Circadin enthält das körpereigene Hormon Melatonin als Retardtablette zu 2 mg, daneben gibt es Melatonin-Tabletten als Generikum zu 1 bis 5 mg. Circadin ist zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen ohne erkennbare Ursache bei Menschen ab 55 Jahren zugelassen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das abends ansteigt und den Schlaf-Wach-Rhythmus mitsteuert. Circadin bindet an Melatonin-Rezeptoren im Gehirn und gibt den Wirkstoff als Retardtablette über mehrere Stunden ab.
Einmal täglich 1 Retardtablette nach einer Mahlzeit, 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen, für bis zu 13 Wochen.
Eintritt: höchster Blutspiegel nach etwa 3 Stunden · Dauer: Halbwertszeit etwa 3,5 bis 4 Stunden
Wichtig: Nicht empfohlen in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Lebererkrankungen und bei Autoimmunerkrankungen. Melatonin kann schläfrig machen, und Fluvoxamin erhöht den Melatoninspiegel stark.
Circadin enthält das körpereigene Hormon Melatonin als Retardtablette zu 2 mg, daneben gibt es Melatonin-Tabletten als Generikum zu 1 bis 5 mg. Circadin ist zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen ohne erkennbare Ursache bei Menschen ab 55 Jahren zugelassen.
Circadin enthält Melatonin, das Hormon, das die Zirbeldrüse bei Dunkelheit ausschüttet und das den Schlaf-Wach-Rhythmus mit dem Tag-Nacht-Zyklus abstimmt; die körpereigene Produktion nimmt mit dem Alter ab. Melatonin wirkt über die Rezeptoren MT1 und MT2 schlafanstoßend. Laut der europäischen Fachinformation ist Circadin als Monotherapie zugelassen zur kurzzeitigen Behandlung der primären Insomnie mit schlechter Schlafqualität bei Patienten ab 55 Jahren; primär bedeutet, dass keine körperliche, psychische oder umgebungsbedingte Ursache bekannt ist. Der Shop führt Circadin als Retardtablette mit 2 mg in Packungen mit 21 und 30 Stück sowie Melatonin als Generikum in Tabletten zu 1 mg, 2 mg, 3 mg und 5 mg mit 21, 30 oder 60 Stück. Die Fachinformation bezieht sich auf die retardierte 2-mg-Form; andere Stärken und nicht retardierte Tabletten weichen von der zugelassenen Dosierung ab und kommen nur nach ausdrücklicher ärztlicher Abwägung infrage.
Die empfohlene Dosis beträgt 2 mg einmal täglich, ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen und nach der letzten Mahlzeit, weil Nahrung die Aufnahme verzögert. Diese Dosierung kann bis zu 13 Wochen beibehalten werden. Die Retardtablette wird im Ganzen geschluckt und weder zerdrückt, zerkaut noch halbiert, sonst geht die verzögerte Freisetzung verloren. Wurde eine Tablette vergessen, kann sie vor dem Schlafengehen noch nachgeholt werden; andernfalls wird am nächsten Abend wie gewohnt weitergemacht, ohne die Dosis zu verdoppeln. Circadin kann ohne Ausschleichen beendet werden; Absetzreaktionen oder eine verstärkt zurückkehrende Schlafstörung wurden in den Studien nicht beobachtet. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten, bei eingeschränkter Leberfunktion wird die Anwendung nicht empfohlen, weil der Abbau verlangsamt ist und die Melatoninspiegel am Tag erhöht bleiben.
In den klinischen Prüfungen berichteten 48,8 Prozent der mit Circadin behandelten Patienten über eine Nebenwirkung gegenüber 37,8 Prozent unter Placebo; die häufigsten waren Kopfschmerzen, Nasen-Rachen-Entzündung, Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen, die in beiden Gruppen ähnlich oft auftraten. Gelegentlich, also bei bis zu einem von hundert Anwendern, kommen Reizbarkeit, Nervosität, Unruhe, Schlaflosigkeit, ungewöhnliche Träume, Albträume, Angst, Migräne, Lethargie, Benommenheit, Schläfrigkeit, Bluthochdruck, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Mundtrockenheit, Übelkeit, erhöhte Bilirubinwerte, Hautentzündung, nächtliches Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag, Schmerzen in den Gliedmaßen, Schwäche, Brustschmerzen, veränderte Leberwerte und Gewichtszunahme vor. Selten sind unter anderem Gürtelrose, Leukopenie, Thrombozytopenie, Aggression, Depression, Ohnmacht, Gedächtnisstörungen, Restless-Legs-Syndrom, Sehstörungen, Drehschwindel, Angina pectoris, Herzklopfen, Hitzewallungen und Muskelkrämpfe. Nach Markteinführung wurden Überempfindlichkeitsreaktionen, Angioödem, Schwellung von Mund oder Zunge und Milchfluss gemeldet. Eine Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen mit Atemnot ist ein Notfall.
Die einzige Gegenanzeige ist eine Überempfindlichkeit gegen Melatonin oder einen der sonstigen Bestandteile; die Tabletten enthalten Lactose. Bei Autoimmunerkrankungen wird Circadin mangels Daten nicht empfohlen, ebenso bei Leberfunktionsstörungen. Für Kinder und Jugendliche ist Circadin nicht zugelassen; die Zulassung gilt erst ab 55 Jahren, bei jüngeren Erwachsenen entspricht die Anwendung nicht der Fachinformation und bedarf einer ausdrücklichen ärztlichen Abwägung. In der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch wird Melatonin wegen fehlender Daten nicht empfohlen; in der Stillzeit geht es wahrscheinlich in die Muttermilch über, Stillen unter der Behandlung wird nicht empfohlen. Circadin hat einen mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit: Wer sich nach der Einnahme oder am Morgen schläfrig fühlt, fährt nicht und bedient keine Maschinen.
