Allopurinol ist ein Harnsäuresenker aus der Gruppe der Xanthinoxidasehemmer in Form von Tabletten zu 100 mg und 300 mg. Es wird zur Langzeitbehandlung von Gicht und anderen Erkrankungen durch erhöhte Harnsäure angewendet.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Allopurinol hemmt das Enzym Xanthinoxidase, das Harnsäure bildet. Dadurch sinkt die Harnsäure in Blut und Urin, und Harnsäureablagerungen können sich mit der Zeit auflösen. Einen akuten Gichtanfall behandelt es nicht.
Tabletten zum Einnehmen, meist einmal täglich nach einer Mahlzeit. Die Behandlung beginnt niedrig dosiert, die Dosis wird ärztlich nach dem Harnsäurewert angepasst.
Dauer: Halbwertszeit von Oxipurinol 18 bis 43 Stunden
Wichtig: Bei Hautausschlag sofort absetzen und ärztlich melden. Nicht während eines akuten Gichtanfalls neu beginnen; Azathioprin und Mercaptopurin nicht gleichzeitig einnehmen.
Allopurinol ist ein Harnsäuresenker aus der Gruppe der Xanthinoxidasehemmer in Form von Tabletten zu 100 mg und 300 mg. Es wird zur Langzeitbehandlung von Gicht und anderen Erkrankungen durch erhöhte Harnsäure angewendet.
Allopurinol ist ein Mittel zur Senkung der Harnsäure. Es hemmt das Enzym Xanthinoxidase, das Vorstufen der Harnsäure in Harnsäure umwandelt; dadurch sinkt der Harnsäurespiegel im Blut und im Urin, Harnsäurekristalle in Gelenken und Geweben lösen sich mit der Zeit auf und neue Gichtanfälle bleiben aus. Laut Fachinformation ist Allopurinol zugelassen zur Behandlung der Gicht mit Gelenkentzündungen, Gichtknoten oder Nierenbeteiligung, bei Harnsäure-Nierensteinen, bei erhöhter Harnsäure durch Tumortherapie oder bestimmte Enzymstörungen und bei Calciumoxalatsteinen mit erhöhter Harnsäureausscheidung. Die Tabletten gibt es mit 100 mg und 300 mg.
Die Behandlung beginnt laut Fachinformation mit 100 mg einmal täglich nach einer Mahlzeit und wird alle zwei bis vier Wochen um 100 mg gesteigert, bis der Harnsäurewert im Blut unter 6 mg/dl (360 µmol/l) liegt, bei Gichtknoten unter 5 mg/dl. Die übliche Erhaltungsdosis liegt zwischen 200 und 600 mg täglich; ab 300 mg wird auf mehrere Einnahmen verteilt. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird langsamer gesteigert und die Dosis nach der Kreatinin-Clearance begrenzt. Allopurinol wird nicht während eines akuten Gichtanfalls begonnen, sondern erst nach dem Abklingen; in den ersten Monaten können Anfälle häufiger werden, deshalb wird vorbeugend Colchicin oder ein entzündungshemmendes Schmerzmittel gegeben. Während der Behandlung sind mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag wichtig. Allopurinol wird dauerhaft eingenommen, auch wenn keine Anfälle mehr auftreten.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Hautausschläge auf; bei jedem Ausschlag wird Allopurinol sofort abgesetzt, weil er der Beginn einer schweren Reaktion sein kann. Häufig sind zu Beginn außerdem Gichtanfälle durch die Umverteilung der Harnsäure. Gelegentlich kommen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und erhöhte Leberwerte vor. Selten, aber lebensbedrohlich sind das Allopurinol-Hypersensitivitätssyndrom (DRESS) mit Fieber, Ausschlag, Lymphknotenschwellung, Leber- und Nierenentzündung sowie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse; das Risiko ist in den ersten Wochen, bei hoher Anfangsdosis, bei Nierenschwäche, bei Einnahme von Thiaziddiuretika und bei Trägern des Merkmals HLA-B*5801 (häufiger bei Menschen aus China, Thailand und Korea) erhöht. Selten sind außerdem Leberentzündung, Nierenentzündung, Blutbildveränderungen bis zur Agranulozytose, Nervenschäden, grauer Star, Haarausfall, Brustvergrößerung beim Mann, Erektionsstörungen, Geschmacksstörungen und Gefäßentzündungen. Schläfrigkeit und Schwindel können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Allopurinol darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit und nicht neu begonnen werden während eines akuten Gichtanfalls. Vorsicht gilt bei Nierenschwäche, bei Lebererkrankungen (Leberwerte in den ersten Monaten kontrollieren), bei Schilddrüsenstörungen, bei einer früheren Hautreaktion auf Allopurinol (kein erneuter Versuch) und bei asiatischer Abstammung, bei der vor Beginn ein Test auf HLA-B*5801 erwogen wird. Bei Tumorpatienten wird ausreichend Flüssigkeit zugeführt, um Harnsäureablagerungen in den Nieren zu vermeiden. In der Schwangerschaft wird Allopurinol nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt; es geht in die Muttermilch über und wird in der Stillzeit nicht empfohlen.
