Augmentin ist ein Kombinationspräparat aus dem Penicillin-Antibiotikum Amoxicillin und Clavulansäure als Filmtablette zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung bakterieller Infektionen zugelassen, zum Beispiel der Nasennebenhöhlen, der Atemwege, der Harnwege, der Haut und nach Tierbissen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Amoxicillin hemmt den Aufbau der bakteriellen Zellwand. Clavulansäure blockiert Betalaktamasen, mit denen manche Bakterien Penicilline abbauen. Dadurch erfasst die Kombination auch Erreger, die solche Enzyme bilden.
Filmtabletten zum Einnehmen zu Beginn einer Mahlzeit, meist 2- oder 3-mal täglich. Ohne ärztliche Überprüfung nicht länger als 14 Tage.
Wichtig: Nicht bei Penicillinallergie, nach schwerer allergischer Reaktion auf ein anderes Betalaktam-Antibiotikum oder nach Leberproblemen durch Amoxicillin mit Clavulansäure einnehmen. Bei Atemnot, Verwirrtheit oder sehr schwerem Krankheitsgefühl sofort persönliche ärztliche Hilfe suchen.
Augmentin ist ein Kombinationspräparat aus dem Penicillin-Antibiotikum Amoxicillin und Clavulansäure als Filmtablette zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung bakterieller Infektionen zugelassen, zum Beispiel der Nasennebenhöhlen, der Atemwege, der Harnwege, der Haut und nach Tierbissen.
Augmentin kombiniert das Penicillin Amoxicillin mit Clavulansäure. Amoxicillin hemmt den Aufbau der bakteriellen Zellwand und tötet empfindliche Erreger ab; Clavulansäure blockiert Betalaktamasen, also Enzyme, mit denen viele Bakterien Penicilline unwirksam machen, und erweitert so das Wirkspektrum. Laut Fachinformation ist Augmentin zugelassen bei akuter bakterieller Nasennebenhöhlenentzündung, akuter Mittelohrentzündung, akuter Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbener Lungenentzündung, Blasenentzündung und Nierenbeckenentzündung, Infektionen der Haut und Weichteile einschließlich Wundinfektionen nach Tierbissen und bei Zahnabszessen mit Ausbreitung sowie bei Knochen- und Gelenkinfektionen. Die Filmtabletten enthalten 875 mg Amoxicillin und 125 mg Clavulansäure; es gibt auch Tabletten mit 500 mg/125 mg.
Erwachsene und Jugendliche ab 40 kg nehmen laut Fachinformation zweimal täglich eine Tablette mit 875 mg/125 mg im Abstand von zwölf Stunden; bei schweren Infektionen kann der Arzt eine höhere Tagesdosis festlegen oder auf dreimal täglich 500 mg/125 mg ausweichen. Die Tablette wird zu Beginn einer Mahlzeit unzerkaut mit Wasser geschluckt; so wird sie besser aufgenommen und der Magen-Darm-Trakt weniger belastet. Die Dauer richtet sich nach der Infektion und liegt meist zwischen fünf und vierzehn Tagen; sie wird eingehalten, auch wenn die Beschwerden früher nachlassen, und nicht ohne erneute ärztliche Beurteilung über vierzehn Tage hinaus verlängert. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosis angepasst.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, tritt Durchfall auf. Häufig sind Übelkeit, Erbrechen und Pilzinfektionen der Haut oder Schleimhäute, etwa im Mund oder in der Scheide. Gelegentlich kommen Schwindel, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht und ein mäßiger Anstieg der Leberwerte vor. Selten sind Blutbildveränderungen und ein Erythema multiforme. Nach der Zulassung wurden Leberentzündung und Gelbsucht durch Gallenstau beschrieben, meist bei längerer Behandlung und bei älteren Männern, außerdem schwere Hautreaktionen, Nierenentzündungen, Krampfanfälle bei Nierenschwäche oder hohen Dosen und eine Darmentzündung durch Clostridioides difficile. Schwere oder anhaltende Durchfälle während oder nach der Behandlung müssen ärztlich abgeklärt werden. Allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock sind möglich; bei Atemnot, Schwellung von Gesicht oder Hals oder Kreislaufproblemen ist der Notruf 112 zu wählen.
