Mysimba ist ein Arzneimittel mit Naltrexon und Bupropion zur Gewichtsregulierung bei Adipositas oder Übergewicht mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Naltrexon und Bupropion wirken gemeinsam auf zwei Bereiche im Gehirn: das Appetitzentrum (Hypothalamus) und das Belohnungssystem. Dadurch können Hunger und das Verlangen nach Essen abnehmen; der genaue Mechanismus ist nicht vollständig geklärt.
Retardtabletten mit 8 mg/90 mg werden unzerkaut mit Wasser, möglichst zu einer Mahlzeit, eingenommen. Die Dosis wird über vier Wochen schrittweise gesteigert; die Zahl der Tabletten legt der Arzt fest.
Wichtig: Nicht geeignet unter anderem bei Krampfanfällen, nicht eingestelltem Bluthochdruck, bipolarer Störung, Essstörungen sowie bei Einnahme von Opioiden oder anderen bupropionhaltigen Medikamenten. Laut Fachinformation wird die Behandlung beendet, wenn nach 16 Wochen weniger als 5 % des Ausgangsgewichts abgenommen wurden.
Mysimba ist ein Arzneimittel mit Naltrexon und Bupropion zur Gewichtsregulierung bei Adipositas oder Übergewicht mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung.
Mysimba vereint zwei Wirkstoffe in einer Retardtablette: 8 mg Naltrexonhydrochlorid, einen Opioidrezeptor-Antagonisten, und 90 mg Bupropionhydrochlorid, einen schwachen Hemmer der Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. Laut Fachinformation verstärken beide gemeinsam im Hypothalamus das Sättigungssignal und dämpfen im Belohnungssystem das Verlangen nach Essen. Zugelassen ist Mysimba als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und mehr Bewegung zum Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index ab 30 kg/m², oder ab 27 kg/m² bei mindestens einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung wie Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörung oder eingestelltem Bluthochdruck. Doctorcura führt Mysimba 8 mg/90 mg in Packungen mit 112, 224 und 336 Retardtabletten.
Die Dosis wird laut Fachinformation über vier Wochen gesteigert: in der ersten Woche eine Tablette morgens, in der zweiten je eine morgens und abends, in der dritten zwei morgens und eine abends, ab der vierten Woche zwei morgens und zwei abends. Diese Erhaltungsdosis von vier Tabletten täglich ist zugleich die Höchstdosis. Die Tabletten werden unzerkaut mit Flüssigkeit und bevorzugt zu einer Mahlzeit geschluckt; sie dürfen nicht geteilt, gekaut oder zerstoßen werden. Eine vergessene Dosis wird nicht nachgeholt, die nächste wird zur gewohnten Zeit eingenommen. Nach 16 Wochen beurteilt der Arzt den Erfolg: Wer bis dahin weniger als 5 Prozent des Ausgangsgewichts verloren hat, beendet die Behandlung. Danach wird jährlich geprüft, ob das Gewicht gehalten wird und das Herz-Kreislauf-Risiko unverändert ist. Bei mittelschwerer oder schwerer Nierenfunktionsstörung und bei leichter Leberfunktionsstörung bleibt es bei höchstens zwei Tabletten täglich; über 75 Jahren wird Mysimba nicht empfohlen. Blutdruck und Puls werden vor Beginn und danach regelmäßig kontrolliert.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten Übelkeit, Verstopfung, Erbrechen und Kopfschmerzen auf; sie beginnen meist in der Steigerungsphase und klingen überwiegend innerhalb von vier Wochen ab. Häufig sind Angst, Schlaflosigkeit, Schwindel, Zittern, Geschmacksstörung, Schläfrigkeit, Herzklopfen, Mundtrockenheit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag, Müdigkeit und Reizbarkeit. Gelegentlich kommen ungewöhnliche Träume, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Nesselsucht, Gleichgewichtsstörungen, Zahnschmerzen bei trockenem Mund, erhöhte Leberwerte und Erektionsstörungen vor. Selten sind Angioödem, Halluzinationen, Bewusstseinsverlust und Krampfanfälle; Krampfanfälle sind dosisabhängig. Nach der Markteinführung wurden Suizidgedanken, Panikattacken, Serotoninsyndrom, hypertensive Krisen, Leberschäden und schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom berichtet. Ein Krampfanfall, Nesselsucht mit Atemnot oder Schwellung, Hautausschlag mit Blasen oder Fieber, Gelbfärbung der Haut, stark erhöhter Blutdruck oder Suizidgedanken sind Gründe, die Einnahme sofort zu beenden und ärztliche Hilfe zu suchen.
