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Behandlungsoptionen

Diabetesmittel im Überblick

Alle Präparate sind verschreibungspflichtig und für Erwachsene vorgesehen, deren Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt und behandelt wird. Nach Ihrer Auswahl füllen Sie den medizinischen Fragebogen aus und geben Ihre aktuellen Blutwerte an, darunter den HbA1c-Wert. Anschließend entscheidet ein Arzt, ob eine Folgeverordnung für Sie geeignet ist.

Selbst einschätzen

Welche Situation trifft auf Sie zu?

  1. 1 Wenn Sie ein Diabetesmittel bereits anwenden und gut vertragen Online kommt eine Folgeverordnung infrage, wenn Ihr Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde und Ihre Behandlung dort eingestellt ist. Geben Sie im Fragebogen Präparat, Stärke und Ihre aktuellen Werte an, darunter den HbA1c-Wert und die Nierenfunktion (eGFR). Der Arzt entscheidet über die Verordnung.
  2. 2 Wenn Ihr Diabetes neu ist oder Ihre Werte nicht im vereinbarten Zielbereich liegen Dann gehört die Behandlung in Ihre Hausarzt- oder Diabetespraxis. Diagnose, Beginn einer Behandlung und Anpassungen der Therapie werden dort anhand von Untersuchungen und Blutwerten festgelegt. Eine Erstdiagnose ist online nicht möglich.
  3. 3 Wenn bei Ihnen zusätzlich eine Herzschwäche oder eine chronische Nierenerkrankung besteht Empagliflozin (Jardiance) ist auch zur Behandlung dieser Erkrankungen zugelassen. Zugleich gelten für mehrere Diabetesmittel bei Herzschwäche oder eingeschränkter Nierenfunktion Einschränkungen oder Gegenanzeigen. Geben Sie Diagnosen, Medikamente und aktuelle Nierenwerte im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.
  4. 4 Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine Schwangerschaft planen oder Insulin anwenden Dann ist eine sorgfältige Prüfung besonders wichtig. Diamicron, Janumet, Jardiance und Ozempic sind in Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet, bei Metformin wird der Einsatz in der Schwangerschaft im Einzelfall abgewogen. Zusammen mit Insulin steigt das Risiko für Unterzuckerungen. Geben Sie alles vollständig im Fragebogen an. Der Arzt entscheidet.

Diese Hinweise helfen bei der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt anhand Ihres Fragebogens.

Diese Mittel sind auch im Behandlungsplan erhältlich

Auch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. So funktioniert der Behandlungsplan

Biguanide

Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und wird oft zu Beginn der medikamentösen Behandlung eingesetzt.

Metformin Rezeptpflichtig

Metformin

Biguanid als Tablette zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, allein oder mit anderen Diabetesmitteln.

Behandlungsplan möglichAuch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. Mehr erfahren
Wirkeintritt
Blutzuckersenkung innerhalb von Tagen bis Wochen
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Aufnahme von Zucker in Muskeln und Gewebe. Der Blutzucker sinkt, ohne dass mehr Insulin ausgeschüttet wird. Allein angewendet verursacht Metformin deshalb in der Regel keine Unterzuckerung.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde
  • Wenn Sie Metformin bereits anwenden und gut vertragen
  • Wenn ein aktueller HbA1c-Wert und Ihre Nierenfunktion (eGFR) vorliegen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Filmtabletten zum Einnehmen, verteilt auf zwei bis drei Einnahmen während oder nach den Mahlzeiten. Die Dosis wird langsam gesteigert und an die Nierenfunktion angepasst.

Verfügbare Stärken: 500 mg · 850 mg · 1000 mg

Nicht bei einer eGFR unter 30, Flüssigkeitsmangel, schweren Infektionen, eingeschränkter Leberfunktion oder Alkoholabhängigkeit einnehmen. Vor Kontrastmitteluntersuchungen und Operationen wird Metformin pausiert.

ab 44,18 €40,84 €CHF 38,00CHF 34,5538,24 €37,91 €39,36 €40,47 €46,41 €38,62 €42,14 €38,99 €40,10 €37,13 € inkl. 19 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 10 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 3 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 2,1 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 6 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 9 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 25 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 4 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 13,5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 8 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Kombinationen mit Metformin

Zwei Wirkstoffe in einer Tablette, wenn Metformin allein nicht ausreicht oder beide Wirkstoffe bereits eingenommen werden.

Sitagliptin / Metformin Rezeptpflichtig

Janumet (Sitagliptin / Metformin)

Kombinationstablette aus DPP-4-Hemmer und Metformin bei Typ-2-Diabetes, zweimal täglich zu den Mahlzeiten.

