Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 3. Oktober 2026, Stand: 1. Oktober 2026 · So entstehen unsere Inhalte
So entstehen unsere Gesundheitsinformationen: Quellen, Redaktion und ärztliche Prüfung
Wer im Internet nach Informationen zu Beschwerden, Medikamenten oder Behandlungen sucht, findet viel. Nicht alles davon ist verlässlich. Gesundheitsinformation ist Vertrauenssache. Deshalb legen wir auf dieser Seite offen, wie ärztlich geprüfte Gesundheitsinformationen auf doctorcura.com entstehen: woher die Inhalte stammen, wer sie schreibt, wer sie prüft und wie wir sie aktuell halten.
Diese Seite richtet sich an alle, die unsere Ratgeber lesen: an Patientinnen und Patienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ebenso wie an Fachleute, die wissen möchten, nach welchen Regeln wir arbeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Wir nutzen nur geprüfte Quellen: behördliche Fach- und Produktinformationen, medizinische Leitlinien, Behördenmeldungen, unabhängige Patienteninformationen und begutachtete Studien.
- Die Redaktion Doctorcura schreibt und redigiert jeden Text. Digitale Werkzeuge helfen bei Recherche und Entwurf, die Verantwortung bleibt bei Menschen.
- Der Hinweis „medizinisch geprüft“ erscheint nur, wenn ein approbierter Arzt genau diese Textfassung geprüft hat und die Prüfung dokumentiert ist.
- Jeder Text trägt ein Stand-Datum und wird bei neuen Behördenmeldungen überarbeitet.
Woher unsere Informationen stammen
Grundlage jedes Textes sind Quellen, die selbst einer fachlichen Kontrolle unterliegen. Wir stützen uns auf:
- Fach- und Produktinformationen der Arzneimittelbehörden: die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Swissmedic in der Schweiz und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) in Österreich. Dort stehen die behördlich genehmigten Angaben zu Wirkung, Dosierung, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen eines Arzneimittels.
- Medizinische Leitlinien: Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Nationalen VersorgungsLeitlinien und Leitlinien europäischer Fachgesellschaften. Sie fassen den aktuellen Stand des Wissens für Ärztinnen und Ärzte zusammen.
- Behördenmeldungen zur Arzneimittelsicherheit: Bewertungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA sowie Rote-Hand-Briefe, mit denen Hersteller und Behörden über neu erkannte Risiken informieren.
- Unabhängige Patienteninformationen, zum Beispiel vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
- Begutachtete Studien aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften, bevorzugt systematische Übersichtsarbeiten.
Jede Quelle wird vor der Veröffentlichung geprüft: Ist sie erreichbar, ist sie aktuell und belegt sie die Aussage im Text tatsächlich? Am Ende jedes Beitrags finden Sie eine Quellenliste mit Herausgeber und Datum oder Stand, damit Sie selbst nachlesen können.
Wer die Texte schreibt
Die Texte schreibt und aktualisiert die Redaktion Doctorcura. Sie arbeitet mit digitalen Werkzeugen, darunter auch KI-gestützte Hilfen für Recherche und Entwurf. Solche Werkzeuge beschleunigen das Sammeln von Quellen und das Strukturieren eines Textes. Sie ersetzen aber weder das Lesen der Originalquellen noch die redaktionelle Entscheidung, was in einen Text gehört und was nicht.
Deshalb gilt für jede Veröffentlichung: Menschen redigieren den Text, prüfen Zahlen, Dosierungen und Aussagen direkt an den genannten Quellen und entscheiden über die endgültige Fassung. Nichts erscheint ohne diese Prüfung.
Wie die ärztliche Prüfung abläuft
Medizinische Inhalte prüft ein approbierter Arzt, also ein Arzt mit staatlicher Zulassung und Eintrag in einem ärztlichen Register. Wer zu unserem ärztlichen Team gehört, lesen Sie auf der Seite Unsere Ärzte.
Die Prüfung wird unveränderlich festgehalten, und zwar mit drei Angaben:
- dem Datum der Prüfung,
- der geprüften Textfassung, festgehalten als digitaler Fingerabdruck des Textes (eine Prüfsumme, die sich bei jeder Änderung am Text ebenfalls ändert),
- dem Namen des prüfenden Arztes.
Erst wenn diese Dokumentation vorliegt, erscheint auf der Seite der Hinweis „medizinisch geprüft“ mit Datum. Der Hinweis ist an die geprüfte Fassung gebunden: Ändert sich der Text oder liegt die Prüfung länger als zwölf Monate zurück, verschwindet der Hinweis, bis die neue Fassung erneut geprüft wurde. Texte, die diese Prüfung nicht durchlaufen haben, tragen nur den Vermerk „Redaktion Doctorcura, Stand: Datum“. So erkennen Sie auf einen Blick, welchen Status ein Text hat.
