Letrozol ist ein Aromatasehemmer in Form von Filmtabletten, der die Bildung von Östrogen im Körper senkt. Es wird bei Frauen nach den Wechseljahren zur Behandlung von hormonempfindlichem Brustkrebs angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Letrozol hemmt das Enzym Aromatase, mit dessen Hilfe nach den Wechseljahren Östrogen gebildet wird. Dadurch sinkt der Östrogenspiegel, und hormonempfindliche Brustkrebszellen erhalten weniger Wachstumsreize.
Eine Filmtablette einmal täglich, mit oder ohne Mahlzeit, über die im Behandlungsplan festgelegte Dauer, oft mehrere Jahre.
Eintritt: gleichbleibender Blutspiegel nach 2 bis 6 Wochen · Dauer: Einnahme einmal täglich
Wichtig: Nicht vor den Wechseljahren, in Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen und nicht zur Auslösung des Eisprungs vorgesehen. Letrozol kann die Knochendichte verringern, deshalb sind regelmäßige Kontrollen nötig.
Letrozol ist ein Aromatasehemmer in Form von Filmtabletten, der die Bildung von Östrogen im Körper senkt. Es wird bei Frauen nach den Wechseljahren zur Behandlung von hormonempfindlichem Brustkrebs angewendet.
Letrozol ist ein nichtsteroidaler Aromatasehemmer. Nach den Wechseljahren bilden die Eierstöcke kein Östrogen mehr; es entsteht dann vor allem in Fett-, Muskel- und Tumorgewebe aus Vorstufen der Nebenniere über das Enzym Aromatase. Letrozol blockiert die Aromatase und senkt laut Fachinformation die Östrogenspiegel im Blut um etwa 75 bis 95 Prozent, ohne die Bildung von Cortisol oder Aldosteron zu beeinflussen. Zugelassen ist Letrozol für postmenopausale Frauen mit hormonrezeptorpositivem Mammakarzinom: als adjuvante Therapie nach der Operation, als erweiterte adjuvante Therapie nach fünf Jahren Tamoxifen, als Erstbehandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms, nach Rückfall oder Fortschreiten unter Antiöstrogenen sowie neoadjuvant vor einer Operation bei HER2-negativem Tumor, wenn eine Chemotherapie nicht in Frage kommt. Bei hormonrezeptornegativen Tumoren ist die Wirksamkeit nicht belegt. Die Filmtabletten enthalten 2,5 mg Letrozol; die Packungen umfassen 30 oder 100 Tabletten. Die Anwendung zur Auslösung eines Eisprungs bei Kinderwunsch ist in der Fachinformation nicht enthalten und kommt nur nach ausdrücklicher ärztlicher Abwägung in Betracht.
Die empfohlene Dosis beträgt laut Fachinformation 2,5 mg einmal täglich, unabhängig von den Mahlzeiten. Für ältere Patientinnen, bei einer Kreatinin-Clearance ab 10 ml/min und bei leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Anpassung nötig; bei schwerer Leberfunktionsstörung verdoppelt sich die Exposition, und eine engmaschige Überwachung ist erforderlich. In der adjuvanten und der erweiterten adjuvanten Therapie dauert die Behandlung fünf Jahre oder bis zu einem Rückfall; möglich ist auch die Folge von zwei Jahren Letrozol und drei Jahren Tamoxifen. Beim fortgeschrittenen Mammakarzinom wird bis zum Fortschreiten der Erkrankung behandelt, in der neoadjuvanten Situation vier bis acht Monate. Eine vergessene Tablette wird nachgeholt, sobald es auffällt; liegt die nächste Einnahme nur noch zwei bis drei Stunden entfernt, entfällt die vergessene Dosis. Eine Verdopplung ist nicht erlaubt, weil die Wirkstoffspiegel dann überproportional steigen. Vor Beginn wird bei Osteoporose, früheren Frakturen oder erhöhtem Risiko die Knochendichte gemessen und während der Behandlung weiter kontrolliert; bei Bedarf wird eine Osteoporoseprophylaxe begonnen. Auch die Blutfette gehören zu den Kontrollwerten, weil ein erhöhtes Cholesterin unter Letrozol sehr häufig ist.
