterungen hatten Dann kann eine Dreifachkombination mit inhalativem Kortison infrage kommen, etwa Trelegy Ellipta, Trimbow oder Trixeo Aerosphere. Ob Kortison sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophile) ab. Weil Kortison bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung erhöht, wird der Nutzen sorgfältig abgewogen. Eine gerade bestehende Verschlechterung wird zuerst persönlich ärztlich behandelt. Die Entscheidung trifft der Arzt.
  3. 3 Bei Asthma, allein oder zusätzlich zur COPD Anoro Ellipta und Trelegy Ellipta sollen bei Asthma nicht angewendet werden, Trixeo Aerosphere und die Tiotropium-Kapseln sind zur Asthmabehandlung nicht zugelassen. Atrovent ist bei leichtem bis mittelschwerem Asthma nur eingeschränkt zugelassen und ersetzt kein Kortison-Spray. Trimbow ist bei Asthma nur vorgesehen, wenn Kortison zusammen mit einem lang wirksamen Beta-2-Sympathomimetikum nicht ausreicht und im letzten Jahr mindestens eine akute Verschlechterung auftrat. Geben Sie Ihre Diagnose im Fragebogen genau an; der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie lieber einmal täglich inhalieren oder mit einem Spray besser zurechtkommen Tiotropium und die Ellipta-Pulverinhalatoren werden einmal täglich angewendet und brauchen einen gleichmäßigen, tiefen Atemzug. Trimbow und Trixeo Aerosphere sind Dosieraerosole für zweimal täglich, bei denen Sprühstoß und Einatmen zusammenpassen müssen. Der Arzt prüft, was für Sie infrage kommt.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Kurz wirksame Anticholinergika

Ipratropium erweitert die Bronchien für einige Stunden und wird als Dosieraerosol mehrmals täglich nach ärztlichem Plan inhaliert.

Ipratropiumbromid Rezeptpflichtig

Atrovent (Ipratropiumbromid)

Dosieraerosol mit Ipratropium zur Vorbeugung und Behandlung von Atemnot bei COPD und leichtem bis mittelschwerem Asthma.

Wirkeintritt
innerhalb von ca. 15 Minuten
Wirkdauer
ca. 4 bis 6 Stunden
Form
Druckgasinhalation

So wirkt es: Ipratropiumbromid ist ein Anticholinergikum. Es hemmt an der Bronchialmuskulatur den Botenstoff Acetylcholin, sodass sich die Muskeln entspannen und die Atemwege weiten. Die Wirkung beginnt innerhalb von etwa 15 Minuten und hält etwa 4 bis 6 Stunden an.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn Ihnen Ipratropium bereits verordnet wurde und Sie es gut vertragen
  • Wenn Sie mit einem klassischen Dosieraerosol gut zurechtkommen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Dosieraerosol zur Inhalation, meist 3- bis 4-mal täglich 1 bis 2 Sprühstöße nach ärztlichem Plan, höchstens 12 Sprühstöße pro Tag. Vor der ersten Anwendung werden 2 Sprühstöße in die Luft abgegeben.

Verfügbare Stärken: 20 µg/Hub

Nicht in die Augen sprühen, Vorsicht bei Grünem Star und Problemen beim Wasserlassen. Bei Asthma ersetzt Atrovent kein entzündungshemmendes Kortison-Spray. Nicht dauerhaft mit anderen Anticholinergika wie Tiotropium kombinieren. Bei rasch zunehmender Atemnot sofort ärztliche Hilfe holen.

ab CHF 42,34 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Lang wirksame Anticholinergika (LAMA)

Tiotropium ist ein lang wirksames Anticholinergikum (LAMA), das einmal täglich aus einer Kapsel inhaliert wird und etwa 24 Stunden wirkt.

Tiotropium Rezeptpflichtig

Tiotropium

Inhalationskapseln mit einem lang wirksamen Anticholinergikum zur täglichen Dauerbehandlung der COPD.

