Metformin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Biguanide und wird als Filmtablette eingenommen. Es ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen, wenn Ernährung und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und verbessert die Aufnahme von Zucker in Muskeln und Gewebe. Der Blutzucker sinkt, ohne dass mehr Insulin ausgeschüttet wird. Allein angewendet verursacht Metformin deshalb in der Regel keine Unterzuckerung.
Filmtabletten zum Einnehmen, verteilt auf zwei bis drei Einnahmen während oder nach den Mahlzeiten. Die Dosis wird langsam gesteigert und an die Nierenfunktion angepasst.
Eintritt: Blutzuckersenkung innerhalb von Tagen bis Wochen
Wichtig: Nicht bei einer eGFR unter 30, Flüssigkeitsmangel, schweren Infektionen, eingeschränkter Leberfunktion oder Alkoholabhängigkeit einnehmen. Vor Kontrastmitteluntersuchungen und Operationen wird Metformin pausiert.
Metformin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Biguanide und wird als Filmtablette eingenommen. Es ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen, wenn Ernährung und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken.
Der Wirkstoff ist Metforminhydrochlorid. Er ist zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen, besonders bei Übergewicht, wenn Ernährung und Bewegung den Blutzucker nicht ausreichend senken. Erwachsene können Metformin allein, zusammen mit anderen Tabletten gegen Diabetes oder mit Insulin einnehmen, Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche allein oder mit Insulin. In Deutschland gibt es Filmtabletten mit 500 mg, 850 mg und 1000 mg. Reicht Metformin allein nicht aus, kann der Arzt weitere Diabetesmittel ergänzen, zum Beispiel einen GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid.
Ihr Arzt legt die Dosis fest. Üblicherweise beginnt die Behandlung mit 500 mg oder 850 mg zwei- oder dreimal täglich während oder nach den Mahlzeiten. Nach 10 bis 15 Tagen wird die Dosis anhand der Blutzuckerwerte angepasst. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Tageshöchstdosis bei 2000 mg.
Bei Erwachsenen richtet sich die Höchstdosis nach der Nierenfunktion (GFR). Laut Fachinformation liegt sie bei einer GFR ab 60 ml/min bei 3000 mg pro Tag, von 45 bis 59 bei 2000 mg und von 30 bis 44 bei 1000 mg; in den beiden unteren Stufen beträgt die Anfangsdosis höchstens die Hälfte davon. Die GFR wird vor Beginn und danach mindestens einmal jährlich bestimmt, bei älteren Menschen und erhöhtem Risiko etwa alle drei bis sechs Monate.
Zu Beginn sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust sehr häufig; sie verschwinden meist von selbst. Häufig sind Geschmacksveränderungen und ein sinkender Vitamin-B12-Spiegel. Bei Blutarmut oder Nervenbeschwerden wird der B12-Wert kontrolliert. Sehr selten sind veränderte Leberwerte oder eine Leberentzündung, Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz oder Nesselsucht sowie eine Laktatazidose, eine gefährliche Übersäuerung des Blutes.
Nicht eingenommen wird Metformin bei akuter Übersäuerung des Blutes, etwa einer Ketoazidose, bei diabetischem Präkoma, einer GFR unter 30 ml/min und bei akuten Zuständen, die die Nieren gefährden, wie Flüssigkeitsmangel, schweren Infektionen oder Schock. Ausgeschlossen sind auch Erkrankungen mit Sauerstoffmangel im Gewebe wie eine dekompensierte Herzschwäche, eine Lungenfunktionsschwäche oder ein frischer Herzinfarkt, dazu eine eingeschränkte Leberfunktion, akuter Alkoholrausch und Alkoholabhängigkeit. Bei mitochondrialen Erkrankungen wie MELAS oder MIDD wird Metformin nicht empfohlen.
In der Schwangerschaft deuten Daten aus mehr als 1000 Geburten nicht auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko hin; wenn nötig, kann Metformin zusätzlich zu oder anstelle von Insulin erwogen werden. In der Stillzeit wird es wegen begrenzter Daten nicht empfohlen.
