Chloroquin ist ein Malariamittel aus der Gruppe der 4-Aminochinoline in Tablettenform. Es ist zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria zugelassen, kommt wegen verbreiteter Resistenzen der Erreger aber nur noch für wenige Reiseziele infrage.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Chloroquin reichert sich in den vom Malariaerreger befallenen roten Blutkörperchen an und hemmt dort seine Vermehrung. Da der Wirkstoff sehr lange im Körper bleibt, genügt zur Vorbeugung eine Einnahme pro Woche. Gegen resistente Erreger wirkt er nicht ausreichend.
Zur Vorbeugung einmal wöchentlich am gleichen Wochentag nach einer Mahlzeit, ab 1 Woche vor der Reise bis 4 Wochen nach der Ausreise. Die Zahl der Tabletten legt der Arzt fest.
Wichtig: Für die meisten Malariagebiete wegen Resistenzen nicht geeignet. Nicht bei Netzhauterkrankungen, Myasthenia gravis oder G6PD-Mangel und nicht zusammen mit Amiodaron; bei Überdosierung sehr giftig, besonders für Kinder.
Chloroquin ist ein Malariamittel aus der Gruppe der 4-Aminochinoline in Tablettenform. Es ist zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria zugelassen, kommt wegen verbreiteter Resistenzen der Erreger aber nur noch für wenige Reiseziele infrage.
Chloroquin ist ein Malariamittel aus der Gruppe der 4-Aminochinoline und wird als Chloroquinphosphat in Tabletten eingesetzt. Es reichert sich in den Malariaparasiten in den roten Blutkörperchen an, stört dort den Abbau des Hämoglobins und tötet so die Blutformen der Plasmodien ab; auf die Leberformen wirkt es nicht. Laut Gebrauchsinformation des früher in Deutschland zugelassenen Präparats Resochin ist Chloroquin zur Vorbeugung und Behandlung der Malaria durch die vier menschenpathogenen Erregerarten zugelassen, ausgenommen resistente Stämme. Weil der Erreger der Malaria tropica, Plasmodium falciparum, in fast allen Verbreitungsgebieten resistent geworden ist, kommt Chloroquin zur Prophylaxe nur noch für wenige Reiseziele infrage, etwa Teile Mittelamerikas und der Karibik. Der Shop führt Tabletten mit 200 mg in Packungen mit 30 und 60 Stück.
Zur Vorbeugung wird Chloroquin einmal wöchentlich eingenommen, immer am gleichen Wochentag, nach einer Mahlzeit und unzerkaut mit etwas Wasser. Die Einnahme beginnt eine Woche vor der Einreise in das Malariagebiet, wird während des gesamten Aufenthalts fortgesetzt und endet erst vier Wochen nach dem Verlassen des Gebiets. Die wöchentliche Erwachsenendosis entspricht etwa 300 mg Chloroquin-Base; wie viele Tabletten der angebotenen Stärke das sind, legt der Arzt anhand des Körpergewichts fest. Eine vergessene Wochendosis wird nachgeholt, sobald man es bemerkt, und der alte Rhythmus danach weitergeführt; die Dosis wird nicht verdoppelt. Für Chloroquin gilt eine kumulative Höchstmenge von 50 g Base; wer den Wirkstoff über Jahre eingenommen hat, wechselt danach auf ein chloroquinfreies Mittel. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann eine Dosisanpassung nötig sein, bei einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min wird die Anwendung nicht empfohlen.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust, Sehstörungen, umkehrbare Veränderungen des Farbsehens und Hornhauttrübungen auf. Gelegentlich kommen Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Missempfindungen, Angst, Verwirrtheit und Blutdruckabfall vor. Selten sind Blutbildveränderungen, psychotische Reaktionen, Krampfanfälle, Nervenschäden, Hörstörungen, Herzmuskelerkrankung, Leberfunktionsstörungen, Haarausfall, Lichtempfindlichkeit, Juckreiz, eine Verschlechterung von Schuppenflechte oder Porphyrie, Muskelschwäche und eine nicht umkehrbare Netzhautschädigung. Sehr selten wurden schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse beschrieben; mit nicht bekannter Häufigkeit anaphylaktische Reaktionen, Unterzuckerung, eine Verlängerung des QT-Intervalls, AV-Block und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Herzklopfen, unregelmäßiger Puls, Ohnmacht, Sehverschlechterung, die Unfähigkeit, Rot zu erkennen, ein Ausschlag mit Blasen oder Muskelschwäche sind Gründe, das Mittel abzusetzen und sofort ärztliche Hilfe zu suchen. Chloroquin hat eine geringe therapeutische Breite: Eine Überdosis von wenigen Gramm kann innerhalb weniger Stunden tödlich sein, und für Kinder sind schon einzelne Tabletten gefährlich.
