Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum, also ein direkt an der Darmmuskulatur wirkender Krampflöser, in Form von Retardkapseln mit 200 mg. Es wird bei Erwachsenen zur symptomatischen Behandlung von Beschwerden beim Reizdarmsyndrom angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Mebeverin wirkt direkt an der glatten Muskulatur des Darms und löst Verkrampfungen, ohne die normale Darmbewegung zu hemmen. Die Retardkapsel gibt den Wirkstoff über mehrere Stunden ab.
Eine Retardkapsel mit 200 mg zweimal täglich, morgens und abends, im Ganzen mit mindestens 100 ml Wasser.
Wichtig: Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder neue Beschwerden ab 40 Jahren werden vor der Behandlung ärztlich abgeklärt. Nicht bei Allergie gegen Mebeverin.
Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum, also ein direkt an der Darmmuskulatur wirkender Krampflöser, in Form von Retardkapseln mit 200 mg. Es wird bei Erwachsenen zur symptomatischen Behandlung von Beschwerden beim Reizdarmsyndrom angewendet.
Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum: Es wirkt unmittelbar auf die glatte Muskulatur des Verdauungstrakts und löst dort Verkrampfungen, ohne die normale Darmbewegung zu bremsen. Weil die Wirkung nicht über das vegetative Nervensystem läuft, bleiben die typischen anticholinergen Begleiterscheinungen wie Mundtrockenheit oder Sehstörungen aus; die Fachinformation vergleicht die Wirkung qualitativ mit Papaverin, beschreibt sie aber als drei- bis fünfmal stärker. Zugelassen ist Mebeverin laut Fachinformation beim Reizdarmsyndrom, also bei Bauchschmerzen in Verbindung mit Stuhlgangsstörungen und Blähungen. Die Diagnose Reizdarm setzt voraus, dass andere Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen wurden; Mebeverin lindert Symptome, behandelt aber keine Grunderkrankung. Der Shop führt Retardkapseln mit 200 mg Mebeverinhydrochlorid in Packungen mit 30 und 60 Kapseln. Die Retardkapsel gibt den Wirkstoff über mehrere Stunden ab, deshalb genügen zwei Einnahmen am Tag.
Erwachsene nehmen laut Fachinformation zweimal täglich eine Retardkapsel, eine morgens und eine abends, zusammen 400 mg Mebeverinhydrochlorid pro Tag. Die Kapsel wird unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt, mindestens 100 ml; wer sie zerbeißt, zerstört den Überzug, der die verzögerte Freisetzung sicherstellt. Eine zeitliche Begrenzung der Anwendung nennt die Fachinformation nicht; wie lange die Einnahme sinnvoll ist, hängt vom Verlauf der Beschwerden ab und wird mit dem Arzt besprochen. Wurde eine Einnahme vergessen, wird mit der nächsten Dosis wie gewohnt fortgefahren; die vergessene Kapsel wird nicht nachgeholt und nicht zusätzlich eingenommen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Retardkapsel mit 200 mg mangels Daten nicht empfohlen. Für ältere Menschen und für Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion liegen keine eigenen Dosierungsstudien vor; aus den Erfahrungen seit der Markteinführung ergab sich für diese Gruppen kein besonderes Risiko. Ein Ausschleichen beim Absetzen ist nicht erforderlich.
Mebeverin gilt als gut verträglich; die Fachinformation führt keine häufigen oder gelegentlichen Nebenwirkungen auf. Beobachtet wurden vor allem allergische Reaktionen, überwiegend an der Haut: Sehr selten, also bei weniger als einem von 10.000 Anwendern, treten Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und Angioödem auf, letzteres meist im Gesicht. Ebenfalls sehr selten sind Überempfindlichkeitsreaktionen insgesamt; in Einzelfällen kam es zu einem anaphylaktischen Schock. Sehr selten wurden außerdem Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit und Übelkeit berichtet. Eine plötzliche Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen, Atemnot, Kreislaufschwäche oder ein rasch zunehmender Hautausschlag sind Warnzeichen, bei denen die Einnahme beendet und sofort ärztliche Hilfe gesucht wird. Bei einer Überdosierung waren die Symptome in den bekannten Fällen mild und rasch rückläufig; theoretisch ist eine Erregung des zentralen Nervensystems möglich, ein spezifisches Gegenmittel gibt es nicht.
Mebeverin darf nicht eingenommen werden bei einem paralytischen Ileus, also einem Darmverschluss durch Lähmung der Darmmuskulatur, und bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Besondere Warnhinweise nennt die Fachinformation nicht. Wichtig ist dennoch die Abgrenzung zum Reizdarm: Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, nächtliche Beschwerden, Blutarmut oder neu aufgetretene Beschwerden im höheren Lebensalter sind keine Reizdarmsymptome und müssen abgeklärt werden, bevor ein Krampflöser eingesetzt wird. Für die Schwangerschaft liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen vor, und die tierexperimentellen Daten reichen nicht aus; die Anwendung wird daher nicht empfohlen. Ob Mebeverin in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt, weshalb es in der Stillzeit nicht eingenommen werden sollte. Studien zur Verkehrstüchtigkeit gibt es nicht; wegen des selektiven Wirkmechanismus wird keine Beeinträchtigung erwartet.