Melatonin wird vor allem über das Enzym CYP1A2 abgebaut. Fluvoxamin hemmt diesen Abbau so stark, dass die Melatoninmenge im Blut um das 17-Fache steigt; die Kombination ist zu vermeiden. Auch Cimetidin, Östrogene in der Pille oder in der Hormonersatztherapie, Chinolon-Antibiotika und Psoralene erhöhen die Spiegel. Carbamazepin, Rifampicin und Zigarettenrauchen beschleunigen den Abbau und schwächen die Wirkung ab. Alkohol darf nicht zusammen mit Circadin getrunken werden, weil er die schlaffördernde Wirkung aufhebt. Circadin verstärkt die dämpfende Wirkung von Benzodiazepinen und Z-Substanzen wie Zolpidem, Zaleplon und Zopiclon; mit Zolpidem wurden eine Stunde nach gleichzeitiger Einnahme deutlich mehr Störungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Koordination gemessen. Mit Imipramin trat vermehrt Ruhigstellung auf, mit Thioridazin vermehrt Benommenheit.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie Ihr Alter an, seit wann die Ein- oder Durchschlafstörung besteht, wie sie den Tag beeinträchtigt und welche Maßnahmen zur Schlafhygiene oder welche Schlafmittel Sie bereits versucht haben. Gefragt wird nach Depressionen und Angststörungen, Schnarchen mit Atemaussetzern, Schmerzen oder anderen Erkrankungen, die den Schlaf stören, Autoimmunerkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit, Rauchen, Alkohol und nach allen Arzneimitteln, besonders Fluvoxamin, anderen Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Hormonpräparaten. Eine Online-Verordnung passt bei Menschen ab 55 Jahren mit einer primären Schlafstörung ohne erkennbare Ursache, als erster Behandlungsversuch für einige Wochen oder als Fortführung einer gut vertragenen Behandlung innerhalb der zugelassenen Dauer. Verdacht auf eine Schlafapnoe, eine Depression oder eine andere Grunderkrankung als Ursache, Patienten unter 55 Jahren, ein Bedarf über 13 Wochen hinaus und Leber- oder Autoimmunerkrankungen gehören in die Hausarztpraxis oder ein Schlaflabor. Mehr dazu im Behandlungsbereich Schlafberatung und im Beitrag Medikamente bei Schlafstörungen: Wirkstoffgruppen im Überblick.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 1 mg, 2 mg, 3 mg, 5 mg |
|---|---|
| Medikament | Circadin, Melatonin (Generikum) |
| Menge | 21 Tabletten, 21 Retardtabletten, 30 Tabletten, 30 Retardtabletten, 60 Tabletten |
Melatonin bindet im Gehirn an Melatonin-Rezeptoren (vor allem MT1 und MT2), die an der Steuerung von Tag-Nacht-Rhythmus und Schlaf beteiligt sind. Mit zunehmendem Alter bildet der Körper weniger eigenes Melatonin.
Hinweis: Retardtabletten werden ganz geschluckt und nicht geteilt, zerkaut oder zerdrückt. Melatonin kann schläfrig machen, und Alkohol schwächt die Wirkung auf den Schlaf ab.
Wofür wird Circadin angewendet?
Circadin ist als alleinige Behandlung zur kurzzeitigen Therapie der primären Insomnie bei Menschen ab 55 Jahren zugelassen. Gemeint ist laut Packungsbeilage ein schlechter Schlaf mit anhaltenden Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten oder schlechter Schlafqualität seit mindestens einem Monat, ohne erkennbare körperliche, seelische oder äußere Ursache. Schnell freisetzende Melatonin-Tabletten sind dagegen zur kurzzeitigen Behandlung von Jetlag bei Erwachsenen zugelassen.
Wie wirkt Circadin?
Der Wirkstoff Melatonin entspricht dem Hormon, das der Körper abends und nachts selbst bildet. Es bindet an Melatonin-Rezeptoren im Gehirn, die an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt sind. Weil die Eigenproduktion im Alter abnimmt, ist Circadin für Menschen ab 55 Jahren vorgesehen. Die Retardtablette gibt den Wirkstoff über mehrere Stunden ab.
Ist Circadin verschreibungspflichtig?
Ja, Circadin ist verschreibungspflichtig, ebenso alle hier angebotenen Packungen der Melatonin-Tabletten. Für eine Verordnung wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, unter anderem zu Anwendungsgrund, Schlafbeschwerden, Vorerkrankungen und anderen Medikamenten. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Nicht eingenommen wird Circadin bei Überempfindlichkeit gegen Melatonin oder einen Bestandteil der Tabletten. Nicht empfohlen ist es in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kinderwunsch, bei Lebererkrankungen und bei Autoimmunerkrankungen. Fluvoxamin erhöht den Melatoninspiegel stark. Mögliche Ursachen wie Schlafapnoe, Schmerzen oder Depression sollten vorher bedacht werden. Melatonin kann schläfrig machen.
Worin unterscheiden sich Retardtabletten und schnell freisetzende Melatonin-Tabletten?
Circadin 2 mg ist eine Retardtablette, die Melatonin über mehrere Stunden abgibt. Bei Schlafstörungen ab 55 Jahren wird sie 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen. Schnell freisetzende Tabletten geben den Wirkstoff rasch ab und sind für Jetlag zugelassen. Die beiden Formen sind nicht austauschbar, deshalb legt der Arzt die passende Variante fest.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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