Promethazin ist ein stark dämpfend wirkendes Antihistaminikum aus der Gruppe der Phenothiazine, hier als Tabletten zu 25 mg. Es wird unter anderem bei Schlafstörungen von Erwachsenen eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht durchführbar oder nicht erfolgreich waren.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Promethazin gehört zu den Phenothiazinen und blockiert Histamin-Rezeptoren im Gehirn. Dadurch wirkt es stark beruhigend und schlaffördernd. Zusätzlich hat es anticholinerge Wirkungen wie Mundtrockenheit.
Tablette zur Nacht, etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen, so kurz wie möglich und in der niedrigsten wirksamen Dosis.
Eintritt: höchster Blutspiegel nach 1,5 bis 3 Stunden · Dauer: bis zu 12 Stunden, oft bis in den nächsten Tag
Wichtig: Nicht zusammen mit MAO-Hemmern und nicht bei schweren Blutbildschäden. Alkohol, Opioide und andere dämpfende Mittel verstärken die Wirkung gefährlich; die Reaktionsfähigkeit kann am nächsten Tag eingeschränkt sein.
Promethazin ist ein stark dämpfend wirkendes Antihistaminikum aus der Gruppe der Phenothiazine, hier als Tabletten zu 25 mg. Es wird unter anderem bei Schlafstörungen von Erwachsenen eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht durchführbar oder nicht erfolgreich waren.
Promethazin ist ein Phenothiazin-Derivat und ein starkes H1-Antihistaminikum mit ausgeprägt dämpfender Wirkung. Es blockiert Histamin-, Acetylcholin-, Serotonin- und Alpha-Rezeptoren, wirkt gegen Übelkeit und besitzt nur geringe antipsychotische Eigenschaften, weil es Dopaminrezeptoren kaum beeinflusst. Laut Fachinformation ist Promethazin zugelassen bei Unruhe- und Erregungszuständen im Rahmen psychiatrischer Grunderkrankungen sowie, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren, bei Übelkeit und Erbrechen und bei Schlafstörungen von Erwachsenen. Die Fachinformation ordnet es heute vor allem als Sedativum ein; als Antihistaminikum gegen Allergien wird ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis nur noch für die Injektion gesehen. Doctorcura führt Filmtabletten mit 25 mg Promethazinhydrochlorid in Packungen mit 50 und 100 Stück.
Bei Schlafstörungen erhalten Erwachsene laut Fachinformation 20 bis 50 mg Promethazinhydrochlorid zur Nacht; die Dosis soll 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen, nicht auf vollen Magen, weil die Wirkung sonst verzögert eintritt und am nächsten Morgen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen stärker ausfallen. Es gilt der Grundsatz, so niedrig und so kurz wie möglich zu behandeln. Ältere oder geschwächte Patienten und Menschen mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung, Kreislauf- oder Atemschwäche erhalten in der Regel die halbe Dosis. Eine vergessene Tablette wird nicht später in der Nacht nachgeholt, weil die Wirkung bis in den nächsten Tag reicht; am folgenden Abend wird die gewohnte Dosis eingenommen. Nach längerer Anwendung wird Promethazin nicht abrupt, sondern ausschleichend abgesetzt. Bei längerer Behandlung werden Herzfunktion und Blutbild sorgfältig überwacht.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten Sedierung sowie Mundtrockenheit und Eindickung des Schleims mit gestörter Speichelbildung auf. Ohne Häufigkeitsangabe nennt die Fachinformation Verstopfung, Störungen beim Wasserlassen, Durst, Schwitzen und eine verstopfte Nase, außerdem Gewichtszunahme, Blutdruckabfall beim Aufstehen mit beschleunigtem Puls, erhöhten Augeninnendruck und Sehstörungen, Verwirrtheit, Unruhe, paradoxe Erregung, Krampfanfälle, Störungen der Sexualfunktion, Lichtüberempfindlichkeit der Haut und Gallestau. Bewegungsstörungen wie Zungen- und Schlundkrämpfe oder ein medikamentöses Parkinson-Syndrom erfordern eine Dosisreduktion; nach langer Anwendung sind Spätdyskinesien möglich. Berichtet wurden Leukopenie, Agranulozytose, Halluzinationen, Delir, Thrombosen und Lungenembolien sowie eine dosisabhängige Atemdepression, besonders in Kombination mit anderen dämpfenden Mitteln. Promethazin kann das QT-Intervall verlängern; sehr selten traten Torsade-de-pointes-Rhythmusstörungen auf, sehr selten ein malignes neuroleptisches Syndrom. Hohes Fieber mit Muskelsteife, Herzrasen oder Ohnmacht, Halsschmerzen mit Fieber, unwillkürliche Bewegungen, ein geschwollenes Bein oder plötzliche Atemnot sind Gründe, sofort ärztliche Hilfe zu suchen. Das Reaktionsvermögen ist auch am Folgetag eingeschränkt, mit Alkohol in verstärktem Maß; zumindest in der ersten Behandlungsphase ist Autofahren nicht möglich.
Promethazin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Phenothiazine, bei akuter Vergiftung mit zentral dämpfenden Mitteln oder Alkohol, bei schwerer Schädigung der Blutzellen oder des Knochenmarks, bei Kreislaufschock oder Koma und nach einem früheren malignen neuroleptischen Syndrom unter Promethazin. Kinder unter sechs Jahren dürfen es wegen des Risikos einer tödlichen Atemdepression nicht erhalten; bei Schlafstörungen ist es unter 18 Jahren nicht vorgesehen. Besondere Vorsicht gilt bei Blutbildungsstörungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Prostatavergrößerung und Harnverhalt, niedrigem oder hohem Blutdruck, langsamem Puls, Kaliummangel, koronarer Herzkrankheit, Rhythmusstörungen, angeborener QT-Verlängerung, Epilepsie, Parkinson-Syndrom, Asthma, Lichtüberempfindlichkeit und Engwinkelglaukom. Ältere Menschen mit Demenz haben unter konventionellen Antipsychotika ein leicht erhöhtes Sterberisiko; für Verhaltensstörungen bei Demenz ist Promethazin nicht zugelassen. In der Frühschwangerschaft wird Promethazin nur bei zwingender Notwendigkeit angewendet; gegen Ende der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten, weil beim Neugeborenen Atemdepression, Entzugserscheinungen und Bewegungsstörungen möglich sind.
