Galantamin ist ein Acetylcholinesterase-Hemmer in Form von Hartkapseln mit verlängerter Wirkstofffreisetzung zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung der Beschwerden einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz bei Erwachsenen zugelassen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Galantamin hemmt den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn, der bei der Alzheimer-Krankheit vermindert ist. Zusätzlich verstärkt es die Wirkung von Acetylcholin an Nikotinrezeptoren.
Retardkapsel zum Einnehmen, einmal täglich morgens mit dem Frühstück. Die Dosis wird über mehrere Wochen schrittweise ärztlich gesteigert.
Eintritt: Wirkung wird über Wochen bis Monate beurteilt · Dauer: einmal täglich durch verzögerte Freisetzung
Wichtig: Nicht bei schwerer Leberfunktionsstörung oder stark eingeschränkter Nierenfunktion. Vorsicht bei langsamem Puls und Herzrhythmusstörungen.
Galantamin ist ein Acetylcholinesterase-Hemmer in Form von Hartkapseln mit verlängerter Wirkstofffreisetzung zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung der Beschwerden einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz bei Erwachsenen zugelassen.
Galantamin ist ein Antidementivum aus der Gruppe der Acetylcholinesterase-Hemmer. Bei der Alzheimer-Krankheit gehen Nervenzellen verloren, die mit dem Botenstoff Acetylcholin arbeiten; dieser Botenstoff ist für Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Lernen wichtig. Galantamin hemmt selektiv, kompetitiv und umkehrbar das Enzym, das Acetylcholin abbaut, und verstärkt zusätzlich die Wirkung von Acetylcholin an nikotinergen Rezeptoren. So steht mehr Botenstoff zur Verfügung, was die geistige Leistungsfähigkeit eine Zeit lang stützt; die Krankheit selbst wird nicht aufgehalten. Laut Fachinformation ist Galantamin zugelassen zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ. Der Shop führt Hartkapseln mit verlängerter Wirkstofffreisetzung zu 8 mg, 16 mg und 24 mg in Packungen mit 28, 30 und 84 Kapseln.
Die Behandlung beginnt laut Fachinformation mit 8 mg einmal täglich über vier Wochen; danach folgt die Erhaltungsdosis von 16 mg täglich für mindestens vier Wochen. Eine Erhöhung auf 24 mg täglich kommt nur nach sorgfältiger Beurteilung von Nutzen und Verträglichkeit in Betracht; wer davon nicht profitiert, kehrt auf 16 mg zurück. Die Kapsel wird einmal täglich morgens zum Frühstück unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt; die Einnahme mit dem Essen vermindert Übelkeit, und während der Behandlung ist auf genügend Flüssigkeit zu achten. Verträglichkeit und Dosis werden innerhalb von drei Monaten und danach regelmäßig überprüft; die Behandlung läuft weiter, solange ein Nutzen erkennbar ist und sie vertragen wird. Eine vergessene Kapsel wird am selben Tag nachgeholt, nie doppelt. Ein plötzliches Absetzen, etwa vor einer Operation, führt laut Fachinformation nicht zu einem Rebound-Effekt. Bei mäßiger Leberfunktionsstörung wird langsamer gesteigert, und 16 mg täglich werden nicht überschritten; bei einer Kreatinin-Clearance ab 9 ml/min ist keine Anpassung nötig. Die Fachinformation setzt voraus, dass eine Bezugsperson die regelmäßige Einnahme überwacht.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Behandelten, treten Übelkeit (etwa 21 %) und Erbrechen (etwa 11 %) auf, vor allem während der Dosissteigerung; sie dauern meist weniger als eine Woche. Häufig sind verminderter Appetit, Gewichtsabnahme, Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Zittern, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Ohnmacht, Halluzinationen, Depression, langsamer Puls, Bluthochdruck, vermehrtes Schwitzen, Muskelkrämpfe, Stürze und Verletzungen. Gelegentlich kommen Austrocknung, Missempfindungen, verschwommenes Sehen, Extrasystolen, AV-Block ersten Grades, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Muskelschwäche, Krampfanfälle und erhöhte Leberwerte vor. Selten sind ein kompletter AV-Block, Leberentzündung und schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die akute generalisierte exanthematische Pustulose. Beim ersten Auftreten eines Hautausschlags wird Galantamin abgesetzt. Ohnmacht, ein sehr langsamer oder unregelmäßiger Puls, Krampfanfälle, schwarzer Stuhl oder Bluterbrechen und Atemnot sind Gründe, sofort ärztliche Hilfe zu holen. Das Körpergewicht wird regelmäßig kontrolliert.
Galantamin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil, bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Score über 9), bei einer Kreatinin-Clearance unter 9 ml/min und bei gleichzeitig bestehender relevanter Leber- und Nierenfunktionsstörung. Vorsicht gilt bei Herzerkrankungen: Als Cholinomimetikum kann Galantamin den Puls verlangsamen und AV-Blockierungen auslösen, besonders beim Sick-Sinus-Syndrom, bei anderen Reizleitungsstörungen, kurz nach einem Herzinfarkt, bei neu aufgetretenem Vorhofflimmern, instabiler Angina pectoris, dekompensierter Herzschwäche, QT-Verlängerung und Elektrolytstörungen. Vorsicht gilt ebenso bei Magengeschwüren, Krampfanfällen, Parkinson-Symptomen, Erkrankungen der Hirngefäße, schwerem Asthma, COPD und akuten Lungeninfektionen; bei Harnabflussstörungen, Darmverschluss und nach Operationen am Magen-Darm-Trakt oder an der Blase wird Galantamin nicht empfohlen. Vor einer Narkose ist der Anästhesist zu informieren, weil Galantamin Muskelrelaxanzien vom Succinylcholin-Typ verstärkt. In der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, in der Stillzeit darf Galantamin nicht angewendet werden. Schwindel und Schläfrigkeit, besonders in den ersten Wochen, beeinträchtigen die Verkehrstüchtigkeit gering bis mäßig.
