Janumet ist eine Filmtablette mit den Wirkstoffen Sitagliptin, einem DPP-4-Hemmer, und Metformin, einem Biguanid. Es ist zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen, zusätzlich zu Ernährung und Bewegung.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Sitagliptin verstärkt Darmhormone, die nach dem Essen die Insulinfreisetzung fördern und Glukagon senken. Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Insulinwirkung.
Filmtablette zum Einnehmen, zweimal täglich zu einer Mahlzeit. Die Dosis richtet sich nach der bisherigen Metformindosis und der Nierenfunktion.
Wichtig: Nicht bei eGFR unter 30, Herzschwäche, Lebererkrankung, Alkoholmissbrauch sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Erbrechen, Durchfall oder vor Kontrastmitteluntersuchungen pausieren.
Janumet ist eine Filmtablette mit den Wirkstoffen Sitagliptin, einem DPP-4-Hemmer, und Metformin, einem Biguanid. Es ist zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen, zusätzlich zu Ernährung und Bewegung.
Janumet kombiniert zwei blutzuckersenkende Wirkstoffe mit sich ergänzenden Mechanismen. Sitagliptin hemmt das Enzym DPP-4 und erhöht so die Spiegel der Darmhormone GLP-1 und GIP, die bei erhöhtem Blutzucker die Insulinfreisetzung steigern und die Glucagonausschüttung bremsen. Metformin, ein Biguanid, senkt die Zuckerbildung in der Leber, verbessert die Insulinempfindlichkeit und verzögert die Zuckeraufnahme im Darm. Laut Fachinformation ist Janumet für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes zugelassen, zusätzlich zu Ernährung und Bewegung, wenn Metformin in der höchsten verträglichen Dosis allein nicht ausreicht oder wenn beide Wirkstoffe bereits als Einzelpräparate eingenommen werden, außerdem als Dreifachtherapie mit einem Sulfonylharnstoff, einem Glitazon oder mit Insulin. Die Filmtabletten im Shop enthalten 50 mg Sitagliptin und 1.000 mg Metforminhydrochlorid, die Packung umfasst 56 Tabletten.
Janumet wird zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen, das verringert die Magen-Darm-Beschwerden durch Metformin. Sitagliptin beträgt stets 50 mg zweimal täglich, also die Tageshöchstdosis von 100 mg, und die Metformindosis entspricht etwa der zuvor eingenommenen Menge. Mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin kann deren Dosis gesenkt werden, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Entscheidender Kontrollwert ist die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), die vor Beginn und danach mindestens jährlich, bei älteren Menschen alle drei bis sechs Monate bestimmt wird. Bei einer GFR von 45 bis 59 ml/min darf Metformin höchstens 2.000 mg täglich betragen, bei 30 bis 44 ml/min höchstens 1.000 mg und Sitagliptin höchstens 50 mg, sodass die Tablette mit 50 mg/1.000 mg dann nicht mehr passt; unter 30 ml/min ist Metformin ausgeschlossen. Bei Erbrechen, Durchfall oder Fieber wird Metformin vorübergehend abgesetzt. Vor einer Operation in Narkose und vor einer Untersuchung mit jodhaltigem Kontrastmittel wird Janumet pausiert und frühestens 48 Stunden danach bei stabiler Nierenfunktion wieder aufgenommen. Eine vergessene Dosis wird nicht durch eine doppelte ersetzt.
Zu Beginn sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Oberbauchschmerzen und Appetitverlust durch Metformin sehr häufig und bilden sich meist von selbst zurück; ein metallischer Geschmack ist häufig. Für die Kombination nennt die Fachinformation Unterzuckerungen, einen erniedrigten Vitamin-B12-Spiegel, Übelkeit, Blähungen und Erbrechen als häufig, Verstopfung, Oberbauchschmerzen, Schläfrigkeit und Juckreiz als gelegentlich und eine verminderte Zahl der Blutplättchen als selten. Mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin traten Unterzuckerungen bei 13,8 beziehungsweise 10,9 Prozent der Behandelten auf. Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ist unter DPP-4-Hemmern beschrieben; in der Sicherheitsstudie TECOS betraf sie 0,3 Prozent unter Sitagliptin gegenüber 0,2 Prozent unter Placebo. Nach der Markteinführung wurden schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Angioödem, Stevens-Johnson-Syndrom, bullöses Pemphigoid und Nierenfunktionsstörungen gemeldet. Die Laktatazidose durch Metformin ist sehr selten, aber lebensbedrohlich. Anhaltende starke Bauchschmerzen, beschleunigte Atmung mit Muskelkrämpfen, Schwäche und Unterkühlung, Schwellungen im Gesicht, Hautausschlag mit Blasen oder Atemnot sind Gründe, die Einnahme zu beenden und sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
Janumet darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder Hilfsstoffe, bei akuter Übersäuerung des Blutes wie Laktatazidose oder Ketoazidose, beim diabetischen Präkoma, bei schwerer Niereninsuffizienz mit einer GFR unter 30 ml/min, bei Flüssigkeitsmangel, schweren Infektionen oder Schock, bei Herz- oder Lungeninsuffizienz und kurz zurückliegendem Herzinfarkt, bei Leberfunktionsstörung, bei akuter Alkoholvergiftung oder Alkoholismus und in der Stillzeit. Vorsicht gilt nach einer früheren Bauchspeicheldrüsenentzündung und bei mitochondrialen Erkrankungen. Bei Verdacht auf Vitamin-B12-Mangel, etwa bei Blutarmut oder Nervenstörungen, wird der Spiegel bestimmt. In der Schwangerschaft wird Janumet nicht angewendet; bei Kinderwunsch oder eingetretener Schwangerschaft wird auf Insulin umgestellt. Jugendliche erhalten es wegen unzureichender Wirksamkeit nicht. Die Verkehrstüchtigkeit ist kaum beeinflusst; Schwindel, Schläfrigkeit und mit Sulfonylharnstoff oder Insulin Unterzuckerungen sind jedoch möglich.
