Lariam ist ein Arzneimittel mit Mefloquin zur Vorbeugung von Malaria. Die Tablette wird einmal wöchentlich eingenommen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Mefloquin wirkt gegen die Blutstadien des Malariaerregers und hemmt seine Vermehrung in den roten Blutkörperchen. Da der Wirkstoff sehr lange im Körper verbleibt, genügt eine Einnahme pro Woche.
Tabletten mit 250 mg werden einmal wöchentlich am gleichen Wochentag nach einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme beginnt meist 1 bis 3 Wochen vor der Reise, läuft während des gesamten Aufenthalts und endet 4 Wochen nach der Ausreise.
Wichtig: Mefloquin kann psychische und neurologische Nebenwirkungen wie Angst, Depression, Albträume, Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen verursachen, die auch nach dem Absetzen anhalten können. Nicht geeignet bei bestehenden oder früheren psychischen Erkrankungen und bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte.
Lariam ist ein Arzneimittel mit Mefloquin zur Vorbeugung von Malaria. Die Tablette wird einmal wöchentlich eingenommen.
Lariam enthält 250 mg Mefloquin, ein Malariamittel, das chemisch mit Chinin verwandt ist. Mefloquin tötet die Blutformen der Malariaerreger ab, bevor sie sich in den roten Blutkörperchen vermehren, und wird wegen seiner langen Halbwertszeit nur einmal pro Woche eingenommen. Laut Fachinformation ist Lariam zur Vorbeugung und zur Behandlung der Malaria zugelassen; die Vorbeugung ist vor allem für Reisen in Gebiete mit mehrfach resistenten Erregern der Malaria tropica vorgesehen. In Deutschland wird Mefloquin seit 2016 nicht mehr vertrieben, die europäische Zulassung besteht aber fort, sodass Apotheken das Mittel aus dem Ausland einführen dürfen; die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin führt es weiterhin als eine der drei Optionen zur Chemoprophylaxe, besonders für Kinder, Langzeitreisende und Schwangere. Der Shop bietet Tabletten zu 250 mg in Packungen mit 8, 16, 24, 36, 48 und 60 Stück an; die Packungsgröße richtet sich nach der Reisedauer.
Zur Vorbeugung nehmen Erwachsene und Jugendliche über 45 kg einmal wöchentlich eine Tablette, immer am selben Wochentag, unzerkaut nach einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit. Für Kinder gilt laut Fachinformation eine gewichtsabhängige Dosis: bei 31 bis 45 kg eine dreiviertel Tablette, bei 20 bis 30 kg eine halbe und bei 5 bis 19 kg eine viertel Tablette pro Woche. Die Fachinformation nennt einen Beginn zehn Tage vor der Abreise; nach den Empfehlungen der Tropenmedizin beginnt die Einnahme eine Woche vor der Einreise ins Malariagebiet, und wer Mefloquin zum ersten Mal nimmt, beginnt möglichst zwei bis drei Wochen vorher, damit Unverträglichkeiten noch vor der Abreise erkannt werden und ein anderes Mittel gewählt werden kann. Die Einnahme läuft während des gesamten Aufenthalts weiter und endet vier Wochen nach dem Verlassen des Gebiets; die Fachinformation nennt eine Mindestdauer von sechs Wochen und begrenzt die Anwendung auf zwölf Monate. Wie eine vergessene Dosis nachgeholt wird, erklärt der Arzt bei der Verordnung; die Tropenmedizin sieht je nach verstrichener Zeit eine volle oder eine halbe Ersatzdosis vor. Bei längerer Anwendung werden Leberwerte und Augen regelmäßig untersucht. Mefloquin darf nur verordnet werden, wenn die Checkliste zu den Gegenanzeigen durchgegangen und der Patientenpass ausgehändigt wurde, der Sie und behandelnde Ärzte an die Warnzeichen erinnert.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten lebhafte oder ungewöhnliche Träume und Schlaflosigkeit auf. Häufig sind depressive Verstimmung, Angst, Schwindel, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsschwindel, Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Juckreiz; Übelkeit und Erbrechen sind meist leicht und lassen im Verlauf nach. Ohne bekannte Häufigkeit beschrieben sind Suizidgedanken und Suizid, Psychosen, Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Panikattacken, Verwirrtheit, Aggressivität, Krampfanfälle, Gedächtnisstörungen, die über Monate anhalten können, Nervenschäden mit Missempfindungen oder Schwäche, Ohrgeräusche und Hörverlust, Herzrhythmus- und Überleitungsstörungen, Blutdruckschwankungen, allergische Lungenentzündung, Leberentzündung, schwere Hautreaktionen, Blutbildveränderungen und Nierenversagen. Entscheidend ist der Warnhinweis der Fachinformation: Schlaflosigkeit, Albträume, akute Angst, Unruhe oder Verwirrtheit können die ersten Anzeichen einer ernsten psychischen Nebenwirkung sein. Dann wird Mefloquin sofort abgesetzt und ärztlich durch ein anderes Mittel ersetzt. Depressionen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Sehstörungen können wegen der langen Halbwertszeit noch Monate nach dem Absetzen fortbestehen, in Einzelfällen länger. Auch neu auftretende Missempfindungen, Herzklopfen oder Sehstörungen sind Gründe, die Einnahme zu beenden und einen Arzt aufzusuchen.