Wirkdauer
ca. 24 Stunden
Form
Hartkapseln mit Inhalationspulver

So wirkt es: Tiotropium ist ein lang wirksames Anticholinergikum (LAMA). Es blockiert an der Bronchialmuskulatur die Wirkung von Acetylcholin, sodass sich die Atemwege weiten. Weil sich der Wirkstoff nur langsam von seinen Rezeptoren löst, hält die Wirkung etwa 24 Stunden an.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD mit einem Lungenfunktionstest festgestellt wurde
  • Wenn Ihnen Tiotropium bereits verordnet wurde und Sie es gut vertragen
  • Wenn Sie mit einem Kapselinhalator gut zurechtkommen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Einmal täglich den Inhalt einer Kapsel mit dem zugehörigen Kapselinhalator inhalieren, jeden Tag zur gleichen Uhrzeit. Die Kapseln werden nicht geschluckt.

Verfügbare Stärken: 18 µg

Kein Notfallmittel und nicht zum Schlucken. Nicht zusammen mit anderen Anticholinergika wie Atrovent oder Anoro anwenden. Vorsicht bei Engwinkelglaukom, Harnverhalt, eingeschränkter Nierenfunktion und bestimmten Herzerkrankungen.

ab CHF 64,71 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

LAMA/LABA-Kombinationen

Diese Inhalatoren kombinieren zwei lang wirksame Bronchienerweiterer, ein Anticholinergikum (LAMA) und ein Beta-2-Sympathomimetikum (LABA), und enthalten kein Kortison.

Umeclidinium / Vilanterol Rezeptpflichtig

Anoro Ellipta (Umeclidinium / Vilanterol)

Pulverinhalator mit zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern zur täglichen Dauerbehandlung der COPD.

Wirkdauer
ca. 24 Stunden
Form
Pulverinhalator

So wirkt es: Umeclidinium, ein lang wirksames Anticholinergikum, und Vilanterol, ein lang wirksames Beta-2-Sympathomimetikum, entspannen auf zwei verschiedenen Wegen die Muskulatur um die Bronchien. Die Atemwege bleiben dadurch über 24 Stunden weiter geöffnet. Anoro Ellipta enthält kein Kortison.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD mit einem Lungenfunktionstest festgestellt wurde
  • Wenn eine Kombination aus zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern ärztlich empfohlen ist
  • Wenn Sie einen Pulverinhalator mit einmal täglicher Anwendung bevorzugen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Inhalation einmal täglich zur gleichen Uhrzeit mit dem Ellipta-Pulverinhalator. Es ist kein Notfallmittel; für plötzliche Atemnot wird ein Bedarfsspray verwendet.

Verfügbare Stärken: 55 µg / 22 µg

Nicht bei Asthma und nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot. Nicht mit anderen Inhalatoren aus denselben Wirkstoffgruppen kombinieren, zum Beispiel mit Tiotropium. Vorsicht bei Engwinkelglaukom, Harnverhalt und schweren Herzerkrankungen.

ab CHF 79,89 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

LAMA/LABA/ICS-Kombinationen

Diese Dreifachkombinationen enthalten zwei lang wirksame Bronchienerweiterer und ein inhalatives Kortison (ICS) und sind bei mittelschwerer bis schwerer COPD vorgesehen, wenn zwei Wirkstoffe nicht ausreichen.

Fluticasonfuroat / Umeclidinium / Vilanterol Rezeptpflichtig

Trelegy Ellipta (Fluticasonfuroat / Umeclidinium / Vilanterol)

Pulverinhalator mit Kortison und zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern zur täglichen Dauerbehandlung der COPD.

