Evra ist ein kombiniertes hormonales Verhütungsmittel in Form eines Pflasters mit Norelgestromin und Ethinylestradiol. Das Pflaster wird zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet.
iDieses Präparat verordnen wir nur für Frauen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Das Pflaster gibt Norelgestromin und Ethinylestradiol ab, die durch die Haut ins Blut gelangen. Die Hormone unterdrücken vor allem den Eisprung, ähnlich wie eine Kombinationspille.
Ein Pflaster wird 7 Tage getragen und an Tag 8 und Tag 15 gewechselt. Nach drei Pflastern folgt eine pflasterfreie Woche.
Eintritt: Bei Beginn am 1. Zyklustag ab dem ersten Tag · Dauer: 7 Tage pro Pflaster, auch in der pflasterfreien Woche
Wichtig: Nicht geeignet nach Blutgerinnseln, Herzinfarkt oder Schlaganfall und bei Migräne mit Aura. Ab 90 kg Körpergewicht kann die Wirkung verringert sein. Rauchen erhöht das Risiko, besonders ab 35 Jahren.
Evra ist ein kombiniertes hormonales Verhütungsmittel in Form eines Pflasters mit Norelgestromin und Ethinylestradiol. Das Pflaster wird zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet.
Evra ist ein hormonelles Verhütungspflaster. Es enthält das Gestagen Norelgestromin und das Östrogen Ethinylestradiol und gibt über die Haut täglich etwa 203 Mikrogramm Norelgestromin und 33,9 Mikrogramm Ethinylestradiol ab. Die Hormone unterdrücken den Eisprung, verdicken den Schleim im Gebärmutterhals und verändern die Gebärmutterschleimhaut; die Wirkung entspricht der einer kombinierten Pille, ohne dass täglich an eine Tablette gedacht werden muss. Laut Fachinformation ist Evra zugelassen zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter; Sicherheit und Wirksamkeit sind für Frauen von 18 bis 45 Jahren belegt. Bei Frauen ab 90 kg Körpergewicht ist die Wirksamkeit möglicherweise vermindert.
Ein Pflaster wird laut Fachinformation jeweils eine Woche lang getragen und an drei aufeinanderfolgenden Wochen am gleichen Wochentag gewechselt (Tag 1, Tag 8, Tag 15); die vierte Woche bleibt pflasterfrei, in ihr setzt die Abbruchblutung ein. Nach sieben pflasterfreien Tagen beginnt der neue Zyklus, auch wenn die Blutung noch anhält. Beim ersten Mal wird das Pflaster am ersten Tag der Regelblutung aufgeklebt; bei einem späteren Start sind in den ersten sieben Tagen zusätzlich Kondome nötig. Das Pflaster kommt auf saubere, trockene, unbehaarte und unverletzte Haut an Gesäß, Bauch, Außenseite des Oberarms oder oberem Rücken, nie auf die Brust, und wird täglich geprüft. Löst es sich teilweise oder ganz, wird es innerhalb von 24 Stunden wieder angedrückt oder ersetzt; nach mehr als 24 Stunden oder bei Unsicherheit beginnt ein neuer Zyklus mit sieben Tagen Zusatzverhütung. Ein vergessener Wechsel am Tag 8 oder 15 wird bis zu 48 Stunden ohne Folgen nachgeholt, danach gilt ebenfalls ein Neustart. Gebrauchte Pflaster werden mit den Klebeflächen zusammengefaltet entsorgt.
Sehr häufig, also bei mehr als einer von zehn Anwenderinnen, treten Kopfschmerzen, Übelkeit und Brustspannen auf. Häufig sind Scheidenpilz, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Angst, Schwindel, Migräne, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Akne, Hautausschlag, Juckreiz, Muskelkrämpfe, Regelschmerzen, Blutungen außerhalb der Regel, Ausfluss, Müdigkeit, Hautreizung an der Klebestelle und Gewichtszunahme. Gelegentlich kommen erhöhte Blutfette, Schlaflosigkeit, Libidoverlust, Blutdruckanstieg, Pigmentflecken im Gesicht und Wassereinlagerungen vor. Selten, aber ernst sind Blutgerinnsel in den Venen (tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie) und Arterien (Herzinfarkt, Schlaganfall), Lebertumoren, Gallenblasenerkrankungen und Brustkrebs. Das Thromboserisiko mit Evra liegt bei etwa 6 bis 12 Fällen je 10.000 Frauen pro Jahr, höher als bei Pillen mit Levonorgestrel (5 bis 7) und deutlich höher als ohne Hormone (2); es ist im ersten Jahr am größten. Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, Beinschwellung, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Lähmungen sind Notfälle.
Evra darf nicht angewendet werden bei bestehender oder früherer Venenthrombose oder Lungenembolie, bei bekannter Gerinnungsstörung, bei großen Operationen mit längerer Bettruhe, bei mehreren Risikofaktoren für Thrombosen, bei früherem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Angina pectoris, bei Migräne mit Aura, bei Diabetes mit Gefäßschäden, bei schwerem Bluthochdruck, bei schwerer Fettstoffwechselstörung, bei Rauchen über 35 Jahren, bei Bauchspeicheldrüsenentzündung mit stark erhöhten Triglyceriden, bei schweren Lebererkrankungen oder Lebertumoren, bei hormonabhängigen Tumoren von Brust oder Genitalien, bei ungeklärten Blutungen aus der Scheide, bei Überempfindlichkeit und zusammen mit bestimmten Hepatitis-C-Kombinationen. Vorsicht gilt bei Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, Migräne ohne Aura, Depression, Lupus, Gallenerkrankungen, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und bei einem Körpergewicht ab 90 kg. In der Schwangerschaft wird Evra nicht angewendet, in der Stillzeit nicht vor der Entwöhnung, weil die Milchmenge abnehmen kann.
