Loperamid ist ein Mittel gegen Durchfall aus der Gruppe der peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Agonisten in Form von Hartkapseln. Es wird zur symptomatischen Behandlung von akutem und chronischem Durchfall angewendet, wenn keine ursächliche Therapie möglich ist.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Loperamid bindet an Opioid-Rezeptoren in der Darmwand und bremst die Darmbewegung. Der Stuhl bleibt länger im Darm, wird fester und der Stuhldrang nimmt ab. Die Ursache des Durchfalls wird dadurch nicht behandelt.
Bei akutem Durchfall zu Beginn meist 2 Kapseln, danach 1 Kapsel nach jedem ungeformten Stuhl, bei chronischem Durchfall eine feste Tagesdosis nach ärztlicher Festlegung. Höchstens 6 oder 8 Kapseln pro Tag, je nach Präparat.
Wichtig: Nicht geeignet bei Fieber oder Blut im Stuhl, bei Durchfall nach Antibiotika und bei Verstopfung oder aufgeblähtem Bauch. Mehr als die zulässige Tagesmenge kann das Herz gefährden.
Loperamid ist ein Mittel gegen Durchfall aus der Gruppe der peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Agonisten in Form von Hartkapseln. Es wird zur symptomatischen Behandlung von akutem und chronischem Durchfall angewendet, wenn keine ursächliche Therapie möglich ist.
Loperamid ist ein Mittel gegen Durchfall aus der Gruppe der Motilitätshemmer. Der Wirkstoff bindet an Opioidrezeptoren in der Darmwand, hemmt dort die Freisetzung von Acetylcholin und Prostaglandinen, bremst die vorwärtstreibende Darmbewegung und verlängert die Zeit, die der Darminhalt im Darm verbleibt; zugleich erhöht er die Spannung des Schließmuskels und verringert so Stuhldrang und Inkontinenz. Wegen eines ausgeprägten Abbaus in der Leber gelangen bei richtiger Dosierung nur etwa 0,3 Prozent der Dosis in den Kreislauf, und der Wirkstoff erreicht das Gehirn praktisch nicht. Laut Fachinformation dienen die Hartkapseln der symptomatischen Behandlung akuter Durchfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, sofern keine Behandlung der Ursache zur Verfügung steht; chronische Durchfälle und jede Anwendung über zwei Tage hinaus dürfen nur auf ärztliche Verordnung und unter Verlaufsbeobachtung behandelt werden. Der Shop führt Hartkapseln mit 2 mg Loperamidhydrochlorid in Packungen mit 10 und 20 Stück.
Bei akutem Durchfall nehmen Erwachsene zu Beginn zwei Hartkapseln, danach nach jedem ungeformten Stuhl eine weitere; je nach Präparat gilt eine Tageshöchstdosis von sechs Kapseln (12 mg) bei den apothekenpflichtigen Packungen oder acht Kapseln (16 mg) bei den verschreibungspflichtigen. Jugendliche ab 12 Jahren beginnen mit einer Kapsel und nehmen höchstens vier Kapseln am Tag. Die Kapseln werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt. Hält der Durchfall 48 Stunden nach Behandlungsbeginn weiter an, wird Loperamid abgesetzt und ein Arzt aufgesucht, weil dann eine weitere Abklärung nötig sein kann. Bei chronischem Durchfall legt der Arzt die Dosis fest: Nach einer Anfangsdosis von zwei Kapseln wird die tägliche Menge zwischen einer und sechs Kapseln so eingestellt, dass ein bis zwei geformte Stühle am Tag erreicht werden, ohne die Höchstdosis von acht Kapseln zu überschreiten; ohne ärztliche Aufsicht wird Loperamid nicht länger als vier Wochen eingenommen. Wichtigste Maßnahme bei jedem Durchfall bleibt der Ersatz von Flüssigkeit und Salzen; Loperamid stoppt den Durchfall, behebt aber nicht seine Ursache. Eine vergessene Kapsel wird nach dem nächsten ungeformten Stuhl genommen, nie als doppelte Menge. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und im Alter ist keine Dosisanpassung nötig, bei Lebererkrankungen wird vorsichtig dosiert.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Behandelten, treten Kopfschmerzen, Verstopfung, Übelkeit und Blähungen auf, bei chronischem Durchfall auch Schwindel. Gelegentlich kommen Schläfrigkeit, Bauchschmerzen und Bauchbeschwerden, Mundtrockenheit, Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen, Verdauungsstörungen und Hautausschlag vor. Selten sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock, Bewusstlosigkeit, Stupor, Bewusstseinstrübung, erhöhte Muskelspannung, Koordinationsstörungen, Pupillenverengung, Darmverschluss, eine krankhafte Erweiterung des Dickdarms (Megacolon), ein aufgeblähter Bauch, schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung, Angioödem, Nesselsucht, Juckreiz, Harnverhalt und Müdigkeit; eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wurde ohne bekannte Häufigkeit berichtet. Viele dieser Beschwerden lassen sich schwer von den Symptomen des Durchfalls selbst unterscheiden. Besonders wichtig ist die Warnung der Fachinformation vor Überdosierung: Bei zu hohen Dosen wurden Herzrhythmusstörungen mit QT-Verlängerung, Torsade de pointes, Herzstillstand und Ohnmachten beobachtet, einige mit tödlichem Ausgang, und ein verborgenes Brugada-Syndrom kann zum Vorschein kommen. Die empfohlene Dosis und Dauer dürfen deshalb nicht überschritten werden. Verstopfung, ein aufgetriebener Leib oder Zeichen eines Darmverschlusses sind Gründe, sofort abzusetzen; Herzklopfen, Ohnmacht, starke Schläfrigkeit oder flache Atmung nach zu hoher Einnahme sind ein Notfall.
Loperamid darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, bei Kindern unter zwei Jahren und ohne ärztliche Verordnung bei Kindern unter zwölf Jahren, bei Zuständen, in denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit gefährlich wäre, also bei Darmverschluss, Megacolon oder toxischem Megacolon, bei Durchfällen mit Fieber oder blutigem Stuhl, bei Durchfällen während oder nach einer Antibiotikabehandlung, bei einer bakteriellen Darmentzündung durch Erreger wie Salmonellen, Shigellen oder Campylobacter, die in die Darmwand eindringen, und bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa. Wer eine Lebererkrankung hat oder hatte, nimmt Loperamid nur nach ärztlicher Verordnung, weil der Abbau verzögert sein kann und Nebenwirkungen auf das Nervensystem drohen. Bei AIDS-Patienten wird die Einnahme beim ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes beendet, da ein toxisches Megacolon beschrieben wurde. Die Kapseln enthalten Lactose. In der Schwangerschaft wurden bei rund 800 Frauen keine eindeutigen Hinweise auf Fehlbildungen gefunden, trotzdem wird von der Einnahme abgeraten; in der Stillzeit geht Loperamid in geringen Mengen in die Muttermilch über und wird ebenfalls nicht empfohlen. Durchfall und Loperamid können Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit verursachen, deshalb ist im Straßenverkehr und an Maschinen Vorsicht geboten.