Wirkdauer
ca. 24 Stunden
Form
Pulverinhalator

So wirkt es: Fluticasonfuroat, ein inhalatives Kortison, hemmt die Entzündung in den Atemwegen. Umeclidinium, ein lang wirksames Anticholinergikum, und Vilanterol, ein lang wirksames Beta-2-Sympathomimetikum, entspannen auf zwei verschiedenen Wegen die Muskulatur um die Bronchien. Die Atemwege bleiben dadurch über 24 Stunden weiter geöffnet.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD mit einem Lungenfunktionstest festgestellt wurde
  • Wenn eine Behandlung mit zwei Wirkstoffen nicht ausreichend wirkt
  • Wenn Sie einen Pulverinhalator mit einmal täglicher Anwendung bevorzugen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Inhalation einmal täglich zur gleichen Uhrzeit mit dem Ellipta-Pulverinhalator, danach den Mund ausspülen. Es ist kein Notfallmittel; für plötzliche Atemnot wird ein Bedarfsspray verwendet.

Verfügbare Stärken: 92 µg / 55 µg / 22 µg

Nicht bei Asthma und nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot. Nicht mit anderen Inhalatoren aus denselben Wirkstoffgruppen kombinieren. Inhalatives Kortison erhöht bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung; Vorsicht bei Engwinkelglaukom, Harnverhalt und schweren Herzerkrankungen.

ab CHF 98,80 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Beclometasondipropionat / Formoterol / Glycopyrronium Rezeptpflichtig

Trimbow (Beclometasondipropionat / Formoterol / Glycopyrronium)

Dosieraerosol mit Kortison und zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern zur Dauerbehandlung von COPD und unzureichend kontrolliertem Asthma.

Wirkdauer
ca. 12 Stunden
Form
Druckgasinhalation

So wirkt es: Beclometasondipropionat, ein inhalatives Kortison, hemmt die Entzündung in den Atemwegen. Formoterol, ein lang wirksames Beta-2-Sympathomimetikum, und Glycopyrronium, ein lang wirksames Anticholinergikum, entspannen auf zwei verschiedenen Wegen die Muskulatur um die Bronchien. Eine Anwendung wirkt etwa 12 Stunden.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD mit einem Lungenfunktionstest festgestellt wurde (Stärke 87/5/9 µg)
  • Wenn eine Behandlung mit zwei Wirkstoffen nicht ausreichend wirkt
  • Wenn Sie ein Dosieraerosol einem Pulverinhalator vorziehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Zweimal täglich je 2 Hübe mit dem Dosieraerosol, bei Bedarf mit Inhalierhilfe, danach den Mund ausspülen. Es ist kein Notfallmittel; für plötzliche Atemnot wird ein Bedarfsspray verwendet.

Verfügbare Stärken: 87 µg / 5 µg / 9 µg · 172 µg / 5 µg / 9 µg

Nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot. Bei COPD ist nur die Stärke 87/5/9 µg zugelassen, die Stärke 172/5/9 µg nur bei Asthma. Nicht mit anderen Inhalatoren aus denselben Wirkstoffgruppen kombinieren. Inhalatives Kortison erhöht bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung; Vorsicht bei Herzerkrankungen, Engwinkelglaukom und Harnverhalt.

ab CHF 98,00 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Formoterol / Glycopyrronium / Budesonid Rezeptpflichtig

Trixeo Aerosphere (Formoterol / Glycopyrronium / Budesonid)

Dosieraerosol mit Kortison und zwei lang wirksamen Bronchienerweiterern zur Dauerbehandlung der COPD.

Wirkdauer
mindestens 12 Stunden
Form
Druckgasinhalation

So wirkt es: Budesonid, ein inhalatives Kortison, hemmt die Entzündung in den Atemwegen. Formoterol, ein lang wirksames Beta-2-Sympathomimetikum, und Glycopyrronium, ein lang wirksames Anticholinergikum, entspannen auf zwei verschiedenen Wegen die Muskulatur um die Bronchien. Eine Anwendung wirkt mindestens 12 Stunden.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen COPD mit einem Lungenfunktionstest festgestellt wurde
  • Wenn eine Behandlung mit zwei Wirkstoffen nicht ausreichend wirkt
  • Wenn Sie ein Dosieraerosol einem Pulverinhalator vorziehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Zweimal täglich je 2 Hübe mit dem Dosieraerosol, vor jedem Hub schütteln, danach den Mund ausspülen. Es ist kein Notfallmittel; für plötzliche Atemnot wird ein Bedarfsspray verwendet.

