Telmisartan ist ein Sartan (Angiotensin-II-Rezeptorblocker) in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen und in der Dosis von 80 mg zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit hohem Risiko.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Telmisartan blockiert die Andockstelle des Hormons Angiotensin II an den Blutgefäßen. Die Gefäße weiten sich, der Gefäßwiderstand sinkt und damit auch der Blutdruck. Zudem wird weniger Aldosteron gebildet, sodass der Körper weniger Salz und Wasser zurückhält.
Tabletten zum Einnehmen, einmal täglich möglichst zur gleichen Zeit, mit oder ohne Mahlzeit. Die Tablette bleibt bis kurz vor der Einnahme in der Blisterpackung.
Eintritt: ca. 3 Stunden, volle Wirkung nach 4 bis 8 Wochen · Dauer: über 24 Stunden
Wichtig: Nicht in der Schwangerschaft, bei Gallenstau oder schwerer Lebererkrankung anwenden. Bei Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen sofort den Notruf 112 wählen.
Telmisartan ist ein Sartan (Angiotensin-II-Rezeptorblocker) in Tablettenform zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen und in der Dosis von 80 mg zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit hohem Risiko.
Telmisartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, kurz Sartan. Es verdrängt das blutdrucksteigernde Hormon Angiotensin II mit hoher Affinität und lang anhaltend von seinem AT1-Rezeptor; die Gefäße weiten sich, der Aldosteronspiegel sinkt, der Blutdruck fällt. Weil Telmisartan das Angiotensin-Converting-Enzym nicht hemmt, reichert sich kein Bradykinin an; trockener Husten tritt deutlich seltener auf als unter ACE-Hemmern. Laut Fachinformation ist Telmisartan zugelassen zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie zur Reduktion der kardiovaskulären Morbidität bei Erwachsenen mit manifester atherothrombotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (koronare Herzkrankheit, Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder mit Typ-2-Diabetes und dokumentiertem Endorganschaden. Der Shop führt Tabletten mit 40 mg und 80 mg in Packungen mit 28 und 98 Stück.
Bei Bluthochdruck beträgt die üblicherweise wirksame Dosis laut Fachinformation 40 mg einmal täglich; manchen Patienten reichen 20 mg, und wird der Zielwert nicht erreicht, kann auf höchstens 80 mg täglich erhöht oder ein Thiaziddiuretikum wie Hydrochlorothiazid ergänzt werden. Die volle Blutdrucksenkung stellt sich im Allgemeinen vier bis acht Wochen nach Beginn ein. Zur kardiovaskulären Prävention werden 80 mg täglich empfohlen, zu Beginn mit engmaschiger Blutdruckkontrolle. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion oder Dialyse beginnt die Behandlung mit 20 mg, bei leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion werden 40 mg täglich nicht überschritten; ältere Menschen brauchen keine Anpassung. Die Tablette wird einmal täglich mit Flüssigkeit eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten und möglichst zur gleichen Tageszeit. Eine vergessene Tablette wird am selben Tag nachgeholt, sonst ausgelassen; die nächste Dosis wird nicht verdoppelt. Nach dem Absetzen kehrt der Blutdruck über mehrere Tage allmählich zum Ausgangswert zurück; dennoch wird die Behandlung nicht eigenmächtig beendet. Bei eingeschränkter Nierenfunktion werden Kalium und Kreatinin regelmäßig kontrolliert.
In kontrollierten Studien war die Häufigkeit von Nebenwirkungen unter Telmisartan mit 41,4 % ähnlich wie unter Placebo mit 43,9 %. Gelegentlich, also bei bis zu einem von hundert Behandelten, treten Harnwegsinfektionen, ein erhöhter Kaliumspiegel, depressive Verstimmung, Ohnmacht, Schwindel, ein langsamer Puls, Blutdruckabfall auch beim Aufstehen, Atemnot, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, Hautausschlag, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, eine Einschränkung der Nierenfunktion bis zum akuten Nierenversagen, Brustschmerzen, Schwäche und ein erhöhter Kreatininwert auf. Selten sind Sepsis, Blutbildveränderungen, anaphylaktische Reaktionen, Unterzuckerung bei Diabetikern, Angst, Schläfrigkeit, Sehstörungen, Herzrasen, Leberfunktionsstörungen, Angioödem, Nesselsucht, Gelenk- und Sehnenschmerzen und erhöhte Leberenzyme. Eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, starke Bauchschmerzen mit Übelkeit und Durchfall als Zeichen eines Angioödems im Darm, Ohnmacht, eine deutlich verringerte Urinmenge oder Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl erfordern sofort ärztliche Hilfe.
Telmisartan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit, im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel, bei Verschluss der Gallenwege, bei stark eingeschränkter Leberfunktion und zusammen mit Aliskiren bei Diabetes oder einer Nierenfunktion unter 60 ml/min. Vorsicht gilt bei Cholestase und leichter Leberschwäche, bei beidseitiger Nierenarterienstenose, bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Flüssigkeits- oder Salzmangel durch hoch dosierte Diuretika, salzarme Kost, Durchfall oder Erbrechen, bei schwerer Herzschwäche, bei Aorten- oder Mitralklappenstenose sowie bei koronarer Herzkrankheit, weil ein zu starker Blutdruckabfall Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen kann. Bei primärem Aldosteronismus wird Telmisartan nicht empfohlen. Ein erhöhter Kaliumspiegel kann lebensbedrohlich werden; Risikofaktoren sind Diabetes, Nierenschwäche, ein Alter über 70 Jahre und kaliumerhöhende Arzneimittel. Im ersten Schwangerschaftsdrittel wird Telmisartan nicht empfohlen, ab dem zweiten ist es kontraindiziert, weil es Nierenfunktion und Schädelverknöcherung des Kindes schädigt; bei Kinderwunsch wird auf ein geeignetes anderes Mittel umgestellt. In der Stillzeit wird es nicht empfohlen. Beim Autofahren ist zu beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten.
Kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton, Eplerenon, Triamteren und Amilorid, Kaliumpräparate und kaliumhaltige Salzersatzmittel werden nicht gleichzeitig empfohlen; ACE-Hemmer, entzündungshemmende Schmerzmittel, Heparin, Ciclosporin, Tacrolimus und Trimethoprim erhöhen das Kalium ebenfalls. Eine doppelte Blockade mit ACE-Hemmern oder Aliskiren wird nicht empfohlen und ist bei diabetischer Nierenerkrankung zu vermeiden. Telmisartan erhöht die Digoxin-Spitzenspiegel um 49 %, Digoxin wird deshalb kontrolliert; auch Lithium steigt an und braucht Spiegelkontrollen. NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, COX-2-Hemmer oder Acetylsalicylsäure in entzündungshemmender Dosis schwächen die Blutdrucksenkung und können bei Flüssigkeitsmangel oder im Alter ein akutes Nierenversagen auslösen. Andere Blutdrucksenker verstärken die Wirkung, Alkohol, Barbiturate, Narkotika und Antidepressiva verstärken den Blutdruckabfall beim Aufstehen. Systemische Kortikosteroide schwächen die Wirkung ab.
Zu Beginn des Fragebogens tragen Sie Ihre zuletzt gemessenen Blutdruckwerte ein, außerdem seit wann und in welcher Dosis Sie Telmisartan nehmen und wann Kalium und Kreatinin zuletzt bestimmt wurden. Gefragt wird nach Nieren-, Leber- und Gallenwegserkrankungen, Diabetes, Herzerkrankungen, Schwangerschaft oder Kinderwunsch und nach allen Arzneimitteln, besonders ACE-Hemmern, Aliskiren, Diuretika, Kaliumpräparaten, Schmerzmitteln, Lithium und Digoxin. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer gut eingestellten Behandlung mit bekannten Blutdruck- und Nierenwerten. Eine Neueinstellung, ein trotz Behandlung zu hoher Blutdruck, Brustschmerzen, Atemnot, Ohnmacht, geschwollene Beine, unbekannte oder verschlechterte Nierenwerte, eine Schwangerschaft und der Beginn einer Behandlung mit 80 mg zur kardiovaskulären Prävention gehören in die Hausarzt- oder Kardiologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Bluthochdruck & Herz und im Beitrag Blutdrucksenker per Folgerezept: Voraussetzungen, Kontrollen und Grenzen der Online-Anfrage.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 40 mg, 80 mg |
|---|---|
| Menge | 28 Tabletten, 98 Tabletten |
Telmisartan blockiert gezielt den AT1-Rezeptor, über den das Hormon Angiotensin II die Blutgefäße verengt und den Blutdruck steigert.
Hinweis: Telmisartan darf in der Schwangerschaft nicht begonnen werden. Bei Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen ist sofort ärztliche Notfallhilfe nötig.
Wofür wird Telmisartan angewendet?
Telmisartan ist zur Behandlung von Bluthochdruck bei Erwachsenen zugelassen. In der Dosis von 80 mg wird es außerdem zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall angewendet, wenn bereits eine Gefäßerkrankung besteht, etwa nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Durchblutungsstörungen der Beine, oder bei Typ-2-Diabetes mit nachgewiesenen Organschäden.
Wie wirkt Telmisartan?
Telmisartan blockiert den AT1-Rezeptor, die Andockstelle für das Hormon Angiotensin II. Dieses Hormon verengt normalerweise die Blutgefäße. Durch die Blockade weiten sich die Gefäße, und der Blutdruck sinkt. Die Wirkung beginnt innerhalb weniger Stunden und hält über 24 Stunden an. Die volle Wirkung zeigt sich meist nach 4 bis 8 Wochen.
Ist Telmisartan verschreibungspflichtig?
Ja, Telmisartan ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem Blutdruckwerte, eine mögliche Schwangerschaft, Leber- und Nierenerkrankungen, Kaliumwerte und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Telmisartan beachtet werden?
Telmisartan darf nicht angewendet werden bei Allergie gegen den Wirkstoff, ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei Gallenstau oder Verschluss der Gallenwege, bei schwerer Lebererkrankung und bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion zusammen mit Aliskiren. Vorsicht gilt bei Nierenerkrankungen, Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Entwässerungsmitteln, ACE-Hemmern, Lithium und regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln.
Welche Nebenwirkungen kann Telmisartan haben?
Nebenwirkungen treten meist nur gelegentlich auf, zum Beispiel Schwindel, niedriger Blutdruck, Infekte der Harn- oder Atemwege, Magen-Darm-Beschwerden, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Juckreiz und ein erhöhter Kaliumwert. Selten, aber gefährlich ist eine Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen. Dann ist sofort ärztliche Notfallhilfe nötig. Weitere Hinweise stehen in der Packungsbeilage.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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