Gabapentin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika in Form von Tabletten zu 100 mg. Er wird bei Erwachsenen gegen periphere Nervenschmerzen, etwa bei diabetischer Nervenschädigung oder nach einer Gürtelrose, und bei fokalen epileptischen Anfällen angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Gabapentin bindet an eine Untereinheit bestimmter Calciumkanäle an Nervenzellen und verringert so die Weiterleitung von Schmerzsignalen. Überempfindliche Nerven werden gedämpft. Der Wirkstoff wird unverändert über die Nieren ausgeschieden.
Tabletten zum Einnehmen, meist dreimal täglich über den Tag verteilt. Die Dosis wird zu Beginn schrittweise gesteigert und am Ende langsam verringert.
Dauer: Halbwertszeit etwa 5 bis 7 Stunden
Wichtig: Kann abhängig machen und wird nicht plötzlich abgesetzt. Zusammen mit Opioiden, Alkohol oder Beruhigungsmitteln kann die Atmung gefährlich gedämpft werden.
Gabapentin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika in Form von Tabletten zu 100 mg. Er wird bei Erwachsenen gegen periphere Nervenschmerzen, etwa bei diabetischer Nervenschädigung oder nach einer Gürtelrose, und bei fokalen epileptischen Anfällen angewendet.
Gabapentin ist ein Antiepileptikum, das zugleich zu den wichtigsten Mitteln gegen Nervenschmerzen gehört. Es bindet an eine Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle im Nervensystem und verringert so die Freisetzung erregender Botenstoffe; mit dem GABA-Rezeptor reagiert es trotz des Namens nicht. Laut Fachinformation ist Gabapentin zugelassen zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen, etwa bei schmerzhafter diabetischer Neuropathie und nach einer Gürtelrose, sowie als Zusatztherapie bei fokalen Anfällen ab 6 Jahren und als Monotherapie ab 12 Jahren. Der Shop führt die Stärke 100 mg in Packungen mit 30, 56 und 100 Stück; diese niedrige Stärke dient dem einschleichenden Beginn und der Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Die Fachinformation beschreibt für alle Anwendungsgebiete ein Einschleichen: 300 mg am ersten Tag, zweimal 300 mg am zweiten und dreimal 300 mg am dritten Tag; bei Nervenschmerzen kann alternativ mit 900 mg täglich in drei Einzeldosen begonnen werden. Danach wird die Tagesdosis je nach Wirkung und Verträglichkeit alle zwei bis drei Tage um 300 mg erhöht, bis höchstens 3.600 mg pro Tag; bis 1.800 mg vergeht mindestens eine Woche, bis 3.600 mg drei Wochen. Die Tagesdosis wird auf drei Einnahmen verteilt, der Abstand zwischen zwei Einnahmen soll zwölf Stunden nicht überschreiten. Gabapentin wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt, unabhängig von den Mahlzeiten. Bei eingeschränkter Nierenfunktion richtet sich die Dosis nach der Kreatinin-Clearance. Eine vergessene Dosis wird nicht durch eine doppelte Einnahme ausgeglichen. Für Nervenschmerzen ist die Wirksamkeit über fünf Monate hinaus nicht untersucht; danach prüft der Arzt, ob die Behandlung weiter nötig ist. Gabapentin darf nicht abrupt abgesetzt werden, sondern wird über mindestens eine Woche schrittweise verringert, weil sonst Entzugssymptome und bei Epilepsie Anfälle auftreten können.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten Schläfrigkeit, Schwindel, Gangunsicherheit, Müdigkeit, Fieber und Virusinfektionen auf. Häufig sind Kopfschmerzen, Zittern, Schlaflosigkeit, Missempfindungen, Doppeltsehen, Verwirrtheit, Depressionen, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit, gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Hautausschlag, Gelenk- und Muskelschmerzen, Atemwegsinfekte, Erektionsstörungen und Verletzungen durch Stürze. Gelegentlich kommen Herzklopfen, Schluckstörungen und erhöhte Blutzucker- oder Leberwerte vor; selten sind Bewusstlosigkeit und Atemdepression. Nach Markteinführung wurden Suizidgedanken, Halluzinationen, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Arzneimittelabhängigkeit berichtet. Besonders ernst sind schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und DRESS sowie Anaphylaxie mit Atemnot, Schwellung von Lippen, Rachen oder Zunge und Blutdruckabfall: Dann wird Gabapentin sofort abgesetzt und ärztliche Notfallhilfe gesucht; nach einer solchen Reaktion darf es nie wieder eingenommen werden. Auch neu auftretende Suizidgedanken, starke Bauchschmerzen und ausgeprägte Atemschwäche sind Gründe für sofortigen ärztlichen Kontakt. Entzugssymptome wie Angst, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Schwitzen und Zittern können innerhalb von 48 Stunden nach dem Absetzen auftreten.
Die einzige Gegenanzeige ist eine Überempfindlichkeit gegen Gabapentin oder einen der sonstigen Bestandteile. Vorsicht gilt bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Myasthenia gravis, bei gemischten Anfallsformen mit Absencen, bei Atemwegs- oder neurologischen Erkrankungen und bei älteren Menschen, weil das Risiko einer schweren Atemdepression erhöht ist. Gabapentin kann auch in therapeutischer Dosis abhängig machen; bei Suchterkrankungen in der Vorgeschichte ist das Risiko für Missbrauch erhöht. In der Schwangerschaft darf Gabapentin bei klinischer Notwendigkeit angewendet werden; eine Beobachtungsstudie mit über 1.700 Schwangeren zeigte kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko, es gibt aber Hinweise auf niedrigeres Geburtsgewicht und Frühgeburt, und beim Neugeborenen wurde ein Entzugssyndrom beschrieben. In der Stillzeit geht der Wirkstoff in die Muttermilch über und wird nur eingesetzt, wenn der Nutzen die Risiken eindeutig überwiegt. Benommenheit und Schwindel beeinträchtigen die Verkehrstüchtigkeit, besonders zu Beginn und nach jeder Dosiserhöhung.