Behandlungsplan möglichAuch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. Mehr erfahren
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Sitagliptin verstärkt Darmhormone, die nach dem Essen die Insulinfreisetzung fördern und Glukagon senken. Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Insulinwirkung.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde
  • Wenn Sie Sitagliptin und Metformin bereits einnehmen und gut vertragen
  • Wenn ein aktueller HbA1c-Wert und Ihre Nierenfunktion (eGFR) vorliegen
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Filmtablette zum Einnehmen, zweimal täglich zu einer Mahlzeit. Die Dosis richtet sich nach der bisherigen Metformindosis und der Nierenfunktion.

Verfügbare Stärken: 50 mg / 1000 mg

Nicht bei eGFR unter 30, Herzschwäche, Lebererkrankung, Alkoholmissbrauch sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Erbrechen, Durchfall oder vor Kontrastmitteluntersuchungen pausieren.

ab 88,38 €81,70 €CHF 76,01CHF 69,1076,50 €75,83 €78,73 €80,95 €92,84 €77,24 €84,30 €77,98 €80,21 €74,27 € inkl. 19 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 10 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 3 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 2,1 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 6 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 9 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 25 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 4 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 13,5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 8 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

SGLT2-Hemmer

Diese Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Nieren mehr Zucker mit dem Urin ausscheiden.

Empagliflozin Rezeptpflichtig

Jardiance (Empagliflozin)

SGLT2-Hemmer als Tablette bei Typ-2-Diabetes, außerdem bei Herzschwäche und chronischer Nierenerkrankung zugelassen.

Behandlungsplan möglichAuch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. Mehr erfahren
Wirkeintritt
Zuckerausscheidung ab der ersten Dosis
Wirkdauer
ca. 24 Stunden
Form
Filmtabletten

So wirkt es: Empagliflozin hemmt in der Niere den Transporter SGLT2. Dadurch wird überschüssiger Zucker mit dem Urin ausgeschieden, und der Blutzucker sinkt unabhängig von der Insulinwirkung. Die zusätzliche Ausscheidung von Salz und Wasser senkt den Blutdruck leicht und kann Herz und Nieren entlasten.

Das kann für Sie passen
  • Wenn Ihnen Empagliflozin wegen Typ-2-Diabetes, Herzschwäche oder chronischer Nierenerkrankung bereits verordnet wurde
  • Wenn Sie das Präparat gut vertragen und aktuelle Werte zu HbA1c und Nierenfunktion (eGFR) vorliegen
  • Wenn kein Typ-1-Diabetes und keine frühere Ketoazidose unter einem SGLT2-Hemmer bekannt ist
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Filmtablette zum Einnehmen, einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten. Die Stärke 10 mg oder 25 mg legt der Arzt anhand von Anwendungsgebiet und Nierenfunktion fest.

Verfügbare Stärken: 10 mg · 25 mg

Nicht bei Typ-1-Diabetes und nicht in Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Bei Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder schneller Atmung sofort ärztliche Hilfe suchen, da eine Ketoazidose möglich ist.

ab 98,42 €90,98 €CHF 84,65CHF 76,9685,19 €84,45 €87,67 €90,15 €103,39 €86,02 €93,88 €86,85 €89,33 €82,71 € inkl. 19 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 10 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 3 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 2,1 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 6 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 9 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 25 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 4 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 13,5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 8 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfung
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Sulfonylharnstoffe

Sulfonylharnstoffe regen die Bauchspeicheldrüse zur Freisetzung von Insulin an, deshalb sind Unterzuckerungen möglich.

Gliclazid Rezeptpflichtig

Diamicron (Gliclazid)

Sulfonylharnstoff als Tablette mit verzögerter Freisetzung bei Typ-2-Diabetes, einmal täglich zum Frühstück.

Behandlungsplan möglichAuch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. Mehr erfahren
Wirkeintritt
Blutspiegel steigen in den ersten Stunden an
Wirkdauer
ca. 24 Stunden
Form
Retardtabletten

So wirkt es: Gliclazid regt die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin freizusetzen, sodass der Blutzucker sinkt. Die Tablette gibt den Wirkstoff gleichmäßig über den Tag ab.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde
  • Wenn Sie Gliclazid bereits einnehmen und gut vertragen
  • Wenn regelmäßige Mahlzeiten und Blutzuckerkontrollen möglich sind
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Tablette zum Einnehmen, einmal täglich zum Frühstück im Ganzen geschluckt. Die Dosis wird ausgehend von 30 mg schrittweise ärztlich angepasst.

