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Behandlungsbereich Reizdarm und Durchfall

Bauchkrämpfe und Durchfall gezielt behandeln

Bauchkrämpfe und Durchfall haben viele Ursachen, von einem kurzen Magen-Darm-Infekt bis zum Reizdarmsyndrom (einer funktionellen Störung des Darms). Unsere Ärzte prüfen anhand Ihres Fragebogens, ob ein krampflösendes Mittel oder ein Mittel gegen Durchfall für Sie geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Präparate bei Bauchkrämpfen und Durchfall

Loperamid und Mebeverin sind in diesem Bereich verschreibungspflichtig, Buscopan ist apothekenpflichtig. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen vollständig aus, anschließend entscheidet ein Arzt, ob und mit welchem Präparat eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welches Präparat kann passen?

  1. 1 Wenn krampfartige Bauchschmerzen nur ab und zu auftreten Buscopan wird bei Bedarf eingenommen und ist für eine kurze Anwendung gedacht. Ob es für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Wenn bei Ihnen ein Reizdarmsyndrom festgestellt wurde und Krämpfe regelmäßig wiederkehren Mebeverin wird als Retardkapsel regelmäßig zweimal täglich eingenommen und löst Verkrampfungen, ohne die normale Darmbewegung zu hemmen. Ob eine regelmäßige Einnahme sinnvoll ist, entscheidet der Arzt.
  3. 3 Wenn Durchfall bei Ihren Beschwerden im Vordergrund steht Loperamid bremst die Darmbewegung und kann akuten oder ärztlich abgeklärten chronischen Durchfall lindern, die Ursache behandelt es nicht. Welche Behandlung passt, entscheidet der Arzt.
  4. 4 Bei Blut im Stuhl, Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust oder neuen Beschwerden ab 40 Jahren Diese Zeichen passen nicht zu einem einfachen Reizdarm und sollten zuerst persönlich untersucht werden. Geben Sie alles im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Krampflösende Mittel

Entspannen die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts und können krampfartige Bauchschmerzen lindern.

Butylscopolaminiumbromid Rezeptpflichtig

Buscopan (Butylscopolaminiumbromid)

Krampflösende Tablette bei Magen-Darm-Krämpfen und krampfartigen Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom.

Form
Überzogene Tabletten

So wirkt es: Butylscopolaminiumbromid blockiert Muskarin-Rezeptoren an der glatten Muskulatur von Magen und Darm. Die Muskulatur entspannt sich, und Krämpfe lassen nach. Da kaum Wirkstoff ins Blut gelangt, wirkt es vor allem örtlich im Magen-Darm-Trakt.

Das kann für Sie passen
  • Wenn leichte bis mäßige Bauchkrämpfe mit bekannter Ursache bestehen
  • Wenn ein Reizdarmsyndrom ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn keine Alarmzeichen wie Fieber, Blut im Stuhl oder starke Schmerzen vorliegen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Überzogene Tabletten zu 10 mg, bei Bedarf 1 bis 2 Tabletten bis zu dreimal täglich, höchstens 6 Tabletten pro Tag.

Verfügbare Stärken: 10 mg

Nicht geeignet bei Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, Darmverschluss, Megakolon, Harnverhalt, Tachykardie oder Tachyarrhythmie. Starke oder zunehmende Bauchschmerzen werden sofort ärztlich abgeklärt.

ab CHF 31,15 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Mebeverin Rezeptpflichtig

Mebeverin

Krampflösende Retardkapsel zur Linderung von Bauchkrämpfen und Beschwerden beim Reizdarmsyndrom.

Form
Retardkapseln

So wirkt es: Mebeverin wirkt direkt an der glatten Muskulatur des Darms und löst Verkrampfungen, ohne die normale Darmbewegung zu hemmen. Die Retardkapsel gibt den Wirkstoff über mehrere Stunden ab.

Das kann für Sie passen
  • Wenn ein Reizdarmsyndrom ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn krampfartige Bauchschmerzen im Vordergrund stehen
  • Wenn keine Alarmzeichen wie Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust bestehen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Retardkapsel mit 200 mg zweimal täglich, morgens und abends, im Ganzen mit mindestens 100 ml Wasser.

Verfügbare Stärken: 200 mg

Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder neue Beschwerden ab 40 Jahren werden vor der Behandlung ärztlich abgeklärt. Nicht bei Allergie gegen Mebeverin.

ab CHF 39,94 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Durchfallmittel

Verlangsamt die Darmbewegung, damit der Stuhl fester wird und der Stuhldrang nachlässt.

