Betmiga enthält Mirabegron, einen Beta-3-Adrenozeptor-Agonisten, in Retardtabletten zu 25 mg und 50 mg. Es wird bei Erwachsenen mit überaktiver Blase gegen plötzlichen Harndrang, häufiges Wasserlassen und Dranginkontinenz angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Mirabegron aktiviert Beta-3-Rezeptoren im Blasenmuskel und entspannt ihn, während sich die Blase füllt. Die Blase kann dadurch mehr Urin speichern, und Harndrang sowie häufiges Wasserlassen können abnehmen.
Eine Retardtablette einmal täglich, im Ganzen mit Flüssigkeit geschluckt, mit oder ohne Mahlzeit.
Eintritt: In Studien nach 4 Wochen nachweisbar · Dauer: Retardtablette für die einmal tägliche Einnahme
Wichtig: Nicht bei schwerem, nicht eingestelltem Bluthochdruck ab 180/110 mmHg. Mirabegron kann den Blutdruck erhöhen, daher wird er vor Beginn und regelmäßig gemessen.
Betmiga enthält Mirabegron, einen Beta-3-Adrenozeptor-Agonisten, in Retardtabletten zu 25 mg und 50 mg. Es wird bei Erwachsenen mit überaktiver Blase gegen plötzlichen Harndrang, häufiges Wasserlassen und Dranginkontinenz angewendet.
Betmiga enthält Mirabegron, einen starken und selektiven Agonisten am Beta-3-Adrenozeptor. Diese Rezeptoren sitzen in der glatten Muskulatur der Blasenwand; in der Speicherphase entspannt ihre Aktivierung den Blasenmuskel, sodass die Blase mehr Harn aufnehmen kann und der Drang seltener kommt, während die Entleerung laut Fachinformation nicht gestört wird. Zugelassen ist Betmiga zur symptomatischen Behandlung von imperativem Harndrang, erhöhter Miktionsfrequenz und Dranginkontinenz bei Erwachsenen mit überaktiver Blase sowie zur Behandlung der neurogenen Detrusorüberaktivität bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis unter 18 Jahren. Die Retardtabletten gibt es mit 25 mg und 50 mg; der Shop führt Packungen mit 30, 60 und 90 Tabletten.
Die empfohlene Dosis für Erwachsene mit überaktiver Blase beträgt laut Fachinformation 50 mg einmal täglich. Die Retardtablette wird mit Flüssigkeit im Ganzen geschluckt, nicht zerkaut, geteilt oder zerstoßen, mit oder ohne Mahlzeit. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR 15 bis 29 ml/min) und bei mäßiger Leberfunktionsstörung gilt 25 mg einmal täglich; dieselbe Höchstdosis gilt bei leichter bis mäßiger Nieren- oder leichter Leberfunktionsstörung, wenn gleichzeitig starke CYP3A-Hemmer eingenommen werden. Bei terminaler Niereninsuffizienz, Dialyse oder schwerer Leberfunktionsstörung wird Betmiga nicht empfohlen. In den Zulassungsstudien war die Wirkung am ersten Messpunkt nach vier Wochen nachweisbar, deshalb wird der Nutzen nach einigen Wochen beurteilt. Eine vergessene Tablette holen Sie nach, wenn seit dem gewohnten Zeitpunkt nicht mehr als zwölf Stunden vergangen sind; sonst lassen Sie sie aus und nehmen die nächste zur üblichen Zeit, nie die doppelte Dosis. Kinder und Jugendliche mit neurogener Blase beginnen mit 25 mg zu einer Mahlzeit; eine Steigerung auf 50 mg ist nach vier bis acht Wochen möglich.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Harnwegsinfektionen, ein beschleunigter Herzschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall auf. Gelegentlich kommen Scheideninfektionen, Blasenentzündung, Herzklopfen, Vorhofflimmern, Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündung, erhöhte Leberwerte, Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz, Gelenkschwellungen, Juckreiz im Genitalbereich und ein erhöhter Blutdruck vor. Selten sind Lidödem, Lippenödem, leukozytoklastische Vaskulitis, Purpura, Angioödem und Harnverhalt; sehr selten eine hypertensive Krise. Nach Markteinführung wurden außerdem Schlaflosigkeit und Verwirrtheit berichtet. Mirabegron kann den Blutdruck erhöhen; er wird vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung gemessen, besonders bei bekanntem Bluthochdruck. Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, Atemnot, unregelmäßiger oder rasender Herzschlag, Brustschmerzen und die Unfähigkeit, Wasser zu lassen, sind Gründe, sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Betmiga darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Mirabegron oder einen sonstigen Bestandteil und bei schwerer, nicht ausreichend eingestellter Hypertonie mit Werten ab 180 mmHg systolisch oder 110 mmHg diastolisch. Zu Patienten mit Blutdruckwerten ab 160/100 mmHg liegen nur begrenzte Daten vor. Vorsicht gilt bei angeborener oder erworbener QT-Verlängerung und bei Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, bei einer Abflussbehinderung der Blase, etwa durch eine vergrößerte Prostata, und bei gleichzeitiger Einnahme von Antimuskarinika gegen die überaktive Blase, weil Fälle von Harnverhalt berichtet wurden. Für Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung und in der Schwangerschaft wird Betmiga nicht empfohlen; in der Stillzeit soll es nicht angewendet werden, weil mit einem Übergang in die Muttermilch zu rechnen ist. Die Verkehrstüchtigkeit wird nicht oder nur unwesentlich beeinflusst.