Zur Vorbeugung darf Mefloquin nicht eingenommen werden bei bestehender oder früherer Depression, generalisierter Angststörung, Psychose, Schizophrenie oder anderen psychischen Erkrankungen, nach Suizidversuchen, Suizidgedanken oder selbstgefährdendem Verhalten und bei Krampfanfällen jeder Ursache in der Vorgeschichte. Weitere Gegenanzeigen sind Überempfindlichkeit gegen Mefloquin oder verwandte Stoffe wie Chinin und Chinidin, eine schwere Leberfunktionsstörung, ein früheres Schwarzwasserfieber und die Gabe von Halofantrin während der Einnahme oder innerhalb von 15 Wochen nach der letzten Dosis. Vorsicht gilt bei Störungen der Erregungsleitung am Herzen, bei Leber- und Nierenerkrankungen und bei Epilepsie, bei der Mefloquin allein zur Behandlung und nur bei zwingendem Grund infrage kommt. Wer Tätigkeiten mit ungestörter Aufmerksamkeit, räumlicher Orientierung und Feinmotorik ausübt, etwa Piloten oder Taucher, sollte nach der Tropenmedizin kein Mefloquin nehmen; beim Autofahren, Fliegen, Tauchen und Bedienen von Maschinen ist auch sonst Vorsicht geboten, weil Schwindel und Gleichgewichtsstörungen während und nach der Einnahme auftreten können. In der Schwangerschaft kann die Prophylaxe nach Abwägung in jedem Abschnitt erfolgen; Mefloquin ist das einzige in Deutschland verwendete Prophylaxemittel, das dafür zugelassen ist, auch wenn Schwangeren grundsätzlich von Reisen in Malariagebiete abgeraten wird. In der Stillzeit geht wenig in die Muttermilch über, vorsorglich wird die Anwendung vermieden. Eine orale Typhus-Lebendimpfung wird mindestens drei Tage vor der ersten Dosis abgeschlossen.
Nicht kombiniert wird Mefloquin mit Halofantrin, und nur mit Vorsicht mit anderen Mitteln, die das QT-Intervall verlängern, darunter Antiarrhythmika, Betablocker, Calciumantagonisten, Antihistaminika, trizyklische Antidepressiva und Phenothiazine. Arzneimittel, die die Krampfschwelle senken, erhöhen das Risiko von Anfällen: trizyklische Antidepressiva, SSRI, Bupropion, Antipsychotika, Tramadol, Chloroquin, einige Antibiotika und Alkohol. Bei Antiepileptika wie Valproat, Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin wurden Anfallsdurchbrüche und sinkende Wirkspiegel beschrieben. Enzyminduktoren wie Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin und Efavirenz senken den Mefloquinspiegel, CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Erythromycin oder Grapefruit erhöhen ihn; Ketoconazol erhöht zusätzlich die Gefahr einer QT-Verlängerung. Nach Chinin wird ein Abstand von mindestens zwölf Stunden eingehalten, Chloroquin kann das EKG verändern. Bei Vitamin-K-Antagonisten und oralen Antidiabetika sind Wechselwirkungen möglich; INR und Blutzucker werden vor der Abreise kontrolliert.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie Reiseland und Region, Abreisedatum und Reisedauer an, ob Sie Mefloquin schon einmal vertragen haben und ob Sie während der Reise fliegen, tauchen oder Maschinen führen. Gefragt wird ausdrücklich nach Depressionen, Angststörungen, Psychosen, Suizidgedanken und anderen psychischen Erkrankungen in Ihrer Vorgeschichte, nach Krampfanfällen, Herzrhythmus- und Überleitungsstörungen, Lebererkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit, nach dem Körpergewicht bei Kindern und nach allen Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Antiepileptika, Herzmitteln, Gerinnungshemmern und Antidiabetika. Eine Online-Verordnung passt, wenn Mefloquin für das Reiseziel empfohlen ist, die Checkliste keine Gegenanzeige ergibt, der Patientenpass ausgehändigt wird und genug Zeit bleibt, bei Erstanwendung zwei bis drei Wochen vor der Abreise zu beginnen. Jede psychische Vorerkrankung, Epilepsie, eine Schwangerschaft, kleine Kinder, Reisen durch mehrere Regionen mit unterschiedlichem Risiko, eine Abreise innerhalb weniger Tage und Fieber nach der Rückkehr gehören in die reisemedizinische oder tropenmedizinische Beratung beziehungsweise in die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Malaria-Prophylaxe und im Beitrag Malaria-Prophylaxe: Welche Tabletten für welches Reiseland.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 30. Oktober 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 250 mg |
|---|---|
| Menge | 8 Tabletten, 16 Tabletten, 24 Tabletten, 36 Tabletten, 48 Tabletten, 60 Tabletten |
Lariam enthält Mefloquin und wird zur Vorbeugung von Malaria eingesetzt.
Hinweis: Lariam sollte nur nach ärztlicher Beurteilung angewendet werden. Die geeignete Dosierung richtet sich nach Indikation, Begleiterkrankungen und individueller Verträglichkeit.
Wofür wird Lariam angewendet?
Lariam wird zur Vorbeugung von Malaria angewendet und sollte nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden.
Wie wirkt Lariam?
Lariam enthält Mefloquin. Der Wirkstoff wirkt gegen die Malariaerreger in den roten Blutkörperchen.
Ist Lariam verschreibungspflichtig?
Ja, Lariam ist verschreibungspflichtig und sollte nur nach medizinischer Beurteilung verwendet werden.
Was sollte ich vor der Anwendung beachten?
Vor der Anwendung sollten Gegenanzeigen, mögliche Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und die passende Dosierung ärztlich geprüft werden.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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