Oestrogel ist ein Gel mit 0,06 % Estradiol, einem Östrogen, zum Auftragen auf die Haut. Es dient der Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden und ist nach den Wechseljahren bei hohem Bruchrisiko auch zur Vorbeugung von Osteoporose zugelassen, wenn andere dafür zugelassene Mittel nicht infrage kommen.
iDieses Präparat verordnen wir nur für Frauen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Estradiol ist das wichtigste weibliche Östrogen. Das Gel wird über die Haut aufgenommen und gleicht den Östrogenmangel in und nach den Wechseljahren aus. Ziel ist die Linderung von Beschwerden wie Hitzewallungen und ein Schutz vor Knochenabbau.
Das Gel einmal täglich dünn auf Arme, Schultern oder die Innenseite der Oberschenkel auftragen und trocknen lassen. Mit Gebärmutter wird zusätzlich ein Gestagen angewendet.
Eintritt: Beurteilung der Wirkung nach etwa 1 Monat · Dauer: Anwendung einmal täglich
Wichtig: Erhöht das Risiko für Brustkrebs, Blutgerinnsel und Schlaganfall. Nicht bei Brustkrebs, früheren Venenthrombosen oder ungeklärten Blutungen aus der Scheide. Mit Gebärmutter nur zusammen mit einem Gestagen.
Oestrogel ist ein Gel mit 0,06 % Estradiol, einem Östrogen, zum Auftragen auf die Haut. Es dient der Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden und ist nach den Wechseljahren bei hohem Bruchrisiko auch zur Vorbeugung von Osteoporose zugelassen, wenn andere dafür zugelassene Mittel nicht infrage kommen.
Oestrogel ist ein Gel zum Auftragen auf die Haut mit 0,06 Prozent Estradiol, dem natürlichen Östrogen der Eierstöcke. Es entspricht dem in Deutschland zugelassenen Gynokadin Dosiergel 0,6 mg/g, dessen Fachinformation hier zugrunde liegt. Über die Haut gelangt Estradiol unter Umgehung der Leber in den Kreislauf. Laut Fachinformation ist das Gel zugelassen zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei nachlassender Estradiolproduktion, auch nach Entfernung der Eierstöcke, bei estrogenmangelbedingten Rückbildungserscheinungen an Harn- und Geschlechtsorganen sowie zur Vorbeugung einer Osteoporose nach den Wechseljahren bei hohem Bruchrisiko, wenn andere zugelassene Mittel nicht infrage kommen. Ohne regelmäßigen Zusatz eines Gestagens darf es nur bei Frauen ohne Gebärmutter angewendet werden. Der Shop führt einen Dosierspender mit 80 g, aus dem sich 64 Hübe zu 1,25 g Gel entnehmen lassen; bei der Normaldosis reicht er 32 Tage.
In der Regel werden einmal täglich 2,5 g Gel, also zwei Hübe, angewendet; es gilt die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Dauer. Brustspannen zeigt eine zu hohe Dosis an, dann genügt ein Hub; bessern sich die Beschwerden nach einigen Wochen nicht, kann auf bis zu vier Hübe erhöht werden. Das Gel wird üblicherweise zyklisch angewendet, drei Wochen täglich und dann eine Woche Pause; bei starken Beschwerden in der Pause oder nach Entfernung der Eierstöcke ist eine durchgehende Anwendung möglich. Frauen mit Gebärmutter nehmen zusätzlich ein Gestagen, bei zyklischer Anwendung ab dem zehnten Tag über zwölf Tage bis zur behandlungsfreien Woche; danach kann eine Abbruchblutung auftreten. Das Gel wird auf den ganzen Arm einschließlich Schulter, bei vier Hüben auf beide Arme, aufgetragen und leicht eingerieben; es trocknet in 2 bis 3 Minuten, erst dann wird Kleidung übergezogen. Brüste, Genitalbereich und Schleimhäute bleiben ausgespart; danach die Hände waschen. Kinder dürfen die behandelte Haut nicht berühren. Eine vergessene Anwendung wird nachgeholt, sobald Sie daran denken. Nutzen und Risiken werden mindestens einmal jährlich ärztlich überprüft; vor einer Operation mit längerer Bettruhe wird das Gel 4 bis 6 Wochen vorher abgesetzt.
Gelegentlich, also bei bis zu einer von hundert Anwenderinnen, treten migräneartige Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreizungen an der Auftragestelle, Brustspannen, vermehrter Ausfluss, Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme auf; selten sind Gallenblasenerkrankungen und Mastopathie, sehr selten Krampfaderentzündungen, Blutdruckanstieg, Gallensteine und Leberfunktionsstörungen. Entscheidend sind die Risiken jeder Hormonersatztherapie: Das Brustkrebsrisiko steigt mit der Anwendungsdauer; bei Frauen mit Gebärmutter erhöht Östrogen ohne Gestagen das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs um das Zwei- bis Zwölffache, das Gestagen gleicht das aus. Das Risiko für Venenthrombosen und Lungenembolien ist um das 1,3- bis 3-Fache erhöht, besonders im ersten Jahr, das Schlaganfallrisiko bis zu 1,5-fach, das Eierstockkrebsrisiko leicht. In den ersten Monaten sind Schmierblutungen möglich; spätere oder anhaltende Blutungen müssen abgeklärt werden. Eine schmerzhaft geschwollene Wade, plötzlicher Brustschmerz oder Atemnot, Gelbsucht, erstmals auftretende migräneartige Kopfschmerzen und Knoten in der Brust sind Gründe, sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Oestrogel darf nicht angewendet werden bei bestehendem, früherem oder vermutetem Brustkrebs, bei östrogenabhängigen Tumoren wie Gebärmutterschleimhautkrebs, bei ungeklärten Blutungen aus der Scheide, bei unbehandelter Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, bei früheren oder bestehenden Venenthrombosen oder Lungenembolien, bei Thromboseneigung durch Gerinnungsstörungen, bei Angina pectoris oder Herzinfarkt, bei akuten Lebererkrankungen, bei Porphyrie und bei Überempfindlichkeit. Vor Beginn werden Vorgeschichte, Brust und Unterleib untersucht; während der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen einschließlich Mammographie vorgesehen. Engmaschige Überwachung gilt bei Myomen, Endometriose, starkem Übergewicht, Brustkrebs bei nahen Verwandten, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Diabetes, Gallensteinen, Migräne, Lupus und Epilepsie. Bei Gelbsucht, deutlichem Blutdruckanstieg, migräneartigen Kopfschmerzen oder einer Schwangerschaft wird abgebrochen. Das Gel verhütet nicht; in Schwangerschaft und Stillzeit ist es nicht angezeigt. Die Verkehrstüchtigkeit wird nicht beeinflusst.