Verfügbare Stärken: 5 µg / 7,2 µg / 160 µg

Nur für COPD, nicht für Asthma und nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot. Nicht mit anderen Inhalatoren aus denselben Wirkstoffgruppen kombinieren. Inhalatives Kortison erhöht bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung; Vorsicht bei Herzerkrankungen, Engwinkelglaukom und Harnverhalt.

ab CHF 98,80 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
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Ratgeber

Was Sie über COPD wissen sollten

COPD ist eine chronische Lungenerkrankung, die nicht heilbar ist, deren Beschwerden sich aber behandeln lassen. Inhalatoren sind ein wichtiger Baustein, ersetzen aber keine regelmäßigen ärztlichen Kontrollen vor Ort.

Was ist COPD?

COPD steht für chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Die Bronchien sind dauerhaft entzündet und verengt, oft ist auch das Lungengewebe geschädigt (Lungenemphysem). Die wichtigste Ursache ist langjähriges Rauchen. Auch Staub und Schadstoffe am Arbeitsplatz oder ein angeborener Mangel an Alpha-1-Antitrypsin können beitragen.

Typische Beschwerden sind:

  • Atemnot, zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe
  • chronischer Husten, oft am Morgen
  • Auswurf (Schleim aus den Bronchien)

Gesichert wird die Diagnose mit einem Lungenfunktionstest (Spirometrie), der auch die Abgrenzung zu Asthma erleichtert.

Wie wird COPD behandelt?

Grundlage der medikamentösen Behandlung sind Bronchienerweiterer zum Inhalieren. Diese Wirkstoffe entspannen die Muskulatur um die Atemwege, sodass die Luft leichter strömen kann.

  • Anticholinergika: kurz wirksam (Ipratropium) oder lang wirksam (Tiotropium, Umeclidinium, Glycopyrronium)
  • Lang wirksame Beta-2-Sympathomimetika: Vilanterol oder Formoterol, hier in Kombinationen
  • Inhalatives Kortison: vor allem bei wiederholten akuten Verschlechterungen und passenden Blutwerten, zusammen mit zwei Bronchienerweiterern

Welche Stufe passt, hängt von Beschwerden, Verschlechterungen und Vorbehandlung ab. Für plötzliche Atemnot wird zusätzlich ein schnell wirksames Bedarfsspray verwendet.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Häufig sind Mundtrockenheit, Husten, Heiserkeit, Kopfschmerzen und Infekte der oberen Atemwege. Anticholinergika können einen Grünen Star mit engem Kammerwinkel verschlimmern und das Wasserlassen erschweren. Bei Augenschmerzen mit verschwommenem Sehen, Lichthöfen und roten Augen sofort ärztliche Hilfe holen. Beta-2-Sympathomimetika können Herzklopfen auslösen.

Inhalatives Kortison erhöht bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung und kann Pilzbefall im Mund (Soor) begünstigen. Nach der Anwendung wird deshalb der Mund ausgespült. Zwei Inhalatoren mit derselben Wirkstoffgruppe werden nicht gleichzeitig angewendet.

Wird die Atmung direkt nach dem Inhalieren enger, nicht weiter anwenden und sofort ärztliche Hilfe holen.

Warnzeichen: Wann sofort Hilfe nötig ist

Eine akute Verschlechterung der COPD (Exazerbation) kann gefährlich werden. Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • schwere Atemnot in Ruhe besteht oder das Bedarfsspray nicht hilft
  • Lippen oder Fingernägel bläulich werden
  • Verwirrtheit, starke Schläfrigkeit oder Schmerzen in der Brust auftreten
  • Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen anschwellen oder eine Kreislaufschwäche auftritt

Melden Sie sich zeitnah bei einem Arzt vor Ort, wenn Atemnot, Husten oder Auswurf über einige Tage zunehmen, sich der Auswurf verfärbt, Fieber hinzukommt oder Blut im Auswurf ist. Bei erstmaliger Atemnot oder anhaltendem Husten ist eine persönliche Untersuchung nötig.

