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Behandlungsbereich Malaria-Prophylaxe

Malaria-Vorbeugung für Ihre Reise

Malaria wird in vielen tropischen und subtropischen Regionen durch Mückenstiche übertragen und kann schwer verlaufen. Ob und welche Vorbeugung für Ihr Reiseziel sinnvoll ist, prüft ein Arzt anhand Ihres Fragebogens.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Tabletten zur Malaria-Prophylaxe

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig. Geben Sie im Fragebogen Reiseziel, Reisedauer, Vorerkrankungen und Medikamente an. Anschließend entscheidet ein Arzt, ob und welche Prophylaxe für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welche Prophylaxe passt zu Ihrer Reise?

  1. 1 Wenn Sie kurzfristig abreisen Atovaquon/Proguanil wird erst 1 bis 2 Tage vor der Einreise begonnen und kann daher auch bei knapper Vorbereitung infrage kommen. Der Arzt prüft, ob es für Ihr Reiseziel geeignet ist.
  2. 2 Wenn Sie nicht täglich eine Tablette einnehmen möchten Mefloquin und Chloroquin werden nur einmal pro Woche eingenommen, erfordern aber einen früheren Beginn und haben jeweils ein anderes Nebenwirkungsprofil. Chloroquin kommt wegen Resistenzen der Erreger nur für wenige Reiseziele infrage. Ob eines davon für Sie passt, entscheidet der Arzt.
  3. 3 Wenn Sie psychische Erkrankungen, Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen oder Netzhauterkrankungen hatten Dann ist besondere Vorsicht geboten, vor allem bei Mefloquin und Chloroquin. Geben Sie alle Vorerkrankungen im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet, welche Option vertretbar ist.
  4. 4 Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder mit Kindern reisen Sprechen Sie vorher mit einem Arzt vor Ort oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle. Hier gelten besondere Empfehlungen, die Sie persönlich ärztlich besprechen sollten.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Tägliche Einnahme

Kurzer Vorlauf vor der Reise und kurze Einnahme nach der Rückkehr.

Atovaquon / Proguanil Rezeptpflichtig

Malarone

Tablette mit Atovaquon und Proguanil zur Vorbeugung von Malaria auf Reisen, erhältlich als Malarone oder Generikum.

Form
Tabletten

So wirkt es: Die beiden Wirkstoffe Atovaquon und Proguanil greifen den Malariaerreger (Plasmodium) an unterschiedlichen Stellen an. Beide hemmen seine Vermehrung bereits im Leberstadium und im Blut und können so verhindern, dass sich eine Infektion ausbreitet.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Ihnen vor der Abreise nur wenig Vorlauf bleibt
  • Wenn Sie nach der Rückkehr nur kurz weiter einnehmen möchten
  • Wenn eine tägliche Tablette für Sie gut umsetzbar ist
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tabletten mit 250 mg/100 mg werden einmal täglich zur gleichen Zeit mit einer Mahlzeit oder einem Milchgetränk eingenommen. Die Einnahme beginnt 1 bis 2 Tage vor der Einreise, läuft während des gesamten Aufenthalts und endet 7 Tage nach der Ausreise.

Verfügbare Stärken: 250 mg

Zur Vorbeugung nicht geeignet bei schwerer Nierenfunktionsstörung. Wechselwirkungen, etwa mit Rifampicin, Metoclopramid oder Gerinnungshemmern wie Warfarin, müssen ärztlich geprüft werden.

ab CHF 56,39 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Wöchentliche Einnahme

Eine Einnahme pro Woche am gleichen Wochentag, mit längerem Vorlauf und längerer Einnahme nach der Reise.

Mefloquin Rezeptpflichtig

Lariam

Tablette mit Mefloquin zur Vorbeugung von Malaria, einmal wöchentlich eingenommen.

Form
Tabletten

So wirkt es: Mefloquin wirkt gegen die Blutstadien des Malariaerregers und hemmt seine Vermehrung in den roten Blutkörperchen. Da der Wirkstoff sehr lange im Körper verbleibt, genügt eine Einnahme pro Woche.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Sie eine Tablette pro Woche statt täglich bevorzugen
  • Wenn Sie Mefloquin früher gut vertragen haben
  • Wenn Sie rechtzeitig vor der Abreise beginnen können, um die Verträglichkeit zu prüfen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tabletten mit 250 mg werden einmal wöchentlich am gleichen Wochentag nach einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme beginnt meist 1 bis 3 Wochen vor der Reise, läuft während des gesamten Aufenthalts und endet 4 Wochen nach der Ausreise.