Arzneimittel, die Leberenzyme anregen, beschleunigen den Abbau von Estradiol und schwächen die Wirkung ab: Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin, Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir und Johanniskraut; über die Haut fällt dieser Effekt schwächer aus als bei Tabletten. Östrogene können den Lamotriginspiegel senken und die Anfallskontrolle verschlechtern. Bei oralen Östrogenen ist eine verstärkte Wirkung von Metoprolol und Imipramin und eine abgeschwächte Wirkung von Paracetamol, Lorazepam, Gerinnungshemmern und Antidiabetika beschrieben. Bei Hepatitis-C-Mitteln wie Glecaprevir mit Pibrentasvir ist wegen möglicher Leberwerterhöhungen Vorsicht geboten. Nach der Gebrauchsinformation sollte nicht geraucht werden, weil Rauchen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie erhöht.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie Ihr Alter, die letzte Regelblutung und Ihre Beschwerden an, ob Ihre Gebärmutter vorhanden ist und welche Hormonpräparate Sie bisher wie vertragen haben. Gefragt wird nach ungeklärten Blutungen, Brustkrebs, Thrombosen, Schlaganfall oder Herzinfarkt bei Ihnen oder in der Familie, Lebererkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Migräne, Rauchen, Körpergewicht, der letzten gynäkologischen Vorsorge und Mammographie sowie nach allen Arzneimitteln, besonders Antiepileptika, Johanniskraut und HIV- oder Hepatitis-C-Mitteln. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer gynäkologisch eingeleiteten, gut vertragenen Hormonersatztherapie mit regelmäßiger Vorsorge, bei Frauen mit Gebärmutter nur zusammen mit dem Gestagen. Ein Neubeginn ohne gynäkologische Untersuchung, ungeklärte Blutungen, Knoten in der Brust, ein erhöhtes Thromboserisiko und Beschwerden vor dem 40. Lebensjahr gehören in die Frauenarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Wechseljahre & Hormonersatz und im Beitrag Hormonersatztherapie in den Wechseljahren.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 0,06 % |
|---|---|
| Menge | 1 Spender (80 g) |
Estradiol ersetzt das Östrogen, das die Eierstöcke in und nach den Wechseljahren kaum noch bilden. Ziel ist die Linderung von Beschwerden wie Hitzewallungen und ein Schutz vor Knochenabbau.
Hinweis: Mit Gebärmutter ist zusätzlich ein Gestagen nötig. Kinder dürfen die behandelte Haut nicht berühren, weil Estradiol durch Hautkontakt übertragen werden kann.
Wofür wird Oestrogel angewendet?
Oestrogel ist zur Hormonersatztherapie bei Beschwerden durch Östrogenmangel in und nach den Wechseljahren zugelassen, zum Beispiel bei Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen. Zusätzlich darf es zur Vorbeugung von Osteoporose eingesetzt werden, wenn ein hohes Bruchrisiko besteht und andere zugelassene Mittel nicht vertragen werden oder nicht infrage kommen. Ob Oestrogel passt, entscheidet der Arzt.
Wie wirkt Oestrogel?
Oestrogel enthält Estradiol, das dem körpereigenen Östrogen entspricht, dessen Bildung in den Wechseljahren stark abnimmt. Das Gel wird über die Haut aufgenommen, und der Wirkstoff gelangt gleichmäßig ins Blut, ohne zuerst die Leber zu passieren. Der Ausgleich des Östrogenmangels soll typische Beschwerden lindern und den Knochenabbau bremsen.
Ist Oestrogel verschreibungspflichtig?
Ja, Oestrogel ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem Brustkrebs, frühere Blutgerinnsel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen, ungeklärte Blutungen und die Frage nach einer Gebärmutter berücksichtigt. Der medizinische Fragebogen wird vollständig ausgefüllt, jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Oestrogel beachtet werden?
Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko für Brustkrebs, Blutgerinnsel und Schlaganfall erhöhen. Deshalb wird die niedrigste wirksame Dosis gewählt und die Behandlung mindestens einmal jährlich überprüft. Frauen mit Gebärmutter brauchen zusätzlich ein Gestagen. Vor einer Operation mit längerer Bettruhe wird eine Pause von 4 bis 6 Wochen empfohlen. Kinder dürfen die behandelte Haut nicht berühren.
Wie wird Oestrogel aufgetragen?
Das Gel wird einmal täglich auf saubere, trockene und gesunde Haut an Armen, Schultern oder der Innenseite der Oberschenkel verteilt. Brüste, Genitalbereich und Schleimhäute bleiben ausgespart. Danach werden die Hände gründlich gewaschen. Das Gel trocknet in wenigen Minuten, erst dann wird Kleidung darüber getragen. Die Stelle wird etwa 1 Stunde lang nicht gewaschen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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