Vesicare enthält Solifenacin, ein Anticholinergikum aus der Gruppe der Antimuskarinika, als Filmtablette zu 5 mg oder 10 mg. Es wird bei Erwachsenen mit überaktiver Blase zur Behandlung von Dranginkontinenz, häufigem Wasserlassen und starkem Harndrang angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Solifenacin blockiert Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel. Der Blasenmuskel zieht sich seltener unwillkürlich zusammen, die Blase speichert mehr Urin, und Harndrang sowie Toilettengänge nehmen ab.
Eine Filmtablette einmal täglich, Beginn meist mit 5 mg, bei Bedarf 10 mg. Die Wirkung wird frühestens nach 4 Wochen beurteilt.
Eintritt: Erste Wirkung oft innerhalb von 1 Woche
Wichtig: Nicht geeignet bei Harnverhalt, Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, schweren Magen-Darm-Erkrankungen, Dialyse oder schwerer Lebererkrankung. Mit starken CYP3A4-Hemmern höchstens 5 mg.
Vesicare enthält Solifenacin, ein Anticholinergikum aus der Gruppe der Antimuskarinika, als Filmtablette zu 5 mg oder 10 mg. Es wird bei Erwachsenen mit überaktiver Blase zur Behandlung von Dranginkontinenz, häufigem Wasserlassen und starkem Harndrang angewendet.
Vesicare enthält Solifenacin, ein Anticholinergikum aus der Gruppe der Antimuskarinika; in Deutschland ist dasselbe Präparat des Herstellers Astellas als Vesikur im Handel. Acetylcholin löst über Muskarinrezeptoren, vor allem den Subtyp M3, die Kontraktion des Blasenmuskels aus. Solifenacin blockiert diesen Rezeptor kompetitiv und spezifisch; die Blase zieht sich seltener unwillkürlich zusammen, speichert mehr Harn, und Drang und Toilettengänge nehmen ab. Laut Fachinformation ist Solifenacin zugelassen zur symptomatischen Behandlung der Dranginkontinenz, des häufigen Wasserlassens (Pollakisurie) und des imperativen Harndrangs beim Syndrom der überaktiven Blase. Für eine reine Belastungsinkontinenz, also Harnverlust beim Husten oder Heben, ist es nicht vorgesehen. Der Shop führt Filmtabletten mit 5 mg und 10 mg Solifenacinsuccinat in Packungen mit 30 Tabletten.
Die empfohlene Dosis beträgt laut Fachinformation 5 mg einmal täglich; bei Bedarf kann der Arzt auf 10 mg einmal täglich erhöhen. Die Tablette wird unzerkaut mit Flüssigkeit geschluckt, unabhängig von den Mahlzeiten. Die Halbwertszeit von 45 bis 68 Stunden erklärt, warum eine Einnahme pro Tag genügt und die Wirkung allmählich einsetzt: Eine Besserung ist oft innerhalb einer Woche spürbar, die maximale Wirkung lässt sich frühestens nach vier Wochen beurteilen. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance bis 30 ml/min), bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion und unter starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir oder Nelfinavir ist die Höchstdosis 5 mg täglich. Es wird nie mehr als eine Tablette pro Tag eingenommen; eine vergessene Tablette wird nicht durch eine doppelte Dosis ausgeglichen. Ein Ausschleichen ist nicht nötig, die Beschwerden kehren nach dem Absetzen aber meist zurück.
Die Nebenwirkungen folgen aus der anticholinergen Wirkung, sind meist leicht bis mittelschwer und nehmen mit der Dosis zu. Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, ist Mundtrockenheit: In den Studien betraf sie 11 Prozent der Patienten unter 5 mg und 22 Prozent unter 10 mg. Häufig sind Verstopfung, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen und verschwommenes Sehen. Gelegentlich treten Harnwegsinfektionen, Schläfrigkeit, Geschmacksstörungen, trockene Augen, Nase, Kehle und Haut, Refluxbeschwerden, erschwertes Wasserlassen, Müdigkeit und Beinödeme auf. Selten sind Darmverschluss durch Kotstauung, Harnverhalt, Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen, Juckreiz und Hautausschlag, sehr selten Halluzinationen, Verwirrtheit, Erythema multiforme, Nesselsucht und Angioödem. Einzelberichte nach der Markteinführung betreffen QT-Verlängerung, Herzrhythmusstörungen, Delir, Glaukom und Leberfunktionsstörungen. Eine Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, ein akutes Unvermögen, Wasser zu lassen, starke Bauchschmerzen ohne Stuhlgang, plötzliche Augenschmerzen mit Sehverschlechterung oder Ohnmacht mit Herzrasen sind Gründe, Vesicare abzusetzen und sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Solifenacin darf nicht angewendet werden bei Harnverhalt, bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen einschließlich eines toxischen Megakolons, bei Myasthenia gravis und bei Engwinkelglaukom, ebenso bei erhöhtem Risiko für diese Erkrankungen; außerdem nicht bei Überempfindlichkeit, bei Dialysepatienten, bei stark eingeschränkter Leberfunktion und bei schwerer Nieren- oder mäßiger Leberschwäche in Kombination mit einem starken CYP3A4-Hemmer. Vor Beginn sind andere Ursachen des häufigen Wasserlassens wie Herzschwäche oder Nierenerkrankungen auszuschließen; ein Harnwegsinfekt wird zuerst antibiotisch behandelt. Vorsicht gilt bei Blasenentleerungsstörungen, etwa durch eine vergrößerte Prostata, bei verminderter Darmbeweglichkeit, Refluxkrankheit, autonomer Neuropathie, Long-QT-Syndrom und niedrigem Kalium sowie bei älteren Menschen, bei denen die anticholinerge Gesamtlast und die Gedächtnisleistung beachtet werden. Für