Augmentin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Penicilline, bei einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf andere Betalaktam-Antibiotika wie Cephalosporine in der Vorgeschichte und bei einer früheren Gelbsucht oder Leberfunktionsstörung unter Amoxicillin/Clavulansäure. Vorsicht gilt bei Pfeifferschem Drüsenfieber, bei dem häufig ein Hautausschlag auftritt, bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, bei Allergieneigung und bei längerer Behandlung, die Kontrollen von Blutbild, Leber- und Nierenwerten erfordert. In Schwangerschaft und Stillzeit kann Augmentin nach ärztlicher Abwägung angewendet werden.
Probenecid verlangsamt die Ausscheidung von Amoxicillin und wird nicht gleichzeitig empfohlen. Allopurinol erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Hautausschlags. Blutgerinnungshemmer vom Cumarintyp können stärker wirken; die INR wird kontrolliert. Amoxicillin kann die Ausscheidung von Methotrexat verringern und dessen Giftigkeit erhöhen, und die Spiegel des Immunsuppressivums Mycophenolat senken. Breitbandantibiotika können in seltenen Fällen die Wirkung der Pille beeinträchtigen, vor allem bei Erbrechen oder Durchfall.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Beschwerden bestehen, seit wann, ob Fieber vorliegt und welche Behandlungen bereits erfolgt sind. Gefragt wird nach Allergien, besonders gegen Penicilline, nach Leber- und Nierenerkrankungen, Pfeifferschem Drüsenfieber, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln, besonders Gerinnungshemmern, Methotrexat und Allopurinol. Eine Online-Verordnung passt nur bei klar umschriebenen Infektionen, die der Arzt anhand Ihrer Angaben sicher beurteilen kann. Hohes Fieber, Atemnot, starke Schmerzen, Infektionen bei Kindern, in der Schwangerschaft und Beschwerden, die eine Untersuchung oder einen Erregernachweis erfordern, gehören in die Hausarztpraxis oder in die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Antibiotika.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 500 mg / 125 mg, 875 mg / 125 mg |
|---|---|
| Medikament | Amoxicillin / Clavulansäure (Generikum), Augmentin |
| Menge | 16 Tabletten, 20 Tabletten, 21 Tabletten |
Augmentin kombiniert ein Penicillin mit einem Hemmstoff bakterieller Betalaktamasen. So wirkt Amoxicillin auch gegen manche Bakterien, die es sonst abbauen würden.
Hinweis: Bei Penicillinallergie und nach Leberproblemen durch Amoxicillin mit Clavulansäure darf Augmentin nicht eingenommen werden. Eine Gelbfärbung von Haut oder Augen, auch Wochen nach der Behandlung, muss sofort ärztlich abgeklärt werden.
Wofür wird Augmentin angewendet?
Augmentin ist zur Behandlung bakterieller Infektionen zugelassen, zum Beispiel bei Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, Blasen- und Nierenbeckenentzündung, Haut- und Weichteilinfektionen, Tierbissen, schweren Zahnabszessen sowie Knochen- und Gelenkinfektionen. Ob ein Antibiotikum nötig ist, entscheidet der Arzt.
Wie wirkt Augmentin?
Augmentin enthält zwei Wirkstoffe. Amoxicillin hemmt den Aufbau der Zellwand von Bakterien, sodass diese absterben. Clavulansäure blockiert Enzyme, mit denen manche Bakterien Amoxicillin abbauen. Dadurch bleibt Amoxicillin auch gegen diese Bakterien wirksam. Gegen Viren wirkt Augmentin nicht.
Ist Augmentin verschreibungspflichtig?
Ja, Augmentin und Generika mit Amoxicillin und Clavulansäure sind verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden die Art der Infektion, Warnzeichen für einen schweren Verlauf, Allergien, frühere Leberprobleme, die Nierenfunktion und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Augmentin beachtet werden?
Augmentin darf bei Penicillinallergie, nach einer schweren Sofortreaktion auf andere Betalaktam-Antibiotika und nach Gelbsucht oder Leberproblemen durch Amoxicillin mit Clavulansäure nicht eingenommen werden. Vorsicht gilt bei Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber sowie mit Blutverdünnern, Methotrexat oder Mycophenolat. In der Schwangerschaft wird es nur bei klarer Notwendigkeit angewendet.
Welche Nebenwirkungen kann Augmentin haben?
Sehr häufig ist Durchfall, häufig sind Übelkeit, Erbrechen und Pilzinfektionen in Mund oder Scheide. Selten, aber wichtig sind schwere allergische Reaktionen, schwere Hautreaktionen, blutiger Durchfall und Leberschäden, die sich auch noch Wochen nach der Behandlung mit Gelbfärbung der Haut oder dunklem Urin zeigen können.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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