Codein ist ein Opioid in Tablettenform mit dem Wirkstoff Codeinphosphat. Es wird zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von trockenem Reizhusten eingesetzt, wenn ein Hustenstiller ärztlich angezeigt ist.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Codein dämpft über Opioid-Rezeptoren das Hustenzentrum im Gehirn und schwächt so den Hustenreflex. Ein Teil des Wirkstoffs wird in der Leber in Morphin umgewandelt.
Tablette zum Einnehmen, meist mehrmals täglich im Abstand von mindestens 6 Stunden und bevorzugt abends. So kurz und so niedrig dosiert wie möglich.
Wichtig: Codein kann abhängig machen und die Atmung dämpfen. Nicht bei Atemschwäche, COPD oder Lungenemphysem, Lungenentzündung, akutem Asthmaanfall, eingeschränkter Leberfunktion, in der Stillzeit oder mit MAO-Hemmern. Kein Alkohol und Vorsicht mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
Codein ist ein Opioid in Tablettenform mit dem Wirkstoff Codeinphosphat. Es wird zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von trockenem Reizhusten eingesetzt, wenn ein Hustenstiller ärztlich angezeigt ist.
Codein ist ein schwach wirksames Opioid. Es dämpft im Hirnstamm das Hustenzentrum und unterdrückt so den Hustenreiz; ein Teil des Codeins wird in der Leber über das Enzym CYP2D6 zu Morphin umgewandelt, worauf auch die schmerzlindernde Wirkung beruht. Laut Fachinformation sind Codein-Tabletten zugelassen zur symptomatischen Behandlung von trockenem Reizhusten; als Schmerzmittel wird Codein meist in Kombination mit Paracetamol bei mäßig starken Schmerzen eingesetzt, wenn andere Mittel nicht ausreichen. Die Tabletten enthalten 30 mg Codeinphosphat; Codein ist verschreibungspflichtig und hat ein Abhängigkeitspotenzial.
Bei Reizhusten nehmen Erwachsene laut Fachinformation 30 bis 60 mg bis zu dreimal täglich, also ein bis zwei Tabletten je Einnahme; die Tageshöchstdosis liegt bei 200 mg. Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt, bei nächtlichem Husten vor allem abends. Die Behandlung wird so kurz wie möglich gehalten, in der Regel wenige Tage; dauert der Husten länger als zwei Wochen oder kommt Fieber, Atemnot oder blutiger Auswurf hinzu, ist eine ärztliche Untersuchung nötig. Bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wird die Dosis verringert oder der Abstand verlängert. Bei Husten mit viel Schleim wird Codein nicht eingesetzt, weil das Abhusten unterdrückt wird.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel auf; auch Mundtrockenheit, Juckreiz und Hautausschlag kommen vor. Bei höheren Dosen oder bei Menschen, die Codein besonders schnell zu Morphin umwandeln (ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer, etwa ein bis zehn Prozent der europäischen Bevölkerung), können starke Schläfrigkeit, Verwirrtheit, flache Atmung und eine lebensbedrohliche Atemdepression auftreten. Bei Asthma kann Codein einen Bronchialkrampf auslösen, bei Prostatavergrößerung einen Harnverhalt. Nach längerer oder hoch dosierter Einnahme entwickeln sich Toleranz und Abhängigkeit, beim Absetzen Entzugserscheinungen wie Unruhe, Schwitzen und Schlaflosigkeit. Codein beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit, besonders zusammen mit Alkohol.
Codein darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit, bei Atemschwäche, bei einem akuten Asthmaanfall, bei Lungenentzündung oder Husten mit starker Verschleimung, bei Kindern unter zwölf Jahren, bei Jugendlichen unter 18 Jahren mit Atemproblemen oder nach Mandel- oder Polypenoperation wegen Schlafapnoe, bei bekannten ultraschnellen CYP2D6-Metabolisierern, in der Stillzeit (Morphin geht in die Muttermilch über und hat bei Säuglingen zu Todesfällen geführt), bei Darmlähmung, bei akuter Alkohol- oder Schlafmittelvergiftung, bei Opioidabhängigkeit und zusammen mit MAO-Hemmern. Vorsicht gilt bei Schlafapnoe, Kopfverletzungen und erhöhtem Hirndruck, bei Leber- und Nierenschwäche, bei niedrigem Blutdruck, bei Prostatavergrößerung, bei Gallenwegserkrankungen und bei älteren Menschen. In der Schwangerschaft wird Codein nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt; eine Einnahme kurz vor der Geburt kann beim Neugeborenen Atemstörungen und Entzugserscheinungen verursachen.
Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel, vor allem Benzodiazepine, Antihistaminika, Antidepressiva, Antipsychotika und andere Opioide verstärken die dämpfende Wirkung bis hin zu Atemdepression und Koma; die Kombination mit Benzodiazepinen wird nur bei fehlenden Alternativen in niedrigster Dosis gewählt. MAO-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig oder innerhalb von zwei Wochen davor eingenommen werden. Hemmer des Enzyms CYP2D6 wie Paroxetin, Fluoxetin, Bupropion, Terbinafin und Chinidin verringern die Umwandlung zu Morphin und damit die Wirkung. Cimetidin kann den Abbau von Codein verlangsamen. Anticholinerg wirkende Arzneimittel verstärken die Verstopfung und die Gefahr eines Harnverhalts. Schleimlösende Mittel sind mit einem Hustenstiller nicht sinnvoll kombinierbar.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann der Husten besteht, ob er trocken ist oder mit Auswurf einhergeht, ob Fieber, Atemnot oder Brustschmerzen bestehen und welche Mittel Sie bereits versucht haben. Gefragt wird nach Asthma oder COPD, Schlafapnoe, Leber- und Nierenerkrankungen, Prostatabeschwerden, Alkohol-, Medikamenten- und Drogenkonsum, Schwangerschaft und Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und anderen Opioiden. Eine Online-Verordnung passt bei einem kurzzeitigen, quälenden Reizhusten ohne Warnzeichen. Husten über zwei Wochen, Fieber, Atemnot, blutiger Auswurf, Husten bei Kindern, Atemwegserkrankungen und eine Abhängigkeitserkrankung gehören in die Hausarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Erkältung und Husten.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 10 mg, 15 mg, 20 mg, 30 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 50 Tabletten |
Codein wirkt im Gehirn auf das Hustenzentrum und dämpft den Hustenreflex. Ein Teil des Wirkstoffs wird in der Leber in Morphin umgewandelt.
Hinweis: Codein kann abhängig machen, müde machen und die Atmung dämpfen. Während der Behandlung wird kein Alkohol getrunken, und bei eingeschränkter Reaktionsfähigkeit wird nicht Auto gefahren.
Wofür wird Codein angewendet?
Codein ist laut Zulassung zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten (unproduktivem Husten) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren bestimmt. Es lindert den Hustenreiz, behandelt aber nicht die Ursache. Dauert der Husten länger als 2 Wochen, muss er ärztlich abgeklärt werden. Laut Fachinformation ist Codein außerdem zur Behandlung akuter mäßig starker Schmerzen zugelassen, wenn andere Schmerzmittel nicht ausreichen.
Wie wirkt Codein?
Codein ist ein Opioid. Es bindet an Opioid-Rezeptoren im Gehirn und dämpft dort das Hustenzentrum, sodass der Hustenreflex seltener ausgelöst wird. In der Leber wird ein Teil des Codeins durch das Enzym CYP2D6 in Morphin umgewandelt. Wie viel Morphin entsteht, ist individuell sehr verschieden.
Ist Codein verschreibungspflichtig?
Ja, Codein ist verschreibungspflichtig. In Deutschland gelten Codein-Tabletten dieser Stärken als ausgenommene Zubereitung des Betäubungsmittelrechts; für alkohol- oder drogenabhängige Personen ist jedoch ein Betäubungsmittelrezept nötig. Vor einer Verordnung wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Einnahme von Codein beachtet werden?
Codein wird nicht eingenommen bei Atemschwäche, COPD oder Lungenemphysem, Lungenentzündung, nicht ausreichend kontrolliertem Asthma, eingeschränkter Leberfunktion, Darmverschluss, erhöhtem Hirndruck, in der Stillzeit, bei bekannter ultraschneller Umwandlung zu Morphin und zusammen mit MAO-Hemmern. Vorsicht gilt bei Abhängigkeitserkrankungen und Nierenerkrankungen. Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Gabapentin, Pregabalin und andere Opioide können die Atmung gefährlich dämpfen.
Kann Codein abhängig machen?
Ja. Codein kann bei wiederholter Einnahme zu Gewöhnung sowie körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen, besonders bei höherer Dosis und längerer Dauer. Deshalb wird es nur kurz und in der niedrigsten wirksamen Dosis eingenommen und nicht an andere weitergegeben. Ein starkes Verlangen nach Codein ist ein Grund, ärztlichen Rat einzuholen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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