Verfügbare Stärken: 30 mg

Unterzuckerungen sind möglich, besonders bei ausgelassenen Mahlzeiten und Alkohol. Nicht bei Typ-1-Diabetes, schwerer Nieren- oder Lebererkrankung, zusammen mit Miconazol sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

ab 55,23 €51,05 €CHF 47,51CHF 43,1947,80 €47,38 €49,19 €50,59 €58,01 €48,27 €52,68 €48,73 €50,12 €46,41 € inkl. 19 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 10 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 3 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 2,1 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 6 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 9 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 25 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 4 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 13,5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 8 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfung
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GLP-1-Rezeptoragonisten

Semaglutid ähnelt dem Darmhormon GLP-1 und wird einmal pro Woche mit einem Fertigpen unter die Haut gespritzt.

Semaglutid Rezeptpflichtig

Ozempic (Semaglutid)

GLP-1-Rezeptoragonist im Fertigpen, einmal wöchentlich bei nicht ausreichend eingestelltem Typ-2-Diabetes.

Behandlungsplan möglichAuch über den Behandlungsplan bestellbar: Mittel wählen, den medizinischen Fragebogen ausfüllen und in der letzten Frage den Behandlungsplan wählen. Ein Arzt prüft jede Lieferung, Sie zahlen erst nach der Freigabe. Mehr erfahren
Wirkeintritt
Wirkung baut sich über mehrere Wochen auf
Wirkdauer
eine Injektion wirkt eine Woche
Form
Fertigpen

So wirkt es: Semaglutid ähnelt dem Darmhormon GLP-1. Bei erhöhtem Blutzucker fördert es die Insulinfreisetzung und senkt das Hormon Glukagon. Zusätzlich verlangsamt es die Magenentleerung, sodass der Blutzucker nach dem Essen weniger stark ansteigt.

Das kann für Sie passen
  • Wenn bei Ihnen Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde
  • Wenn Sie Semaglutid bereits wöchentlich anwenden und gut vertragen
  • Wenn ein aktueller HbA1c-Wert vorliegt
Anwendung & wichtige Hinweise

Anwendung: Fertigpen zur Injektion unter die Haut, einmal pro Woche am gleichen Wochentag. Die Dosis wird ausgehend von 0,25 mg schrittweise nach ärztlicher Anweisung gesteigert.

Verfügbare Stärken: 0,25 mg · 0,5 mg · 1 mg · 2 mg

Ozempic ist nicht für Typ-1-Diabetes und nicht zur Gewichtsabnahme zugelassen. Bei anhaltenden starken Bauchschmerzen sofort ärztliche Hilfe suchen; in Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden.

ab 187,82 €173,61 €CHF 161,55CHF 146,86162,57 €161,14 €167,30 €172,04 €197,29 €164,14 €179,14 €165,72 €170,46 €157,83 € inkl. 19 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 10 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 3 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 2,1 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 6 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 9 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 25 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 4 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 13,5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 5 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 8 % MwSt. und ärztlicher Prüfunginkl. 0 % MwSt. und ärztlicher Prüfung
Optionen wählen

Ratgeber

Was Sie über Typ-2-Diabetes wissen sollten

Typ-2-Diabetes ist eine häufige Stoffwechselerkrankung, die lange ohne Beschwerden verlaufen kann. Medikamente ergänzen Ernährung, Bewegung und regelmäßige Kontrollen in der Praxis, ersetzen sie aber nicht.

Was ist Typ-2-Diabetes?

Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin (Insulinresistenz), und die Bauchspeicheldrüse bildet mit der Zeit weniger davon. Der Blutzucker bleibt dadurch dauerhaft erhöht. Mögliche Anzeichen sind:

  • starker Durst und häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit, Leistungsschwäche und schlecht heilende Wunden
  • häufige Infektionen der Haut, der Harnwege oder im Genitalbereich

Oft bestehen aber lange keine Beschwerden. Übergewicht, wenig Bewegung, höheres Alter und Diabetes in der Familie erhöhen das Risiko. Festgestellt wird die Erkrankung in einer Praxis anhand von Blutwerten wie dem Langzeitblutzucker (HbA1c), der zeigt, wie hoch der Blutzucker in den letzten 8 bis 12 Wochen war. Ein dauerhaft hoher Blutzucker kann Herz, Gefäße, Nieren, Augen und Nerven schädigen. Bemerken Sie solche Anzeichen und haben noch keine Diagnose, lassen Sie sich in Ihrer Hausarztpraxis untersuchen.

Wie wirken Diabetesmittel?