Azathioprin und Mercaptopurin werden über die Xanthinoxidase abgebaut; in Kombination muss ihre Dosis auf ein Viertel gesenkt und das Blutbild engmaschig kontrolliert werden. Blutgerinnungshemmer vom Cumarintyp können stärker wirken (INR-Kontrollen). Allopurinol erhöht die Spiegel von Theophyllin, Phenytoin, Ciclosporin und Didanosin und verstärkt die Unterzuckerung durch Chlorpropamid bei Nierenschwäche. Ampicillin und Amoxicillin lösen in Kombination häufiger Hautausschläge aus. Thiaziddiuretika und ACE-Hemmer erhöhen, vor allem bei Nierenschwäche, das Risiko schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen. Salicylate und harnsäureausscheidende Mittel wie Probenecid beschleunigen die Ausscheidung des wirksamen Abbauprodukts und schwächen die Wirkung. Aluminiumhydroxid verringert die Aufnahme; drei Stunden Abstand. Zytostatika wie Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin und Procarbazin schädigen das Knochenmark in Kombination stärker.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, ob die Gicht ärztlich gesichert ist, wie oft Anfälle auftreten, welche Harnsäurewerte und Nierenwerte zuletzt gemessen wurden, ob Sie Allopurinol bereits nehmen und wie Sie es vertragen und ob gerade ein Anfall besteht. Gefragt wird nach Nieren- und Lebererkrankungen, Hautreaktionen auf Arzneimittel, asiatischer Abstammung, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln, besonders Azathioprin, Gerinnungshemmern, Diuretika, ACE-Hemmern und Antibiotika. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer eingestellten Behandlung mit aktuellen Harnsäure- und Nierenwerten oder als vorsichtiger Beginn mit 100 mg nach einem abgeklungenen Anfall bei bekannten Werten. Ein akuter Gichtanfall, eine unklare Gelenkentzündung mit Fieber, Nierenschwäche, ein früherer Hautausschlag unter Allopurinol und die Kombination mit Azathioprin gehören in die Hausarzt- oder Rheumatologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Gicht.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 100 mg, 300 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 60 Tabletten, 90 Tabletten |
Allopurinol hemmt das Enzym Xanthinoxidase, das im Körper die letzten Schritte der Harnsäurebildung steuert.
Hinweis: Bei Hautausschlag wird Allopurinol sofort abgesetzt und ärztlich Rücksprache gehalten. Eine neue Behandlung beginnt nicht während eines akuten Gichtanfalls.
Wofür wird Allopurinol angewendet?
Allopurinol ist zugelassen zur Senkung erhöhter Harnsäure, wenn eine Ernährungsumstellung nicht ausreicht, sowie bei deren Folgen wie Gicht, Nierenschäden durch Harnsäure und Harnsäuresteinen. Es wird auch zur Vorbeugung bestimmter Calciumoxalatsteine und bei erhöhter Harnsäure aus anderen Ursachen eingesetzt. Einen akuten Gichtanfall behandelt Allopurinol nicht.
Wie wirkt Allopurinol?
Allopurinol und sein Abbauprodukt Oxipurinol hemmen das Enzym Xanthinoxidase, das Harnsäure bildet. Dadurch sinkt die Harnsäure in Blut und Urin. Weil Oxipurinol lange im Körper bleibt, reicht meist eine Einnahme pro Tag. Ein gleichbleibender Wirkspiegel ist nach etwa einer Woche erreicht.
Ist Allopurinol verschreibungspflichtig?
Ja, Allopurinol ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diagnose, frühere Hautreaktionen, die Nierenfunktion, ein akuter Gichtanfall und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Allopurinol beachtet werden?
Nach einer Überempfindlichkeitsreaktion auf Allopurinol darf es nicht erneut eingenommen werden. Vorsicht gilt bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, bei Erkrankungen der Blutbildung und bei Herkunft von Han-Chinesen, Thailändern oder Koreanern wegen des Erbmerkmals HLA-B*5801. Azathioprin und Mercaptopurin sollen nicht gleichzeitig eingenommen werden. In Schwangerschaft und Stillzeit wird Allopurinol nur ausnahmsweise angewendet.
Warum können zu Beginn der Behandlung Gichtanfälle auftreten?
Wenn die Harnsäure sinkt, lösen sich Harnsäuredepots im Gewebe. Dabei können zu Beginn der Behandlung Gichtanfälle ausgelöst werden. Laut Fachinformation wird deshalb in den ersten 4 Wochen eine vorbeugende Gabe von Schmerzmitteln oder Colchicin erwogen. Die Behandlung mit Allopurinol wird dabei nicht eigenständig beendet.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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