Verfügbare Stärken: 250 mg

Mefloquin kann psychische und neurologische Nebenwirkungen wie Angst, Depression, Albträume, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen verursachen, die auch nach dem Absetzen anhalten können. Nicht geeignet bei bestehenden oder früheren psychischen Erkrankungen und bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte.

ab CHF 100,00 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Chloroquin Rezeptpflichtig

Chloroquin

Tablette mit Chloroquin zur Malariavorbeugung, wegen Resistenzen nur für wenige Reiseziele geeignet.

Form
Tabletten

So wirkt es: Chloroquin reichert sich in den vom Malariaerreger befallenen roten Blutkörperchen an und hemmt dort seine Vermehrung. Da der Wirkstoff sehr lange im Körper bleibt, genügt zur Vorbeugung eine Einnahme pro Woche. Gegen resistente Erreger wirkt er nicht ausreichend.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Chloroquin für Ihr Reiseziel reisemedizinisch empfohlen ist
  • Wenn keine Gegenanzeigen wie Netzhauterkrankungen, Myasthenia gravis oder G6PD-Mangel bestehen
  • Wenn Sie Chloroquin früher gut vertragen haben
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Zur Vorbeugung einmal wöchentlich am gleichen Wochentag nach einer Mahlzeit, ab 1 Woche vor der Reise bis 4 Wochen nach der Ausreise. Die Zahl der Tabletten legt der Arzt fest.

Verfügbare Stärken: 200 mg

Für die meisten Malariagebiete wegen Resistenzen nicht geeignet. Nicht bei Netzhauterkrankungen, Myasthenia gravis oder G6PD-Mangel und nicht zusammen mit Amiodaron; bei Überdosierung sehr giftig, besonders für Kinder.

ab CHF 41,54 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
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Ratgeber

Was Sie über Malaria-Vorbeugung wissen sollten

Eine gute Vorbereitung verbindet Mückenschutz, passende Medikamente und das Wissen um Warnzeichen nach der Reise.

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen wird. Die Krankheit kommt vor allem in Teilen Afrikas, Asiens sowie Mittel- und Südamerikas vor.

Beschwerden treten frühestens etwa eine Woche nach dem Stich auf, manchmal erst Monate später:

  • Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbrüche
  • Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit
  • Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall

Besonders die Malaria tropica kann rasch lebensbedrohlich werden.

Reisemedizinische Beratung

Ob eine vorbeugende Einnahme (Chemoprophylaxe) sinnvoll ist, hängt von Reiseziel, Jahreszeit, Reisedauer und Reiseart ab. Für manche Regionen wird statt einer dauerhaften Einnahme ein Notfallmedikament für unterwegs empfohlen, für andere reicht konsequenter Mückenschutz.

Die Empfehlungen werden regelmäßig aktualisiert. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig, idealerweise einige Wochen vor der Abreise, bei einer tropen- oder reisemedizinischen Beratungsstelle. Dort erhalten Sie auch Hinweise zu Impfungen. Geben Sie Ihre genaue Reiseroute im Fragebogen an.

Mögliche Nebenwirkungen

Unter Atovaquon/Proguanil treten häufig Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall auf.

Mefloquin kann neben Magen-Darm-Beschwerden auch Schlafstörungen, Albträume, Schwindel, Angst, depressive Verstimmungen und selten Psychosen auslösen. Diese Nebenwirkungen können lange nach dem Absetzen anhalten.

Treten unter Mefloquin Unruhe, Angst, Verwirrtheit oder Stimmungsveränderungen auf, beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Eine andere Form der Vorbeugung ist dann nötig.

Chloroquin kann Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Hautausschlag verursachen und den Herzrhythmus sowie den Blutzucker beeinflussen. Bei Herzrasen, Ohnmacht oder Sehstörungen ist umgehend ärztlicher Rat nötig.

