Tramadol ist ein Opioid-Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen. Es wirkt im Nervensystem und kann die Schmerzwahrnehmung dämpfen.
Ablauf
Vom Fragebogen bis zur Lieferung: ärztlich geprüft und diskret.
Produktinformationen
Tramadol wirkt im zentralen Nervensystem auf zwei Wegen: Es bindet an Opioid-Rezeptoren und hemmt die Wiederaufnahme der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin. So werden Weiterleitung und Wahrnehmung von Schmerzsignalen gedämpft. Retardformen geben den Wirkstoff langsam über viele Stunden ab.
Schnell freisetzende Formen und Tropfen werden in zeitlichen Abständen nach ärztlicher Verordnung eingenommen, Retardformen meist zweimal täglich und unzerkaut. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich dauern und nach längerer Anwendung nicht abrupt beendet werden.
Eintritt: ca. 30 bis 60 Minuten, Retardform langsamer · Dauer: mehrere Stunden, Retardform ca. 12 Stunden
Wichtig: Tramadol kann abhängig und müde machen und die Atmung dämpfen, besonders zusammen mit Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln. Mit bestimmten Antidepressiva ist ein Serotoninsyndrom möglich; bei nicht kontrollierter Epilepsie und zusammen mit MAO-Hemmern darf Tramadol nicht angewendet werden.
Tramadol ist ein Opioid-Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen. Es wirkt im Nervensystem und kann die Schmerzwahrnehmung dämpfen.
Tramadol ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Es wirkt an den Opioidrezeptoren und hemmt zusätzlich die Wiederaufnahme der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin im Rückenmark; beide Mechanismen dämpfen die Schmerzweiterleitung. Laut Fachinformation ist Tramadol zur Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen zugelassen. Es gibt Hartkapseln mit 50 mg, Tropfen mit 100 mg je Milliliter (20 Tropfen entsprechen 50 mg) und Retardtabletten mit verzögerter Freisetzung. Tramadol unterliegt in Deutschland nicht der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, ist aber ein verschreibungspflichtiges Opioid mit Abhängigkeitspotenzial.
Die Dosis richtet sich laut Fachinformation nach der Stärke der Schmerzen und der persönlichen Empfindlichkeit; es wird die niedrigste wirksame Dosis gewählt. Für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren gelten 50 bis 100 mg (ein bis zwei Kapseln oder 20 bis 40 Tropfen) als Einzeldosis, die alle vier bis sechs Stunden wiederholt werden kann. Mehr als 400 mg pro Tag sollen nicht eingenommen werden, außer unter besonderen Umständen und ärztlicher Kontrolle. Bei älteren Menschen über 75 Jahren und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wird der Abstand zwischen den Einnahmen verlängert; bei schwerer Nierenschwäche ist Tramadol nicht empfohlen. Die Kapseln werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, die Tropfen auf Zucker oder in etwas Wasser eingenommen. Tramadol soll so kurz wie möglich angewendet werden; bei längerer Behandlung prüft der Arzt regelmäßig, ob sie noch nötig ist, und beendet sie durch schrittweises Absetzen.
Sehr häufig, also bei mehr als einem von zehn Anwendern, treten Übelkeit und Schwindel auf. Häufig sind Kopfschmerzen, Benommenheit, Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Schwitzen und Müdigkeit. Gelegentlich kommen Herzklopfen, Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen und Hautreaktionen vor. Selten sind Krampfanfälle, die vor allem bei hohen Dosen oder in Kombination mit Antidepressiva auftreten, Atemdepression bei Überdosierung, Verwirrtheit, Halluzinationen und Schlafstörungen. In Kombination mit serotonerg wirkenden Arzneimitteln kann ein Serotoninsyndrom mit Unruhe, Fieber, Muskelzuckungen und Durchfall entstehen. Bei regelmäßiger Einnahme können sich Toleranz und eine körperliche oder seelische Abhängigkeit entwickeln; beim Absetzen sind Entzugserscheinungen wie Unruhe, Schwitzen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden möglich. Tramadol beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit, besonders zu Beginn und in Kombination mit Alkohol.
