Mirena ist ein Intrauterinpessar mit Hormonabgabe (Hormonspirale), das 52 mg des Gestagens Levonorgestrel enthält. Es wird zur Empfängnisverhütung und zur Behandlung starker Regelblutungen angewendet.
iDieses Präparat verordnen wir nur für Frauen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Mirena gibt das Gestagen Levonorgestrel direkt in der Gebärmutter ab. Die Schleimhaut baut sich kaum auf und der Schleim am Gebärmutterhals wird zäher. Die Wirkung ist vor allem örtlich, Östrogen ist nicht enthalten.
Eine Ärztin oder ein Arzt setzt die Spirale nach einer Untersuchung in die Gebärmutter ein. Kontrolle nach 4 bis 12 Wochen, Wechsel spätestens nach 8 Jahren.
Eintritt: Bei Einlage bis Tag 7 der Periode ab dem Einsetzen · Dauer: Zur Verhütung bis zu 8 Jahre
Wichtig: Nicht geeignet in der Schwangerschaft, bei Unterleibsentzündungen, ungeklärten Blutungen und Brustkrebs. Selten durchstößt die Spirale beim Einsetzen die Gebärmutterwand, in der Stillzeit häufiger.
Mirena ist ein Intrauterinpessar mit Hormonabgabe (Hormonspirale), das 52 mg des Gestagens Levonorgestrel enthält. Es wird zur Empfängnisverhütung und zur Behandlung starker Regelblutungen angewendet.
Mirena ist ein T-förmiges Intrauterinsystem, das in der Gebärmutter liegt und aus einem Hormonzylinder 52 mg des Gestagens Levonorgestrel abgibt; im ersten Jahr werden laut Fachinformation durchschnittlich 20 Mikrogramm pro Tag freigesetzt. Die Wirkung entsteht vor Ort: Die Gebärmutterschleimhaut baut sich kaum noch auf, der Schleim im Gebärmutterhals wird zäh und bremst die Spermien, und ihre Beweglichkeit in der Gebärmutter wird gestört. Bei einem Teil der Frauen bleibt zusätzlich der Eisprung aus. Zugelassen ist Mirena zur Empfängnisverhütung und zur Behandlung der Hypermenorrhoe, also übermäßig starker Regelblutungen. Zur Verhütung wirkt das System bis zu acht Jahre, bei starken Blutungen bis zu fünf Jahre; der Pearl-Index lag in den Studien im ersten Jahr bei 0,21. Die Packung enthält eine Hormonspirale.
Mirena wird ausschließlich von einer Ärztin oder einem Arzt unter sterilen Bedingungen in die Gebärmutter eingelegt; die Fachinformation verlangt vorher eine Aufklärung über die Risiken und einen unterschriebenen Einverständnisbogen. Vor der Einlage werden eine Schwangerschaft und Genitalinfektionen ausgeschlossen und Lage und Größe der Gebärmutter bestimmt. Erfolgt die Einlage innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Regelblutung, besteht sofort Empfängnisschutz; zu jedem anderen Zeitpunkt sind in den ersten sieben Tagen Kondome oder Verzicht auf Verkehr nötig. Nach einer Geburt wird frühestens sechs Wochen gewartet. Vier bis zwölf Wochen nach der Einlage kontrolliert die Praxis die Rückholfäden und die Lage, gegebenenfalls mit Ultraschall; danach ist eine jährliche Kontrolle vorgesehen. Sie selbst sollten regelmäßig prüfen, ob die Fäden tastbar sind; sind sie es nicht, gilt bis zur ärztlichen Lagekontrolle eine Barrieremethode. Zur Verhütung wird Mirena nach acht Jahren entfernt oder ausgetauscht, bei Hypermenorrhoe sobald starke Blutungen wiederkehren, spätestens ebenfalls nach acht Jahren. Als Notfallverhütung nach ungeschütztem Verkehr ist Mirena nicht geeignet.
Sehr häufig, also bei mehr als einer von zehn Anwenderinnen, verändert sich das Blutungsmuster mit Schmierblutungen, schwächeren, selteneren oder ausbleibenden Blutungen; außerdem sind Kopfschmerzen, Unterbauch- und Beckenschmerzen, Scheidenentzündungen und Ausfluss sehr häufig. Im ersten Jahr blieb die Regel bei 17 Prozent der Frauen mindestens drei Monate aus, am Ende der acht Jahre hatten 34 Prozent keine Blutung mehr. Häufig treten depressive Verstimmung, verminderte Libido, Migräne, Übelkeit, Akne, vermehrte Körperbehaarung, Infektionen des oberen Genitaltrakts, Eierstockzysten, Gewichtszunahme und ein teilweises oder vollständiges Ausstoßen des Systems auf. Gelegentlich sind Haarausfall, Pigmentflecken und eine Perforation der Gebärmutterwand; in einer großen Beobachtungsstudie lag die Perforationsrate bei 1,4 pro 1.000 Einlagen und war bei stillenden Frauen und bis 36 Wochen nach einer Geburt erhöht. Eine Schwangerschaft ist selten, dann aber häufiger eine Eileiterschwangerschaft. Fieber mit Unterbauchschmerzen, ausbleibende Regel mit Unterbauchschmerzen, nicht mehr tastbare Fäden, eine plötzlich wieder starke Blutung, Zeichen einer Thrombose oder eine anhaltende depressive Stimmung sind Gründe, die Praxis umgehend aufzusuchen.
