Ivermectin ist ein Wirkstoff gegen Parasiten in Tabletten zu 3 mg. Zugelassen ist er zur Behandlung von ärztlich festgestellter Krätze (Skabies), einer Darminfektion mit dem Zwergfadenwurm und bestimmter Fadenwurminfektionen im Blut.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Ivermectin lähmt Milben und bestimmte Würmer, indem es an Chloridkanäle ihrer Nerven- und Muskelzellen bindet. Die Parasiten sterben daraufhin ab. Menschen besitzen keine glutamatgesteuerten Chloridkanäle, und der Wirkstoff gelangt nur in geringem Maß ins Gehirn.
Alle verordneten Tabletten auf einmal auf leeren Magen mit Wasser einnehmen, 2 Stunden vorher und nachher nichts essen. Die Anzahl richtet sich nach dem Körpergewicht.
Eintritt: höchster Blutspiegel nach etwa 4 Stunden · Dauer: Halbwertszeit etwa 12 Stunden, meist Einzeldosis
Wichtig: Nicht bei Allergie gegen Ivermectin oder nach schwerem Hautausschlag unter Ivermectin. Nach einem Aufenthalt in West- oder Zentralafrika vorher ärztlich klären lassen, weil eine Loa-loa-Infektion schwere Nebenwirkungen begünstigt.
Ivermectin ist ein Wirkstoff gegen Parasiten in Tabletten zu 3 mg. Zugelassen ist er zur Behandlung von ärztlich festgestellter Krätze (Skabies), einer Darminfektion mit dem Zwergfadenwurm und bestimmter Fadenwurminfektionen im Blut.
Ivermectin ist ein Antiparasitikum aus der Gruppe der Avermectine. Es bindet an glutamatgesteuerte Chloridkanäle in Nerven- und Muskelzellen von Milben und Würmern; der Parasit wird dadurch gelähmt und stirbt ab. Laut Fachinformation ist Ivermectin in Tabletten zu 3 mg zugelassen zur Behandlung der Krätze (Skabies) beim Menschen, der Darminfektion mit dem Zwergfadenwurm Strongyloides stercoralis (Strongyloidiasis) und einer vermuteten oder nachgewiesenen Mikrofilarämie bei lymphatischer Filariose durch Wuchereria bancrofti. Bei Krätze ist die Behandlung nur gerechtfertigt, wenn die Diagnose klinisch oder durch den Nachweis von Milben gesichert ist; Juckreiz allein ist keine Indikation. Zur Vorbeugung ist Ivermectin nicht geeignet. Der Shop führt die Wirkstärke 3 mg in Packungen mit 8 und 12 Tabletten.
Bei Krätze und bei Strongyloidiasis beträgt die Dosis laut Fachinformation einmalig 200 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Tablettenzahl richtet sich nach dem Gewicht: eine Tablette bei 15 bis 24 kg, zwei bei 25 bis 35 kg, drei bei 36 bis 50 kg, vier bei 51 bis 65 kg, fünf bei 66 bis 79 kg und sechs ab 80 kg. Alle Tabletten werden auf einmal mit Wasser auf leeren Magen geschluckt; zwei Stunden vor und nach der Einnahme soll nichts gegessen werden. Bei gewöhnlicher Krätze gilt die Abheilung erst vier Wochen nach der Behandlung als gesichert; anhaltender Juckreiz oder Kratzspuren in dieser Zeit rechtfertigen keine zweite Dosis. Eine zweite Einnahme innerhalb von zwei Wochen kommt nur bei neuen typischen Hautveränderungen oder weiterhin positivem Milbennachweis in Betracht. Bei ausgedehnter Krätze und bei Krustenskabies kann eine zweite Dosis nach 8 bis 15 Tagen und zusätzlich eine äußerliche Behandlung nötig sein. Für Kinder unter 15 kg Körpergewicht ist die Sicherheit nicht erwiesen. Enge Kontaktpersonen werden bei Krätze üblicherweise zeitgleich behandelt, damit es nicht zu einer erneuten Ansteckung kommt.
Die Fachinformation nennt keine Häufigkeitskategorien. Die Nebenwirkungen hängen mit der Zahl der Parasiten zusammen und sind meist leicht und vorübergehend. Bei Krätze kann sich der Juckreiz zu Beginn der Behandlung vorübergehend verstärken. Bei der Behandlung der Strongyloidiasis wurden Schwäche, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schläfrigkeit, Zittern, vorübergehende Blutbildveränderungen und erhöhte Leberwerte beschrieben. Berichtet wurden außerdem Leberfunktionsstörungen, Blut im Urin und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. Sehr selten traten schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxisch epidermale Nekrolyse auf; bei Hautausschlag mit Blasen, Schleimhautbeteiligung oder Fieber ist sofort ärztliche Hilfe nötig, und Ivermectin darf danach nie wieder eingenommen werden. Schwindel, Schläfrigkeit und Zittern können bei einzelnen Patienten die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Ivermectin darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile und nicht erneut nach einer schweren Hautreaktion unter Ivermectin. Besondere Vorsicht gilt nach Aufenthalten in West- oder Zentralafrika: Bei einer gleichzeitigen Infektion mit dem Augenwurm Loa loa und hoher Mikrofilariendichte im Blut wurden seltene, teils tödliche Fälle einer Enzephalopathie beschrieben; vor einer Behandlung ist deshalb eine Abklärung erforderlich. Bei geschwächtem Immunsystem ist die Wirksamkeit der Einmaldosis gegen Strongyloidiasis nicht ausreichend belegt. In der Schwangerschaft wird Ivermectin nur angewendet, wenn es eindeutig erforderlich ist; Erfahrungen mit etwa 300 Schwangeren zeigten keine Hinweise auf Fehlbildungen, Tierstudien ergaben aber eine Reproduktionstoxizität. In die Muttermilch gehen weniger als 2 % der Dosis über; in der Stillzeit wird nur nach Abwägung von Nutzen und Risiko behandelt, nach einer Geburt frühestens eine Woche später.