Grundlage jeder Behandlung sind Ernährung, Bewegung und bei Übergewicht eine Gewichtsabnahme. Reicht das nicht aus, kommen Arzneimittel mit unterschiedlichen Wirkprinzipien infrage:

  • Metformin: verringert die Zuckerbildung in der Leber
  • Sitagliptin (in Janumet): verstärkt Darmhormone, die nach dem Essen die Insulinfreisetzung fördern
  • Empagliflozin (Jardiance): lässt die Nieren mehr Zucker ausscheiden
  • Gliclazid (Diamicron): regt die Bauchspeicheldrüse zur Insulinfreisetzung an
  • Semaglutid (Ozempic): ähnelt dem Darmhormon GLP-1 und wird wöchentlich gespritzt

Häufig werden mehrere Wirkstoffe kombiniert. Welche Behandlung passt, legt Ihre Praxis unter anderem anhand von Blutzuckerwerten, Nierenfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem Risiko für Unterzuckerungen fest. Online kann eine bestehende, gut vertragene Behandlung nach ärztlicher Prüfung fortgeführt werden.

Mögliche Nebenwirkungen und Vorsicht

Zu Beginn sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall häufig, besonders bei Metformin und Semaglutid. Gliclazid kann Unterzuckerungen auslösen, ebenso andere Diabetesmittel in Kombination mit Gliclazid oder Insulin. Empagliflozin begünstigt Pilzinfektionen im Genitalbereich und Harnwegsinfektionen.

Nicht häufig, aber gefährlich sind eine Übersäuerung des Blutes unter Metformin (Laktatazidose) oder Empagliflozin (Ketoazidose) sowie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse unter Sitagliptin oder Semaglutid. Eine Übersäuerung wird unter anderem durch Flüssigkeitsmangel, akute Erkrankungen, eingeschränkte Nierenfunktion und viel Alkohol begünstigt.

Bei Erbrechen, Durchfall oder Fieber, vor Operationen und vor Untersuchungen mit Kontrastmittel wird ärztlich geklärt, ob ein Präparat pausiert wird.

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Rufen Sie sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144), wenn:

  • eine Unterzuckerung mit Verwirrtheit, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit auftritt
  • Erbrechen, Bauchschmerzen, schnelle tiefe Atmung, starke Schwäche oder Benommenheit auf eine Übersäuerung des Blutes hinweisen
  • Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen anschwellen oder Atemnot entsteht

Sofort ärztliche Hilfe ist auch nötig bei starken, anhaltenden Bauchschmerzen, die bis in den Rücken ziehen können, und bei Schmerzen, Rötung oder Schwellung im Genitalbereich mit Fieber. Persönlich abklären lassen sollten Sie sehr hohe Blutzuckerwerte mit starkem Durst, neue Sehstörungen und Wunden an den Füßen, die nicht heilen.

Diabetes im Alltag

Den Blutzucker im Alltag stabil halten

Medikamente sind nur ein Teil der Diabetesbehandlung. Vieles lässt sich im Alltag beeinflussen: Bewegung verbessert die Insulinwirkung in den Muskeln, und bei Übergewicht kann schon eine moderate Gewichtsabnahme den Blutzucker senken. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten mäßig anstrengende Bewegung pro Woche.

  • Verteilen Sie die Bewegung auf mehrere Tage und unterbrechen Sie langes Sitzen regelmäßig.
  • Achten Sie auf ballaststoffreiche Mahlzeiten mit Gemüse und Vollkorn, wenig gezuckerte Getränke und wenig Alkohol.
  • Nehmen Sie die Kontrolltermine in Ihrer Praxis wahr. Solange keine Folgeerkrankung bekannt ist, sieht die Nationale VersorgungsLeitlinie Untersuchungen der Nieren und der Füße einmal jährlich vor, der Augen je nach Risiko jährlich oder alle zwei Jahre.

Legen Sie mit Ihrer Praxis fest, was an Krankheitstagen mit Erbrechen, Durchfall oder Fieber gilt, und notieren Sie es. Wenn Sie ein Präparat mit Unterzuckerungsrisiko anwenden, tragen Sie Traubenzucker bei sich. Diabetes erhöht auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deshalb gehören Blutdruck und Blutfette ebenfalls in den Blick. Mehr dazu: Bluthochdruck und Herz und Erhöhtes Cholesterin. Allgemeine Fragen beantwortet unser Online-Arzt.

Ablauf

In vier Schritten zur Behandlung

Ärztlich geprüft, diskret und ohne Wartezimmer.

