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Behandlungsbereich Demenz

Alzheimer-Demenz ärztlich begleitet behandeln

Antidementiva sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, die bei einer ärztlich festgestellten Alzheimer-Demenz die Beschwerden behandeln, die Erkrankung aber nicht heilen. Unsere Ärzte prüfen anhand des Fragebogens, den Betroffene am besten gemeinsam mit einer Betreuungsperson ausfüllen, ob eine Behandlung geeignet ist.

  • Online-Fragebogen
  • Ärztliche Prüfung
  • Diskreter Versand
  • Geld zurück, wenn nicht geeignet

Behandlungsoptionen

Antidementiva bei Alzheimer-Demenz

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig und setzen eine persönlich gestellte Diagnose voraus. Nach der Auswahl folgt der medizinische Fragebogen, und ein Arzt entscheidet, ob eine Behandlung geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welche Behandlung kann passen?

  1. 1 Bei einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz Für dieses Stadium sind die Cholinesterasehemmer vorgesehen: Donepezil als Tablette am Abend oder Galantamin als Retardkapsel am Morgen. Welcher Wirkstoff geeignet ist, entscheidet der Arzt.
  2. 2 Bei einer mittelschweren bis schweren Alzheimer-Krankheit Memantin (Ebixa) ist für dieses Stadium vorgesehen und wird einmal täglich eingenommen. Online steht die Fortführung einer bereits fachärztlich begonnenen Behandlung im Vordergrund. Der Arzt entscheidet.
  3. 3 Wenn noch keine Diagnose gestellt oder noch keine Behandlung begonnen wurde Diagnose und Behandlungsbeginn gehören zu einem in Demenz erfahrenen Arzt, zum Beispiel in einer neurologischen Praxis oder Gedächtnissprechstunde. Liegt eine fachärztliche Empfehlung vor, entscheidet der Arzt, ob eine Verordnung möglich ist.
  4. 4 Bei langsamem Puls, Herzrhythmusstörungen, Nierenerkrankungen oder vielen weiteren Medikamenten Cholinesterasehemmer können den Puls verlangsamen, und bei Memantin ist die Nierenfunktion wichtig für die Dosis. Geben Sie alle Erkrankungen und Medikamente im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Cholinesterasehemmer

Bremsen den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn und sind für die leichte bis mittelschwere Alzheimer-Demenz vorgesehen.

Donepezil Rezeptpflichtig

Donepezil

Tablette aus der Gruppe der Cholinesterasehemmer zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz.

Wirkeintritt
schrittweise, Beurteilung frühestens nach 1 Monat
Wirkdauer
einmal täglich, Halbwertszeit ca. 70 Stunden
Form
Tabletten

So wirkt es: Donepezil hemmt im Gehirn das Enzym Acetylcholinesterase, das den Botenstoff Acetylcholin abbaut. So steht mehr Acetylcholin für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen zur Verfügung, die bei der Alzheimer-Demenz vermindert ist. Die Erkrankung selbst wird dadurch nicht geheilt.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine Alzheimer-Demenz ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn die Demenz als leicht bis mittelschwer eingestuft ist
  • Wenn eine Betreuungsperson die tägliche Einnahme begleitet
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Eine Tablette einmal täglich am Abend vor dem Schlafengehen. Die Behandlung beginnt mit 5 mg, und eine Betreuungsperson begleitet die Einnahme.

Verfügbare Stärken: 5 mg · 10 mg

Donepezil kann den Puls verlangsamen und Ohnmacht oder Herzrhythmusstörungen auslösen. Vorsicht bei Herzerkrankungen, verlängertem QT-Intervall, Magengeschwüren, Asthma und Krampfanfällen; nicht mit anderen Cholinesterasehemmern kombinieren.

ab CHF 65,51 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen
Galantamin Rezeptpflichtig

Galantamin

Retardkapsel mit Acetylcholinesterase-Hemmer bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz.

Wirkeintritt
Wirkung wird über Wochen bis Monate beurteilt
Wirkdauer
einmal täglich durch verzögerte Freisetzung
Form
Retardkapseln

So wirkt es: Galantamin hemmt den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn, der bei der Alzheimer-Krankheit vermindert ist. Zusätzlich verstärkt es die Wirkung von Acetylcholin an Nikotinrezeptoren.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine leichte bis mittelschwere Alzheimer-Demenz ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn Galantamin bereits fachärztlich eingestellt ist und gut vertragen wird
  • Wenn eine Betreuungsperson die tägliche Einnahme überwacht
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Retardkapsel zum Einnehmen, einmal täglich morgens mit dem Frühstück. Die Dosis wird über mehrere Wochen schrittweise ärztlich gesteigert.

