Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide in Form von Filmtabletten. Es wird bei bakteriellen Infektionen der Atemwege und der Haut angewendet und in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Beseitigung von Helicobacter pylori.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Clarithromycin bindet an die Ribosomen der Bakterien und hemmt so die Herstellung bakterieller Eiweiße. Die Bakterien können sich nicht mehr vermehren, und das Immunsystem kann die Infektion beseitigen.
Filmtabletten in der Regel zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen, meist über 6 bis 14 Tage nach ärztlicher Festlegung.
Wichtig: Viele Wechselwirkungen, zum Beispiel mit Simvastatin, Colchicin und bestimmten Herzmedikamenten. Nicht geeignet bei QT-Verlängerung oder zu niedrigen Kalium- oder Magnesiumwerten.
Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide in Form von Filmtabletten. Es wird bei bakteriellen Infektionen der Atemwege und der Haut angewendet und in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Beseitigung von Helicobacter pylori.
Clarithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Es bindet an die Ribosomen der Bakterien und blockiert dort den Aufbau von Eiweißen, sodass sich die Erreger nicht weiter vermehren. Laut Fachinformation ist es bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen, wenn Penicilline oder andere Beta-Lactam-Antibiotika nicht in Frage kommen: bei Mandel- und Rachenentzündung durch Streptokokken, akuter bakterieller Nasennebenhöhlenentzündung, akuter Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbener Lungenentzündung, Infektionen der Haut und Weichteile wie Impetigo, Erysipel, Follikulitis, Furunkeln und Abszessen, bestimmten Mykobakterieninfektionen sowie in Kombination zur Beseitigung von Helicobacter pylori bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Die Filmtabletten enthalten 250 mg oder 500 mg Clarithromycin; der Shop führt Packungen mit 14 Tabletten.
Die übliche Dosis beträgt laut Fachinformation zweimal täglich 250 mg; bei schweren Infektionen kann der Arzt auf zweimal täglich 500 mg erhöhen. Zur Beseitigung von Helicobacter pylori werden zweimal täglich 500 mg zusammen mit einem zweiten Antibiotikum und einem Säureblocker eingenommen. Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten mit Wasser geschluckt werden. Die Behandlung dauert meist zwischen sechs Tagen und zwei Wochen; nach dem Abklingen der Beschwerden wird sie noch mindestens zwei Tage fortgesetzt, bei Streptokokkeninfektionen insgesamt mindestens zehn Tage, um Folgeerkrankungen wie rheumatisches Fieber zu vermeiden. Die verordnete Dauer soll vollständig eingehalten werden, auch wenn es früher besser geht, weil ein vorzeitiger Abbruch Rückfälle und resistente Bakterien begünstigt. Eine vergessene Tablette wird nachgeholt, außer die nächste Einnahme steht kurz bevor; eine doppelte Dosis ist nicht vorgesehen. Bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min wird die Dosis halbiert und die Behandlung nicht länger als zwei Wochen geführt. Für Kinder unter 12 Jahren oder unter 30 kg sind die Tabletten nicht geeignet.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Behandelten, treten Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Geschmacksstörungen, Durchfall, Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Bauchschmerzen, veränderte Leberwerte, Hautausschlag und vermehrtes Schwitzen auf. Gelegentlich kommen Pilzinfektionen im Mund oder in der Scheide, Blutbildveränderungen, Überempfindlichkeit, Appetitverlust, Angst, Schwindel, Schläfrigkeit, Zittern, Hörstörungen, Ohrgeräusche, Herzklopfen, eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG, Magenschleimhautentzündung, Verstopfung, Gallestau, Leberentzündung, Juckreiz, Nesselsucht, Muskelkrämpfe, Fieber und Müdigkeit vor. Mit nicht bekannter Häufigkeit wurden pseudomembranöse Dickdarmentzündung, schwere allergische Reaktionen, psychotische Störungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfälle, Taubheit, Torsade-de-pointes-Tachykardien, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Leberversagen, schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom, Rhabdomyolyse und Nierenversagen beschrieben. Sofort ärztliche Hilfe ist nötig bei anhaltendem oder blutigem Durchfall, bei Gelbfärbung der Haut oder dunklem Urin, bei Herzrasen oder Ohnmacht, bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht und bei Hautausschlag mit Blasen.