Die wichtigste Wechselwirkung betrifft Opioide und andere zentral dämpfende Arzneimittel: Es liegen Berichte über Atemdepression, Sedierung und Todesfälle vor, und eine Beobachtungsstudie fand bei gleichzeitiger Verordnung von Opioiden und Gabapentin mehr opioidbedingte Todesfälle als unter Opioiden allein. Morphin erhöht zudem den Gabapentinspiegel um etwa 44 Prozent; die Kombination verlangt eine sorgfältige Beobachtung und meist eine niedrigere Dosis. Alkohol, Benzodiazepine, Schlafmittel und sedierende Antidepressiva verstärken die Dämpfung ebenfalls. Aluminium- und magnesiumhaltige Antazida verringern die Aufnahme von Gabapentin um bis zu 24 Prozent; Gabapentin wird deshalb frühestens zwei Stunden danach eingenommen. Mit Phenytoin, Carbamazepin, Valproinsäure, Phenobarbital und der Pille wurden keine relevanten Wechselwirkungen beobachtet.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wofür Gabapentin verordnet wurde, seit wann Sie es nehmen, welche Tagesdosis Sie erreicht haben und wie gut die Schmerzen ansprechen. Gefragt wird nach Nierenerkrankungen und aktuellen Nierenwerten, Atemwegserkrankungen, Epilepsie, Depressionen oder Suizidgedanken, Suchterkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen anderen Arzneimitteln, besonders Opioiden, Schlaf- und Beruhigungsmitteln und Antazida. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut eingestellten Behandlung bei peripheren Nervenschmerzen mit bekannter Dosis. Eine erstmalige Einstellung, die Behandlung einer Epilepsie, unklare oder neu aufgetretene Schmerzen, eine laufende Opioidtherapie, Suizidgedanken, eine schwere Nierenschwäche und eine Dosissteigerung über das bisherige Schema hinaus gehören in die Hausarzt-, Neurologie- oder Schmerzpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Nervenschmerzen und im Beitrag Hausarzt oder Online-Behandlung: Was passt wann?.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 100 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 56 Tabletten, 100 Tabletten |
Gabapentin bindet an eine Untereinheit bestimmter Calciumkanäle an Nervenzellen. Dadurch wird die Weiterleitung von Schmerzsignalen und die Übererregbarkeit von Nerven verringert.
Hinweis: Gabapentin wird nicht höher dosiert als verordnet und nicht plötzlich abgesetzt. Zusammen mit Opioiden, Alkohol oder Beruhigungsmitteln kann die Atmung gefährlich gedämpft werden.
Wofür wird Gabapentin angewendet?
Gabapentin ist bei Erwachsenen zugelassen zur Behandlung peripherer Nervenschmerzen, zum Beispiel bei schmerzhafter Nervenschädigung durch Diabetes oder nach einer Gürtelrose. Außerdem wird es bei fokalen epileptischen Anfällen eingesetzt, allein oder zusätzlich zu anderen Mitteln. Welche Anwendung infrage kommt, entscheidet der Arzt.
Wie wirkt Gabapentin?
Gabapentin bindet an eine Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle an Nervenzellen. Dadurch sinkt die Freisetzung von Botenstoffen, die Schmerzsignale weiterleiten, und überempfindliche Nerven werden gedämpft. Der Wirkstoff wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Die Dosis wird deshalb an die Nierenfunktion angepasst.
Ist Gabapentin verschreibungspflichtig?
Ja, Gabapentin ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem der Anwendungsgrund, die Nierenfunktion, frühere Probleme mit Suchtmitteln, die Einnahme von Opioiden oder Beruhigungsmitteln und frühere Suizidgedanken berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Einnahme von Gabapentin beachtet werden?
Nach einer allergischen oder schweren Hautreaktion auf Gabapentin wird es nicht erneut eingenommen. Vorsicht gilt bei eingeschränkter Nierenfunktion, Atemproblemen, früherem Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder Drogen und zusammen mit Opioiden. Gabapentin macht häufig müde und schwindlig, was die Fahrtüchtigkeit und die Sturzgefahr beeinflusst.
Kann Gabapentin abhängig machen?
Ja. Laut Fachinformation können Abhängigkeit und Missbrauch auch bei üblicher Dosis auftreten, besonders bei früheren Suchtproblemen. Beim plötzlichen Absetzen sind Entzugserscheinungen wie Angst, Schlafstörungen, Übelkeit, Schmerzen und Schwitzen möglich. Die Behandlung wird deshalb nach ärztlicher Anweisung schrittweise über mindestens 1 Woche, bei hohen Dosen über mindestens 3 Wochen beendet.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
Rezept nach ärztlicher Prüfung
Verfügbare Länder
Bald verfügbar
United KingdomDemnächst verfügbarEin Klick auf Ihr Land genügt; die Kürzel wählen die Sprache. Die Auswahl lässt sich jederzeit oben in der Leiste ändern.
Gewähltes Lieferland
BelgiëBelgique
In welcher Sprache soll die Website erscheinen?
Land nicht in der Liste
Anderes Land
In welcher Sprache soll die Website erscheinen?
Land der Adresse in Ihrem Konto:
Neues Lieferland:
Wirklich wechseln?
Das Konto bleibt unverändert. An der Kasse ist dann eine Lieferadresse im gewählten Land nötig.
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Zustimmung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Geben Sie den Code an der Kasse ein. Einmal pro Kunde, nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.
DOCTORCURA15