Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (Sartan) in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck und von Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion zugelassen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Candesartan blockiert den AT1-Rezeptor, über den das Hormon Angiotensin II die Blutgefäße verengt. Die Gefäße weiten sich, der Gefäßwiderstand und damit der Blutdruck sinken. Der größte Teil der Wirkung ist nach etwa 4 Wochen regelmäßiger Einnahme erreicht.
Tabletten zum Einnehmen, einmal täglich und unabhängig vom Essen. Die Dosis wird ärztlich festgelegt und schrittweise angepasst, begleitet von Kontrollen der Nierenwerte und des Kaliums.
Eintritt: innerhalb von 2 Stunden, volle Wirkung nach etwa 4 Wochen
Wichtig: Nicht in der Schwangerschaft und nicht bei schwerer Lebererkrankung oder Gallenstau anwenden. Keine Kombination mit ACE-Hemmern oder Aliskiren ohne ärztliche Prüfung. Bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen sofort den Notruf 112 wählen.
Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (Sartan) in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck und von Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion zugelassen.
Candesartan ist ein Blutdrucksenker aus der Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorblocker (Sartane). Es blockiert den AT1-Rezeptor, über den das Hormon Angiotensin II die Blutgefäße verengt und die Nebenniere zur Freisetzung von Aldosteron anregt; die Gefäße weiten sich, Salz und Wasser werden vermehrt ausgeschieden und der Blutdruck sinkt. Anders als ACE-Hemmer löst Candesartan selten Reizhusten aus. Laut Fachinformation ist es zugelassen zur Behandlung des essenziellen Bluthochdrucks bei Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren und zur Behandlung der Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion zusätzlich zu ACE-Hemmern oder bei deren Unverträglichkeit. Die Tabletten gibt es mit 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg.
Bei Bluthochdruck beginnt die Behandlung laut Fachinformation mit 8 mg einmal täglich; die übliche Erhaltungsdosis ist 8 mg, bei Bedarf wird auf 16 mg und höchstens 32 mg erhöht. Die volle Wirkung entwickelt sich innerhalb von vier Wochen. Bei Flüssigkeitsmangel, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion beginnt die Behandlung mit 4 mg. Bei Herzschwäche wird von 4 mg aus in Abständen von mindestens zwei Wochen bis auf 32 mg verdoppelt, soweit vertragen. Die Tablette wird einmal täglich mit etwas Wasser eingenommen, mit oder ohne Mahlzeit. Blutdruck, Kalium und Nierenwerte werden zu Beginn, nach Dosisänderungen und danach regelmäßig kontrolliert.
Häufig, also bei bis zu einem von zehn Anwendern, treten bei Bluthochdruck Schwindel, Kopfschmerzen und Infektionen der Atemwege auf; bei Herzschwäche außerdem Blutdruckabfall, ein erhöhter Kaliumspiegel und eine Verschlechterung der Nierenfunktion. Sehr selten sind Veränderungen des Blutbilds wie Leukopenie oder Agranulozytose, ein Natriummangel, Husten, Übelkeit, erhöhte Leberwerte oder eine Leberentzündung, Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen und ein Nierenversagen. Ein Angioödem mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen ist selten, aber ein Notfall. Schwindel oder Müdigkeit, vor allem zu Beginn, können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Candesartan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel, bei schwerer Leberfunktionsstörung oder Gallenstau und zusammen mit Aliskiren bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion. Im ersten Schwangerschaftsdrittel wird es nicht empfohlen; wird eine Schwangerschaft festgestellt, wird die Behandlung sofort umgestellt, weil Sartane die Nieren und die Schädelentwicklung des Kindes schädigen. In der Stillzeit wird Candesartan nicht empfohlen. Vorsicht gilt bei Verengung der Nierenarterien, nach Nierentransplantation, bei Flüssigkeitsmangel (Durchfall, Erbrechen, hohe Diuretikadosen), bei Verengung der Aorten- oder Mitralklappe, bei hypertropher Kardiomyopathie, beim primären Hyperaldosteronismus (geringe Wirkung), bei Nierenschwäche und vor Operationen mit Narkose. Die Kombination mit einem ACE-Hemmer (doppelte Blockade des Renin-Angiotensin-Systems) wird nicht empfohlen.