Chloroquin darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen 4-Aminochinoline, bei bestehenden Netzhautschäden oder Gesichtsfeldeinschränkungen, bei Erkrankungen der blutbildenden Organe, bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, bei Myasthenia gravis und bei gleichzeitiger Einnahme von Amiodaron. Vorsicht gilt bei angeborener oder erworbener QT-Verlängerung, Herzerkrankungen, früherem Herzinfarkt und Störungen des Kalium- oder Magnesiumhaushalts, bei Epilepsie, weil Chloroquin Anfälle auslösen kann, bei Schuppenflechte und Porphyrie, die sich verschlechtern können, bei Diabetes wegen möglicher Unterzuckerungen sowie bei Leber- und Nierenerkrankungen. Vor einer länger dauernden Einnahme und danach in regelmäßigen Abständen werden Augen und Blutbild kontrolliert. In der Schwangerschaft ist Chloroquin laut Gebrauchsinformation grundsätzlich gegenanzeigt; ausgenommen sind die Malariabehandlung und eine kurzzeitige Prophylaxe nach ärztlicher Abwägung. In der Stillzeit geht der Wirkstoff in die Muttermilch über; bei kurzer Anwendung in Prophylaxedosis wird das Stillen in der Regel nicht unterbrochen, die Entscheidung trifft der Arzt. Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit und Sehstörungen können die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen, besonders zusammen mit Alkohol.
Amiodaron und Chloroquin werden nicht kombiniert, weil das Risiko schwerer Herzrhythmusstörungen steigt; Vorsicht gilt ebenso bei anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, etwa Moxifloxacin, Mefloquin, bestimmten Antipsychotika und Antidepressiva, sowie bei Mitteln, die den Kaliumspiegel senken, wie Entwässerungsmitteln. Chloroquin kann die Blutspiegel von Digoxin und Ciclosporin erhöhen. Bei Antidiabetika und Insulin ist mit verstärkten Unterzuckerungen zu rechnen. Arzneimittel, die die Leber oder das Knochenmark belasten, und MAO-Hemmer werden nur nach ärztlicher Prüfung gleichzeitig eingesetzt.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie Reiseziel, Reisezeit, Dauer und Art der Reise an, ob Sie Chloroquin oder andere Malariamittel schon einmal eingenommen und vertragen haben und wie viel Sie wiegen. Gefragt wird nach Augen- und Netzhauterkrankungen, Herzerkrankungen und Herzrhythmusstörungen, Epilepsie, Schuppenflechte, Porphyrie, Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, Myasthenia gravis, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach allen Arzneimitteln, besonders Amiodaron und anderen Herzmitteln, Antidiabetika und Antidepressiva. Eine Online-Verordnung passt nur, wenn das Reiseziel nach den aktuellen tropenmedizinischen Empfehlungen tatsächlich zu den wenigen Gebieten gehört, in denen Chloroquin noch wirksam ist, und keine Gegenanzeigen vorliegen; für die meisten Reiseziele beurteilt der Arzt stattdessen ein anderes Prophylaxemittel. Reisen mit Kleinkindern, in der Schwangerschaft oder mit langem Aufenthalt gehören in die reisemedizinische Beratung. Fieber während oder in den Monaten nach einer Reise in ein Malariagebiet ist ein Notfall und wird sofort ärztlich abgeklärt, auch wenn die Prophylaxe eingenommen wurde. Mehr dazu im Behandlungsbereich Malaria-Prophylaxe und im Beitrag Malaria-Prophylaxe: Welche Tabletten für welches Reiseland.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 200 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 60 Tabletten |
Chloroquin wirkt gegen die Stadien des Malariaerregers, die sich in den roten Blutkörperchen vermehren.
Hinweis: Chloroquin kommt wegen Resistenzen nur für wenige Reiseziele infrage und darf nicht zusammen mit Amiodaron eingenommen werden. Es kann das QT-Intervall verlängern und ist bei Überdosierung sehr giftig.
Wofür wird Chloroquin angewendet?
Chloroquin ist zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria zugelassen, in manchen Ländern auch bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen und Lupus. Zur Vorbeugung auf Reisen kommt es nur in Gebieten infrage, in denen die Erreger noch empfindlich sind. Für die meisten Malariagebiete werden wegen verbreiteter Resistenzen andere Mittel empfohlen.
Wie wirkt Chloroquin?
Chloroquin reichert sich in roten Blutkörperchen an, die vom Malariaerreger befallen sind, und stört dort seine Vermehrung. Der Wirkstoff wird sehr langsam ausgeschieden und bleibt über Wochen im Körper. Deshalb reicht zur Vorbeugung eine Einnahme pro Woche. Gegen resistente Erreger wirkt Chloroquin nicht ausreichend.
Ist Chloroquin verschreibungspflichtig?
Ja, Chloroquin ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem das Reiseziel und die aktuellen reisemedizinischen Empfehlungen, Herz- und Augenerkrankungen, weitere Vorerkrankungen und andere Medikamente berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Einnahme von Chloroquin beachtet werden?
Chloroquin darf bei Allergie gegen den Wirkstoff, Erkrankungen der Netzhaut, Myasthenia gravis, G6PD-Mangel oder Erkrankungen der Blutbildung nicht eingenommen werden, ebenso nicht zusammen mit Amiodaron. Vorsicht gilt bei Herzerkrankungen und verlängertem QT-Intervall, Epilepsie, Psoriasis, Porphyrie, Leber- und Nierenerkrankungen sowie bei Diabetes, weil der Blutzucker stark sinken kann. Die Tabletten werden für Kinder unerreichbar aufbewahrt.
Für welche Reiseziele kommt Chloroquin infrage?
Chloroquin schützt nur gegen Malariaerreger, die noch empfindlich sind. Das trifft laut aktuellen reisemedizinischen Empfehlungen nur noch auf wenige Regionen zu. Für die meisten Reiseziele in Afrika, Asien und Südamerika werden andere Mittel empfohlen. Ob Chloroquin für eine Reise geeignet ist, prüft der Arzt anhand von Reiseziel und aktuellen Empfehlungen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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