Fieber während oder nach der Reise

Keine Prophylaxe schützt vollständig. Jedes Fieber während oder nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden, auch Wochen bis Monate nach der Rückkehr. Nennen Sie dabei unbedingt Ihr Reiseziel, damit gezielt auf Malaria getestet wird.

Rufen Sie den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn Verwirrtheit, Krampfanfälle, starke Atemnot, Gelbfärbung der Haut oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Eine Online-Beratung ersetzt bei Fieber nach einer Tropenreise keine persönliche Untersuchung.

Mückenschutz

Stiche vermeiden bleibt die Basis

Tabletten zur Vorbeugung verringern das Risiko einer Erkrankung, schützen aber nicht vollständig. Anopheles-Mücken stechen vor allem in der Dämmerung und nachts. Andere Mücken, etwa Überträger des Dengue-Fiebers, sind auch tagsüber aktiv. Ein konsequenter Mückenschutz gehört deshalb zu jeder Reise in die Tropen:

  • Mückenschutzmittel mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin auf freie Hautstellen auftragen und regelmäßig erneuern
  • Helle, lange und möglichst dichte Kleidung tragen, die zusätzlich mit Insektenschutzmittel behandelt sein kann
  • Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen oder mückengeschützte, klimatisierte Räume nutzen

Nehmen Sie die Tabletten auch nach der Rückkehr so lange ein wie verordnet, denn diese Phase gehört zur Vorbeugung. Planen Sie die Bestellung mit ausreichend zeitlichem Abstand zur Abreise. Ein Fieberthermometer in der Reiseapotheke hilft, Fieber unterwegs früh zu erkennen, und es lohnt sich zu wissen, wo vor Ort die nächste ärztliche Versorgung erreichbar ist. Allgemeine medizinische Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Malaria-Prophylaxe

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für meine Reise überhaupt eine Prophylaxe?

Das hängt vom Malariarisiko am Reiseziel sowie von Reisezeit, Dauer und Art der Reise ab. Für manche Regionen wird eine vorbeugende Einnahme empfohlen, für andere Mückenschutz oder ein Notfallmedikament. Informieren Sie sich möglichst früh reisemedizinisch und geben Sie Ihre Reiseroute im Fragebogen vollständig an. Der Arzt prüft Ihre Anfrage.

Erreger, die kurz vor dem Verlassen des Malariagebiets übertragen wurden, können sich noch einige Zeit im Körper entwickeln. Die Einnahme nach der Rückkehr soll auch diese Stadien erfassen. Bei Atovaquon/Proguanil sind es 7 Tage, bei Mefloquin und Chloroquin 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebiets. Brechen Sie die Einnahme deshalb nicht vorzeitig ab.

Alle Präparate können mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. Bei Atovaquon/Proguanil gilt das zum Beispiel für Rifampicin, bestimmte HIV-Medikamente, Metoclopramid und Gerinnungshemmer wie Warfarin. Bei Mefloquin und Chloroquin sind unter anderem Mittel, die den Herzrhythmus beeinflussen, und Medikamente gegen Epilepsie zu beachten, bei Chloroquin außerdem Amiodaron und Mittel gegen Sodbrennen. Geben Sie deshalb alle Medikamente im Fragebogen an.

Für Schwangere und Stillende gelten besondere Empfehlungen. Eine Reise in ein Malariagebiet sollte in der Schwangerschaft sorgfältig abgewogen werden, weil eine Malaria dann besonders schwer verlaufen kann. Bitte besprechen Sie Ihre Situation persönlich mit einem Arzt vor Ort oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle, bevor Sie eine Prophylaxe beginnen.

Nein. Die Tabletten verringern das Risiko einer Malaria, einen vollständigen Schutz gibt es aber nicht. Deshalb bleiben Mückenschutz und Aufmerksamkeit für Warnzeichen wichtig. Fieber während oder nach der Reise sollte immer umgehend ärztlich abgeklärt werden, auch noch Monate später. Weisen Sie dabei auf Ihren Aufenthalt im Malariagebiet hin.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
Dr. Codruta Anca Pandalache
Medizinische GutachterinDr. Codruta Anca PandalacheReproduktionsmedizin & Frauengesundheit
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