Alkohol und andere zentral dämpfende Mittel wie Schlaf- und Beruhigungsmittel, Opioid-Schmerzmittel, Psychopharmaka und Antihistaminika verstärken gegenseitig Sedierung und Blutdrucksenkung. Mit anticholinerg wirkenden Stoffen wie Atropin nehmen Mundtrockenheit, Harnverhalt und das Risiko eines Delirs zu. Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin erreichen unter Promethazin stark erhöhte Spiegel mit Risiko für Krampfanfälle und QT-Verlängerung; von dieser Kombination wird abgeraten, ebenso von MAO-Hemmern. Mit Adrenalin droht ein paradoxer Blutdruckabfall. Blutdrucksenker wirken stärker, Antiepileptika beschleunigen den Abbau von Promethazin. Zu vermeiden ist die Kombination mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, etwa Chlorpromazin, Sulpirid, Pimozid, Haloperidol, Citalopram, Methadon, Moxifloxacin, Makrolid-Antibiotika und Antiarrhythmika, sowie mit kaliumsenkenden Diuretika.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann die Schlafstörung besteht, was Sie bereits versucht haben und ob Sie Promethazin bereits erhalten haben, in welcher Dosis und mit welcher Verträglichkeit. Gefragt wird nach Herzerkrankungen und Rhythmusstörungen, Blutdruck, Epilepsie, Glaukom, Prostatabeschwerden, Asthma oder Schlafapnoe, Leber- und Nierenerkrankungen, psychiatrischen Erkrankungen, Alkoholkonsum, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach allen Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Antipsychotika und Opioiden. Promethazin ist bei Schlafstörungen nur eine Option, wenn andere Behandlungen ausgeschöpft sind; eine Online-Verordnung passt daher bei einer bereits bekannten, kurzzeitigen Anwendung ohne Herz- oder Atemwegsrisiken. Eine länger bestehende Schlafstörung, Verdacht auf Schlafapnoe oder Depression, Herzrhythmusstörungen und Unruhezustände bei psychiatrischen Erkrankungen gehören in die Hausarzt- oder Facharztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Schlafberatung und im Beitrag Medikamente bei Schlafstörungen: Wirkstoffgruppen im Überblick.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 25 mg |
|---|---|
| Menge | 50 Tabletten, 100 Tabletten |
Promethazin blockiert H1-Histamin-Rezeptoren im Gehirn und dämpft dadurch die Wachheit. Zusätzlich wirkt es anticholinerg und gegen Übelkeit und blockiert Alpha-Rezeptoren.
Hinweis: Promethazin macht stark müde und wirkt oft bis in den nächsten Tag. Alkohol und andere dämpfende Mittel werden während der Behandlung gemieden.
Wofür wird Promethazin angewendet?
In Deutschland ist Promethazin bei Unruhe- und Erregungszuständen im Rahmen psychiatrischer Erkrankungen zugelassen. Bei Schlafstörungen von Erwachsenen sowie bei Übelkeit und Erbrechen kann es eingesetzt werden, wenn andere Behandlungen nicht durchführbar oder nicht erfolgreich waren. In anderen Ländern ist es zum Teil auch bei allergischen Beschwerden zugelassen.
Wie wirkt Promethazin?
Promethazin blockiert im Gehirn Rezeptoren für den Botenstoff Histamin, der wach hält. Dadurch wirkt es beruhigend und schlaffördernd. Zusätzlich hemmt es Rezeptoren für den Botenstoff Acetylcholin (anticholinerge Wirkung), was zum Beispiel Mundtrockenheit erklärt. Die höchsten Blutspiegel werden nach etwa 1,5 bis 3 Stunden erreicht, und die dämpfende Wirkung kann bis in den nächsten Tag anhalten.
Ist Promethazin verschreibungspflichtig?
Ja, Promethazin ist verschreibungspflichtig. Für eine Verordnung wird der medizinische Fragebogen vollständig ausgefüllt, unter anderem zu Herz- und Bluterkrankungen, anderen Medikamenten, Alkohol und bisherigen Behandlungen der Schlafprobleme. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung über Dosis, Dauer und Packungsgröße trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung beachtet werden?
Nicht eingenommen wird Promethazin bei Überempfindlichkeit gegen Phenothiazine, schweren Schäden von Blutzellen oder Knochenmark, nach einem malignen neuroleptischen Syndrom durch Promethazin und zusammen mit MAO-Hemmern. Wichtig sind Herzrhythmusstörungen, Engwinkelglaukom, Prostatavergrößerung, Epilepsie, Schwangerschaft und Stillzeit. Alkohol, Opioide und andere dämpfende Mittel verstärken die Wirkung gefährlich.
Wie lange wird Promethazin bei Schlafstörungen eingenommen?
Laut Fachinformation so kurz wie möglich und in der niedrigsten wirksamen Dosis. Bei länger bestehenden Schlafproblemen stehen die Abklärung der Ursachen und eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie im Vordergrund. Nach längerer Einnahme wird Promethazin nicht abrupt, sondern schrittweise abgesetzt. Die Dauer der Behandlung legt der Arzt fest.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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