Klinische Studien zu Wechselwirkungen von Mebeverin mit anderen Arzneimitteln wurden nicht durchgeführt. In-vitro- und Tierstudien machen eine Wechselwirkung mit Alkohol unwahrscheinlich; die klinische Bedeutung dieser Untersuchungen ist aber unklar. Mebeverin wird durch Esterasen gespalten und vollständig verstoffwechselt, die Abbauprodukte werden über den Urin ausgeschieden; Angaben zu Wechselwirkungen über die Cytochrom-Enzyme der Leber enthält die Fachinformation nicht. Zu anderen Mitteln, die beim Reizdarm eingesetzt werden, etwa Loperamid bei Durchfall, Macrogol bei Verstopfung, Pfefferminzöl oder Flohsamenschalen, liegen keine Untersuchungen vor. Geben Sie deshalb alle Arzneimittel und pflanzlichen Präparate im Fragebogen an, damit der Arzt die Behandlung der Beschwerden insgesamt beurteilen kann.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wer die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt hat, welche Untersuchungen dafür erfolgt sind, seit wann die Beschwerden bestehen, wie sie sich äußern (Krämpfe, Durchfall, Verstopfung, Blähungen) und ob Sie Mebeverin bereits eingenommen und vertragen haben. Gefragt wird nach Alarmzeichen wie Blut im Stuhl, Gewichtsverlust, Fieber oder nächtlichen Schmerzen, nach chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie, Darmoperationen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach allen Arzneimitteln, die Sie regelmäßig nehmen. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden Behandlung bei gesichertem Reizdarmsyndrom ohne Alarmzeichen. Neu aufgetretene Bauchbeschwerden ohne Abklärung, Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, ein Beschwerdebeginn nach dem 50. Lebensjahr oder der Verdacht auf einen Darmverschluss gehören in die Hausarzt- oder Gastroenterologiepraxis, starke Schmerzen mit Erbrechen und ausbleibendem Stuhlgang in die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Reizdarm, Durchfall & Bauchkrämpfe und im Beitrag Hausarzt oder Online-Behandlung: Was passt wann?.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 200 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Kapseln, 60 Kapseln |
Beim Reizdarmsyndrom verkrampft sich die Darmmuskulatur häufig, was zu Bauchschmerzen und Krämpfen führt. Mebeverin setzt direkt an diesen Muskelzellen an.
Hinweis: Die Retardkapseln werden im Ganzen geschluckt und nicht zerkaut. Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber oder neue Beschwerden ab 40 Jahren werden ärztlich abgeklärt.
Wofür wird Mebeverin angewendet?
Mebeverin ist zur symptomatischen Behandlung des Reizdarmsyndroms bei Erwachsenen zugelassen. Es lindert vor allem krampfartige Bauchschmerzen und Beschwerden, die durch eine verkrampfte Darmmuskulatur entstehen. Den Reizdarm selbst heilt es nicht. Die Diagnose sollte ärztlich gestellt sein, weil ähnliche Beschwerden auch andere Ursachen haben können.
Wie wirkt Mebeverin?
Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum. Es wirkt direkt an der glatten Muskulatur des Darms und löst Verkrampfungen, ohne die normale Darmbewegung zu unterdrücken. Beteiligt sind unter anderem Effekte auf Ionenkanäle der Muskelzellen. Die Einnahme erfolgt nach ärztlicher Anweisung zweimal täglich.
Ist Mebeverin verschreibungspflichtig?
Ja, Mebeverin-Retardkapseln mit 200 mg sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die ärztliche Diagnose, die Dauer der Beschwerden und Alarmzeichen wie Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Mebeverin beachtet werden?
Bei einer Allergie gegen Mebeverin darf es nicht eingenommen werden. Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, nächtliche Beschwerden und neue Beschwerden ab 40 Jahren passen nicht sicher zu einem Reizdarm und werden zuerst ärztlich untersucht. In der Schwangerschaft wird Mebeverin nicht empfohlen, in der Stillzeit soll es nicht eingenommen werden.
Worin unterscheiden sich Mebeverin 200 mg und 135 mg?
Die Retardkapseln mit 200 mg geben den Wirkstoff langsam ab und werden zweimal täglich eingenommen, morgens und abends. Tabletten mit 135 mg setzen den Wirkstoff schneller frei und werden üblicherweise dreimal täglich eingenommen. Die beiden Formen sind nicht einfach austauschbar. Welche Form und Dosis passt, legt der Arzt fest.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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