Verfügbare Stärken: 8 mg · 16 mg · 24 mg

Nicht bei schwerer Leberfunktionsstörung oder stark eingeschränkter Nierenfunktion. Vorsicht bei langsamem Puls und Herzrhythmusstörungen.

ab CHF 48,73 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Memantin (NMDA-Antagonist)

Dämpft eine übermäßige Wirkung des Botenstoffs Glutamat und ist für die mittelschwere bis schwere Alzheimer-Krankheit vorgesehen.

Memantin Rezeptpflichtig

Ebixa (Memantin)

Memantin-Tablette zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Alzheimer-Krankheit bei Erwachsenen.

Wirkeintritt
Wirkung wird über Wochen bis Monate beurteilt
Wirkdauer
einmal täglich, Halbwertszeit ca. 60 bis 100 Stunden
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Memantin blockiert im Gehirn die NMDA-Rezeptoren für den Botenstoff Glutamat. Eine krankhaft erhöhte Glutamatwirkung, die die Signalübertragung zwischen Nervenzellen stören kann, wird dadurch gedämpft.

Das kann für Sie passen
  • Wenn eine mittelschwere bis schwere Alzheimer-Krankheit ärztlich festgestellt wurde
  • Wenn Memantin bereits fachärztlich eingestellt ist und gut vertragen wird
  • Wenn eine Betreuungsperson die tägliche Einnahme überwacht
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Filmtablette zum Einnehmen, einmal täglich zur gleichen Zeit. Die Dosis wird zu Beginn schrittweise gesteigert und ärztlich festgelegt.

Verfügbare Stärken: 10 mg · 20 mg

Vorsicht bei Epilepsie und eingeschränkter Nierenfunktion. Nicht zusammen mit Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan anwenden.

ab CHF 63,11 Endpreis, inkl. ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Alzheimer-Demenz wissen sollten

Die Alzheimer-Krankheit schreitet meist langsam über Jahre fort. Antidementiva können die Beschwerden behandeln, ersetzen aber keine persönliche ärztliche Begleitung vor Ort.

Was ist Alzheimer-Demenz?

Eine Demenz ist ein fortschreitender Verlust geistiger Fähigkeiten, der den Alltag deutlich beeinträchtigt. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache. Dabei gehen nach und nach Nervenzellen im Gehirn zugrunde, und Botenstoffe wie Acetylcholin nehmen ab. Typisch sind:

  • Vergessen neuer Informationen, Termine oder Gespräche
  • Schwierigkeiten mit Orientierung, Sprache und Planung
  • Veränderungen von Stimmung, Antrieb und Verhalten

Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz. Auch Depressionen, Schilddrüsenprobleme, Vitaminmangel oder Medikamente können ähnliche Beschwerden auslösen. Deshalb steht am Anfang immer eine persönliche Untersuchung.

Wie wirken Antidementiva?

Antidementiva behandeln die Beschwerden, halten die Erkrankung aber nicht auf. Ob sie helfen, zeigt sich über Wochen bis Monate und wird regelmäßig ärztlich überprüft.

  • Donepezil: Tablette am Abend, bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz
  • Galantamin: Retardkapsel am Morgen, bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz
  • Memantin (Ebixa): Filmtablette einmal täglich, bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Krankheit

Die Dosis wird zu Beginn schrittweise gesteigert. Donepezil und Galantamin werden nicht zusammen eingenommen, weil beide zur selben Wirkstoffgruppe gehören.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Unter Donepezil und Galantamin sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitverlust, Schwindel und Muskelkrämpfe häufig, vor allem zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung. Beide können den Puls verlangsamen, was zu Stürzen oder Ohnmacht führen kann. Vorsicht gilt unter anderem bei Herzrhythmusstörungen, Magengeschwüren, Asthma und Krampfanfällen.

Memantin kann Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verstopfung und erhöhten Blutdruck verursachen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine niedrigere Dosis nötig sein.

Vor einer Operation mit Narkose das Behandlungsteam über die Einnahme von Donepezil oder Galantamin informieren.