Schwangere liegen keine Daten vor, die Verordnung erfolgt nur mit Vorsicht; in der Stillzeit ist Solifenacin zu vermeiden, weil es im Tierversuch in die Milch überging und das Wachstum der Jungtiere störte. Verschwommenes Sehen, Schläfrigkeit und Müdigkeit können die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Andere Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung, etwa trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, ältere Antihistaminika, Antipsychotika oder Butylscopolamin, verstärken Wirkung und Nebenwirkungen; zwischen dem Ende einer Solifenacin-Behandlung und dem Beginn eines anderen Anticholinergikums sollte etwa eine Woche liegen. Solifenacin kann die Wirkung von Metoclopramid und anderen Mitteln, die die Darmbewegung anregen, verringern. Solifenacin wird über CYP3A4 abgebaut: Ketoconazol verdoppelte bis verdreifachte die Wirkstoffmenge im Blut, weshalb mit Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir oder Nelfinavir höchstens 5 mg täglich erlaubt sind; Wechselwirkungen mit Verapamil, Diltiazem und Enzyminduktoren wie Rifampicin, Phenytoin und Carbamazepin sind möglich. Mit kombinierten oralen Kontrazeptiva, Warfarin und Digoxin wurden keine relevanten Wechselwirkungen gefunden. Mittel, die das QT-Intervall verlängern, erhöhen bei Risikopatienten die Gefahr von Herzrhythmusstörungen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann die Blasenbeschwerden bestehen, ob Drang, häufiges Wasserlassen oder Urinverlust im Vordergrund stehen, wer die Diagnose gestellt hat, ob ein Harnwegsinfekt ausgeschlossen wurde und was Sie bereits versucht haben, etwa Blasentraining oder andere Anticholinergika. Gefragt wird nach Harnverhalt oder Restharn, Prostatavergrößerung, Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, schweren Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Gedächtnisproblemen, Schwangerschaft und Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, insbesondere Antidepressiva, Antihistaminika, Azol-Antimykotika und HIV-Medikamenten. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut vertragenen Behandlung mit bekannter Dosis. Eine Erstdiagnose, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber, Harnverlust nach Operationen oder Geburten, neurologische Erkrankungen und das Ausbleiben einer Besserung nach vier Wochen gehören in die Hausarzt-, Urologie- oder Gynäkologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Reizblase & Inkontinenz und im Beitrag Nach einer Online-Verordnung: Was Patienten erwarten können.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 5 mg, 10 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten |
Bei einer überaktiven Blase zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammen, bevor die Blase gefüllt ist. Solifenacin dämpft diese Muskelaktivität.
Hinweis: Eine erste Wirkung zeigt sich oft innerhalb einer Woche, beurteilt wird sie frühestens nach 4 Wochen. Bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen wird Vesicare sofort abgesetzt und ärztliche Hilfe gerufen.
Wofür wird Vesicare angewendet?
Vesicare ist bei Erwachsenen mit überaktiver Blase zugelassen. Behandelt werden die typischen Beschwerden: ungewollter Urinverlust bei plötzlichem Harndrang, häufiges Wasserlassen und verstärkter Harndrang. Die Ursache der überaktiven Blase wird dadurch nicht beseitigt. Bei reinem Urinverlust beim Husten, Niesen oder Heben, der Belastungsinkontinenz, ist Vesicare nicht vorgesehen.
Wie wirkt Vesicare?
Der Wirkstoff Solifenacin blockiert Muskarin-Rezeptoren am Blasenmuskel, an denen normalerweise der Botenstoff Acetylcholin die Kontraktion auslöst. Dadurch zieht sich die Blase seltener unwillkürlich zusammen und kann mehr Urin speichern. Weil der Wirkstoff lange im Körper bleibt, genügt eine Tablette pro Tag. Die Wirkung wird frühestens nach 4 Wochen beurteilt.
Ist Vesicare verschreibungspflichtig?
Ja, Vesicare ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Art der Blasenbeschwerden, Warnzeichen wie Blut im Urin, Probleme beim Entleeren der Blase, ein Grüner Star, die Nieren- und Leberfunktion und weitere Medikamente berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Vesicare beachtet werden?
Vesicare darf nicht eingenommen werden bei Harnverhalt, Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, schweren Magen-Darm-Erkrankungen, Dialyse und schwerer Leberfunktionsstörung. Vorsicht gilt bei verlängerter QT-Zeit, niedrigem Kalium, Refluxkrankheit, eingeschränkter Nierenfunktion und Blasenentleerungsstörungen. Starke CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol begrenzen die Dosis auf 5 mg. Ein Harnwegsinfekt wird vorher ausgeschlossen.
Welche Stärke von Vesicare kommt infrage?
Laut Fachinformation beginnt die Behandlung mit 5 mg einmal täglich, auch bei älteren Menschen. Reicht die Wirkung nicht aus, kann der Arzt auf 10 mg einmal täglich erhöhen. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion, mittelschwerer Leberfunktionsstörung oder gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4-Hemmer bleibt es bei höchstens 5 mg. Die Stärke legt der Arzt fest.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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