Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone in Form von Filmtabletten. Es wird bei bestimmten bakteriellen Infektionen angewendet, zum Beispiel an Harnwegen, Nieren oder Prostata, bei leichteren Infektionen nur, wenn andere Antibiotika nicht geeignet sind.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Ciprofloxacin hemmt Enzyme, die Bakterien zur Vervielfältigung ihres Erbguts brauchen, und tötet empfindliche Bakterien dadurch ab. Der Wirkstoff erreicht gut Nieren, Harnwege und Prostata.
Filmtabletten meist zweimal täglich mit Wasser einnehmen, nicht allein mit Milchprodukten. Die Dauer reicht je nach Infektion von einem Tag bis zu mehreren Wochen und wird ärztlich festgelegt.
Wichtig: Selten schwere, teils lang anhaltende Nebenwirkungen an Sehnen, Nerven und Psyche sowie an der Hauptschlagader. Nicht zusammen mit Tizanidin einnehmen.
Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone in Form von Filmtabletten. Es wird bei bestimmten bakteriellen Infektionen angewendet, zum Beispiel an Harnwegen, Nieren oder Prostata, bei leichteren Infektionen nur, wenn andere Antibiotika nicht geeignet sind.
Ciprofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Es hemmt in Bakterien die Enzyme Gyrase und Topoisomerase IV, die für die Vervielfältigung des Erbguts nötig sind, und tötet so viele gramnegative und einige grampositive Erreger ab. Seit der europäischen Überprüfung der Fluorchinolone 2018 und 2019 gilt: Ciprofloxacin wird nur eingesetzt, wenn andere Antibiotika nicht geeignet sind, und nicht mehr bei leichten oder selbstlimitierenden Infektionen. Laut Fachinformation ist es unter anderem zugelassen bei komplizierten Harnwegsinfektionen und Nierenbeckenentzündung, bei bakterieller Prostatitis und Nebenhodenentzündung, bei bestimmten Infektionen der unteren Atemwege, bei Knochen-, Gelenk- und Weichteilinfektionen, bei Infektionen des Magen-Darm-Trakts und bei Milzbrand. Die Filmtabletten enthalten 500 mg Ciprofloxacin; es gibt auch 250 mg und 750 mg.
Die Dosis richtet sich laut Fachinformation nach Art und Schwere der Infektion: bei komplizierten Harnwegsinfektionen und Nierenbeckenentzündung meist zweimal täglich 500 mg über sieben bis 21 Tage, bei unkomplizierter Blasenentzündung, wenn andere Antibiotika nicht in Frage kommen, zweimal täglich 250 bis 500 mg über drei Tage, bei Prostatitis zweimal täglich 500 mg über zwei bis vier Wochen. Die Tabletten werden unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt, unabhängig von den Mahlzeiten, aber nicht zusammen mit Milchprodukten oder mit Mineralstoffen angereicherten Säften allein. Antazida, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und Sucralfat werden mit mindestens zwei Stunden Abstand eingenommen. Während der Behandlung ist auf ausreichendes Trinken zu achten. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Dosis angepasst.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Übelkeit und Durchfall auf. Gelegentlich kommen Pilzinfektionen, Appetitlosigkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, erhöhte Leberwerte, Hautausschlag, Gelenk- und Muskelschmerzen und Nierenfunktionsstörungen vor. Schwerwiegend und zum Teil lang anhaltend oder bleibend sind die 2019 in einem Rote-Hand-Brief beschriebenen Nebenwirkungen: Sehnenentzündungen und Sehnenrisse (vor allem der Achillessehne, auch Monate nach der Behandlung), Nervenschäden mit Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Gedächtnis- und Schlafstörungen, Angst und Depression sowie Seh-, Hör- und Geschmacksstörungen. Außerdem können Herzrhythmusstörungen durch QT-Verlängerung, Unterzuckerungen, Lichtempfindlichkeit, Krampfanfälle, eine Erweiterung oder ein Riss der Hauptschlagader und Herzklappenfehler auftreten. Beim ersten Anzeichen von Sehnenschmerzen, Nervenbeschwerden oder psychischen Veränderungen wird Ciprofloxacin abgesetzt und ärztlicher Rat eingeholt. Schwere Durchfälle während oder nach der Behandlung müssen abgeklärt werden.
Ciprofloxacin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Fluorchinolone, bei gleichzeitiger Einnahme von Tizanidin und bei Sehnenschäden im Zusammenhang mit einem früheren Chinolon. Nicht empfohlen ist es bei Kindern und Jugendlichen, außer in besonderen Fällen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Patienten mit früheren schweren Nebenwirkungen eines Chinolons. Besondere Vorsicht gilt bei Menschen über 60 Jahren, bei gleichzeitiger Einnahme von Kortison, nach Organtransplantation, bei Nierenschwäche, Epilepsie, Myasthenia gravis, Herzrhythmusstörungen, Aneurysmen oder Bindegewebserkrankungen wie dem Marfan-Syndrom, bei Diabetes mit Antidiabetika und bei bekanntem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase. Starke Sonne und Solarien sind während der Behandlung zu meiden.