Loperamid Rezeptpflichtig

Loperamid

Hartkapsel gegen akuten und chronischen Durchfall, die die Darmbewegung verlangsamt.

Form
Hartkapseln

So wirkt es: Loperamid bindet an Opioid-Rezeptoren in der Darmwand und bremst die Darmbewegung. Der Stuhl bleibt länger im Darm, wird fester und der Stuhldrang nimmt ab. Die Ursache des Durchfalls wird dadurch nicht behandelt.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie akuten Durchfall ohne Fieber und ohne Blut im Stuhl haben
  • Wenn Ihr chronischer Durchfall, etwa bei Reizdarm, ärztlich abgeklärt ist
  • Wenn Sie in letzter Zeit keine Antibiotika eingenommen haben
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Bei akutem Durchfall zu Beginn meist 2 Kapseln, danach 1 Kapsel nach jedem ungeformten Stuhl, bei chronischem Durchfall eine feste Tagesdosis nach ärztlicher Festlegung. Höchstens 6 oder 8 Kapseln pro Tag, je nach Präparat.

Verfügbare Stärken: 2 mg

Nicht geeignet bei Fieber oder Blut im Stuhl, bei Durchfall nach Antibiotika und bei Verstopfung oder aufgeblähtem Bauch. Mehr als die zulässige Tagesmenge kann das Herz gefährden.

ab CHF 35,15 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Reizdarm und Durchfall wissen sollten

Akuter Durchfall klingt meist nach wenigen Tagen von selbst ab, ein Reizdarm verläuft dagegen oft über lange Zeit. Die Präparate lindern Beschwerden, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung neuer, anhaltender oder ungewöhnlicher Beschwerden.

Was ist ein Reizdarm?

Beim Reizdarmsyndrom reagiert der Darm empfindlicher und arbeitet anders als gewöhnlich, ohne dass sich eine erkennbare Erkrankung der Organe findet. Typisch sind:

  • wiederkehrende Bauchschmerzen oder Krämpfe, die sich mit dem Stuhlgang verändern
  • Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel von beidem
  • Blähungen und das Gefühl, den Darm nicht vollständig zu entleeren

Die Diagnose stellt ein Arzt, wenn die Beschwerden über mindestens drei Monate bestehen und andere Ursachen ausgeschlossen sind. Stress und bestimmte Lebensmittel können die Beschwerden verstärken. Akuter Durchfall entsteht dagegen meist durch einen Infekt und klingt oft nach wenigen Tagen von selbst ab.

Wie wirken die Präparate?

Alle Präparate in diesem Bereich lindern Beschwerden, behandeln aber nicht deren Ursache.

  • Butylscopolaminiumbromid (Buscopan): entspannt die Muskulatur von Magen und Darm, zur kurzen Anwendung bei Bedarf
  • Mebeverin: löst Verkrampfungen direkt am Darmmuskel, zur regelmäßigen Einnahme bei Reizdarm
  • Loperamid: bremst die Darmbewegung bei akutem oder abgeklärtem chronischem Durchfall

Bei Durchfall ist der Ersatz von Flüssigkeit und Salzen am wichtigsten, zum Beispiel mit einer Elektrolytlösung aus der Apotheke. Welcher Wirkstoff infrage kommt, hängt von den Hauptbeschwerden, Vorerkrankungen und anderen Medikamenten ab.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Buscopan kann gelegentlich Mundtrockenheit, schnellen Herzschlag oder Hautreaktionen auslösen. Nicht geeignet ist es unter anderem bei Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche), Harnverhalt, Darmverschluss oder dauerhaft schnellem Herzschlag. Unter Loperamid sind Verstopfung, Blähungen, Übelkeit und Schwindel möglich. Bei Fieber, Blut im Stuhl, Durchfall nach Antibiotika oder einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa ist es nicht geeignet. Bei Mebeverin sind nur wenige Nebenwirkungen bekannt, vor allem allergische Hautreaktionen.

Mehr Loperamid als die erlaubte Tagesmenge kann gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. In Schwangerschaft und Stillzeit wägt der Arzt bei jedem Wirkstoff besonders sorgfältig ab.

Wann sofort zum Arzt?