Wie wir Texte aktuell halten
Medizinisches Wissen verändert sich. Jeder Text trägt deshalb ein Stand-Datum, das zeigt, wann er zuletzt bearbeitet wurde. Neue Behördenmeldungen, zum Beispiel eine PRAC-Bewertung zu einem Wirkstoff oder ein Rote-Hand-Brief, führen zu einer Überarbeitung des betroffenen Textes. Ältere Beiträge aktualisieren wir regelmäßig mit neuen Quellen.
Wie das in der Praxis aussieht, sehen Sie zum Beispiel in unserem Ratgeber zur Fernbehandlung in Deutschland, Österreich und der Schweiz und im Beitrag zu Ihren Rechten bei einer Online-Behandlung. Beide tragen ein Stand-Datum und eine Quellenliste.
Was wir nicht tun
Unsere Ratgeber sind Information, keine Werbung. Daraus folgen klare Regeln:
- Keine Werbung mit Heilversprechen oder Garantien und keine Erfahrungsberichte.
- Keine Preise und keine Bestellaufrufe in Ratgebertexten.
- Keine Markennamen in Überschriften. Wir richten uns nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG), das irreführende Werbung verbietet und Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel außerhalb der Fachkreise untersagt. In der Schweiz gelten die vergleichbaren Regeln des Heilmittelgesetzes.
- Keine gekauften Bewertungen.
- Keine Texte, die für Suchmaschinen statt für Menschen geschrieben sind.
- Kein Hinweis „medizinisch geprüft“ ohne echte, dokumentierte Prüfung.
Ob eine Behandlung für Sie in Frage kommt, entscheidet immer ein Arzt nach Prüfung Ihrer Angaben, nicht ein Ratgebertext. Wie diese Prüfung bei einer Anfrage über unseren Online-Arzt abläuft, erklären wir dort gesondert.
Wo unsere Texte an Grenzen stoßen
Ein Ratgeber kann erklären, einordnen und auf Warnzeichen hinweisen. Er kennt aber weder Ihre Vorerkrankungen noch Ihre Medikamente oder Ihre Lebenssituation. Unsere Texte ersetzen deshalb kein ärztliches Gespräch und keine Untersuchung. Bei Warnzeichen wie starken Schmerzen, Atemnot, Brustschmerzen, Lähmungserscheinungen oder plötzlicher Verwirrtheit wenden Sie sich an einen Arzt oder rufen Sie den Notruf: 112, in der Schweiz 144.
Fehler melden und Fragen stellen
Trotz aller Sorgfalt können Fehler passieren: ein Zahlendreher in einer Dosierung, eine veraltete Quelle, eine missverständliche Formulierung. Wenn Ihnen etwas auffällt, schreiben Sie uns an contact@doctorcura.com oder über unsere Kontaktseite. Wir prüfen jeden Hinweis an den Quellen und korrigieren den Text, wenn der Hinweis zutrifft.
Antworten rund um Ablauf und Behandlung finden Sie in unseren häufig gestellten Fragen. Wer hinter doctorcura.com steht, lesen Sie im Impressum. Wie wir mit Ihren Daten umgehen, erklärt die Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Hinweis „medizinisch geprüft“ genau?
Er bedeutet, dass ein approbierter Arzt genau diese Textfassung gelesen und freigegeben hat und dass Datum, Textfassung und Name des Arztes dokumentiert sind. Wird der Text geändert oder ist die Prüfung älter als zwölf Monate, verschwindet der Hinweis, bis eine neue Prüfung erfolgt ist.
Werden Ihre Texte von einer KI geschrieben?
Die Redaktion nutzt digitale Werkzeuge, darunter KI-gestützte Hilfen für Recherche und Entwurf. Jeder Text wird jedoch von Menschen redigiert, an den Quellen geprüft und freigegeben. Medizinische Inhalte erhalten den Prüfhinweis erst nach der dokumentierten ärztlichen Prüfung.
Warum nennen Sie in Ratgebern keine Preise und keine Markennamen in Überschriften?
Weil Ratgeber Information sind und keine Werbung. Das Heilmittelwerbegesetz setzt der Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel gegenüber der Öffentlichkeit enge Grenzen. Wir trennen deshalb Information und Angebot: Ratgeber erklären und ordnen ein, Preise und Bestellmöglichkeiten stehen nur auf den dafür vorgesehenen Seiten.
Quellen
- Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz, HWG) (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, zuletzt geändert am 19. Juli 2023)
- AWMF-Regelwerk Leitlinien (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Version 2.2 vom 22. Mai 2025)
- Glossary: Product information (European Medicines Agency, abgerufen am 1. Oktober 2026)
- Product-information requirements (European Medicines Agency, Stand 19. März 2025)
- So arbeitet Gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG, Stand 8. Mai 2024)
- Creating Helpful, Reliable, People-First Content (Google Search Central, Stand 10. Dezember 2025)