Wann sofort ärztliche Hilfe nötig ist

Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144) bei:

  • Ohnmacht, sehr langsamem oder unregelmäßigem Herzschlag oder Brustschmerzen
  • einem Krampfanfall, plötzlichen Lähmungen oder Sprachstörungen
  • Bluterbrechen oder hohem Fieber mit Muskelsteifheit und Benommenheit
  • Gedanken, sich das Leben zu nehmen

Noch am selben Tag ärztlich abklären lassen: plötzlich stark zunehmende Verwirrtheit, schwarzer Stuhl, anhaltendes Erbrechen mit wenig Trinken oder ein Hautausschlag mit Blasen. Bei langsam fortschreitenden Veränderungen hilft ein zeitnaher Termin in der Hausarztpraxis.

Alltag mit Demenz

Die Einnahme sicher begleiten

Bei einer Demenz werden Tabletten leicht vergessen oder doppelt eingenommen. Deshalb sehen die Fachinformationen aller drei Wirkstoffe vor, dass eine Betreuungsperson die regelmäßige Einnahme überwacht, zum Beispiel Angehörige, ein Pflegedienst oder das Pflegeheim. Feste Abläufe geben Sicherheit und entlasten den Alltag.

  • Eine Wochendosierbox und ein Einnahmeplan zum Abhaken beugen vergessenen oder doppelten Dosen vor
  • Gewicht, Puls und Veränderungen bei Schlaf, Stimmung oder Verhalten notieren und zur Kontrolle mitbringen
  • Einen aktuellen Medikationsplan mitführen, auch mit rezeptfreien Mitteln wie Hustensäften

Ob die Behandlung weiter hilft, wird regelmäßig in einer Facharzt- oder Hausarztpraxis vor Ort überprüft. Bewegung, soziale Kontakte und eine gute Einstellung von Blutdruck und Blutzucker sind ebenfalls Teil der Gesundheitsvorsorge. Angehörige finden Entlastung zum Beispiel bei Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Pflegediensten. Mehr zum Thema Blutdruck: Bluthochdruck. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Alzheimer-Behandlung

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Brauche ich für Antidementiva ein Rezept?

Ja. Donepezil, Galantamin und Ebixa (Memantin) sind verschreibungspflichtig. Vorausgesetzt wird eine ärztlich festgestellte Alzheimer-Demenz. Anhand des Fragebogens prüft ein zugelassener Arzt, ob eine Verordnung medizinisch vertretbar ist. Hilfreich ist ein Arztbrief mit Diagnose, Schweregrad und aktueller Dosis, der im Fragebogen hochgeladen werden kann.

Ja, bei einer Demenz ist das oft sinnvoll. Am besten füllt die betroffene Person den Fragebogen gemeinsam mit einer vertrauten Betreuungsperson aus. Wird er stellvertretend ausgefüllt, sollten Vorsorgevollmacht oder rechtliche Betreuung und das Einverständnis der betroffenen Person geklärt sein. Alle Fragen beziehen sich auf die Person, die das Arzneimittel einnehmen soll.

Diagnose und Behandlungsbeginn gehören zu einem in Demenz erfahrenen Arzt, zum Beispiel in einer neurologischen Praxis oder Gedächtnissprechstunde. Online steht die Fortführung einer bereits eingestellten Behandlung im Vordergrund. Ein Neubeginn setzt eine fachärztliche Empfehlung voraus. Bestehen bisher nur Gedächtnisprobleme ohne Diagnose, ist zuerst eine persönliche Untersuchung nötig.

Donepezil und Galantamin gehören zur selben Wirkstoffgruppe und werden nicht gleichzeitig eingenommen. Memantin wirkt über einen anderen Mechanismus; ob eine Kombination mit einem Cholinesterasehemmer infrage kommt, legt der behandelnde Facharzt fest. Wichtig sind auch Wechselwirkungen, etwa mit Betablockern oder Hustenmitteln mit Dextromethorphan. Geben Sie deshalb alle Medikamente im Fragebogen an.

Dann wird kein Rezept ausgestellt, und Sie erhalten alle geleisteten Zahlungen vollständig zurück. Bei Gedächtnisproblemen ohne gesicherte Diagnose oder für einen Behandlungsbeginn empfehlen wir einen Termin in der Hausarztpraxis, einer neurologischen Praxis oder einer Gedächtnissprechstunde. Bei Warnzeichen wie Ohnmacht oder einem Krampfanfall rufen Sie sofort den Notruf.

Medizinische Expertise

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Dr. Viktor Simunovic
Medizinischer GutachterDr. Viktor SimunovicAllgemeinmedizin & digitale Gesundheit
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