Eine Online-Anfrage ist nicht für Notfälle gedacht. Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • sehr starke oder rasch zunehmende Bauchschmerzen auftreten oder der Bauch hart ist
  • Erbrechen hinzukommt und weder Stuhl noch Winde abgehen
  • Blut im Stuhl mit Kreislaufschwäche, Ohnmacht oder Herzrasen einhergeht

Zeitnah persönlich abklären lassen sollten Sie Blut im Stuhl, Fieber, ungewollten Gewichtsverlust, nächtliche Beschwerden sowie neue oder veränderte Beschwerden ab 40 Jahren. Das gilt auch, wenn akuter Durchfall nach 2 Tagen nicht besser wird, nach Antibiotika beginnt oder Zeichen von Austrocknung wie sehr wenig Urin auftreten.

Alltag mit Reizdarm

Den Darm im Alltag entlasten

Beim Reizdarm helfen oft kleine Veränderungen im Alltag. Ein Beschwerdetagebuch mit Mahlzeiten, Stuhlgang, Stress und eingenommenen Arzneimitteln zeigt nach einigen Wochen, was die Beschwerden verstärkt. Es ist zugleich eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt. Nicht jeder Auslöser lässt sich vermeiden, doch viele Betroffene erleben einen ruhigen, regelmäßigen Tagesablauf als hilfreich.

  • Regelmäßige Mahlzeiten in Ruhe, gut kauen und ausreichend trinken
  • Bewegung im Alltag und Entspannungsverfahren gegen Stress
  • Bei Durchfall Flüssigkeit und Salze ersetzen, zum Beispiel mit einer Elektrolytlösung

Bleiben die Beschwerden trotzdem belastend, kann eine Ernährungsberatung mit Erfahrung bei Reizdarm sinnvoll sein. Lebensmittel sollten dabei nur gezielt und zeitlich begrenzt weggelassen werden, damit die Ernährung ausgewogen bleibt. Informationen zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen finden Sie in unserem Bereich: Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zu Reizdarm und Durchfall

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für diese Präparate ein Rezept?

Loperamid und Mebeverin sind in diesem Bereich verschreibungspflichtig, Buscopan ist apothekenpflichtig. Bei jeder Anfrage prüft ein zugelassener Arzt anhand Ihres Fragebogens, ob die Behandlung medizinisch vertretbar ist. Geben Sie deshalb Beschwerden, Vorerkrankungen und alle Medikamente vollständig an. Die Anfrage ist kostenlos, bezahlt wird nur die verschriebene Behandlung.

Ein Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose. Typisch sind Bauchschmerzen mit veränderten Stuhlgewohnheiten, die über mindestens drei Monate immer wieder auftreten. Vor der Diagnose schließt ein Arzt andere Ursachen aus, etwa mit Blut- und Stuhluntersuchungen und je nach Alter und Beschwerden mit einer Darmspiegelung. Wurde noch keine Untersuchung gemacht, empfehlen wir, diese zuerst persönlich durchführen zu lassen.

Nein. Bei Fieber, Blut im Stuhl, Durchfall während oder nach Antibiotika, aufgeblähtem Bauch oder Verstopfung ist Loperamid nicht geeignet. Wird akuter Durchfall nach 2 Tagen nicht besser, wird es abgesetzt und die Ursache ärztlich geklärt. Am wichtigsten bleibt, ausreichend Flüssigkeit und Salze zu ersetzen. Die Tageshöchstmenge darf wegen möglicher Herzrhythmusstörungen nie überschritten werden.

Beide lösen Krämpfe der Darmmuskulatur, aber auf unterschiedliche Weise. Buscopan blockiert Bindungsstellen für einen Nervenbotenstoff an der Muskulatur und wird bei Bedarf eingenommen, ohne ärztliche Abklärung der Ursache höchstens 5 Tage. Mebeverin wirkt direkt am Darmmuskel und wird bei Reizdarm regelmäßig zweimal täglich eingenommen. Auch die Gegenanzeigen unterscheiden sich. Welches Präparat passt, entscheidet der Arzt.

Dann wird die Behandlung nicht freigegeben und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Bei neuen, anhaltenden oder ungewöhnlichen Beschwerden empfehlen wir, zeitnah einen Arzt vor Ort aufzusuchen, damit die Ursache persönlich abgeklärt werden kann. Bei Warnzeichen wie sehr starken Bauchschmerzen, Erbrechen ohne Stuhlgang oder Kreislaufschwäche rufen Sie sofort den Notruf.

Medizinische Expertise

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