Diamicron enthält Gliclazid, einen Sulfonylharnstoff, als Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen zugelassen, wenn Ernährung, Bewegung und Gewichtsabnahme allein nicht ausreichen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Gliclazid regt die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin freizusetzen, sodass der Blutzucker sinkt. Die Tablette gibt den Wirkstoff gleichmäßig über den Tag ab.
Tablette zum Einnehmen, einmal täglich zum Frühstück im Ganzen geschluckt. Die Dosis wird ausgehend von 30 mg schrittweise ärztlich angepasst.
Eintritt: Blutspiegel steigen in den ersten Stunden an · Dauer: ca. 24 Stunden
Wichtig: Unterzuckerungen sind möglich, besonders bei ausgelassenen Mahlzeiten und Alkohol. Nicht bei Typ-1-Diabetes, schwerer Nieren- oder Lebererkrankung, zusammen mit Miconazol sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.
Diamicron enthält Gliclazid, einen Sulfonylharnstoff, als Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung zum Einnehmen. Es ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen zugelassen, wenn Ernährung, Bewegung und Gewichtsabnahme allein nicht ausreichen.
Diamicron enthält Gliclazid, einen Sulfonylharnstoff. Gliclazid senkt den Blutzucker, indem es die Betazellen der Bauchspeicheldrüse zur Insulinausschüttung anregt; es stellt die frühe Insulinsekretionsspitze nach einer Mahlzeit wieder her und steigert die zweite Phase der Sekretion. Zusätzlich beschreibt die Fachinformation hämovaskuläre Eigenschaften mit einer teilweisen Hemmung der Thrombozytenaggregation. Zugelassen ist Gliclazid bei Typ-2-Diabetes von Erwachsenen, wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion allein nicht ausreichen, um den Blutzucker einzustellen. Die Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung hält wirksame Spiegel über 24 Stunden aufrecht. Der Shop führt Diamicron 30 mg in Packungen mit 60 und 120 Tabletten; die 30-mg-Tablette entspricht einer halben Tablette des in Deutschland zugelassenen Diamicron UNO 60 mg und ist unter dem Namen Diamicron MR 30 mg unter anderem in Österreich zugelassen.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 30 mg einmal täglich, eingenommen als Einmalgabe zum Frühstück, unzerkaut mit einem Glas Wasser. Reicht das nicht aus, wird stufenweise auf 60, 90 oder 120 mg erhöht, wobei jede Stufe mindestens einen Monat beibehalten wird, außer wenn der Blutzucker in den ersten zwei Wochen gar nicht sinkt. Die Höchstdosis beträgt 120 mg täglich. Die Dosis wird an Blutzucker und HbA1c angepasst; regelmäßige Messungen, auch durch Sie selbst, gehören zur Behandlung. Haben Sie eine Einnahme vergessen, darf die Dosis am nächsten Tag nicht erhöht werden. Gliclazid wird nur verordnet, wenn Sie regelmäßig essen, einschließlich eines Frühstücks, denn ausgelassene Mahlzeiten erhöhen das Risiko einer Unterzuckerung. Bei Umstellung von einem anderen Antidiabetikum wird meist ohne Übergang mit 30 mg begonnen; nach langwirksamen Sulfonylharnstoffen kann eine Pause von wenigen Tagen nötig sein. Kombinationen mit Metformin, Acarbose oder Insulin sind möglich. Bei leichter bis mäßiger Nierenschwäche gilt das gleiche Schema unter sorgfältiger Kontrolle.
Die häufigste Nebenwirkung ist die Unterzuckerung, besonders bei unregelmäßigen oder ausgelassenen Mahlzeiten. Anzeichen sind Kopfschmerzen, Heißhunger, Übelkeit, Müdigkeit, Unruhe, Konzentrationsstörungen, Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Seh- und Sprachstörungen und Verwirrtheit bis hin zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit; Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke helfen, Süßstoffe nicht. Eine schwere oder lang anhaltende Unterzuckerung ist ein Notfall und erfordert sofort ärztliche Behandlung. Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durchfall und Verstopfung werden durch die Einnahme zum Frühstück gemildert. Seltener sind Hautreaktionen mit Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht oder Angioödem, in Ausnahmefällen schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und DRESS, Blutbildveränderungen wie Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie, erhöhte Leberenzyme, in Einzelfällen Hepatitis und Gelbsucht sowie vorübergehende Sehstörungen zu Beginn. Gelbsucht, Hautblasen, Fieber mit Halsschmerzen oder ungewöhnliche Blutungen sind Gründe, sofort einen Arzt aufzusuchen.
Gliclazid darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Gliclazid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide, bei Typ-1-Diabetes, bei diabetischem Präkoma, Koma oder Ketoazidose, bei schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz, bei gleichzeitiger Behandlung mit Miconazol und in der Stillzeit. Das Risiko einer Unterzuckerung steigt bei Unter- oder Mangelernährung, kalorienreduzierter Diät, großer Anstrengung, Alkohol, Nieren- oder Leberschwäche, Schilddrüsen-, Hypophysen- oder Nebennierenschwäche und bei älteren Menschen, bei denen Warnzeichen fehlen können. Bei G6PD-Mangel kann eine hämolytische Anämie auftreten, bei Porphyrie wurden akute Schübe beschrieben; die Tabletten enthalten Lactose. Bei Fieber, Infektionen, Verletzungen oder Johanniskraut kann die Einstellung entgleisen, und nach längerer Behandlung lässt die Wirkung bei vielen Patienten nach. In der Schwangerschaft wird Gliclazid vermieden, Insulin ist das Mittel der Wahl; die Umstellung erfolgt vor einer geplanten Schwangerschaft oder sobald sie festgestellt wird. Im Straßenverkehr ist besonders zu Beginn Vorsicht geboten, weil eine Unterzuckerung die Reaktionsfähigkeit einschränkt.