Alkohol erhöht das Risiko einer Laktatazidose, besonders bei Fasten oder Mangelernährung. Vor Untersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel in die Blutbahn und bei Operationen in Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie wird Metformin pausiert und frühestens 48 Stunden danach wieder begonnen, wenn eine Kontrolle eine stabile Nierenfunktion zeigt. Entzündungshemmende Schmerzmittel, ACE-Hemmer, Sartane und Entwässerungsmittel können die Nieren belasten; zu Beginn solcher Mittel wird die Nierenfunktion engmaschig überwacht. Kortison und Sympathomimetika können den Blutzucker erhöhen. Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Verapamil oder Rifampicin können die Wirkung von Metformin verändern.
Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei Zeichen einer Laktatazidose:
Setzen Sie Metformin außerdem vorübergehend ab und sprechen Sie mit einem Arzt, wenn Sie durch starken Durchfall, Erbrechen, Fieber oder zu wenig Trinken Flüssigkeit verlieren. Bei Bewusstseinsstörungen wählen Sie den Notruf 112.
Voraussetzung ist ein ärztlich festgestellter Typ-2-Diabetes. Der Arzt fragt nach dem aktuellen HbA1c-Wert, der Nierenfunktion (eGFR), Herz-, Lungen- und Lebererkrankungen, Alkoholkonsum, weiteren Medikamenten und geplanten Kontrastmitteluntersuchungen oder Operationen. Ein aktueller Laborbefund oder Arztbrief kann hochgeladen werden. Weil die Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden muss, bleibt eine Hausarzt- oder Diabetespraxis vor Ort Teil der Behandlung.
Nicht online beginnen sollte die Behandlung bei einem neu entdeckten oder nicht abgeklärten Diabetes, bei Kindern und Jugendlichen, bei unbekannter oder stark eingeschränkter Nierenfunktion, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei akuten Erkrankungen mit Fieber, Erbrechen oder Durchfall.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 26. September 2026, Stand: 12. Oktober 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 500 mg, 850 mg, 1000 mg |
|---|---|
| Menge | 60 Tabletten, 90 Tabletten, 120 Tabletten, 180 Tabletten |
Metformin senkt erhöhte Blutzuckerwerte, ohne die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse anzuregen.
Hinweis: Bei Erbrechen, Durchfall oder Flüssigkeitsmangel sowie vor Kontrastmitteluntersuchungen und Operationen wird Metformin nach ärztlicher Anweisung pausiert. Die Nierenfunktion wird regelmäßig kontrolliert.
Wofür wird Metformin angewendet?
Metformin ist zugelassen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen sowie bei Kindern ab 10 Jahren, wenn Ernährung und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken. Für übergewichtige Erwachsene beschreibt die Zulassung zudem weniger diabetische Folgeerkrankungen, wenn Metformin als erstes Diabetesmittel eingesetzt wird. Andere Anwendungen, etwa zum Abnehmen, liegen außerhalb der Zulassung.
Wie wirkt Metformin?
Metformin verringert die Zuckerbildung in der Leber und sorgt dafür, dass Muskeln und Gewebe Zucker besser aufnehmen. So sinkt der Blutzucker, ohne dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausschüttet. Deshalb verursacht Metformin allein in der Regel keine Unterzuckerung.
Ist Metformin verschreibungspflichtig?
Ja, Metformin ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diagnose, der HbA1c-Wert, die Nierenfunktion und weitere Erkrankungen und Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt. Eine Verordnung zum Abnehmen ist nicht vorgesehen.
Was sollte vor der Anwendung von Metformin beachtet werden?
Metformin darf nicht eingenommen werden bei einer eGFR unter 30, bei Flüssigkeitsmangel, schweren Infektionen, eingeschränkter Leberfunktion, Alkoholabhängigkeit, akuter Herzschwäche oder kürzlichem Herzinfarkt. Vor Untersuchungen mit jodhaltigem Kontrastmittel und vor Operationen mit Narkose wird es pausiert. Vorsicht gilt bei Entwässerungsmitteln, ACE-Hemmern, Sartanen und regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen.
Welche Nebenwirkungen kann Metformin haben?
Sehr häufig sind zu Beginn Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust, die meist von selbst abklingen. Häufig sind Geschmacksveränderungen und ein sinkender Vitamin-B12-Spiegel. Sehr selten tritt eine Laktatazidose auf, eine lebensgefährliche Übersäuerung des Blutes. Bei Erbrechen, Muskelkrämpfen, starker Schwäche und schneller Atmung ist sofort ärztliche Hilfe nötig.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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