Aciclovir Tabletten enthalten ein antivirales Mittel (Virostatikum) aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga zum Einnehmen. Die Tabletten werden bei Herpes-simplex-Infektionen wie Genitalherpes, zur Vorbeugung sehr häufiger Rückfälle von Genitalherpes und in höherer Stärke bei Gürtelrose angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Aciclovir wird in virusinfizierten Zellen aktiviert und hemmt ein Enzym, das die Herpesviren zur Vermehrung brauchen. Dadurch kann sich ein Ausbruch verkürzen. Die Viren, die in den Nervenzellen ruhen, beseitigt der Wirkstoff nicht.
Tabletten zum Einnehmen nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit, je nach Erkrankung 2- bis 5-mal täglich. Die Behandlung sollte möglichst bei den ersten Anzeichen beginnen.
Wichtig: Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion und im höheren Alter, dann kann eine niedrigere Dosis nötig sein. Während der Einnahme ausreichend trinken. Nicht geeignet bei Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir.
Aciclovir Tabletten enthalten ein antivirales Mittel (Virostatikum) aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga zum Einnehmen. Die Tabletten werden bei Herpes-simplex-Infektionen wie Genitalherpes, zur Vorbeugung sehr häufiger Rückfälle von Genitalherpes und in höherer Stärke bei Gürtelrose angewendet.
Aciclovir ist ein Virostatikum aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga. Die Substanz wird erst in Zellen aktiviert, die mit Herpes-simplex-Viren oder dem Varicella-zoster-Virus infiziert sind: Ein Virusenzym wandelt Aciclovir in die wirksame Triphosphat-Form um, die die virale DNA-Polymerase hemmt und die Vermehrung des Viruserbguts abbricht; gesunde Zellen bleiben weitgehend unbeeinflusst. Laut Fachinformation sind die 200-mg-Tabletten zugelassen zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen der Haut und Schleimhäute, insbesondere des erstmaligen und des häufig wiederkehrenden Genitalherpes, sowie zur Vorbeugung bei Erwachsenen mit sehr schweren und sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpes-Infektionen. Die 400-mg- und 800-mg-Tabletten sind für die Gürtelrose (Herpes zoster) zugelassen, die 400-mg-Tablette zusätzlich zur Vorbeugung schwerer Herpes-simplex-Infektionen bei stark immungeschwächten Erwachsenen. Der Shop führt die Stärken 200 mg, 400 mg und 800 mg in Packungen mit 25, 30, 35, 60 und 70 Tabletten.
Bei einer Herpes-simplex-Episode nehmen Erwachsene fünfmal täglich 200 mg im Abstand von vier Stunden, in der Regel über fünf Tage, bei Bedarf länger. Zur Vorbeugung sehr häufiger Rückfälle nennt die Fachinformation viermal täglich 200 mg im Abstand von sechs Stunden oder alternativ zweimal täglich 400 mg im Abstand von zwölf Stunden; kommt es trotzdem zu einem Schub, wird fünf Tage wie bei einer Episode behandelt und danach die Vorbeugung fortgesetzt. Diese Dauertherapie soll bei immungesunden Patienten zwölf Monate nicht überschreiten. Bei Gürtelrose beträgt die Dosis fünfmal täglich 800 mg im Abstand von vier Stunden über fünf bis sieben Tage. Die Tabletten werden möglichst nach den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen, und zwar so früh wie möglich: bei wiederkehrendem Herpes bereits beim ersten Jucken, Spannungsgefühl oder den ersten Bläschen. Während der Behandlung ist auf ausreichendes Trinken zu achten, besonders bei älteren Menschen. Bei schwerer Nierenschwäche wird die Dosis reduziert. Eine vergessene Dosis wird nicht durch die doppelte Menge ersetzt; die Behandlung wird wie verordnet fortgesetzt und auch bei spürbarer Besserung zu Ende geführt.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Behandelten, treten Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Juckreiz und Hautausschlag einschließlich Lichtempfindlichkeitsreaktionen auf. Gelegentlich kommen Nesselsucht, vermehrter diffuser Haarausfall, Müdigkeit und Fieber vor. Selten sind anaphylaktische Reaktionen, Atemnot, Angioödem, vorübergehende Anstiege von Bilirubin und Leberenzymen sowie von Harnstoff und Kreatinin. Sehr selten wurden Blutbildveränderungen, Leberentzündung, akutes Nierenversagen und neurologische Störungen beschrieben: Unruhe, Verwirrtheit, Zittern, Halluzinationen, Krampfanfälle, Schläfrigkeit bis hin zu Enzephalopathie und Koma. Diese Reaktionen betreffen überwiegend Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion und bilden sich nach dem Absetzen meist zurück. Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfälle, stark verminderte Harnmenge, Flankenschmerzen, Schwellungen im Gesicht oder Atemnot sind Gründe, die Einnahme zu beenden und sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Aciclovir darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir. Weil der Wirkstoff über die Nieren ausgeschieden wird, wird bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Menschen die Dosis angepasst und auf Flüssigkeitszufuhr und neurologische Nebenwirkungen geachtet. Zur vorbeugenden Dauereinnahme bei Nierenschwäche oder fehlender Harnproduktion liegen keine Daten vor, sie soll dann unterbleiben. Bei stark immungeschwächten Patienten können längere oder wiederholte Behandlungen Virusstämme mit verminderter Empfindlichkeit selektieren. Die 200-mg- und 400-mg-Tabletten enthalten Lactose. In der Schwangerschaft wird Aciclovir nur eingesetzt, wenn der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt; ein Schwangerschaftsregister zeigt bislang keine erhöhte Fehlbildungsrate. Aciclovir geht in die Muttermilch über, teils in höherer Konzentration als im Blut; während der Behandlung soll nicht gestillt werden. Ob jemand fahrtüchtig ist, hängt vom Befinden und von Nebenwirkungen wie Schwindel oder Schläfrigkeit ab.