Loperamid wird über das Transportprotein P-Glykoprotein und die Enzyme CYP3A4 und CYP2C8 abgebaut. Hemmer des P-Glykoproteins wie Chinidin und Ritonavir verdoppeln bis verdreifachen die Blutspiegel, Itraconazol erhöht sie um das Drei- bis Vierfache, Ketoconazol um das Fünffache, Gemfibrozil um etwa das Doppelte; Itraconazol und Gemfibrozil zusammen steigerten die Gesamtverfügbarkeit um das 13-Fache. In den Studien hatten diese Anstiege zwar keine messbaren Wirkungen auf das Nervensystem, die klinische Bedeutung ist aber nicht abschließend geklärt. Loperamid verdreifacht die Blutspiegel von oral eingenommenem Desmopressin, weil der Darm langsamer arbeitet, sodass dessen Dosis gesenkt werden muss. Andere Mittel, die die Darmtätigkeit dämpfen, verstärken die Wirkung; Mittel, die die Darmpassage beschleunigen, schwächen sie ab.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann der Durchfall besteht, wie oft Sie Stuhlgang haben, ob Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl, starke Bauchschmerzen, Erbrechen oder Gewichtsverlust hinzukommen, ob Sie kürzlich Antibiotika genommen haben oder verreist waren und ob eine Diagnose wie ein Reizdarmsyndrom oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung bereits gestellt wurde. Gefragt wird nach Lebererkrankungen, HIV-Infektion, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Ritonavir, Itraconazol, Ketoconazol, Chinidin, Gemfibrozil und Desmopressin. Eine Online-Verordnung passt bei einem ärztlich abgeklärten Reizdarmsyndrom vom Durchfalltyp, bei dem Loperamid bereits bekannt und vertragen ist, sowie als Reiseapotheke für unkomplizierten Durchfall bei Erwachsenen ohne Fieber und ohne Blut im Stuhl. Fieber, blutiger Stuhl, Durchfall nach Antibiotika, Beschwerden, die nach 48 Stunden nicht besser werden, chronischer Durchfall ohne Diagnose, nächtlicher Durchfall, Gewichtsverlust und Durchfall bei Kindern gehören in die Hausarzt- oder Gastroenterologiepraxis; starke Austrocknung ist ein Fall für die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Reizdarm, Durchfall & Bauchkrämpfe und im Beitrag Hausarzt oder Online-Behandlung: Was passt wann?.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 2 mg |
|---|---|
| Menge | 10 Kapseln, 20 Kapseln |
Loperamid wirkt direkt an der Darmwand und verlangsamt die Darmbewegung. Im Gehirn wirkt es bei richtiger Dosierung praktisch nicht.
Hinweis: Bei starkem Durchfall hat der Ersatz von Flüssigkeit und Salzen Vorrang. Wenn sich ein akuter Durchfall nach 48 Stunden nicht bessert oder Verstopfung und ein aufgeblähter Bauch auftreten, wird Loperamid abgesetzt.
Wofür wird Loperamid angewendet?
Loperamid wird laut Zulassung zur symptomatischen Behandlung von akutem und chronischem Durchfall angewendet, wenn keine ursächliche Behandlung möglich ist. Es lindert die Beschwerden, beseitigt aber nicht die Ursache. Bei chronischem Durchfall, zum Beispiel bei einem Reizdarm, sollte die Ursache vorher ärztlich abgeklärt sein.
Wie wirkt Loperamid?
Loperamid bindet an Opioid-Rezeptoren in der Darmwand und hemmt so die Darmbewegung. Der Darminhalt wird langsamer transportiert, der Körper nimmt mehr Wasser auf und der Stuhl wird fester. Außerdem erhöht sich die Spannung des Schließmuskels. In üblicher Dosierung gelangt kaum Wirkstoff ins Gehirn.
Ist Loperamid verschreibungspflichtig?
Ja, Loperamid wird hier als verschreibungspflichtiges Arzneimittel geführt, auch die Packung mit 10 Kapseln. In Deutschland sind kleine Packungen bis 12 Kapseln bei akutem Durchfall zwar auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, größere Packungen und die Behandlung chronischer Durchfälle sind aber verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Loperamid ist nicht geeignet bei Fieber oder Blut im Stuhl, bei Durchfall nach Antibiotika, bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa, bei Darminfektionen durch eindringende Bakterien und bei Verstopfung oder aufgeblähtem Bauch. In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten soll es möglichst vermieden werden. Einige Pilzmittel und Gemfibrozil erhöhen den Wirkstoffspiegel deutlich.
Warum darf die Höchstdosis nicht überschritten werden?
Mehr als die zulässige Tagesmenge (je nach Präparat 6 oder 8 Kapseln) erhöht das Risiko für Verstopfung und Darmverschluss. Bei Überdosierung wurden außerdem schwere Herzrhythmusstörungen mit verlängerter QT-Zeit beschrieben, teils mit tödlichem Ausgang. Deshalb werden Dosis und Behandlungsdauer genau eingehalten, und größere Mengen werden nur nach ärztlicher Prüfung abgegeben.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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