Miconazol, auch als Mundgel, verstärkt die blutzuckersenkende Wirkung bis zum Koma und ist gegenangezeigt; von Phenylbutazon, Alkohol und Danazol wird abgeraten. Vorsicht gilt bei anderen Antidiabetika wie Insulin, Metformin, Acarbose, DPP-4-Hemmern und GLP-1-Rezeptoragonisten, bei Betablockern, Fluconazol, ACE-Hemmern wie Captopril und Enalapril, H2-Blockern, MAO-Hemmern, Sulfonamiden, Clarithromycin und nichtsteroidalen Antirheumatika, die alle Unterzuckerungen begünstigen. Den Blutzucker erhöhen Chlorpromazin in hoher Dosis, Glukokortikoide auch bei örtlicher Anwendung, Tetracosactid, intravenöses Salbutamol, Terbutalin und Ritodrin sowie Johanniskraut, das die Gliclazid-Exposition senkt. Fluorchinolone können Unter- wie Überzuckerungen auslösen, besonders bei älteren Patienten. Die Wirkung von Gerinnungshemmern wie Warfarin kann verstärkt werden.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, seit wann der Diabetes besteht, welche Mittel Sie in welcher Dosis einnehmen, wie Ihre letzten HbA1c- und Nüchternwerte waren und ob und wie oft Sie Unterzuckerungen hatten. Gefragt wird nach Nieren- und Leberwerten, Gewicht, Mahlzeitenrhythmus, Alkoholkonsum, Schwangerschaft, Kinderwunsch und Stillzeit sowie nach allen anderen Arzneimitteln, besonders Antimykotika, Betablockern, Kortison, Antibiotika und Gerinnungshemmern. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer bestehenden, stabil eingestellten Behandlung mit aktuellen Kontrollwerten. Eine Neueinstellung oder Umstellung, ein HbA1c deutlich über dem vereinbarten Ziel, wiederholte oder schwere Unterzuckerungen, Nieren- oder Leberschwäche, Schwangerschaft und Zeichen einer Ketoazidose gehören in die Hausarzt- oder Diabetologiepraxis, wo auch die regelmäßigen Augen-, Nieren- und Fußkontrollen stattfinden. Mehr dazu im Behandlungsbereich Diabetes Typ 2 und im Beitrag Ärztliche Begleitung bei einer laufenden Behandlung.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 30. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 30 mg |
|---|---|
| Menge | 60 Tabletten, 120 Tabletten |
Gliclazid regt die Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin freizusetzen. Dadurch sinkt der Blutzucker, vor allem nach den Mahlzeiten.
Hinweis: Gliclazid kann Unterzuckerungen auslösen und ist nur bei regelmäßigen Mahlzeiten geeignet. In der Stillzeit und zusammen mit Miconazol wird es nicht angewendet.
Wofür wird Diamicron angewendet?
Diamicron ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen zugelassen, wenn Ernährung, Bewegung und Gewichtsabnahme allein den Blutzucker nicht ausreichend senken. Es kann allein oder zusammen mit anderen Diabetesmitteln wie Metformin oder Insulin angewendet werden. Für Typ-1-Diabetes ist Diamicron nicht geeignet.
Wie wirkt Diamicron?
Der Wirkstoff Gliclazid gehört zu den Sulfonylharnstoffen. Er regt die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin freizusetzen, sodass der Blutzucker sinkt. Die Tablette gibt den Wirkstoff langsam ab, deshalb genügt eine Einnahme täglich zum Frühstück. Weil die Insulinfreisetzung auch bei niedrigem Blutzucker angeregt wird, sind Unterzuckerungen möglich.
Ist Diamicron verschreibungspflichtig?
Ja, Diamicron ist verschreibungspflichtig. Vor einer Verordnung werden unter anderem die Diabetesform, der HbA1c-Wert, frühere Unterzuckerungen, Nieren- und Leberfunktion und andere Medikamente berücksichtigt. Jede Anfrage wird ärztlich geprüft, und die Entscheidung trifft der Arzt. Regelmäßige Kontrollen des Diabetes bleiben auch bei einer Folgeverordnung wichtig.
Was sollte vor der Anwendung von Diamicron beachtet werden?
Diamicron darf nicht angewendet werden bei Allergie gegen Gliclazid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide, bei Typ-1-Diabetes, Ketoazidose, schwerer Nieren- oder Lebererkrankung, in der Stillzeit und zusammen mit Miconazol. Vorsicht gilt bei unregelmäßigen Mahlzeiten, Alkohol, G6PD-Mangel und Mitteln, die den Blutzucker zusätzlich senken oder erhöhen.
Was ist bei einer Unterzuckerung unter Diamicron zu tun?
Anzeichen sind zum Beispiel Heißhunger, Zittern, Schwitzen, Herzklopfen und Verwirrtheit. Dann sofort 4 bis 6 Stück Würfelzucker oder ein zuckerhaltiges Getränk zu sich nehmen, danach eine Mahlzeit. Süßstoff hilft nicht. Bei Bewusstlosigkeit nichts zu essen oder trinken geben und den Notruf 112 wählen.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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