Aciclovir wird unverändert über die Nierenkanälchen ausgeschieden; Arzneimittel mit demselben Ausscheidungsweg erhöhen seinen Blutspiegel. Für Cimetidin und Probenecid sowie für Mycophenolatmofetil ist das belegt, wegen der großen therapeutischen Breite ist aber keine Dosisanpassung nötig. Andere nierenschädigende Arzneimittel erhöhen in Kombination das Risiko einer Nierenfunktionsstörung. Unter gleichzeitiger Gabe stieg die Theophyllin-Exposition in einer kleinen Studie um etwa die Hälfte, so dass die Theophyllin-Spiegel kontrolliert werden sollten.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, ob der Genitalherpes bereits ärztlich bestätigt wurde, wie oft Schübe auftreten, ob gerade ein Schub beginnt oder ob Sie eine vorbeugende Dauerbehandlung fortsetzen möchten, welche Stärke und Dosierung Sie bisher hatten und wie Sie Aciclovir vertragen haben. Gefragt wird nach Nierenerkrankungen, Immunschwäche, Schwangerschaft und Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Theophyllin, Cimetidin, Probenecid, Mycophenolat und nierenbelastenden Mitteln. Eine Online-Verordnung passt bei einem bekannten, wiederkehrenden Genitalherpes zur frühen Behandlung eines Schubs oder zur Fortführung einer laufenden Vorbeugung; bei einer ersten Episode kann sie passen, wenn das Bild eindeutig ist und keine Komplikationen bestehen. Eine unklare Erstinfektion mit starken Beschwerden, Fieber oder Harnverhalt, eine Gürtelrose im Gesicht oder mit ausgedehntem Befall, eine Immunschwäche, eine Nierenschwäche und eine Schwangerschaft gehören in die Hausarzt-, Frauenarzt- oder Hautarztpraxis, Bläschen am Auge sofort in die Augenheilkunde. Mehr dazu im Behandlungsbereich Herpes und im Beitrag Genitalherpes: Aciclovir oder Valaciclovir, Episoden- und Dauertherapie.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 200 mg, 400 mg, 800 mg |
|---|---|
| Menge | 25 Tabletten, 30 Tabletten, 35 Tabletten, 60 Tabletten, 70 Tabletten |
Aciclovir hemmt die Vermehrung von Herpesviren. Der Wirkstoff wird fast nur in Zellen aktiviert, die mit diesen Viren infiziert sind.
Hinweis: Während der Behandlung ist auf ausreichendes Trinken zu achten, besonders bei hohen Dosen und im höheren Alter. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosis angepasst.
Wofür werden Aciclovir Tabletten angewendet?
Aciclovir Tabletten werden laut Zulassung bei Infektionen mit Herpes-simplex-Viren der Haut und Schleimhäute angewendet, vor allem bei Genitalherpes. Außerdem dienen sie der Vorbeugung bei sehr häufig wiederkehrendem Genitalherpes. In höherer Dosis sind sie zur Behandlung der Gürtelrose zugelassen. Die Viren bleiben nach der Behandlung im Körper und können erneut aktiv werden.
Wie wirken Aciclovir Tabletten?
Aciclovir wird in virusinfizierten Zellen durch ein Enzym des Virus aktiviert. Die aktive Form hemmt das Kopieren des Virus-Erbguts, sodass sich die Viren schlechter vermehren. Gesunde Zellen sind davon kaum betroffen. Weil der Wirkstoff schnell ausgeschieden wird, erfolgt die Einnahme mehrmals täglich. Ein früher Beginn ist für den Behandlungserfolg wichtig.
Sind Aciclovir Tabletten verschreibungspflichtig?
Ja, Aciclovir Tabletten sind in Deutschland in allen Stärken verschreibungspflichtig. Bei Doctorcura wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt und jede Anfrage ärztlich geprüft. Die Entscheidung, ob und in welchem Schema die Tabletten geeignet sind, trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Aciclovir wird nicht eingenommen bei Überempfindlichkeit gegen Aciclovir oder Valaciclovir. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und im höheren Alter kann eine niedrigere Dosis nötig sein, außerdem sollte ausreichend getrunken werden. Wichtig sind auch Angaben zu Schwangerschaft, Stillzeit, geschwächtem Immunsystem und Medikamenten wie Probenecid, Mycophenolat, Theophyllin, Ciclosporin oder Tacrolimus.
Warum gibt es verschiedene Stärken?
Die Stärke richtet sich nach der Erkrankung. Bei Herpes simplex sind laut Fachinformation meist 200 mg 5-mal täglich vorgesehen, zur Vorbeugung von Rückfällen bei Genitalherpes 200 mg 4-mal oder 400 mg 2-mal täglich. Bei Gürtelrose werden 800 mg 5-mal täglich eingenommen. Welche Stärke und welche Dauer passen, legt der Arzt fest.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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