Arzneimittel, die Leberenzyme anregen, schwächen die Verhütung ab und können Zwischenblutungen auslösen: Rifampicin, Rifabutin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Topiramat, Felbamat, Modafinil, Griseofulvin, Efavirenz, Nevirapin, Ritonavir-haltige HIV-Mittel, Bosentan und Johanniskraut; während der Einnahme und bis 28 Tage danach wird zusätzlich mit Kondomen verhütet. Hemmer des Enzyms CYP3A4 wie Ketoconazol, Itraconazol und Clarithromycin erhöhen die Hormonspiegel. Evra kann die Spiegel von Ciclosporin, Theophyllin, Tizanidin und Prednisolon erhöhen und den Spiegel des Antiepileptikums Lamotrigin senken. Bestimmte Hepatitis-C-Kombinationen mit Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir, Glecaprevir, Pibrentasvir oder Voxilaprevir dürfen wegen des Risikos von Leberwerterhöhungen nicht gleichzeitig angewendet werden.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, ob Sie Evra bereits anwenden oder neu beginnen möchten, welche Verhütung Sie bisher genutzt haben, Ihr Gewicht und Ihre Größe, Ihren Blutdruck und ob Sie rauchen. Gefragt wird nach Thrombosen oder Embolien bei Ihnen oder nahen Verwandten, Migräne mit Aura, Bluthochdruck, Diabetes, Lebererkrankungen, Brustkrebs in der Familie, Depressionen und nach allen Arzneimitteln, besonders Antiepileptika, Antibiotika, HIV- und Hepatitis-Mitteln und Johanniskraut. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer vertragenen Anwendung oder als Beginn bei gesunden Nichtraucherinnen ohne Risikofaktoren und mit gemessenem Blutdruck. Thrombosen in der eigenen oder Familiengeschichte, Migräne mit Aura, Rauchen über 35, Bluthochdruck, ein Gewicht ab 90 kg oder ungeklärte Blutungen gehören in die Frauenarztpraxis, wo auch eine Methode mit geringerem Thromboserisiko besprochen werden kann. Mehr dazu im Behandlungsbereich Verhütung und im Beitrag Die Pille als Folgerezept online.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 6 mg / 600 µg |
|---|---|
| Menge | 3 Pflaster, 9 Pflaster, 18 Pflaster |
Evra gibt über jeweils 7 Tage gleichmäßig ein Gestagen und ein Östrogen ab. Die Hormone wirken im ganzen Körper wie bei einer Kombinationspille.
Hinweis: Das Pflaster schützt nur zuverlässig, wenn es fest klebt und rechtzeitig gewechselt wird. Hat es sich 24 Stunden oder länger gelöst, beginnt ein neuer Zyklus und 7 Tage lang sind zusätzlich Kondome nötig.
Wofür wird Evra angewendet?
Evra ist laut Zulassung zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter bestimmt. Das Pflaster enthält die Hormone Norelgestromin und Ethinylestradiol und gehört wie die Kombinationspille zu den kombinierten hormonalen Verhütungsmitteln. Vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützt es nicht.
Wie wirkt Evra?
Das Pflaster gibt gleichmäßig kleine Mengen Norelgestromin und Ethinylestradiol ab. Die Hormone gelangen durch die Haut ins Blut und verhindern vor allem den Eisprung. Jedes Pflaster wird eine Woche getragen, nach drei Wochen folgt eine pflasterfreie Woche mit meist einer Blutung. Bei richtiger Anwendung besteht der Schutz auch in dieser Woche.
Ist Evra verschreibungspflichtig?
Ja, Evra ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt. Dafür wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, unter anderem mit Angaben zu Blutgerinnseln, Migräne, Rauchen, Blutdruck, Körpergewicht und eingenommenen Arzneimitteln.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Wichtig sind das Risiko für Blutgerinnsel und die persönlichen Risikofaktoren. Evra ist nicht geeignet nach Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei bekannter Gerinnungsneigung, Migräne mit Aura, stark erhöhtem Blutdruck und bestimmten Leber- und Krebserkrankungen. Ab 90 kg Körpergewicht kann der Schutz geringer sein. Mittel gegen Epilepsie, Rifampicin und Johanniskraut können die Wirkung abschwächen.
Was passiert, wenn sich das Pflaster löst?
Hat sich das Pflaster weniger als 24 Stunden gelöst, wird es sofort wieder aufgeklebt oder durch ein neues ersetzt, der Schutz bleibt bestehen. War es länger gelöst oder ist die Dauer unklar, beginnt sofort ein neuer Zyklus mit einem neuen Pflaster, und 7 Tage lang werden zusätzlich Kondome verwendet. Ein Pflaster, das nicht mehr klebt, wird nicht mit Klebeband befestigt.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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