Andere Cholinomimetika wie Donepezil, Rivastigmin, Pyridostigmin, Neostigmin oder systemisch angewendetes Pilocarpin dürfen nicht gleichzeitig gegeben werden. Anticholinergika, etwa Mittel gegen Reizblase, werden abgeschwächt; ihr plötzliches Absetzen kann die Galantamin-Wirkung verstärken. Digoxin, Betablocker, bestimmte Calciumantagonisten und Amiodaron senken den Puls zusätzlich; bei QT-verlängernden Arzneimitteln wird ein EKG erwogen. Starke Hemmer von CYP2D6 wie Paroxetin, Fluoxetin und Chinidin erhöhen die Galantamin-Verfügbarkeit um etwa 40 %, Ketoconazol um etwa 30 % und Erythromycin um etwa 12 %; Ritonavir zählt ebenfalls zu den starken CYP3A4-Hemmern. Dann kann die Erhaltungsdosis gesenkt werden. Memantin und Warfarin zeigen keine relevante Wechselwirkung.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wer die Alzheimer-Diagnose gestellt hat, seit wann Galantamin eingenommen wird, in welcher Dosis, wann die letzte Kontrolle stattfand und wer die regelmäßige Einnahme überwacht. Gefragt wird nach Herzerkrankungen und Pulswerten, Magengeschwüren, Krampfanfällen, Asthma oder COPD, Leber- und Nierenerkrankungen, dem Gewichtsverlauf und nach allen Arzneimitteln, besonders Betablockern, Digoxin, Antidepressiva und anderen Antidementiva. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut vertragenen Erhaltungsdosis, die in einer Gedächtnissprechstunde oder neurologischen Praxis eingestellt wurde und dort regelmäßig überprüft wird. Der Beginn der Behandlung, jede Dosissteigerung, eine deutliche Verschlechterung und neue Nebenwirkungen wie Ohnmacht oder starker Gewichtsverlust gehören in die neurologische, psychiatrische oder Hausarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Demenz (Alzheimer) und im Beitrag Ärztliche Begleitung bei einer laufenden Behandlung.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 8 mg, 16 mg, 24 mg |
|---|---|
| Menge | 28 Kapseln, 30 Kapseln, 84 Kapseln |
Galantamin hemmt das Enzym Acetylcholinesterase, das den Botenstoff Acetylcholin im Gehirn abbaut. Zusätzlich verstärkt es die Wirkung von Acetylcholin an bestimmten Nikotinrezeptoren.
Hinweis: Die Dosis wird langsam gesteigert, eine Betreuungsperson überwacht die Einnahme. Galantamin kann den Herzschlag verlangsamen; bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung ist es nicht geeignet.
Wofür wird Galantamin angewendet?
Galantamin ist zur Behandlung der Beschwerden einer leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ bei Erwachsenen zugelassen. Es kann die Krankheit nicht heilen. Bei anderen Demenzformen ist ein Nutzen nicht belegt, und bei leichten Gedächtnisstörungen ohne Demenz zeigte Galantamin in Studien keinen Nutzen.
Wie wirkt Galantamin?
Galantamin hemmt das Enzym Acetylcholinesterase, das den Botenstoff Acetylcholin abbaut. Dadurch bleibt im Gehirn mehr Acetylcholin für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen verfügbar. Zusätzlich verstärkt Galantamin die Wirkung von Acetylcholin an Nikotinrezeptoren. Die Retardkapsel setzt den Wirkstoff langsam frei, sodass eine Einnahme am Tag genügt.
Ist Galantamin verschreibungspflichtig?
Ja, Galantamin ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die gesicherte Diagnose, die bisherige Dosisstufe, Puls und Herzerkrankungen, Leber- und Nierenfunktion sowie andere Medikamente berücksichtigt. Außerdem wird geklärt, ob eine Betreuungsperson die Einnahme überwacht. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Galantamin beachtet werden?
Galantamin darf bei Allergie gegen den Wirkstoff, schwerer Leberfunktionsstörung und stark eingeschränkter Nierenfunktion nicht angewendet werden. Vorsicht gilt bei langsamem Puls, Herzrhythmusstörungen, Magengeschwüren, Epilepsie, schwerem Asthma und behindertem Harnabfluss. Donepezil oder Rivastigmin werden nicht gleichzeitig eingenommen. Beim ersten Hautausschlag wird Galantamin abgesetzt.
Welche Nebenwirkungen kann Galantamin haben?
Sehr häufig sind Übelkeit und Erbrechen, vor allem zu Beginn und nach einer Dosiserhöhung. Häufig treten Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein langsamer Herzschlag auf. Bei Ohnmacht, sehr langsamem Puls oder Hautausschlag mit Blasen ist sofort ärztliche Hilfe nötig. Weitere Hinweise stehen in der Packungsbeilage.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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