Buscopan enthält Butylscopolaminiumbromid, ein krampflösendes Mittel aus der Gruppe der Anticholinergika, als überzogene Tablette zu 10 mg. Es wird bei leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm-Trakts und bei krampfartigen Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Butylscopolaminiumbromid blockiert Muskarin-Rezeptoren an der glatten Muskulatur von Magen und Darm. Die Muskulatur entspannt sich, und Krämpfe lassen nach. Da kaum Wirkstoff ins Blut gelangt, wirkt es vor allem örtlich im Magen-Darm-Trakt.
Überzogene Tabletten zu 10 mg, bei Bedarf 1 bis 2 Tabletten bis zu dreimal täglich, höchstens 6 Tabletten pro Tag.
Wichtig: Nicht geeignet bei Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, Darmverschluss, Megakolon, Harnverhalt, Tachykardie oder Tachyarrhythmie. Starke oder zunehmende Bauchschmerzen werden sofort ärztlich abgeklärt.
Buscopan enthält Butylscopolaminiumbromid, ein krampflösendes Mittel aus der Gruppe der Anticholinergika, als überzogene Tablette zu 10 mg. Es wird bei leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm-Trakts und bei krampfartigen Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom angewendet.
Buscopan enthält Butylscopolaminiumbromid, ein halbsynthetisches Derivat des Pflanzenstoffs Scopolamin, in überzogenen Tabletten (Dragées) zu 10 mg. Als quartäre Ammoniumverbindung gelangt der Wirkstoff nicht ins Gehirn und wird nach dem Schlucken nur zu weniger als einem Prozent ins Blut aufgenommen; er entfaltet seine Wirkung gezielt an der Darmwand. Dort blockiert er muskarinische und nikotinische Acetylcholinrezeptoren der glatten Muskulatur und der Nervenknoten, senkt die Muskelspannung und löst so Krämpfe des Magen-Darm-Trakts. Laut Fachinformation sind die Dragées zugelassen zur Behandlung leichter bis mäßig starker Spasmen des Magen-Darm-Trakts und spastischer Bauchbeschwerden beim Reizdarmsyndrom. Buscopan lindert das Symptom Krampf, behandelt aber nicht die Ursache. Der Shop führt die Dragées in Packungen zu 20, 40 und 100 Stück; in Deutschland sind sie apothekenpflichtig.
Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren nehmen laut Fachinformation dreimal täglich 1 bis 2 Dragées, also 10 bis 20 mg je Einzeldosis und höchstens 60 mg am Tag, was sechs Dragées entspricht. Die Dragées werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt, bei Bedarf und nicht als Dauermedikation. Ohne ärztliche Abklärung der Ursache dürfen sie nicht länger als fünf Tage eingenommen werden. Eine vergessene Einnahme wird nicht durch eine doppelte Dosis ausgeglichen; die nächste Dosis folgt bei Bedarf im gewohnten Abstand. Ein Ausschleichen ist nicht erforderlich. Bei Überdosierung sind anticholinerge Zeichen wie Sehstörungen, Herzrasen, Mundtrockenheit, Harnverhalt und Hautrötung zu erwarten.
Die meisten Nebenwirkungen beruhen auf der anticholinergen Wirkung und sind laut Fachinformation mild und vorübergehend. Gelegentlich, also bei bis zu einem von hundert Behandelten, kommen Mundtrockenheit, trockene Haut durch verminderte Schweißbildung, schneller Puls, Blutdruckabfall, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Durchfall sowie Hautreaktionen wie Nesselsucht und Juckreiz vor. Selten sind Störungen beim Wasserlassen bis zum Harnverhalt. Sehr selten treten Sehstörungen durch eine gestörte Nahanpassung des Auges auf, besonders bei nicht ausreichend korrigierter Weitsichtigkeit, sowie ein akuter Glaukomanfall. Mit nicht bekannter Häufigkeit wurden Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot, Hautrötung und Ausschlag bis hin zum anaphylaktischen Schock mit Blutdruckabfall beschrieben. Ein plötzlich schmerzendes, rotes Auge mit Sehverschlechterung, Atemnot, eine Schwellung von Gesicht oder Rachen oder ein Kollaps sind Notfälle. Ein Arzt ist außerdem umgehend aufzusuchen, wenn starke Bauchschmerzen anhalten oder sich verschlimmern oder wenn Fieber, Erbrechen, veränderter Stuhlgang, Druckschmerz des Bauches, Ohnmacht oder Blut im Stuhl hinzukommen.
Buscopan darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Hilfsstoff, bei mechanischen Engstellen des Magen-Darm-Trakts, bei Darmverschluss oder Darmlähmung, bei Megakolon, bei Harnverhalt infolge einer Abflussbehinderung der Blase, etwa bei vergrößerter Prostata, bei Engwinkelglaukom, bei Herzrasen und tachykarden Rhythmusstörungen sowie bei Myasthenia gravis. Die Dragées enthalten etwa 41 mg Zucker (Saccharose); Menschen mit hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollen sie nicht einnehmen. Die Produktseite des Shops nennt zudem Vorsicht bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzschwäche und Fieber. Kinder unter sechs Jahren erhalten die Dragées nicht. Zur Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen vor, deshalb wird sie vorsorglich vermieden; in der Stillzeit ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht, Anticholinergika können die Milchbildung hemmen, und Neugeborene reagieren auf manche dieser Stoffe empfindlich, sodass über Stillen oder Behandlung entschieden werden muss. In der vorgesehenen Dosis ist die Verkehrstüchtigkeit normalerweise nicht beeinträchtigt; bei Müdigkeit, Schwindel oder gestörtem Nahsehen sollten Sie nicht fahren.