Tizanidin ist wegen starken Blutdruckabfalls und Schläfrigkeit gegenanzeigt. Ciprofloxacin erhöht die Spiegel von Theophyllin, Clozapin, Olanzapin, Ropinirol, Duloxetin, Methotrexat und Koffein und verstärkt die Wirkung von Blutgerinnungshemmern vom Cumarintyp (INR-Kontrollen). Mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, etwa bestimmten Antiarrhythmika, Antidepressiva, Antipsychotika und Makrolid-Antibiotika, steigt das Risiko von Herzrhythmusstörungen. Kortison erhöht das Risiko von Sehnenrissen, entzündungshemmende Schmerzmittel in hohen Dosen das Risiko von Krampfanfällen. Antazida, Mineralstoffe, Sucralfat und Phosphatbinder verringern die Aufnahme von Ciprofloxacin; Probenecid erhöht seinen Spiegel. Bei Antidiabetika sind Unter- und Überzuckerungen möglich.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Infektion vorliegt, seit wann, ob Fieber oder Flankenschmerzen bestehen, welche Antibiotika Sie bereits erhalten haben und ob Ciprofloxacin schon einmal verordnet wurde und wie es vertragen wurde. Gefragt wird nach Alter, Sehnen-, Nerven- und Herzerkrankungen, Aneurysmen, Epilepsie, Diabetes, Kortisontherapie, Nierenfunktion, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln. Eine Online-Verordnung passt nur, wenn andere Antibiotika nicht geeignet sind und der Arzt die Infektion anhand Ihrer Angaben sicher einordnen kann. Fieber mit Flankenschmerzen, eine Prostatitis mit starken Beschwerden, Infektionen in der Schwangerschaft und jede Infektion, die einen Erregernachweis oder eine Untersuchung erfordert, gehören in die Hausarzt- oder Urologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Blasenentzündung.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 250 mg, 500 mg, 750 mg |
|---|---|
| Menge | 10 Tabletten, 16 Tabletten, 20 Tabletten |
Ciprofloxacin wirkt bakterizid, das heißt, es tötet empfindliche Bakterien ab. Dazu greift es in die Vervielfältigung des bakteriellen Erbguts ein.
Hinweis: Bei Sehnenschmerzen, Kribbeln oder Taubheit in Armen oder Beinen, starken Stimmungsveränderungen oder plötzlichen starken Schmerzen in Brust, Bauch oder Rücken wird die Einnahme beendet und sofort ärztlicher Rat eingeholt.
Wofür wird Ciprofloxacin angewendet?
Ciprofloxacin ist für Erwachsene bei verschiedenen bakteriellen Infektionen zugelassen, zum Beispiel bei komplizierten Harnwegsinfektionen, Nierenbecken- und Prostataentzündungen, bestimmten Atemwegs-, Magen-Darm-, Haut-, Knochen- und Gelenkinfektionen sowie bei schwerem Reisedurchfall. Bei leichteren Infektionen wie einer einfachen Blasenentzündung wird es nur eingesetzt, wenn andere empfohlene Antibiotika nicht geeignet sind.
Wie wirkt Ciprofloxacin?
Ciprofloxacin gehört zu den Fluorchinolonen. Es hemmt zwei Enzyme, die Bakterien zur Vervielfältigung ihres Erbguts brauchen. Dadurch sterben empfindliche Bakterien ab. Gegen Viren, etwa bei Erkältung oder Grippe, wirkt Ciprofloxacin nicht. Die Einnahme über die volle verordnete Dauer ist wichtig, damit sich weniger Resistenzen bilden.
Ist Ciprofloxacin verschreibungspflichtig?
Ja, Ciprofloxacin ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung über eine Verordnung trifft der Arzt. Dafür wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt. Wegen der Anwendungsbeschränkungen für Fluorchinolone achtet der Arzt besonders darauf, ob ein anderes Antibiotikum besser geeignet ist.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Ciprofloxacin ist nicht geeignet bei einer Allergie gegen Chinolone und bei gleichzeitiger Einnahme von Tizanidin. Wichtig sind außerdem frühere schwere Nebenwirkungen durch Chinolone, Aortenaneurysma, Herzklappenerkrankungen, Myasthenia gravis, Epilepsie, Diabetes und eine eingeschränkte Nierenfunktion. In Schwangerschaft und Stillzeit wird Ciprofloxacin in der Regel nicht angewendet. Milchprodukte und Mineralstoffpräparate verringern die Aufnahme.
Welche seltenen, schweren Nebenwirkungen sind bekannt?
Selten treten Sehnenentzündungen oder Sehnenrisse, Nervenschäden mit Kribbeln oder Taubheit, psychische Veränderungen sowie Erweiterungen oder Einrisse der Hauptschlagader auf. Einige dieser Nebenwirkungen können Monate anhalten oder bleiben. Bei ersten Anzeichen wird die Einnahme beendet und sofort ärztlicher Rat eingeholt.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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