Bisoprolol ist ein Betablocker in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck und chronisch stabiler Angina pectoris zugelassen, je nach Präparat auch bei stabiler chronischer Herzschwäche.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Bisoprolol blockiert vorwiegend die Beta-1-Rezeptoren am Herzen. Stresshormone wie Adrenalin wirken dort schwächer, sodass das Herz langsamer und mit weniger Kraft schlägt. Blutdruck und Sauerstoffbedarf des Herzens sinken.
Tabletten zum Einnehmen, einmal täglich morgens und unabhängig vom Frühstück. Die Dosis wird ärztlich festgelegt; beim Beenden wird schrittweise ausgeschlichen.
Eintritt: volle Blutdrucksenkung meist nach etwa 2 Wochen · Dauer: ca. 24 Stunden
Wichtig: Nicht plötzlich absetzen. Nicht geeignet bei schwerem Asthma, akuter Herzschwäche, AV-Block II. oder III. Grades oder langsamem Puls mit Beschwerden.
Bisoprolol ist ein Betablocker in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck und chronisch stabiler Angina pectoris zugelassen, je nach Präparat auch bei stabiler chronischer Herzschwäche.
Bisoprolol ist ein beta-1-selektiver Betablocker. Es blockiert bevorzugt die Beta-1-Rezeptoren am Herzen, senkt Herzfrequenz, Schlagkraft und Sauerstoffbedarf des Herzmuskels und damit den Blutdruck; die Beta-2-Rezeptoren in Bronchien und Gefäßen werden bei üblichen Dosen deutlich weniger beeinflusst als bei nicht selektiven Betablockern wie Propranolol. Laut Fachinformation ist Bisoprolol zugelassen bei Bluthochdruck, bei koronarer Herzkrankheit mit Angina pectoris und, in niedriger Dosierung und schrittweiser Einstellung, bei stabiler chronischer Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion als Zusatz zu ACE-Hemmern und Diuretika. Die Filmtabletten gibt es mit 2,5 mg, 5 mg und 10 mg.
Bei Bluthochdruck und Angina pectoris beträgt die übliche Dosis laut Fachinformation 5 mg einmal täglich; bei Bedarf wird auf 10 mg erhöht, die Höchstdosis liegt bei 20 mg pro Tag. Bei leichtem Bluthochdruck können 2,5 mg ausreichen. Bei Herzschwäche beginnt die Behandlung mit 1,25 mg täglich und wird über Wochen schrittweise bis auf höchstens 10 mg gesteigert, jeweils unter ärztlicher Kontrolle von Puls, Blutdruck und Beschwerden. Die Tablette wird morgens unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen, mit oder ohne Frühstück. Bisoprolol darf nicht abrupt abgesetzt werden: Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit können sonst Angina-pectoris-Anfälle, Blutdruckanstieg oder ein Herzinfarkt ausgelöst werden; die Dosis wird über ein bis zwei Wochen schrittweise verringert.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen auf, vor allem zu Beginn der Behandlung, außerdem Kältegefühl oder Taubheit in Händen und Füßen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung. Gelegentlich kommen ein zu langsamer Puls, Überleitungsstörungen am Herzen, eine Verschlechterung einer Herzschwäche, Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Muskelschwäche und Muskelkrämpfe sowie Atemnot durch Verengung der Bronchien bei Asthma oder COPD vor. Selten sind Albträume, Halluzinationen, Ohnmacht, Potenzstörungen, erhöhte Leberwerte, verminderter Tränenfluss (wichtig für Kontaktlinsenträger), Hörstörungen und allergischer Schnupfen; sehr selten verschlechtert sich eine Schuppenflechte oder es kommt zu Haarausfall. Bisoprolol kann die Warnzeichen einer Unterzuckerung verdecken.
Bisoprolol darf nicht angewendet werden bei akuter oder nicht ausreichend behandelter Herzschwäche, bei kardiogenem Schock, bei AV-Block zweiten oder dritten Grades, beim Sick-Sinus-Syndrom und sinuatrialem Block, bei einem Ruhepuls unter 60 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn, bei sehr niedrigem Blutdruck, bei schwerem Asthma, bei schweren Durchblutungsstörungen der Beine oder einem Raynaud-Syndrom, bei unbehandeltem Phäochromozytom und bei einer Übersäuerung des Blutes. Vorsicht gilt bei Diabetes, bei leichteren Atemwegserkrankungen, bei Schuppenflechte, bei starker Allergieneigung, bei Schilddrüsenüberfunktion, bei der Prinzmetal-Angina und vor Operationen mit Narkose. In der Schwangerschaft wird Bisoprolol nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt und das Neugeborene auf langsamen Puls und niedrigen Blutzucker überwacht; in der Stillzeit wird es nicht empfohlen.
Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp verstärken die bremsende Wirkung auf Herzfrequenz und Überleitung und werden nicht gleichzeitig empfohlen. Antiarrhythmika der Klasse I und III, Clonidin, Digitalisglykoside und Parasympathomimetika wirken ebenfalls verstärkend auf Puls und Überleitung; beim Absetzen von Clonidin wird Bisoprolol zuerst ausgeschlichen. Insulin und orale Antidiabetika wirken stärker, die Warnzeichen einer Unterzuckerung sind abgeschwächt. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen können die blutdrucksenkende Wirkung verringern. Andere Blutdrucksenker, Narkosemittel und Alkohol verstärken den Blutdruckabfall. Rifampicin schwächt Bisoprolol ab, Mefloquin kann den Puls weiter senken, MAO-Hemmer können die Wirkung verstärken. Adrenalin wirkt unter Betablockern schwächer, was bei schweren Allergien zu beachten ist.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, wofür Bisoprolol verordnet wurde, seit wann Sie es nehmen, welche Dosis, welche Blutdruck- und Pulswerte Sie zuletzt gemessen haben und wer Sie dafür behandelt. Gefragt wird nach Asthma oder COPD, Herzerkrankungen, Diabetes, Durchblutungsstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Schwangerschaft und nach allen Arzneimitteln, besonders Herz- und Blutdruckmitteln und Antidiabetika. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut eingestellten Behandlung mit bekannten Werten. Neu aufgetretene Brustschmerzen, Atemnot, Herzrhythmusstörungen ohne EKG, ein Ruhepuls unter 60 oder der Wunsch nach einer Neueinstellung gehören in die Hausarzt- oder Kardiologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Bluthochdruck & Herz und im Beitrag Blutdrucksenker als Folgerezept online.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 2,5 mg, 5 mg, 10 mg |
|---|---|
| Menge | 30 Tabletten, 90 Tabletten, 100 Tabletten |
Bisoprolol blockiert vorwiegend die Beta-1-Rezeptoren am Herzen und schwächt so die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ab.
Hinweis: Bisoprolol darf nicht plötzlich abgesetzt werden. Bei schwerem Asthma, schwerer COPD, akuter Herzschwäche und bestimmten Herzrhythmusstörungen ist es nicht geeignet.
Wofür wird Bisoprolol angewendet?
Bisoprolol ist zur Behandlung von Bluthochdruck und chronisch stabiler Angina pectoris zugelassen, also von Brustenge bei Belastung durch verengte Herzkranzgefäße. Je nach Präparat ist es außerdem bei stabiler chronischer Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion zugelassen, dann zusätzlich zu anderen Herzmitteln und mit langsamer Dosissteigerung.
Wie wirkt Bisoprolol?
Bisoprolol blockiert vor allem die Beta-1-Rezeptoren am Herzen. Stresshormone wie Adrenalin wirken dort schwächer, das Herz schlägt langsamer und mit weniger Kraft. Dadurch sinken der Blutdruck und der Sauerstoffbedarf des Herzens. Die Wirkung einer Tablette hält etwa 24 Stunden an, die volle Blutdrucksenkung zeigt sich meist nach etwa 2 Wochen.
Ist Bisoprolol verschreibungspflichtig?
Ja, Bisoprolol ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem Blutdruck und Puls, Atemwegserkrankungen wie Asthma, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Bisoprolol beachtet werden?
Bisoprolol darf nicht angewendet werden bei akuter oder entgleister Herzschwäche, AV-Block II. oder III. Grades, Sinusknotensyndrom, langsamem Puls oder niedrigem Blutdruck mit Beschwerden, schwerem Asthma oder schwerer COPD, schweren Durchblutungsstörungen, unbehandeltem Phäochromozytom und metabolischer Azidose. Vorsicht gilt bei Diabetes, leichter bis mittelschwerer COPD und Schuppenflechte sowie zusammen mit Verapamil, Diltiazem oder Clonidin.
Welche Nebenwirkungen kann Bisoprolol haben?
Häufig sind Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen, vor allem zu Beginn, außerdem kalte Hände und Füße sowie Magen-Darm-Beschwerden. Gelegentlich treten ein langsamer Puls, Schlafstörungen oder Atembeschwerden bei Asthma auf. Bei Schwellungen im Gesicht mit Atemnot ist sofort ärztliche Notfallhilfe nötig. Weitere Hinweise stehen in der Packungsbeilage.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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