Mirena darf nicht eingelegt werden bei Überempfindlichkeit gegen Levonorgestrel oder die Bestandteile, bei vermuteter oder bestätigter Schwangerschaft, bei gestagenempfindlichen Tumoren wie Brustkrebs, bei akuten oder wiederkehrenden Entzündungen im kleinen Becken, bei Gebärmutterhals- oder Genitalinfektionen, bei Endometritis nach einer Geburt, bei Zervixdysplasie, bei Krebs von Gebärmutterkörper oder Gebärmutterhals, bei ungeklärten Blutungen, bei Fehlbildungen oder Myomen, die die Gebärmutterhöhle verformen, sowie bei akuten Lebererkrankungen und Lebertumoren. Tritt unter liegender Spirale eine Migräne mit Sehstörungen, Gelbsucht, ein deutlicher Blutdruckanstieg, ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt oder eine Venenthrombose auf, wird das System nur unter strenger Abwägung belassen. Kommt es trotz Spirale zu einer Schwangerschaft, wird das System möglichst entfernt, weil sonst Fehl- und Frühgeburten drohen. In der Stillzeit ist Mirena ab sechs Wochen nach der Geburt anwendbar, das Perforationsrisiko bei der Einlage ist dann jedoch höher. Nach den Wechseljahren gibt es keine Indikation; zur Verkehrstüchtigkeit liegen keine Studien vor.
Enzyminduktoren wie Phenytoin, Barbiturate, Primidon, Carbamazepin, Rifampicin und Johanniskraut beschleunigen den Abbau von Levonorgestrel; wegen der überwiegend örtlichen Wirkung wird eine Beeinträchtigung des Empfängnisschutzes jedoch nicht für bedeutsam gehalten. HIV- und Hepatitis-C-Proteasehemmer können die Gestagenspiegel erhöhen oder senken. Hemmer des Enzyms CYP3A4 wie Fluconazol, Itraconazol, Verapamil, Clarithromycin und Grapefruitsaft erhöhen die Gestagenspiegel.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, ob Sie Mirena zur Verhütung oder wegen starker Regelblutungen wünschen, welche Methode Sie bisher nutzen, ob Sie bereits eine Hormonspirale tragen und seit wann, wie Ihre Blutungen verlaufen und ob Sie kürzlich entbunden haben oder stillen. Gefragt wird nach Unterleibsentzündungen, Myomen oder Fehlbildungen der Gebärmutter, Brustkrebs, Lebererkrankungen, Migräne, Thrombosen, Depressionen und nach allen Arzneimitteln, besonders Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut und Pilzmitteln. Eine Online-Verordnung betrifft nur das Präparat selbst: Sie passt, wenn die Einlage oder der Austausch nach acht Jahren in Ihrer gynäkologischen Praxis bereits besprochen ist und die Spirale dort eingelegt, kontrolliert und später entfernt wird. Ungeklärte Blutungen, Verdacht auf eine Infektion oder Schwangerschaft, Beschwerden bei liegender Spirale und der Wunsch nach einer Notfallverhütung gehören in die Frauenarztpraxis oder in die Notaufnahme. Mehr dazu im Behandlungsbereich Verhütung und im Beitrag Hausarzt oder Online-Behandlung: Was passt wann?.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 52 mg |
|---|---|
| Menge | 1 Hormonspirale |
Mirena wirkt vor allem örtlich in der Gebärmutter. Levonorgestrel gelangt nur in geringer Menge ins Blut, ein Östrogen ist nicht enthalten.
Hinweis: Die Rückholfäden werden regelmäßig ertastet, zum Beispiel nach der Periode. Sind sie nicht zu fühlen, werden bis zur ärztlichen Kontrolle der Lage Kondome verwendet.
Wofür wird Mirena angewendet?
Mirena ist laut deutscher Zulassung zur Empfängnisverhütung und zur Behandlung starker Regelblutungen bestimmt. Zur Verhütung kann die Hormonspirale bis zu 8 Jahre in der Gebärmutter bleiben. Vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützt die Spirale nicht.
Wie wirkt Mirena?
Mirena gibt das Gestagen Levonorgestrel gleichmäßig in die Gebärmutter ab. Die Schleimhaut baut sich kaum auf, und der Schleim am Gebärmutterhals wird zäher, sodass Spermien schwer vordringen können. Bei manchen Frauen wird zusätzlich der Eisprung unterdrückt. Weil die Wirkung vor allem örtlich ist, gelangt nur wenig Hormon ins Blut.
Ist Mirena verschreibungspflichtig?
Ja, Mirena ist verschreibungspflichtig. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt. Dafür wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt. Eingesetzt wird die Spirale anschließend in einer frauenärztlichen Praxis nach einer Untersuchung, deshalb ist ein Termin zum Einsetzen Voraussetzung.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Vor dem Einsetzen werden eine Schwangerschaft und Infektionen ausgeschlossen. Nicht geeignet ist Mirena bei Unterleibsentzündungen, ungeklärten Blutungen, Zellveränderungen oder Krebs an Gebärmutter oder Gebärmutterhals, Brustkrebs, einer verformten Gebärmutterhöhle und akuten Lebererkrankungen. In der Stillzeit und in den Monaten nach einer Geburt ist das Risiko für einen Durchstoß der Gebärmutter beim Einsetzen höher.
Wie verändert sich die Regelblutung mit Mirena?
In den ersten 3 bis 6 Monaten treten oft Schmier- und Zwischenblutungen auf. Danach werden die Blutungen bei den meisten Frauen deutlich schwächer und seltener. In Studien hatten im ersten Jahr etwa 17 von 100 Frauen mindestens 3 Monate lang keine Periode. Eine plötzlich deutlich stärkere Blutung kann darauf hinweisen, dass die Spirale verrutscht ist.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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