Sehr häufig, also bei mehr als einer von zehn Patientinnen, sind Hitzewallungen, erhöhte Cholesterinwerte, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und vermehrtes Schwitzen. Häufig treten Depression, Kopfschmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Übelkeit, Verstopfung, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Haarausfall, Hautausschlag, Muskel- und Knochenschmerzen, Osteoporose, Knochenbrüche, Scheidenblutungen, Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme auf. Gelegentlich kommen Angst, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Gedächtnisstörungen, verschwommenes Sehen, Durchblutungsstörungen des Herzens, Venenentzündungen, erhöhte Leberwerte und Sehnenentzündungen vor. Selten sind Lungenembolie, arterielle Thrombosen, Hirninfarkt und Sehnenrisse. In der adjuvanten Studie erlitten unter Letrozol 10,2 Prozent der Frauen während der Behandlung einen Knochenbruch gegenüber 7,2 Prozent unter Tamoxifen, während thromboembolische Ereignisse und Gebärmutterschleimhautveränderungen unter Letrozol seltener waren. Plötzliche Brustschmerzen, Atemnot, eine einseitig geschwollene Wade, Lähmungs-, Seh- oder Sprachstörungen, ein reißender Schmerz an einer Sehne, Gelbsucht oder Schwellungen im Gesicht sind Gründe, sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Letrozol darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe, bei prämenopausalem Hormonstatus, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. Ist der Menopausenstatus unklar, werden vor Beginn LH, FSH oder Östradiol bestimmt. Da bei einzelnen Frauen trotz eindeutig postmenopausalem Status die Eierstockfunktion unter Letrozol zurückkehrte, wird bei Bedarf eine Verhütung besprochen. In der Schwangerschaft besteht aufgrund einzelner Berichte über Fehlbildungen der Verdacht auf eine fruchtschädigende Wirkung; ob Letrozol in die Muttermilch übergeht, ist nicht bekannt. Für Kinder und Jugendliche wird Letrozol nicht empfohlen. Vorsicht gilt bei stark eingeschränkter Nierenfunktion mit einer Clearance unter 10 ml/min und bei schwerer Leberfunktionsstörung. Die Verkehrstüchtigkeit kann durch Müdigkeit, Schwindel und gelegentlich Schläfrigkeit eingeschränkt sein.
Tamoxifen, andere Antiöstrogene und östrogenhaltige Arzneimittel wie eine Hormonersatztherapie schwächen die Wirkung von Letrozol ab; Tamoxifen senkt zudem den Letrozolspiegel deutlich, weshalb die gleichzeitige Gabe vermieden wird. Letrozol wird über die Enzyme CYP2A6 und CYP3A4 abgebaut; Cimetidin veränderte die Spiegel nicht, der Einfluss starker Enzymhemmer ist nicht untersucht. Letrozol selbst hemmt CYP2A6 und in geringem Maß CYP2C19, sodass Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite, die über diese Wege ausgeschieden werden, etwa Phenytoin und Clopidogrel, mit Vorsicht kombiniert werden.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Fachpraxis die Behandlung eingeleitet hat, seit wann Sie Letrozol nehmen, in welcher Dosis, wie lange die Therapie geplant ist und wann die letzte onkologische Nachsorge sowie die letzte Messung von Knochendichte und Blutfetten stattfand. Gefragt wird nach dem Menopausenstatus, nach Osteoporose oder Knochenbrüchen, Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Tamoxifen, Hormonpräparaten, Phenytoin und Clopidogrel. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer laufenden, in der Onkologie oder Gynäkologie eingestellten Behandlung, wenn das Rezept zwischen zwei Nachsorgeterminen ausgeht. Der Beginn nach einer Operation, der Wechsel von Tamoxifen auf Letrozol, eine Anwendung bei Kinderwunsch, neue Knochenschmerzen, Veränderungen an der Brust oder Zeichen einer Thrombose gehören in die onkologische Praxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Kinderwunsch & Eisprung und im Beitrag Ärztliche Begleitung bei einer laufenden Behandlung.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 2,5 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 100 Tabletten |
Letrozol ist ein nichtsteroidaler Aromatasehemmer. Er senkt die Östrogenmenge im Körper, die das Wachstum hormonempfindlicher Brustkrebszellen fördern kann.
Hinweis: Vor den Wechseljahren, in Schwangerschaft und Stillzeit darf Letrozol nicht eingenommen werden. Knochendichte und Blutfette werden während der Behandlung ärztlich kontrolliert.
Wofür wird Letrozol angewendet?
Letrozol ist zur Behandlung von hormonrezeptorpositivem Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren zugelassen. Es wird nach einer Operation zur Senkung des Rückfallrisikos eingesetzt, als verlängerte Behandlung nach Tamoxifen, bei fortgeschrittener Erkrankung und in bestimmten Fällen vor einer Operation. Die Behandlung folgt einem onkologischen Behandlungsplan.
Wie wirkt Letrozol?
Letrozol hemmt das Enzym Aromatase, das nach den Wechseljahren männliche Vorstufen in Östrogen umwandelt. Dadurch sinkt der Östrogenspiegel im Körper deutlich. Hormonempfindliche Brustkrebszellen, deren Wachstum von Östrogen abhängt, erhalten so weniger Wachstumsreize. Die Tablette wird einmal täglich eingenommen.
Ist Letrozol verschreibungspflichtig?
Ja, Letrozol ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt auf Grundlage des vollständig ausgefüllten medizinischen Fragebogens. Dazu gehören Angaben zum onkologischen Behandlungsplan, zu den Wechseljahren, zur Knochendichte und zu anderen Arzneimitteln.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Letrozol darf nicht vor den Wechseljahren, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei einer Allergie gegen den Wirkstoff eingenommen werden. Sind die Wechseljahre unklar, werden Hormonwerte bestimmt. Wichtig sind außerdem Osteoporose, schwere Leber- oder Nierenerkrankungen und die gleichzeitige Einnahme von Tamoxifen oder östrogenhaltigen Mitteln.
Ist Letrozol zur Behandlung bei Kinderwunsch zugelassen?
Nein. Letrozol ist nur zur Behandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren zugelassen. Vor den Wechseljahren und bei möglicher Schwangerschaft darf es laut Fachinformation nicht eingenommen werden. Fragen zur Behandlung bei Kinderwunsch beantworten eine Frauenarztpraxis oder ein Kinderwunschzentrum.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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