Trimbow ist ein Dosieraerosol mit dem inhalativen Kortison Beclometasondipropionat und den lang wirksamen Bronchienerweiterern Formoterol und Glycopyrronium. Es ist bei Erwachsenen zur Dauerbehandlung von COPD (87/5/9 µg) und Asthma (87/5/9 µg und 172/5/9 µg) zugelassen, wenn zwei Wirkstoffe nicht ausreichen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Beclometasondipropionat, ein inhalatives Kortison, hemmt die Entzündung in den Atemwegen. Formoterol, ein lang wirksames Beta-2-Sympathomimetikum, und Glycopyrronium, ein lang wirksames Anticholinergikum, entspannen auf zwei verschiedenen Wegen die Muskulatur um die Bronchien. Eine Anwendung wirkt etwa 12 Stunden.
Zweimal täglich je 2 Hübe mit dem Dosieraerosol, bei Bedarf mit Inhalierhilfe, danach den Mund ausspülen. Es ist kein Notfallmittel; für plötzliche Atemnot wird ein Bedarfsspray verwendet.
Dauer: ca. 12 Stunden
Wichtig: Nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot. Bei COPD ist nur die Stärke 87/5/9 µg zugelassen, die Stärke 172/5/9 µg nur bei Asthma. Nicht mit anderen Inhalatoren aus denselben Wirkstoffgruppen kombinieren. Inhalatives Kortison erhöht bei COPD das Risiko einer Lungenentzündung; Vorsicht bei Herzerkrankungen, Engwinkelglaukom und Harnverhalt.
Trimbow ist ein Dosieraerosol mit dem inhalativen Kortison Beclometasondipropionat und den lang wirksamen Bronchienerweiterern Formoterol und Glycopyrronium. Es ist bei Erwachsenen zur Dauerbehandlung von COPD (87/5/9 µg) und Asthma (87/5/9 µg und 172/5/9 µg) zugelassen, wenn zwei Wirkstoffe nicht ausreichen.
Trimbow ist ein Dosieraerosol mit drei Wirkstoffen. Beclometasondipropionat ist ein inhalatives Kortikosteroid, das die Entzündung der Bronchialschleimhaut dämpft; Formoterol ist ein langwirksamer Beta-2-Agonist (LABA), der die Bronchialmuskulatur über etwa zwölf Stunden entspannt; Glycopyrronium ist ein langwirksamer Muskarin-Antagonist (LAMA), der die vagusvermittelte Verengung der Bronchien blockiert. Laut Fachinformation ist die Stärke 87/5/9 Mikrogramm zugelassen zur Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit moderater bis schwerer COPD, die mit Kortikosteroid plus LABA oder mit LABA plus LAMA nicht ausreichend eingestellt sind, sowie bei Erwachsenen mit Asthma, die unter einem LABA plus mitteldosiertem Kortikosteroid nicht ausreichend kontrolliert sind und im vergangenen Jahr mindestens eine Exazerbation hatten. Die Stärke 172/5/9 Mikrogramm ist ausschließlich für Asthma zugelassen, nach unzureichender Kontrolle unter einem LABA plus hochdosiertem inhalativem Kortikosteroid. Der Shop führt beide Stärken als einzelnen Inhalator mit 120 Hüben.