Clarithromycin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Makrolide, bei angeborener oder erworbener QT-Verlängerung oder Herzrhythmusstörungen wie Torsade de pointes, bei Kalium- oder Magnesiummangel, bei schwerer Leberschwäche in Verbindung mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei gleichzeitiger Einnahme von Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Terfenadin, Ticagrelor, Ivabradin, Ranolazin, Lomitapid, Colchicin, Ergotamin oder Dihydroergotamin sowie der Statine Lovastatin und Simvastatin. Vorsicht gilt bei koronarer Herzkrankheit, schwerer Herzschwäche, Reizleitungsstörungen oder langsamem Puls, bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, bei Diabetes wegen möglicher Unterzuckerungen und bei Durchfall nach der Behandlung, der auf eine Clostridium-difficile-Infektion hinweisen kann. Wegen zunehmender Resistenzen sieht die Fachinformation bei Lungenentzündung und Hautinfektionen eine Resistenzprüfung vor. In der Schwangerschaft wird Clarithromycin nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt, weil Beobachtungsstudien ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko beschrieben haben; in der Stillzeit geht es in geringer Menge in die Muttermilch über. Benommenheit, Schwindel und Verwirrtheit können die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Clarithromycin hemmt das Leberenzym CYP3A4 und den Transporter P-Glykoprotein und erhöht dadurch die Spiegel vieler Arzneimittel, darunter Midazolam, Triazolam, Alprazolam, Carbamazepin, Phenytoin, Valproat, Theophyllin, Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus, Chinidin, Disopyramid, Digoxin, Kortikosteroide, Quetiapin, Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil sowie Calciumantagonisten wie Verapamil, Diltiazem und Amlodipin. Bei Warfarin und den direkten Gerinnungshemmern Rivaroxaban, Apixaban, Dabigatran und Edoxaban steigt das Blutungsrisiko; INR und Blutungszeichen werden engmaschig kontrolliert. Andere Statine als Lovastatin und Simvastatin werden niedrig dosiert oder gegen Fluvastatin getauscht. Sulfonylharnstoffe, Repaglinid, Nateglinid und Insulin können Unterzuckerungen auslösen. Rifampicin, Rifabutin, Efavirenz, Nevirapin, Phenobarbital und Johanniskraut senken den Clarithromycinspiegel und schwächen die Wirkung ab; Ritonavir, Atazanavir, Saquinavir und Itraconazol erhöhen ihn. Mit Hydroxychloroquin, Chloroquin und anderen QT-verlängernden Mitteln steigt die Gefahr von Herzrhythmusstörungen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Infektion vorliegt, seit wann die Beschwerden bestehen, ob eine Penicillinallergie bekannt ist und welche Antibiotika Sie in den letzten Monaten erhalten haben. Gefragt wird nach Herzerkrankungen, bekannter QT-Verlängerung, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Statinen, Gerinnungshemmern, Herz- und Blutdruckmitteln, Antiepileptika und Potenzmitteln. Eine Online-Verordnung kann bei einer unkomplizierten, klar zuzuordnenden bakteriellen Infektion passen, wenn Penicilline nicht in Frage kommen, oder als vom Gastroenterologen geplante Helicobacter-Therapie. Hohes Fieber, Atemnot, starke Schmerzen, Verwirrtheit, eine Lungenentzündung, Infektionen bei Kindern, schwere Herzerkrankungen und ein sich häufig wiederholender Antibiotikabedarf gehören in die Hausarztpraxis oder in die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Bakterielle Infektionen (Antibiotika) und im Beitrag Antibiotika richtig einnehmen: Dauer, Wechselwirkungen und der Umgang mit Resten.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 250 mg, 500 mg |
|---|---|
| Menge | 14 Tabletten |
Clarithromycin gehört zu den Makrolid-Antibiotika. Es hemmt das Wachstum und die Vermehrung empfindlicher Bakterien.
Hinweis: Wegen zahlreicher Wechselwirkungen werden alle eingenommenen Arzneimittel im Fragebogen angegeben. Bei Herzrasen, Ohnmacht, Gelbfärbung der Haut oder starkem Durchfall wird sofort ärztlicher Rat eingeholt.
Wofür wird Clarithromycin angewendet?
Clarithromycin ist zugelassen bei bakteriellen Infektionen wie Streptokokken-Mandelentzündung, akuter Nebenhöhlenentzündung, akuter Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbener Lungenentzündung sowie leichten bis mittelschweren Haut- und Weichteilinfektionen. Zusammen mit anderen Arzneimitteln wird es zur Beseitigung von Helicobacter pylori eingesetzt. Bei Atemwegs- und Hautinfektionen kommt es vor allem infrage, wenn Penicilline nicht geeignet sind.
Wie wirkt Clarithromycin?
Clarithromycin bindet an die Ribosomen der Bakterien, also an die Stellen, an denen Eiweiße gebildet werden. Ohne diese Eiweiße können die Bakterien nicht wachsen und sich nicht vermehren. Das Immunsystem kann die Infektion dann besser beseitigen. Gegen Viren, etwa bei Erkältung oder Grippe, wirkt Clarithromycin nicht.
Ist Clarithromycin verschreibungspflichtig?
Ja, Clarithromycin ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung über eine Verordnung trifft der Arzt. Dafür wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt. Wichtig ist eine vollständige Angabe aller eingenommenen Arzneimittel, weil Clarithromycin mit vielen Wirkstoffen Wechselwirkungen hat.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Clarithromycin ist nicht geeignet bei einer Allergie gegen Makrolide, bei bekannter QT-Verlängerung oder Rhythmusstörungen der Herzkammern, bei zu niedrigen Kalium- oder Magnesiumwerten und bei schwerer Lebererkrankung mit eingeschränkter Nierenfunktion. Vorsicht gilt bei Herzerkrankungen, Diabetesmitteln und Blutverdünnern. In der Schwangerschaft wird Clarithromycin nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt.
Warum sind Wechselwirkungen bei Clarithromycin so wichtig?
Clarithromycin hemmt ein Enzym in der Leber, das viele Arzneimittel abbaut. Dadurch können deren Spiegel stark steigen. Mit Simvastatin oder Lovastatin drohen Muskelschäden, mit Colchicin Vergiftungen und mit einigen Herz- oder Magenmitteln gefährliche Herzrhythmusstörungen. Diese Kombinationen sind deshalb nicht erlaubt, andere erfordern Kontrollen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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