Mirabegron hemmt mäßig das Enzym CYP2D6 und erhöhte in Studien die Exposition von Metoprolol und Desipramin auf mehr als das Dreifache. Vorsicht ist deshalb bei Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite geboten, die über CYP2D6 abgebaut werden: Thioridazin, Antiarrhythmika wie Flecainid und Propafenon und trizyklische Antidepressiva wie Imipramin und Desipramin. Als schwacher P-Glykoprotein-Hemmer erhöht Mirabegron den Digoxinspiegel um etwa ein Viertel; Digoxin wird daher mit der niedrigsten Dosis begonnen und nach Spiegel eingestellt, und bei Dabigatran ist die Hemmung zu berücksichtigen. Starke CYP3A-Hemmer wie Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir oder Clarithromycin erhöhen den Mirabegronspiegel um das 1,8-Fache; bei normaler Nieren- und Leberfunktion ist keine Anpassung nötig, bei eingeschränkter Funktion gilt die Höchstdosis von 25 mg oder die Kombination wird nicht empfohlen. Mit Solifenacin, Tamsulosin, Warfarin, Metformin und einer Kombinationspille wurden keine relevanten Wechselwirkungen gesehen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann Sie Mirabegron einnehmen, in welcher Dosis, wer die Diagnose der überaktiven Blase gestellt hat und welchen Blutdruck und Puls Sie zuletzt gemessen haben. Gefragt wird nach Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Prostatavergrößerung oder Harnverhalt, wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, Nieren- und Lebererkrankungen, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln, besonders Betablockern, Antidepressiva, Antiarrhythmika, Digoxin, Dabigatran, Antimykotika und anderen Blasenmitteln. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut vertragenen Behandlung mit kontrolliertem Blutdruck. Eine Neueinstellung ohne urologische oder gynäkologische Abklärung, Blut im Urin, Schmerzen oder Fieber beim Wasserlassen, Blutdruckwerte über dem Normbereich, Herzrasen oder Vorhofflimmern gehören in die Hausarzt-, Urologie- oder Gynäkologiepraxis; eine plötzliche Unfähigkeit, Wasser zu lassen, ist ein Notfall. Mehr dazu im Behandlungsbereich Reizblase & Inkontinenz und im Beitrag Ärztliche Begleitung bei einer laufenden Behandlung.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 25 mg, 50 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 60 Tabletten, 90 Tabletten |
Mirabegron ist ein selektiver Agonist an Beta-3-Adrenozeptoren. Diese Rezeptoren im Blasenmuskel vermitteln dessen Entspannung, während sich die Blase füllt.
Hinweis: Der Blutdruck wird vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung gemessen. Bei unregelmäßigem Herzschlag wird die Einnahme beendet und dringend ärztlicher Rat eingeholt.
Wofür wird Betmiga angewendet?
Betmiga ist für Erwachsene mit überaktiver Blase zugelassen. Behandelt werden plötzlicher, schwer aufschiebbarer Harndrang, häufiges Wasserlassen und Urinverlust bei Harndrang. Für Urinverlust beim Husten, Niesen oder Heben (Belastungsinkontinenz) ist Betmiga nicht bestimmt. Bei Kindern ab 3 Jahren wird es fachärztlich bei einer nervenbedingt überaktiven Blase eingesetzt.
Wie wirkt Betmiga?
Mirabegron aktiviert Beta-3-Adrenozeptoren im Blasenmuskel. Dadurch entspannt sich der Muskel, während sich die Blase füllt, und sie kann mehr Urin speichern. Harndrang und häufige Toilettengänge können so abnehmen. Die Retardtablette gibt den Wirkstoff gleichmäßig ab, deshalb wird sie einmal täglich eingenommen.
Ist Betmiga verschreibungspflichtig?
Ja, Betmiga ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt auf Grundlage des vollständig ausgefüllten medizinischen Fragebogens. Geprüft werden unter anderem der Blutdruck, Warnzeichen wie Fieber oder Blut im Urin, Probleme bei der Blasenentleerung, Nieren- und Leberfunktion sowie andere Medikamente.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Betmiga darf nicht eingenommen werden bei Allergie gegen Mirabegron und bei schwerem, nicht eingestelltem Bluthochdruck ab 180/110 mmHg. In der Schwangerschaft wird es nicht empfohlen, in der Stillzeit soll es nicht eingenommen werden. Vorsicht gilt bei Problemen mit der Blasenentleerung, verlängerter QT-Zeit, Nieren- oder Lebererkrankungen und bei Arzneimitteln wie Digoxin, Dabigatran oder bestimmten Antidepressiva.
Wann ist mit einer Wirkung von Betmiga zu rechnen?
In den Zulassungsstudien war die Wirkung zum ersten Messzeitpunkt nach 4 Wochen nachweisbar und blieb über die Studiendauer erhalten. Eine Beurteilung der Wirkung ist deshalb meist erst nach einigen Wochen sinnvoll. Ob die Behandlung fortgeführt wird, bespricht der Arzt.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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