Die empfohlene Dosis ist zugleich die Höchstdosis: zwei Inhalationen zweimal täglich, jeden Tag, auch bei Beschwerdefreiheit. Trimbow ist kein Notfallmittel; bei Atemnot zwischen den Dosen wird ein kurzwirksamer Beta-2-Agonist inhaliert. Der Arzt beurteilt die Behandlung regelmäßig neu und senkt sie bei Asthma auf die niedrigste wirksame Dosis. Die Behandlung wird nicht abrupt beendet. Vor der ersten Anwendung wird ein Sprühstoß in die Luft abgegeben. Zur Technik: Schutzkappe abnehmen, langsam und tief ausatmen, den Inhalator mit dem Behältnis senkrecht nach oben halten, das Mundstück mit den Lippen umschließen, langsam und tief durch den Mund einatmen und gleich zu Beginn fest auf das Behältnis drücken; der Atemzug dauert etwa vier bis fünf Sekunden. Dann den Atem möglichst lange anhalten und langsam ausatmen, nicht in das Gerät; vor dem zweiten Sprühstoß etwa 30 Sekunden warten. Danach den Mund mit Wasser ausspülen, ohne zu schlucken. Wer Auslösen und Einatmen schlecht abstimmen kann, nutzt den AeroChamber-Plus-Spacer. Eine vergessene Dosis wird möglichst bald nachgeholt, bei fast fälliger nächster Dosis ausgelassen, nie verdoppelt. Die Apotheke lagert den Inhalator im Kühlschrank; nach der Abgabe hält er bei bis zu 25 °C für 87/5/9 höchstens vier, für 172/5/9 höchstens drei Monate.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Lungenentzündung bei COPD-Patienten, Rachenentzündung, Mundsoor, Harnwegsinfektion, Nasen-Rachen-Entzündung, Kopfschmerzen und Heiserkeit auf. Gelegentlich kommen Kaliummangel, erhöhter Blutzucker, Unruhe, Zittern, Schwindel, Vorhofflimmern, verlängerte QT-Zeit, Herzrasen, Herzklopfen, Husten, Rachenreizung, Mundtrockenheit, Übelkeit, Hautausschlag, Muskelkrämpfe und Müdigkeit vor. Selten sind Pilzinfektionen der unteren Atemwege, Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Lippen, Gesicht, Augen oder Rachen, Angina pectoris, paradoxer Bronchospasmus, Verschlechterung des Asthmas und Harnverhalt; sehr selten Nebennierensuppression, Glaukom, Katarakt und verminderte Knochendichte. Nimmt die Atemnot unmittelbar nach der Inhalation zu, wird sofort das Bedarfsspray eingesetzt, Trimbow abgesetzt und der Arzt verständigt. Augenschmerzen mit verschwommenem Sehen können ein akutes Engwinkelglaukom anzeigen; Fieber, veränderter Auswurf und zunehmende Atemnot bei COPD eine Lungenentzündung.
Die einzige Gegenanzeige ist eine Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder Hilfsstoffe. Vorsicht gilt bei Herzrhythmusstörungen, insbesondere AV-Block dritten Grades und Tachyarrhythmien, bei hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie, schweren Herzerkrankungen wie frischem Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit oder Herzschwäche, bei Bluthochdruck und verlängertem QTc-Intervall, außerdem bei Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Phäochromozytom, unbehandeltem Kaliummangel, Lungentuberkulose, Pilz- und Virusinfektionen der Atemwege, Engwinkelglaukom, Prostatavergrößerung, Harnverhalt und schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung. Bei Diabetes wird der Blutzucker kontrolliert, bei Risikopatienten das Kalium. Vor einer Narkose mit halogenierten Anästhetika wird Trimbow mindestens zwölf Stunden vorher nicht mehr angewendet. In Schwangerschaft und Stillzeit wird Trimbow nur angewendet, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt; unter der Geburt wird es vermieden.