Alkohol erhöht das Risiko einer Laktatazidose, besonders bei Fasten, Mangelernährung oder Leberschwäche. NSAR einschließlich COX-2-Hemmern, ACE-Hemmer, Sartane und vor allem Schleifendiuretika können die Nierenfunktion verschlechtern, sodass sie zu Beginn engmaschig kontrolliert wird. Ranolazin, Vandetanib, Dolutegravir und Cimetidin hemmen die Ausscheidung von Metformin und erhöhen seine Spiegel. Glukokortikoide, Beta-2-Agonisten und Diuretika erhöhen den Blutzucker, ACE-Hemmer können ihn senken. Sulfonylharnstoffe und Insulin verstärken das Risiko einer Unterzuckerung. Sitagliptin selbst hat ein geringes Wechselwirkungspotenzial: Starke CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol oder Clarithromycin spielen nur bei schwerer Nierenschwäche eine Rolle, Digoxin steigt geringfügig an, und auf Warfarin oder orale Kontrazeptiva besteht kein relevanter Einfluss.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann Ihr Typ-2-Diabetes besteht, welche Medikamente Sie in welcher Dosis einnehmen, wer die Behandlung eingestellt hat, wie Ihr letzter HbA1c-Wert ausfiel und wann die Nierenfunktion zuletzt gemessen wurde. Gefragt wird nach Nieren-, Leber-, Herz- und Lungenerkrankungen, einer früheren Bauchspeicheldrüsenentzündung, Alkoholkonsum, Schwangerschaft, Stillzeit oder Kinderwunsch, geplanten Operationen und nach allen Arzneimitteln, besonders Insulin, Sulfonylharnstoffen, Entwässerungsmitteln, Kortison und Schmerzmitteln. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, gut eingestellten Behandlung mit aktuellem HbA1c und bekannter GFR. Eine Neueinstellung, die Erweiterung einer Metformin-Monotherapie, eine GFR unter 45 ml/min, stark entgleiste Blutzuckerwerte, Zeichen einer Azidose oder Bauchspeicheldrüsenentzündung und eine Schwangerschaft gehören in die Hausarzt- oder Diabetologiepraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Diabetes Typ 2 und im Beitrag Nach einer Online-Verordnung: Was Patienten erwarten können.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 3. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 50 mg / 1000 mg |
|---|---|
| Menge | 56 Tabletten |
Janumet verbindet zwei Wirkprinzipien: Sitagliptin verstärkt körpereigene Darmhormone, Metformin senkt die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Insulinwirkung.
Hinweis: Metformin kann sehr selten eine Laktatazidose auslösen. Bei Erbrechen, Durchfall, Fieber oder vor Untersuchungen mit Kontrastmittel wird Janumet nach ärztlicher Anweisung pausiert.
Wofür wird Janumet angewendet?
Janumet ist zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen, zusätzlich zu Ernährung und Bewegung. Es wird eingesetzt, wenn Metformin allein in der höchsten verträglichen Dosis nicht ausreicht oder beide Wirkstoffe schon getrennt eingenommen werden, auch in Kombination mit Insulin, einem Sulfonylharnstoff oder einem Glitazon.
Wie wirkt Janumet?
Sitagliptin hemmt das Enzym DPP-4 und verlängert so die Wirkung von Darmhormonen, die nach dem Essen die Insulinfreisetzung fördern und Glukagon senken. Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Wirkung von Insulin. Zusammen senken beide Wirkstoffe den Blutzucker. In Kombination mit Insulin oder einem Sulfonylharnstoff können Unterzuckerungen auftreten.
Ist Janumet verschreibungspflichtig?
Ja, Janumet ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diabetesform, HbA1c und Nierenfunktion (eGFR), Leber-, Herz- und Lungenerkrankungen, Alkoholkonsum, frühere Bauchspeicheldrüsenentzündungen und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt.
Was sollte vor der Anwendung von Janumet beachtet werden?
Janumet darf nicht angewendet werden bei einer eGFR unter 30, Lebererkrankung, Alkoholmissbrauch, Ketoazidose, akuter Austrocknung oder schwerer Infektion, Herzschwäche oder Lungenversagen, kürzlichem Herzinfarkt und in der Stillzeit. Vor Röntgenuntersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel und vor Operationen wird es pausiert. Vorsicht gilt nach einer früheren Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Wann muss Janumet pausiert werden?
Bei starkem Erbrechen, Durchfall, Fieber, großer Hitze oder wenn wenig getrunken werden kann, wird Janumet vorübergehend pausiert und ärztlicher Rat eingeholt. Auch vor Untersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel und vor Operationen mit Narkose wird es abgesetzt und frühestens 48 Stunden danach nach Kontrolle der Nierenfunktion wieder begonnen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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