Marvelon ist eine Kombinationspille in Tablettenform mit dem Gestagen Desogestrel und dem Östrogen Ethinylestradiol. Die Pille wird zur Verhütung einer Schwangerschaft angewendet.
iDieses Präparat verordnen wir nur für Frauen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Desogestrel wird im Körper zu Etonogestrel umgewandelt. Zusammen mit Ethinylestradiol unterdrückt es den Eisprung und verändert den Schleim am Gebärmutterhals. Alle Tabletten enthalten die gleiche Hormonmenge.
Einmal täglich eine Tablette, möglichst zur gleichen Uhrzeit, über 21 Tage. Danach folgen 7 Tage Pause, in denen meist eine Abbruchblutung einsetzt.
Eintritt: Bei Beginn am 1. Zyklustag ab dem ersten Tag · Dauer: Solange die Einnahme regelmäßig erfolgt, auch in der Pause
Wichtig: Pillen mit Desogestrel sind mit einem höheren Thromboserisiko verbunden als Pillen mit Levonorgestrel. Nicht geeignet nach Blutgerinnseln, Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei Migräne mit Aura.
Marvelon ist eine Kombinationspille in Tablettenform mit dem Gestagen Desogestrel und dem Östrogen Ethinylestradiol. Die Pille wird zur Verhütung einer Schwangerschaft angewendet.
Marvelon ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum mit 0,150 mg Desogestrel, einem Gestagen der dritten Generation, und 0,030 mg Ethinylestradiol in jeder Filmtablette; alle 21 Tabletten einer Packung sind gleich dosiert. Desogestrel wird im Körper zu Etonogestrel umgewandelt und unterdrückt zusammen mit dem Östrogen die Hormone, die den Eisprung auslösen; zusätzlich verdickt sich der Schleim im Gebärmutterhals. Laut Fachinformation ist Marvelon zur Kontrazeption zugelassen; bei der Verordnung sollen die individuellen Risikofaktoren, vor allem für venöse Thromboembolien, berücksichtigt und das Thromboserisiko mit dem anderer Pillen verglichen werden. Der Shop führt Marvelon als Vorrat für 3 Monate (63 Tabletten), 6 Monate (126), 9 Monate (189) und 12 Monate (252 Tabletten). Zur Verschiebung der Menstruation ist Marvelon nicht vorgesehen, und vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützt es nicht.
An 21 aufeinanderfolgenden Tagen wird täglich eine Tablette in der Reihenfolge des Blisters eingenommen, möglichst zur gleichen Tageszeit. Danach folgt eine siebentägige Pause, in der meist zwei bis drei Tage nach der letzten Tablette eine Entzugsblutung einsetzt; die nächste Packung beginnt nach genau sieben Tagen, auch wenn die Blutung noch andauert. Ohne vorherige hormonelle Verhütung wird am ersten Tag der Regelblutung begonnen; bei Beginn an Tag 2 bis 5 wird sieben Tage lang zusätzlich ein Kondom benutzt, ebenso nach dem Wechsel von einer Minipille. Wird eine Tablette weniger als zwölf Stunden zu spät genommen, bleibt der Schutz erhalten. Bei mehr als zwölf Stunden gilt: nie länger als sieben Tage unterbrechen, und sieben Tage ununterbrochene Einnahme sind nötig, damit der Eisprung unterdrückt bleibt. In der ersten Einnahmewoche wird die Tablette nachgeholt, auch wenn dadurch zwei an einem Tag anfallen, und sieben Tage lang zusätzlich verhütet; bei Geschlechtsverkehr in den Tagen davor ist eine Schwangerschaft möglich. In der zweiten Woche genügt das Nachholen, sofern die sieben Tage davor korrekt waren. In der dritten Woche