ACE-Hemmer und Aliskiren erhöhen in Kombination das Risiko von Blutdruckabfall, Kaliumanstieg und Nierenversagen. Kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel, Heparin, Trimethoprim und Cotrimoxazol erhöhen das Kalium. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen sowie Acetylsalicylsäure in hoher Dosis schwächen die Blutdrucksenkung ab und können bei älteren Menschen oder Flüssigkeitsmangel ein akutes Nierenversagen auslösen. Candesartan erhöht den Lithiumspiegel; die Kombination wird nicht empfohlen oder eng überwacht. Andere Blutdrucksenker und Diuretika verstärken die Wirkung, besonders bei der ersten Dosis.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann Sie Candesartan nehmen, welche Dosis, welche Blutdruckwerte Sie zuletzt gemessen haben und wann Kalium und Nierenwerte bestimmt wurden. Gefragt wird nach Nieren- und Lebererkrankungen, Herzschwäche, Diabetes, Durchfall oder Erbrechen in den letzten Tagen, Schwangerschaft und Kinderwunsch und nach allen Arzneimitteln, besonders anderen Blutdrucksenkern, Schmerzmitteln, Kaliumpräparaten und Lithium. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer eingestellten Behandlung mit aktuellen Laborwerten. Eine Neueinstellung ohne Werte, eine Schwangerschaft, eine bekannte Nierenarterienverengung oder Blutdruckwerte über 180/110 gehören in die Hausarzt- oder Kardiologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Bluthochdruck & Herz und im Beitrag Blutdrucksenker als Folgerezept online.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 4 mg, 8 mg, 16 mg, 32 mg |
|---|---|
| Menge | 28 Tabletten, 30 Tabletten, 84 Tabletten, 90 Tabletten, 98 Tabletten |
Candesartan blockiert den AT1-Rezeptor, über den das Hormon Angiotensin II die Blutgefäße verengt und den Blutdruck steigen lässt.
Hinweis: Candesartan darf in der Schwangerschaft ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie bei schwerer Lebererkrankung oder Gallenstau nicht eingenommen werden. Nierenwerte und Kalium werden regelmäßig kontrolliert.
Wofür wird Candesartan angewendet?
Candesartan ist zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. Bei Erwachsenen wird es außerdem bei einer Herzschwäche mit eingeschränkter Pumpfunktion eingesetzt, wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden, oder zusätzlich zu einem ACE-Hemmer, wenn trotz Behandlung weiter Beschwerden bestehen. Die Behandlung ist in der Regel dauerhaft.
Wie wirkt Candesartan?
Candesartan blockiert die Andockstelle (AT1-Rezeptor) für das Hormon Angiotensin II. Dieses Hormon verengt normalerweise die Blutgefäße. Wird seine Wirkung blockiert, weiten sich die Gefäße, und der Blutdruck sinkt. Die Wirkung setzt meist innerhalb von 2 Stunden ein, der größte Teil der Blutdrucksenkung ist nach etwa 4 Wochen erreicht.
Ist Candesartan verschreibungspflichtig?
Ja, Candesartan ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem Blutdruckwerte, Nierenfunktion und Kalium, Lebererkrankungen, eine mögliche Schwangerschaft und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Candesartan beachtet werden?
Candesartan darf nicht angewendet werden bei Allergie gegen den Wirkstoff, ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei schwerer Lebererkrankung oder Gallenstau sowie zusammen mit Aliskiren bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion. Vorsicht gilt bei Nierenerkrankungen, Verengung der Nierenarterien, Herzklappenverengung, Kaliumpräparaten, ACE-Hemmern, Lithium und Schmerzmitteln wie Ibuprofen.
Welche Nebenwirkungen kann Candesartan haben?
Häufig sind Schwindel, Kopfschmerzen und Atemwegsinfekte. Bei Herzschwäche kommen häufig ein erhöhter Kaliumwert, niedriger Blutdruck und eine verschlechterte Nierenfunktion hinzu. Sehr selten sind Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen. Dann ist sofort ärztliche Notfallhilfe nötig. Weitere Hinweise stehen in der Packungsbeilage.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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