Die Sumatriptan-Injektion wird bei akuten Migräneanfällen und Clusterkopfschmerzen angewendet. Die Injektion wird unter die Haut gespritzt.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Sumatriptan wirkt über Serotonin-Rezeptoren (5-HT1B/1D) an Blutgefäßen und Nervenenden im Kopf. Als Injektion unter die Haut (subkutan) wird der Wirkstoff rasch aufgenommen, ohne den Weg über den Magen-Darm-Trakt.
Die Lösung wird möglichst früh nach Beginn der Kopfschmerzen oder einer Clusterattacke unter die Haut gespritzt. Der Packung liegt eine Anleitung zur Anwendung bei.
Eintritt: ca. 10 bis 15 Minuten
Wichtig: Nicht geeignet bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nach Schlaganfall oder bei nicht eingestelltem Bluthochdruck; die Lösung darf nicht in eine Vene gespritzt werden. An der Einstichstelle sind vorübergehend Schmerz, Brennen oder Rötung möglich.
Die Sumatriptan-Injektion wird bei akuten Migräneanfällen und Clusterkopfschmerzen angewendet. Die Injektion wird unter die Haut gespritzt.
Sumatriptan gehört zu den Triptanen, den selektiven Agonisten am Serotonin-5-HT1-Rezeptor. Es verengt die während einer Attacke erweiterten Gefäße der Hirnhäute und dämpft die Aktivität des Trigeminusnervs. Nach der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie ist die subkutane Gabe von 6 mg die wirksamste und am schnellsten wirkende Akutbehandlung der Migräne; das Ansprechen beginnt laut Fachinformation 10 bis 15 Minuten nach der Injektion. Laut Fachinformation ist sie zugelassen für die Akuttherapie von Migräneattacken mit oder ohne Aura und für den akuten Cluster-Kopfschmerz, jeweils nur bei eindeutiger Diagnose; sie eignet sich besonders, wenn Erbrechen die Einnahme von Tabletten unmöglich macht. Der Shop führt Fertigpens mit 6 mg in 0,5 ml (12 mg/ml) in Packungen mit 2 oder 4 Einzeldosen.
Die Dosis für Erwachsene ist eine subkutane Injektion von 6 mg, möglichst beim ersten Anzeichen der Attacke; sie wirkt auch später in der Attacke, in der Aura aber möglicherweise nicht. Spricht die Attacke nicht an, wird für dieselbe Attacke keine zweite Injektion gegeben; dann sind Acetylsalicylsäure oder ein anderes Schmerzmittel möglich. Kehrt der Kopfschmerz nach anfänglicher Besserung zurück, darf innerhalb von 24 Stunden eine zweite Dosis gespritzt werden, frühestens eine Stunde nach der ersten; die Höchstmenge sind zwei Injektionen (12 mg) in 24 Stunden. Beim Cluster-Kopfschmerz gilt eine Injektion je Anfall mit denselben Grenzen. Der Pen wird im rechten Winkel auf die Haut gesetzt, meist am Oberschenkel, und erst nach dem zweiten Klicken abgehoben. Sumatriptan darf nie in eine Vene gespritzt werden, weil Gefäßkrämpfe drohen. Die Injektion dient nicht der Vorbeugung und wird unter 18 und über 65 Jahren nicht empfohlen. Wer Triptane an zehn oder mehr Tagen im Monat anwendet, riskiert laut Leitlinie einen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten vorübergehende Schmerzen an der Einstichstelle auf. Häufig sind Schwindel, Schläfrigkeit, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, ein kurzer Blutdruckanstieg, Gesichtsrötung, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschmerzen, Schwäche und Müdigkeit sowie Schwere-, Hitze-, Druck- oder Engegefühle, die auch Brust und Hals betreffen können und meist rasch vergehen. Selten sind Schmerzen in der Brustdrüse, sehr selten geringe Veränderungen der Leberwerte. Ohne bekannte Häufigkeit wurden Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum anaphylaktischen Schock, Krampfanfälle, Sehstörungen bis zu bleibendem Sehverlust, Herzrhythmusstörungen, Gefäßkrämpfe der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt, Angina pectoris und eine Durchblutungsstörung des Darms beschrieben. Ein anhaltendes oder starkes Engegefühl in der Brust, Schmerzen, die in den Arm ausstrahlen, Atemnot, Schwellungen im Gesicht, ein Krampfanfall oder starke Bauchschmerzen mit blutigem Stuhl sind Gründe, sofort den Notruf zu wählen.