Studien zu Wechselwirkungen wurden laut Fachinformation nicht durchgeführt. Ivermectin wird in der Leber vor allem über das Enzym CYP3A4 abgebaut, hemmt dieses und andere CYP-Enzyme in therapeutischer Dosis aber nicht nennenswert. Die gleichzeitige Gabe von Diethylcarbamazin wird bei Filariose nicht empfohlen, weil die rasche Abtötung der Mikrofilarien schwere Reaktionen auslösen kann. Bei einer Überdosierung sollen laut Fachinformation keine Arzneimittel eingesetzt werden, die am GABA-Rezeptor angreifen, etwa Benzodiazepine; auch bei üblicher Dosierung ist bei zentral dämpfenden Mitteln Vorsicht angebracht.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wer die Krätze festgestellt hat und ob Milben, Gänge oder typische Hautveränderungen nachgewiesen wurden, seit wann der Juckreiz besteht, ob Personen in Ihrem Haushalt ebenfalls betroffen sind und welche Behandlungen Sie bereits durchgeführt haben. Gefragt wird nach Körpergewicht, Allergien, früheren schweren Hautreaktionen, Aufenthalten in West- oder Zentralafrika, Erkrankungen des Immunsystems, Leber- und Nierenerkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, die Sie einnehmen. Eine Online-Verordnung passt, wenn die Diagnose Krätze ärztlich gesichert ist, zum Beispiel bei der Mitbehandlung von Kontaktpersonen oder bei einer Wiederholungsdosis, die ein Hautarzt angeordnet hat. Ein unklarer Juckreiz ohne gesicherte Diagnose, Krustenskabies, Verdacht auf eine Wurminfektion nach einer Reise, ein geschwächtes Immunsystem und Kinder unter 15 kg gehören in die Hausarzt-, Hautarzt- oder tropenmedizinische Praxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Wurmerkrankungen & Krätze und im Beitrag Hausarzt oder Online-Behandlung: Was passt wann?.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 3 mg |
|---|---|
| Menge | 8 Tabletten, 12 Tabletten |
Ivermectin lähmt Milben und bestimmte Würmer, sodass diese absterben. Menschen besitzen keine glutamatgesteuerten Chloridkanäle, an denen der Wirkstoff bei Parasiten vor allem angreift, und er gelangt nur in geringem Maß ins Gehirn.
Hinweis: Die Tabletten werden auf leeren Magen eingenommen, 2 Stunden vor und nach der Einnahme wird nichts gegessen. Bei Krätze werden enge Kontaktpersonen mitbehandelt.
Wofür wird Ivermectin angewendet?
Ivermectin-Tabletten sind zur Behandlung der Krätze (Skabies) zugelassen, wenn diese ärztlich oder durch einen Milbennachweis festgestellt wurde. Juckreiz allein ist kein Grund für eine Behandlung. Weitere Anwendungsgebiete sind eine Darminfektion mit dem Zwergfadenwurm (Strongyloides) und bestimmte Fadenwurminfektionen im Blut. Zur Vorbeugung von Infektionen ist Ivermectin nicht geeignet.
Wie wirkt Ivermectin?
Ivermectin bindet vor allem an glutamatgesteuerte Chloridkanäle in Nerven- und Muskelzellen von Milben und Würmern. Dadurch werden die Parasiten gelähmt und sterben ab. Menschen besitzen keine glutamatgesteuerten Chloridkanäle, und der Wirkstoff gelangt nur in geringem Maß ins Gehirn. Nach der Einnahme wird der Wirkstoff über den Darm aufgenommen, in der Leber abgebaut und fast vollständig über den Stuhl ausgeschieden.
Ist Ivermectin verschreibungspflichtig?
Ja, Ivermectin-Tabletten sind verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diagnose, das Körpergewicht, Allergien, frühere schwere Hautreaktionen, Aufenthalte in Afrika und andere Arzneimittel berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Einnahme von Ivermectin beachtet werden?
Bei einer Allergie gegen Ivermectin oder nach einem schweren Hautausschlag unter Ivermectin darf es nicht eingenommen werden. Wer in Afrika lebt oder gelebt hat, kann mit dem Wurm Loa loa infiziert sein; das erhöht das Risiko schwerer Nebenwirkungen. Vorsicht gilt auch bei geschwächtem Immunsystem sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Krätze werden enge Kontaktpersonen mitbehandelt.
Wie wird Ivermectin bei Krätze eingenommen?
Die verordneten Tabletten werden auf einmal mit Wasser und auf leeren Magen eingenommen. Zwei Stunden vor und nach der Einnahme wird nichts gegessen. Die Zahl der Tabletten hängt vom Körpergewicht ab, bei 66 bis 79 kg sind es zum Beispiel 5 Tabletten. Eine zweite Dosis nach 8 bis 15 Tagen gibt es nur auf ärztliche Anweisung.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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