Nicht kardioselektive Betablocker, auch als Augentropfen, heben die Wirkung von Formoterol auf und werden vermieden. Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Antihistaminika, MAO-Hemmer, trizyklische Antidepressiva und Phenothiazine verlängern die QT-Zeit und erhöhen das Risiko für Kammerarrhythmien; L-Dopa, L-Thyroxin, Oxytocin und Alkohol verschlechtern die Herzverträglichkeit von Beta-2-Sympathomimetika. Xanthinderivate, Kortikosteroide und Diuretika verstärken den Kaliumverlust, was unter Digitalisglykosiden Rhythmusstörungen begünstigt. Starke CYP3A-Hemmer wie Ritonavir oder Cobicistat können die Kortisonwirkung im Körper verstärken. Die dauerhafte Kombination mit anderen anticholinergen Arzneimitteln wird nicht empfohlen, andere Beta-Agonisten wirken additiv, halogenierte Narkosemittel erhöhen das Arrhythmierisiko.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, ob bei Ihnen COPD oder Asthma diagnostiziert wurde, wer die Dreifachtherapie eingestellt hat, seit wann Sie Trimbow in welcher Stärke anwenden, wie oft Sie das Bedarfsspray brauchen und ob Sie im letzten Jahr Exazerbationen, Kortisontabletten oder eine Lungenentzündung hatten. Gefragt wird nach Rauchen, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Glaukom, Prostatabeschwerden, Nieren- und Lebererkrankungen, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln, besonders Betablockern, Antidepressiva, Antiarrhythmika, HIV-Mitteln und anderen Inhalatoren. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, stabil eingestellten Behandlung mit bekannter Inhalationstechnik und unveränderter Stärke. Eine Neueinstellung, der Wechsel von einer Zweifach- auf die Dreifachkombination, eine Steigerung auf 172/5/9 Mikrogramm, zunehmende Atemnot, eine akute Exazerbation, Verdacht auf Lungenentzündung, neue Herzbeschwerden oder Sehstörungen gehören in die Hausarzt- oder Lungenfacharztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich COPD und im Beitrag Asthma: Bedarfs- und Dauermedikation und wann ein Folgerezept online möglich ist.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 87 µg / 5 µg / 9 µg, 172 µg / 5 µg / 9 µg |
|---|---|
| Menge | 1 Inhalator (120 Hübe) |
Trimbow verbindet ein entzündungshemmendes Kortison mit zwei Bronchienerweiterern, die auf unterschiedlichen Wegen die Atemwege offen halten.
Hinweis: Trimbow ist nicht zur Behandlung plötzlicher Atemnot bestimmt. Die Stärke 172/5/9 µg ist nur für Asthma zugelassen, nicht für COPD. Die Apotheke lagert den Inhalator bis zur Abgabe im Kühlschrank.
Wofür wird Trimbow angewendet?
Trimbow ist zur Dauerbehandlung bei Erwachsenen zugelassen. Die Stärke 87/5/9 µg wird bei mittelschwerer bis schwerer COPD eingesetzt, wenn zwei Wirkstoffe nicht ausreichen, und bei Asthma, das trotz Kombination aus Kortison und Beta-2-Sympathomimetikum nicht kontrolliert ist. Die Stärke 172/5/9 µg ist nur für Asthma zugelassen. Für plötzliche Atemnot ist Trimbow nicht bestimmt.
Wie wirkt Trimbow?
Trimbow enthält drei Wirkstoffe. Beclometasondipropionat hemmt als Kortison die Entzündung in den Atemwegen. Formoterol entspannt die Muskulatur um die Bronchien über Beta-2-Rezeptoren, und Glycopyrronium verhindert, dass sich diese Muskeln unter dem Einfluss des Botenstoffs Acetylcholin zusammenziehen. Eine Anwendung wirkt etwa 12 Stunden, deshalb wird morgens und abends inhaliert.
Ist Trimbow verschreibungspflichtig?
Ja, Trimbow ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diagnose COPD oder Asthma, die passende Stärke, die bisherige Behandlung, andere Inhalatoren, Herz-, Augen- und Blasenerkrankungen sowie weitere Medikamente berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Trimbow beachtet werden?
Trimbow darf bei Allergie gegen einen der Bestandteile nicht angewendet werden. Vorsicht gilt bei Herzrhythmusstörungen, schweren Herzerkrankungen, verlängertem QT-Intervall, Bluthochdruck, Grünem Star mit engem Kammerwinkel, vergrößerter Prostata, Tuberkulose, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion und schwerer Nierenerkrankung. Nicht kardioselektive Betablocker wie Propranolol werden möglichst vermieden, andere lang wirksame Inhalatoren nicht ohne ärztliche Prüfung zusätzlich angewendet.
Wie wird Trimbow aufbewahrt?
Bis zur Abgabe lagert die Apotheke Trimbow im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C. Nach Erhalt wird der Inhalator bei höchstens 25 °C aufbewahrt und innerhalb von 4 Monaten (87/5/9 µg) beziehungsweise 3 Monaten (172/5/9 µg) aufgebraucht. Der Druckbehälter wird nicht eingefroren, nicht über 50 °C erwärmt und nicht durchstochen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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