wird entweder nachgeholt und die nächste Packung ohne Pause angeschlossen oder die Packung abgebrochen und nach höchstens sieben Tagen Pause, die vergessenen Tage mitgezählt, neu begonnen. Erbrechen innerhalb von drei bis vier Stunden nach der Einnahme zählt wie eine vergessene Tablette. Bleibt danach die Entzugsblutung aus, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Häufig, also bei bis zu einer von zehn Anwenderinnen, treten depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten und Gewichtszunahme auf. Gelegentlich kommen Wassereinlagerungen, verminderte Libido, Migräne, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Nesselsucht und Brustvergrößerung vor. Selten sind Überempfindlichkeit, vermehrte Libido, Beschwerden mit Kontaktlinsen, Erythema nodosum, Erythema multiforme, vaginaler Ausfluss, Milchfluss, Gewichtsabnahme sowie venöse und arterielle Thromboembolien. In den ersten drei Zyklen sind Schmier- und Durchbruchblutungen üblich. Das wichtigste Risiko ist die Thrombose: Ohne Pille erleiden etwa 2 von 10.000 Frauen pro Jahr eine venöse Thromboembolie, mit einer desogestrelhaltigen Pille wie Marvelon schätzungsweise 9 bis 12 von 10.000, mit einer levonorgestrelhaltigen Pille etwa 6 von 10.000; am höchsten ist das Risiko im ersten Anwendungsjahr und nach einer Pause von vier Wochen oder mehr. Eine einseitige Schwellung oder Schmerzen im Bein, plötzliche Atemnot, stechender Brustschmerz, Bluthusten, plötzliche Schwäche oder Taubheit einer Körperseite, Sprachstörungen, Sehverlust oder ein ungewohnt starker Kopfschmerz sind Notfallzeichen; dann wird sofort der Rettungsdienst gerufen. Starke Oberbauchschmerzen, Gelbsucht, neue Migräne mit Aura, ein deutlicher Blutdruckanstieg und anhaltend gedrückte Stimmung sind Gründe für eine ärztliche Überprüfung.
Marvelon darf nicht angewendet werden bei bestehender oder früherer venöser Thromboembolie, bei Gerinnungsstörungen wie Faktor-V-Leiden oder Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel, bei größeren Operationen mit längerer Immobilisierung, bei Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte, bei Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen, bei Diabetes mit Gefäßschäden, schwerer Hypertonie oder schwerer Fettstoffwechselstörung, bei Pankreatitis mit schwerer Hypertriglyzeridämie, bei schweren Lebererkrankungen oder Lebertumoren, bei hormonabhängigen Krebserkrankungen, bei Endometriumhyperplasie, bei ungeklärten vaginalen Blutungen, in der Schwangerschaft und bei Überempfindlichkeit. Mehrere Risikofaktoren zusammen, etwa Rauchen, ein BMI über 30, Alter über 35 Jahre, Bluthochdruck und eine familiäre Thromboseneigung, können ebenfalls zum Ausschluss führen; Raucherinnen über 35 wird dringend eine andere Verhütung empfohlen. Vor einer geplanten Operation wird Marvelon mindestens vier Wochen vorher abgesetzt und erst zwei Wochen nach vollständiger Mobilisierung wieder begonnen; auch Flugreisen über vier Stunden erhöhen das Risiko. Vorsicht gilt bei Depressionen, Diabetes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Lupus und Neigung zu Chloasma. In der Schwangerschaft wird Marvelon abgesetzt, in der Stillzeit bis zum Abstillen nicht empfohlen. Die Verkehrstüchtigkeit wird nicht beeinflusst.