Tramadol darf nicht angewendet werden bei akuter Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln, Opioiden oder Psychopharmaka, bei gleichzeitiger oder weniger als zwei Wochen zurückliegender Behandlung mit MAO-Hemmern, bei nicht ausreichend behandelter Epilepsie und als Ersatzmittel bei Opioidabhängigkeit. Kinder unter zwölf Jahren sollen es nicht erhalten; auch bei Jugendlichen nach Mandel- oder Polypenoperation wegen Schlafapnoe ist es nicht empfohlen. Vorsicht gilt bei Atemwegserkrankungen, erhöhtem Hirndruck, Kopfverletzungen, Gallenwegserkrankungen, bei Menschen mit besonders schneller Verstoffwechselung über das Enzym CYP2D6 (stärkere und riskantere Wirkung) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit, in denen Tramadol nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt wird.
Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel, vor allem Benzodiazepine, und andere zentral dämpfende Arzneimittel verstärken die sedierende Wirkung bis hin zur Atemdepression; die Kombination mit Benzodiazepinen wird nur bei fehlenden Alternativen in niedrigster Dosis gewählt. Antidepressiva wie SSRI, SNRI und trizyklische Antidepressiva, Triptane und Johanniskraut erhöhen das Risiko eines Serotoninsyndroms und von Krampfanfällen. Carbamazepin senkt die Wirkung von Tramadol deutlich. Hemmer von CYP2D6 wie Paroxetin, Fluoxetin und Bupropion können die Schmerzlinderung abschwächen. Bei Blutgerinnungshemmern vom Cumarintyp wurden erhöhte INR-Werte beschrieben. Ondansetron kann die Wirkung von Tramadol abschwächen.
Im medizinischen Fragebogen geben Sie an, welche Schmerzen Sie haben, seit wann, welche Ursache bekannt ist und welche Schmerzmittel Sie bereits versucht haben. Gefragt wird nach Epilepsie, Atemwegs-, Leber- und Nierenerkrankungen, nach Depressionen, nach Alkohol-, Medikamenten- und Drogenkonsum und nach allen Arzneimitteln, besonders Antidepressiva, Beruhigungsmitteln und anderen Opioiden. Eine Online-Verordnung passt nicht bei unklaren oder neu aufgetretenen starken Schmerzen, die untersucht werden müssen, bei einer Abhängigkeitserkrankung, bei Bedarf über wenige Wochen hinaus ohne Schmerztherapeuten und in der Schwangerschaft; dann ist die Hausarzt- oder Schmerzpraxis der richtige Weg. Mehr dazu im Behandlungsbereich Schmerzen.
✓ Fachlich geprüft vom medizinischen Team von Doctorcura am 27. Oktober 2026, Stand: 2. November 2026 · So entstehen unsere Inhalte
| Wirkstärke | 100 mg/ml Tropfen, 50 mg, 50 mg retard, 100 mg retard, 150 mg retard, 200 mg retard |
|---|---|
| Menge | 1 Flasche, 5 Flaschen, 10 Flaschen, 30 Stück |
Tramadol ist ein Opioid-Schmerzmittel und wird zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen eingesetzt.
Hinweis: Tramadol sollte nur nach ärztlicher Beurteilung angewendet werden. Die geeignete Dosierung richtet sich nach Indikation, Begleiterkrankungen und individueller Verträglichkeit.
Wofür wird Tramadol angewendet?
Tramadol wird zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen angewendet und sollte nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden.
Wie wirkt Tramadol?
Tramadol ist ein Opioid. Der Wirkstoff bindet an Opioidrezeptoren im Nervensystem und hemmt zusätzlich die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin. So kann die Schmerzwahrnehmung gedämpft werden.
Ist Tramadol verschreibungspflichtig?
Ja, Tramadol ist verschreibungspflichtig und sollte nur nach medizinischer Beurteilung verwendet werden.
Was sollte ich vor der Anwendung beachten?
Vor der Anwendung sollten Gegenanzeigen, mögliche Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und die passende Dosierung ärztlich geprüft werden.
Weitere Optionen
Welche Behandlung am besten zu Ihnen passt, klärt der Arzt anhand Ihres Fragebogens.
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