  1. 1Behandlung wählenWählen Sie Ihr Anliegen und das gewünschte Präparat oder stellen Sie eine allgemeine Anfrage.
  2. 2Fragebogen ausfüllenDie medizinischen Fragen beantworten Sie online, vertraulich und in Ruhe.
  3. 3Ärztliche PrüfungEin zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben. Ist die Behandlung nicht geeignet, erhalten Sie Ihr Geld zurück.
  4. 4Diskreter VersandNach Ausstellung des Rezepts versendet eine EU-Partnerapotheke Ihr Arzneimittel meist innerhalb eines Werktages.

Häufige Fragen

Fragen zur Diabetesbehandlung

Haben Sie eine andere Frage? Unsere Ärzte und unser Service-Team helfen Ihnen gerne weiter.

Kann ich mein Diabetesmittel online weiter verordnen lassen?

Ja, wenn Ihr Typ-2-Diabetes in einer Praxis festgestellt wurde und Sie das Präparat bereits anwenden und gut vertragen. Für die Prüfung braucht der Arzt einen aktuellen HbA1c-Wert, zum Beispiel aus Ihrem letzten Laborbefund oder Arztbrief, außerdem Angaben zur Nierenfunktion (eGFR), zu Vorerkrankungen und zu allen Medikamenten. Ohne aktuellen HbA1c-Wert ist keine Verordnung möglich. Diagnose, Beginn einer neuen Behandlung und die regelmäßigen Kontrollen bleiben Aufgabe Ihrer Praxis vor Ort.

Nein. Ozempic ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes vorgesehen und nicht zur Gewichtsabnahme zugelassen. Weniger Appetit und Gewichtsverlust können zwar als Nebenwirkung auftreten, sind aber kein Anwendungsgebiet. Ohne Diabetes wird Ozempic deshalb nicht verordnet. Informationen zur Behandlung von Übergewicht finden Sie in einem eigenen Bereich: Gewichtsmanagement.

Dann droht Flüssigkeitsmangel, der die Nieren belastet. Metformin und Janumet werden in dieser Situation vorübergehend pausiert, weil sonst das Risiko einer Laktatazidose steigt. Bei Jardiance wird ärztlich geklärt, ob eine Pause nötig ist, und unter Diamicron kann der Blutzucker entgleisen. Trinken Sie ausreichend und holen Sie ärztlichen Rat ein, möglichst nach einem vorher mit Ihrer Praxis besprochenen Plan.

Typische Anzeichen sind Heißhunger, Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Unruhe oder Kopfschmerzen, später auch Verwirrtheit. Das Risiko besteht vor allem bei Diamicron und bei Kombinationen mit Insulin. Dann werden rasch Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke eingenommen, Süßstoff hilft nicht. Bei Bewusstlosigkeit nichts zu essen oder zu trinken geben und sofort den Notruf 112 (Schweiz: 144) rufen.

Die Anfrage ist kostenlos, bezahlt wird nur eine verschriebene Behandlung. Kommt der Arzt zu dem Schluss, dass die Behandlung für Sie nicht geeignet ist, wird kein Rezept ausgestellt und Sie erhalten bereits geleistete Zahlungen vollständig zurück. Eine Rückmeldung erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Bei neuen Beschwerden oder stark schwankenden oder sehr hohen Blutzuckerwerten suchen Sie bitte zeitnah Ihre Hausarzt- oder Diabetespraxis auf.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Quellen. Fachinformationen und Leitlinien ändern sich; das Datum hinter jeder Quelle nennt den Stand, den die Redaktion geprüft hat.

  1. Fachinformation Metformin-ratiopharm 1.000 mg Filmtabletten (Metformin) (ratiopharm GmbH, Januar 2025, Version 5)
  2. EMA-Produktinformation Janumet (Sitagliptin/Metformin) (EMA, Stand 13. November 2025)
  3. EMA-Produktinformation Jardiance (Empagliflozin) (EMA, Stand 24. März 2026)
  4. Fachinformation Diamicron Uno 60 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung (Gliclazid) (Servier Deutschland GmbH, Februar 2020)
  5. EMA-Produktinformation Ozempic (Semaglutid) (EMA, Stand 25. August 2026)
  6. Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes (Bundesärztekammer, KBV, AWMF (ÄZQ), Version 3, 15. Mai 2023, gültig bis 15. Mai 2028)
  7. Diabetes Typ 2 (IQWiG, gesundheitsinformation.de, aktualisiert am 18. Oktober 2023)

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Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 3. Oktober 2026, Stand: 24. September 2026 · So entstehen unsere Inhalte