Enzyminduktoren beschleunigen den Abbau der Hormone und können zu Durchbruchblutungen und Versagen der Verhütung führen: Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Carbamazepin, Bosentan, Rifampicin, Ritonavir, Efavirenz, Nevirapin, möglicherweise auch Oxcarbazepin, Topiramat, Rifabutin, Felbamat, Griseofulvin und Johanniskraut. Während einer solchen Behandlung und 28 Tage danach wird zusätzlich mit Kondom verhütet; bei Dauertherapie ist eine nicht hormonelle Methode vorzuziehen. Die Hepatitis-C-Kombinationen Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit Dasabuvir und Glecaprevir/Pibrentasvir sind wegen Leberwerterhöhungen kontraindiziert; Marvelon wird erst zwei Wochen nach deren Ende wieder begonnen. CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Fluconazol, Erythromycin und Diltiazem sowie Etoricoxib können die Hormonspiegel erhöhen. Umgekehrt erhöht Marvelon die Spiegel von Ciclosporin, Theophyllin und Tizanidin und senkt den Spiegel von Lamotrigin, was Anfälle begünstigen kann.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann Sie Marvelon oder eine andere Pille mit Desogestrel und Ethinylestradiol einnehmen, wer sie zuerst verordnet hat, wie Sie sie vertragen, wann Ihr Blutdruck zuletzt gemessen wurde und wie hoch er war, außerdem Größe, Gewicht und Raucherstatus. Gefragt wird nach Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Ihnen oder nahen Verwandten unter 50 Jahren, nach Migräne mit Aura, Bluthochdruck, Diabetes, Leber- und Krebserkrankungen, Depressionen, anstehenden Operationen, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Antiepileptika, Antimykotika, HIV- oder Hepatitis-Mitteln und Johanniskraut. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer gut vertragenen, ärztlich begonnenen Einnahme ohne neue Risikofaktoren. Eine Erstverordnung ohne Untersuchung, Raucherinnen über 35 Jahre, ein BMI über 30 mit weiteren Risiken, neue Migräne mit Aura, unklare Blutungen oder ein erhöhter Blutdruck gehören in die Frauenarzt- oder Hausarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Verhütung und im Beitrag Pille per Folgerezept: Wann eine Online-Anfrage möglich ist und wann nicht.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 0,15 mg / 0,03 mg |
|---|---|
| Menge | 3 Monate (63 Tabletten), 6 Monate (126 Tabletten), 9 Monate (189 Tabletten), 12 Monate (252 Tabletten) |
Marvelon kombiniert ein Gestagen und ein Östrogen in gleichbleibender Menge. Die Hormone wirken im ganzen Körper und verhindern eine Schwangerschaft vor allem, indem sie den Eisprung unterdrücken.
Hinweis: Die Tabletten werden 21 Tage lang täglich etwa zur gleichen Uhrzeit eingenommen, danach folgen 7 Tage Pause. Bei mehr als 12 Stunden Verspätung sind 7 Tage lang zusätzlich Kondome nötig.
Wofür wird Marvelon angewendet?
Marvelon ist laut Zulassung zur Empfängnisverhütung bestimmt. Die Pille enthält das Gestagen Desogestrel und das Östrogen Ethinylestradiol und gehört zu den kombinierten hormonalen Verhütungsmitteln. Jede Tablette hat die gleiche Zusammensetzung. Vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützt Marvelon nicht.
Wie wirkt Marvelon?
Die Hormone gelangen nach dem Schlucken über den Magen-Darm-Trakt ins Blut. Desogestrel wird im Körper zu Etonogestrel umgewandelt. Zusammen mit Ethinylestradiol hemmt es vor allem den Eisprung und verändert den Schleim am Gebärmutterhals. In der 7-tägigen Pause setzt meist eine Blutung ein, bei richtiger Einnahme bleibt der Schutz bestehen.
Ist Marvelon verschreibungspflichtig?
Ja, Marvelon ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt. Dafür wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, unter anderem mit Angaben zu Blutgerinnseln, Migräne, Rauchen, Blutdruck, Vorerkrankungen und eingenommenen Arzneimitteln.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Wichtig sind das Risiko für Blutgerinnsel und die persönlichen Risikofaktoren. Das Risiko ist im ersten Jahr der Anwendung am höchsten. Nicht geeignet ist Marvelon nach Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei bekannter Gerinnungsneigung, Migräne mit Aura, stark erhöhtem Blutdruck, in der Schwangerschaft sowie bei bestimmten Leber- und Krebserkrankungen. Rauchen erhöht das Risiko zusätzlich, besonders ab 35 Jahren.
Was passiert, wenn eine Tablette vergessen wurde?
Bis 12 Stunden Verspätung wird die Tablette sofort eingenommen, der Schutz bleibt bestehen. Bei längerer Verspätung wird die letzte vergessene Tablette sofort eingenommen, auch wenn dann zwei an einem Tag fällig sind, und 7 Tage lang werden zusätzlich Kondome verwendet. Reichen diese 7 Tage über das Ende der Packung hinaus, folgt die nächste Packung ohne Pause.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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