Gut leben mit COPD

Die Atemwege im Alltag entlasten

Inhalatoren sind nur ein Teil der COPD-Behandlung, denn vieles lässt sich auch im Alltag tun. Am wichtigsten ist der Rauchstopp: Er kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen, auch nach vielen Jahren des Rauchens.

  • Den Dauerinhalator regelmäßig nach ärztlichem Plan anwenden, auch an guten Tagen, und die Inhalationstechnik in der Apotheke oder Praxis überprüfen lassen.
  • Körperlich aktiv bleiben: Lungensport oder eine pneumologische Rehabilitation können die Belastbarkeit steigern und Atemnot im Alltag lindern.
  • Mit dem Arzt über empfohlene Impfungen sprechen, zum Beispiel gegen Grippe, Pneumokokken, Covid-19 und RSV.

Achten Sie auf Zeichen einer Verschlechterung, etwa mehr Atemnot, mehr oder verfärbten Auswurf oder Fieber. Ein schriftlicher Aktionsplan, den Sie mit Ihrem Arzt vor Ort besprechen, legt fest, was in solchen Situationen zu tun ist. Regelmäßige Kontrollen mit Lungenfunktionstest helfen, die Behandlung anzupassen. Unterstützung beim Aufhören finden Sie hier: Rauchstopp. Allgemeine medizinische Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur COPD-Behandlung

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Kann ich einen COPD-Inhalator ohne Diagnose anfragen?

Die Inhalatoren in diesem Bereich sind verschreibungspflichtig und setzen eine ärztliche Diagnose voraus, in der Regel eine mit Lungenfunktionstest festgestellte COPD. Atemnot, Husten und Auswurf können auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Asthma oder eine Herzschwäche. Deshalb ist zuerst eine persönliche Untersuchung mit Lungenfunktionstest nötig. Im Fragebogen geben Sie Ihre Diagnose und die bisherige Behandlung an.

Atrovent enthält Ipratropium, das einige Stunden wirkt. Tiotropium enthält einen, Anoro Ellipta zwei lang wirksame Bronchienerweiterer. Trelegy Ellipta, Trimbow und Trixeo Aerosphere kombinieren zwei lang wirksame Bronchienerweiterer mit inhalativem Kortison. Auch die Geräte unterscheiden sich: Ellipta-Inhalatoren und Tiotropium-Kapseln enthalten Pulver, Atrovent, Trimbow und Trixeo Aerosphere sind Dosieraerosole.

Das hängt vom Präparat ab, die genaue Anwendung legt der Arzt fest. Laut Fachinformation werden Tiotropium, Anoro Ellipta und Trelegy Ellipta einmal täglich angewendet, Trimbow und Trixeo Aerosphere zweimal täglich. Atrovent wird mehrmals täglich nach ärztlichem Plan inhaliert. Dauerinhalatoren sind für die regelmäßige Anwendung gedacht, auch an Tagen mit wenig Beschwerden.

Nein. Tiotropium, Anoro Ellipta und die Dreifachkombinationen sind für die regelmäßige Behandlung gedacht, nicht für plötzliche Atemnot. Dafür wird zusätzlich ein schnell wirksames Bedarfsspray verwendet, zum Beispiel mit Salbutamol. Zwei Dauerinhalatoren aus derselben Wirkstoffgruppe werden dagegen nicht kombiniert. Wird das Bedarfsspray häufiger gebraucht als gewohnt, sollte die Behandlung ärztlich überprüft werden.

Die Anfrage selbst ist kostenlos, bezahlt wird nur eine verschriebene Behandlung. Kommt der Arzt zu dem Schluss, dass die Behandlung für Sie nicht geeignet ist, wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten bereits geleistete Zahlungen vollständig zurück. Bei neuer oder zunehmender Atemnot empfehlen wir, zeitnah einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
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