Sumatriptan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit, nach einem Herzinfarkt, bei koronarer Herzkrankheit oder Prinzmetal-Angina, bei Durchblutungsstörungen der Arme oder Beine, nach einem Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke, bei schwerer Leberfunktionsstörung sowie bei mittelschwerem bis schwerem oder nicht kontrolliertem Bluthochdruck; ausgeschlossen ist es auch bei hemiplegischer, basilärer und ophthalmoplegischer Migräne. Wer Risikofaktoren für eine Herzkrankheit hat, etwa Rauchen, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte, wird vor der ersten Anwendung kardiologisch untersucht; das gilt laut Fachinformation besonders für Frauen nach den Wechseljahren und Männer über 40. Vorsicht ist geboten bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, bei Krampfanfällen in der Vorgeschichte und bei Allergie gegen Sulfonamide. In der Schwangerschaft geben Daten von über 1000 Frauen aus dem ersten Drittel keinen Hinweis auf vermehrte Fehlbildungen; dennoch wird Sumatriptan nur nach Abwägung eingesetzt. Nach einer Injektion soll zwölf Stunden nicht gestillt und in dieser Zeit abgepumpte Milch verworfen werden. Schläfrigkeit kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
Ergotamin und seine Abkömmlinge einschließlich Methysergid sowie andere Triptane dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden: Nach Ergotamin oder einem anderen Triptan müssen 24 Stunden vergehen, bevor Sumatriptan gespritzt wird; nach Sumatriptan gelten 6 Stunden bis zu Ergotamin und 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan. MAO-Hemmer wie Moclobemid oder Tranylcypromin sind gleichzeitig und bis zwei Wochen nach dem Absetzen ausgeschlossen. Mit SSRI wie Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin oder Sertralin, mit SNRI wie Venlafaxin oder Duloxetin und mit Lithium wurde selten ein Serotonin-Syndrom beschrieben; die Kombination wird ärztlich überwacht. Johanniskraut kann Nebenwirkungen häufiger machen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wer die Diagnose Migräne oder Cluster-Kopfschmerz gestellt hat, wie viele Attacken Sie im Monat haben, an wie vielen Tagen Sie Akutmedikamente nehmen und ob Sie die Injektion bereits angewendet und vertragen haben. Gefragt wird nach Blutdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen, Schlaganfall, Leber- und Nierenerkrankungen, Epilepsie, Schwangerschaft oder Stillzeit und nach allen Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Lithium, MAO-Hemmern, Ergotamin und Johanniskraut. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden Behandlung mit gesicherter Diagnose, bekannter Verträglichkeit und weniger als zehn Einnahmetagen im Monat. Eine erste Verordnung bei Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, neue oder veränderte Kopfschmerzen, zunehmende Attackenhäufigkeit, mehr als zehn Einnahmetage pro Monat und ein noch nicht diagnostizierter Cluster-Kopfschmerz gehören in die Hausarzt- oder Neurologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Migräne und im Beitrag Triptane bei Migräne: Wann sie passen, wann nicht und wie oft höchstens.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 30. Oktober 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 6 mg (12 mg/ml) |
|---|---|
| Menge | 2 Einzeldosen, 4 Einzeldosen |
| Medikament | Sumatriptan |
Sumatriptan-Injektion enthält Sumatriptan und wird zur Behandlung akuter Migräneanfälle und Clusterkopfschmerzen eingesetzt.
Hinweis: Sumatriptan-Injektion sollte nur nach ärztlicher Beurteilung angewendet werden. Die geeignete Dosierung richtet sich nach Indikation, Begleiterkrankungen und individueller Verträglichkeit.
Wofür wird Sumatriptan-Injektion angewendet?
Sumatriptan-Injektion wird zur Behandlung akuter Migräneanfälle und Clusterkopfschmerzen angewendet und sollte nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden.
Wie wirkt Sumatriptan-Injektion?
Sumatriptan-Injektion enthält Sumatriptan, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane. Er verengt erweiterte Blutgefäße im Kopf und hemmt die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe. Unter die Haut gespritzt wird er rasch aufgenommen.
Ist Sumatriptan-Injektion verschreibungspflichtig?
Ja, Sumatriptan-Injektion ist verschreibungspflichtig und sollte nur nach medizinischer Beurteilung verwendet werden.
Was sollte ich vor der Anwendung beachten?
Vor der Anwendung sollten Gegenanzeigen, mögliche Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und die passende Dosierung ärztlich geprüft werden.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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