Andere Anticholinergika verstärken die Wirkung und die Nebenwirkungen von Buscopan; dazu zählen inhalative Mittel wie Tiotropium und Ipratropium, atropinartige Substanzen, Amantadin, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Chinidin, Disopyramid, Antihistaminika und Antipsychotika. Die pulsbeschleunigende Wirkung von Beta-Sympathomimetika, etwa Salbutamol, kann zunehmen. Dopamin-Antagonisten wie Metoclopramid und Butylscopolamin schwächen sich in ihrer Wirkung auf die Darmbewegung gegenseitig ab. Weitere Wechselwirkungen sind in der Fachinformation nicht beschrieben; nennen Sie dem Arzt dennoch alle Arzneimittel.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann die Bauchkrämpfe bestehen, wie oft sie auftreten, ob ein Reizdarmsyndrom ärztlich festgestellt wurde und welche Mittel Sie bisher genommen haben. Gefragt wird nach Warnzeichen wie Fieber, Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, nächtlichen Beschwerden, anhaltender Veränderung des Stuhlgangs und erstmaligen Beschwerden nach dem 40. Lebensjahr, außerdem nach Glaukom, Prostatavergrößerung oder Blasenentleerungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Myasthenia gravis, Darmverschluss in der Vorgeschichte, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Antihistaminika, Inhalatoren und Metoclopramid. Eine Online-Verordnung passt als Bedarfsmittel bei einem bekannten, abgeklärten Reizdarmsyndrom mit wiederkehrenden Krämpfen. Starke, unklare oder erstmals aufgetretene Bauchschmerzen, Schmerzen mit Fieber, Erbrechen oder Blut im Stuhl, ein harter Bauch oder eine Ohnmacht gehören sofort in den Notdienst, neue Beschwerden ohne Diagnose in die Hausarzt- oder Gastroenterologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Reizdarm, Durchfall & Bauchkrämpfe und im Beitrag Warum eine Online-Rezeptanfrage abgelehnt werden kann.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 10 mg |
|---|---|
| Menge | 20 Tabletten, 40 Tabletten, 100 Tabletten |
Krämpfe im Bauch entstehen, wenn sich die glatte Muskulatur von Magen und Darm stark zusammenzieht. Butylscopolaminiumbromid entspannt diese Muskulatur.
Hinweis: Bei starken, unklaren oder zunehmenden Bauchschmerzen, besonders mit Fieber, Erbrechen, Blut im Stuhl oder Kreislaufproblemen, wird sofort ärztlicher Rat eingeholt. Buscopan ist nicht zur Dauereinnahme ohne Abklärung der Ursache gedacht.
Wofür wird Buscopan angewendet?
Buscopan 10 mg ist in Deutschland zur Behandlung leichter bis mäßig starker Krämpfe des Magen-Darm-Trakts und krampfartiger Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom zugelassen. In einigen anderen Ländern umfasst die Zulassung auch Krämpfe der Harnwege. Buscopan lindert die Krämpfe, behandelt aber nicht deren Ursache.
Wie wirkt Buscopan?
Der Wirkstoff Butylscopolaminiumbromid blockiert Muskarin-Rezeptoren an der glatten Muskulatur von Magen und Darm. Dadurch entspannt sich die Muskulatur, und krampfartige Schmerzen lassen nach. Weil nur sehr wenig Wirkstoff ins Blut und kaum etwas ins Gehirn gelangt, treten Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder schneller Herzschlag nur gelegentlich auf.
Brauche ich für Buscopan ein Rezept?
In Deutschland ist Buscopan 10 mg nicht verschreibungspflichtig, aber apothekenpflichtig. Es wird also nur über eine Apotheke abgegeben. Auch bei apothekenpflichtigen Arzneimitteln wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Buscopan beachtet werden?
Buscopan darf nicht eingenommen werden bei Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis, Verengungen im Magen-Darm-Trakt, Darmverschluss, Megakolon, Harnverhalt durch Verengung der Harnwege, Darmlähmung sowie schnellem oder schnellem, unregelmäßigem Herzschlag (Tachykardie, Tachyarrhythmie). Vorsicht gilt bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzschwäche und Fieber. In der Schwangerschaft soll es vorsichtshalber vermieden werden, in der Stillzeit wird es nicht empfohlen. Andere anticholinerg wirkende Mittel verstärken die Wirkung.
Wann sollten Bauchschmerzen ärztlich untersucht werden?
Sofort ärztliche Hilfe ist nötig bei starken, unklaren oder zunehmenden Bauchschmerzen, besonders mit Fieber, Erbrechen, Blut im Stuhl, hartem Bauch oder Ohnmacht. Neue Beschwerden ab 40 Jahren, ungewollter Gewichtsverlust und dauerhaft veränderter Stuhlgang werden ebenfalls ärztlich abgeklärt, bevor Buscopan länger eingenommen wird.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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