Mysimba darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, bei unkontrolliertem Bluthochdruck, bei aktuellen oder früheren Krampfanfällen, bei einem Tumor des zentralen Nervensystems, im akuten Alkohol- oder Benzodiazepinentzug, bei bipolarer Störung, bei aktueller oder früherer Bulimie oder Anorexie, bei Opioidabhängigkeit oder Substitution mit Methadon oder Buprenorphin, bei gleichzeitiger Einnahme anderer bupropion- oder naltrexonhaltiger Arzneimittel, unter MAO-Hemmern, bei schwerer Leberfunktionsstörung und bei terminaler Niereninsuffizienz. Vorsicht gilt bei eingestelltem Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, Brugada-Syndrom, Diabetes wegen möglicher Unterzuckerungen, nach Schädeltrauma, bei übermäßigem Alkoholkonsum, bei psychiatrischen Erkrankungen und über 65 Jahren. Zu Beginn und nach Dosisänderungen wird auf Suizidgedanken und Verhaltensänderungen geachtet. Nach einem Krampfanfall oder einer schweren Hautreaktion wird Mysimba nicht erneut angewendet. Alkohol soll gemieden werden. In der Schwangerschaft, bei Kinderwunsch und in der Stillzeit darf Mysimba nicht angewendet werden, weil beide Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen. Schwindel, Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust und Krampfanfälle können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, besonders in der Steigerungsphase.
MAO-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden; nach ihrem Absetzen ist ein Abstand von zwei Wochen einzuhalten. Opioide wie Tramadol, Codein oder Morphin wirken unter Naltrexon abgeschwächt, und die Kombination wurde mit Krampfanfällen und Serotoninsyndrom in Verbindung gebracht; vor einer Operation mit Opioidanalgesie wird Mysimba mindestens drei Tage vorher abgesetzt. Bupropion hemmt das Enzym CYP2D6: Die Spiegel von Metoprolol, Desipramin, Paroxetin, Venlafaxin, Haloperidol, Risperidon und Flecainid steigen, Tamoxifen kann an Wirkung verlieren. Mit SSRI und SNRI wurden Serotoninsyndrome berichtet. Carbamazepin, Phenytoin, Ritonavir und Efavirenz senken den Bupropionspiegel deutlich. Antipsychotika, Antidepressiva, Malariamittel, systemische Kortikosteroide, Chinolone und sedierende Antihistaminika senken die Krampfschwelle. Bei Insulin und oralen Antidiabetika wird die Dosis wegen möglicher Unterzuckerung überprüft; Digoxinspiegel können sinken.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie Größe und Gewicht an, dazu Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörung oder Bluthochdruck mit den letzten Blutdruckwerten und bei einer laufenden Behandlung, seit wann Sie Mysimba in welcher Dosis nehmen und wie sich das Gewicht entwickelt hat. Gefragt wird nach Krampfanfällen, Essstörungen, bipolarer Störung, Depression und Suizidgedanken, Alkohol- und Drogenkonsum, Opioiden, Leber-, Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach allen weiteren Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Betablockern und Antidiabetika. Eine Online-Verordnung passt als Fortführung einer begonnenen, gut vertragenen Behandlung mit dokumentierter Gewichtsabnahme und bekannten Blutdruckwerten; ob ein Beginn online möglich ist, beurteilt der Arzt anhand der BMI-Kriterien und der Gegenanzeigen. Unkontrollierter Bluthochdruck, eine akute psychische Erkrankung, eine Suchterkrankung und Leber- oder Nierenerkrankungen gehören in die Hausarztpraxis. Mehr dazu im Behandlungsbereich Gewichtsmanagement und im Beitrag Medikamente zur Gewichtsreduktion: Wirkstoffe im Überblick.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 29. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 8 mg/90 mg |
|---|---|
| Menge | 112 Retardtabletten, 224 Retardtabletten, 336 Retardtabletten |
Mysimba enthält Naltrexonhydrochlorid / Bupropionhydrochlorid und wird zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder mit Übergewicht und gewichtsbedingter Begleiterkrankung eingesetzt.
Hinweis: Mysimba sollte nur nach ärztlicher Beurteilung angewendet werden. Die geeignete Dosierung richtet sich nach Indikation, Begleiterkrankungen und individueller Verträglichkeit.
Wofür wird Mysimba angewendet?
Mysimba wird zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder mit Übergewicht und gewichtsbedingter Begleiterkrankung angewendet und sollte nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden.
Wie wirkt Mysimba?
Mysimba enthält die Wirkstoffe Naltrexon und Bupropion. Beide Wirkstoffe wirken auf Bereiche im Gehirn, die Appetit und Essverhalten steuern, und können so Hunger und Heißhunger verringern.
Ist Mysimba verschreibungspflichtig?
Ja, Mysimba ist verschreibungspflichtig und sollte nur nach medizinischer Beurteilung verwendet werden.
Was sollte ich vor der Anwendung beachten?
Vor der Anwendung sollten Gegenanzeigen, mögliche Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und die passende Dosierung ärztlich geprüft werden.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
Rezept nach ärztlicher Prüfung
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